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Nachrichten

April 2018

15 Spannender Besuch im Reich der Mitte

 

Erster Chinaaustausch am Staatlichen Landschulheim mit 17 Schülern

 Zum ersten Mal organisierte das Staatliche Landschulheim heuer einen Schüleraustausch mit einer chinesischen Schule. 17 Schüler von der 8. bis zur 11. Klasse brachen kürzlich zu ihrem 14tägigen Aufenthalt dorthin auf. Begleitet werden sie von der Lehrerin für Chinesisch, Fanny Liu, den Lehrern Rita Mader und Werner Wiedemann sowie Erzieher Eugen Kern. Frau Liu, die mit ihrer Familie in Prien lebt, unterrichtet an zwei Wochenstunden das Wahlfach Chinesisch am Landschulheim, so dass die meisten der Schüler zwischen 14 und 17 Jahren sich schon ein wenig verständigen können. Im Internat leben seit Jahren immer wieder chinesische Schüler, woraus sich die Idee zu dem Austausch ergab.

Nach dem elfeinhalbstündigen Flug nach Shanghai übernachtet die Gruppe im Hotel und wird dann auf die Gastfamilien in der Stadt Kuzhou, etwa 400 Kilometer südwestlich von Shanghai, verteilt. Die Stadt mit ihren vier Millionen Einwohnern gilt als Kleinstadt. Die erste Woche verbringen die Schüler in den Familien und besuchen die Xinhu-Schule, eine Art Gesamt- und Ganztagsschule, in der der Unterricht täglich von 7.30 bis 18 Uhr dauert. Der Unterricht für die Gäste beschränkt sich auf Sport, Musik und den Kunstunterricht, wobei die Schüler zum Beispiel die Paper-Art, chinesischen Tanz oder traditionelle Spiele kennenlernen. „Die Gastgeber haben sich große Mühe gegeben, ein interessantes Programm für uns zusammen zu stellen“, erzählt Werner Wiedemann im Gespräch mit unserer Zeitung. Ziel der Schule sei es, die für uns so fremde Kultur hautnah zu erleben, abseits von dem touristischen Shanghai. China werde in den nächsten Jahrzehnten eine immer größere Rolle spielen, so dass es auch gelte, der Jugend ein wenig die Scheu vor der Großmacht nehmen.

In der zweiten Woche, die in die Osterferien fällt, unternimmt die deutsche Reisegruppe täglich Ausflüge mit dem Bus und ist dabei in verschiedenen Hotels untergebracht. Besichtigt wird zum Beispiel ein Dorf, in dem noch auf die traditionelle Art Porzellan hergestellt wird, die alte Wasserstadt Xitang oder ein historisches Museumsdorf, in dem sich die Einwohner noch mit Trachten wie im 19 Jahrhundert kleiden. Natürlich steht auch ein Besuch der 24-Millionenstadt Shanghai mit dem weltweit größten Containerhafen auf dem Programm. Auch die Chinesen sind offensichtlich sehr interessiert an einem Austausch mit der deutschen staatlichen Internatsschule. Das aufwändige Programm wird weitgehend durch den chinesischen Staat finanziert. Schüler und Lehrer müssen selbst lediglich den Lufthansa-Flug nach Shanghai bezahlen, der mit 550 Euro für die Gruppe sehr günstig war.               .

Ein Gegenbesuch der chinesischen Schüler wird voraussichtlich im kommenden Juni erwartet. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Um den Gästen ein ähnlich großzügiges Programm zu bieten, wie es die deutschen Schüler in China erleben, werden noch Sponsoren gesucht. Wer eventuell Interesse hat, den Chinaaustausch zu unterstützen, kann sich nach den Osterferien direkt an die Schule oder an Werner Wiedemann über die Telefonnummer der Schule (086416240) wenden.      

Text und Bild: Christiane Giesen                                 

 

 

 

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17 Schüler des Staatlichen Landschulheims brachen erstmals zu einem Besuch in China auf, hier vor der Busabfahrt zum Flughafen mit ihrer Chinesischlehrerin Fanny Liu und ihren beiden Kindern.                                                                  Foto: Giesen

01 Turbulentes Theater mit Multikulti-Hintergrund

„Achtung Deutsch“ spielen Schüler der Oberstufe auf der Bühne des Staatlichen Landschulheims

 Unterhaltsames, aber auch hintergründiges Theater zu einem hoch aktuellen Thema bringen 14 Schüler der Q12 mit dem Stück „Achtung Deutsch“ auf die Bühne. Die Komödie des  österreichischen Autors Stefan Vögel, Jahrgang 1969, thematisiert auf höchst vergnügliche Weise das Zusammenleben mehrerer Personen aus verschiedenen Ländern. Gängige Vorurteile und Klischees über die jeweils anderen Nationen reihen sich in schneller Folge aneinander und machen so ihre Lächerlichkeit erst richtig deutlich.

Eine ziemlich chaotische Wohngemeinschaft von Germanistik-Studenten hat sich im mietgünstigen sozialen Wohnungsbau von Leipzig angesiedelt. Wahlspruch der WG ist es: „Deutschland ist nur bsuffn auszuhalten“. Zusammen wohnen nicht nur die drei syrischen Schwestern Zahira (Penelope Spannagl), Aische (Lisa Weizdörfer) und Fatima (Karolina Weiß), die wegen ihres Studiums perfekt deutsch sprechen, sondern sechs Europäerinnen. Mit typisch französischem Akzent stellt Französin Virgine (Julia Damm) gerne ihre Reize zur Schau. Geballtes südländisches Temperament verkörpern die beiden Italienerinnen Camilla (Veronika Schranzhofer) und Giuliana (Verena Kellermann), von den anderen als „Spagettis“ tituliert. Meist mit Flasche in der Hand aufs Sofa geflegelt geben die drei Österreicherinnen Sissy (Robina Böhl), Evi (Maya Stocks) und Anni (Julia Auer) mit breitem Weana (Wiener) Dialekt ihre Kommentare („so ein Schaaß“) ab. Hauptmieter ist Henrik Schlüter (Thomas Lentner) mit Freundin Hanni (Julia Höger). Als typischer Schwabe ist er vor allem an den überhöhten Mietzahlungen der Mitbewohner interessiert. Komische Höhepunkte gibt es, wenn sich Nachbar Bert Schröder (Fabian Watzl) mit seiner Frau Bärbel (Rebecca Pietsch) wegen der nächtlichen Partys über den Lärm beschweren. Mit typischem Zungenschlag der ehemaligen DDR und flotten Sprüchen machen beide keinen Hehl daraus, dass sie im Herzen DDR-Bürger geblieben sind –„vorwärts immer, rückwärts nimmer, sagt Erich“ (Honnecker). Fabian Watzl erweist sich zudem am Klavier als versierter Pianist.

Richtig Bewegung kommt in die WG, als sich die Prüferin vom Sozialamt, die gestrenge Frau Reize (Lena Manzenberger) ankündigt, um „Familie Schlüter“ zu überprüfen. Durch einen bürokratischen Irrtum wurde nämlich die WG als deutsche Familie mit zwei Kindern eingestuft. Panik pur. Denn nun steht das Einbürgerungsverfahren der syrischen Schwestern auf dem Spiel. Alle helfen zusammen und spielen der Kontrolleurin mit Hilfe von Rollenwechsel und Verkleidungen eine perfekte deutsche Familie vor. Als unerwartet der Hauptmieter zu früh aus dem Skiurlaub zurückkehrt und sich die neugierigen Nachbarn nicht abwimmeln lassen, kommt es zu ungeahnten Verwicklungen…

Wie die Premiere im voll besetzten Festsaal des Staatlichen Landschulheims zeigte, brachten die jungen Spieler unter der bewährten Regie von Sandra Altmann starke schauspielerische Leistungen auf die Bühne, so dass die Zuschauer immer wieder herzhaft lachen konnten. Besonders die verschiedenen Dialekte und Akzente ließen das verwirrende Multikulti deutlich werden. Angefeuert wurde die Spielfreude aller Spieler noch durch zahlreiche Lacher und häufigen Zwischenapplaus.

Für die gut funktionierende Licht- und Tontechnik zeichneten Justin Bülow, Daniel König und Martin Thoma verantwortlich. Das Publikum belohnte die witzig spritzige Theateraufführung mit lang anhaltendem Applaus und großzügigen Spenden.                                                          

Text und Bild: Chistiane Giesen

 

 

Foto:

Eine Szene aus „Achtung Deutsch“ am Staatlichen Landschulheim Marquartstein mit (von links) Virgine (Julia Damm), Bärbel und Bert Schröder (Rebecca Pietsch, Fabian Watzl) und der Syrerin Zahira (Penelope Spannagl).

 

März 2018

18 Ankunft in China

17 Schüler, zwei Lehrer und ein Erzieher wagen das große Abenteuer, am Chinaaustausch des LSH MArquartstein teilzunehmen. Den langen Flug haben sie ganz offensichtlich unbeschadet überstanden. Noch am Flughafen wurden sie von ihren chinesischen Gastfamilien begrüßt (siehe Foto).

Die Schulfamilie des LSH MArquartstein wünscht allen Teilnehmern einen tollen Aufenthalt in China!

18 Silvio Riehl „Biathlon Rocks-Athlet“ am LSH

Silvio (8c) ist in der 2.Wintersaison als Biathlet, nun in der Schülerklasse S15 für den WSV Aschau am Start. Trainiert wird weiterhin 4-5 Mal pro Woche zumeist am Stützpunkt in Ruhpolding.

Am Wochenende vom 9-11.03 fand das Deutsche Schülercup (DSC) Finale in Ruhpolding statt, mit einem starken Auftritt von Silvio. Jetzt erst einmal der Reihe nach, am Freitag stand ein Sprint mit Technikelementen, u.a. Schanzen, Slalom und Wellen zu durchlaufen auf dem Programm. Grade mal 5,7s trennten Silvio vom Sieg und erreichte somit einen super 5.Platz. Tags drauf am Samstag stand dann ein Massenstart Rennen, auf der anspruchsvollen World Cup Strecke in der Chiemgau Arena über 8km, mit 4x Schießen (liegend, liegend, stehend, stehend) auf dem Programm. Gleich nach dem Start hat sich Silvio mit in die Spitzengruppe gesetzt. Trotz 6x Schießfehlern (bedeutet 6x Strafrunden à 25s laufen) bei insgesamt 20x abgegebenen Schuss, konnte er seine läuferische Klasse unter Beweis stellen und kam bei 38 Teilnehmern auf einen guten 10.Platz.

Nachdem Rennen, welches sehr viel Energie gekostet hat hieß es dann Auslaufen und die Energiereservoirs wieder auffüllen, denn am nächsten Tag stand noch ein Mixed-Staffel Event auf dem Programm.

So ging es am Sonntag in der BSV2 Staffel (bestehend aus 2xJungs und 2xMädels) für Silvio und seine Teamkollegen auf die Strecke. Insgesamt nahmen hier 30x Staffeln aus ganz Deutschland teil und mussten jeweils 2x in den Schiesstand. Nach top Schießleistungen seiner Teamkollegen, konnte sich Silvio als Schlussläufer zwischenzeitlich auf Position 2 setzen und im Ziel einen hervorragenden 3.Platz erkämpfen!

Im Gesamtklassement der DSC Rennserie, bestehend aus 9x Rennen wurde Silvio 2. Bester Bayerischer Athlet und mit dem 11.Platz in der Gesamtwertung belohnt.

Durch diese sehr guten Leistungen hat er sich nun für den 3-Länder-Vergleichs Wettkampf vom 23-25. März in Obertilliach qualifiziert. Wir bleiben gespannt 

 

Bricht: Ch. Riehl

07 Reizvolle „Valentinsblumen“

Einebesonders reizvolle Ausstellung unter dem Titel „Valentinsblumen“ ist in den beiden Kulturräumen des Staatlichen Landschulheims Marquartstein eröffnet worden. Organisiert von Kunstlehrer Karl-Heinz Hauser sind insgesamt 50 sehr vielfältige Arbeiten von Schülern, Lehrern oder ehemaligen Schülern in der Ausstellung zu sehen. Nicht nur Malerei in den verschiedensten Techniken wie Aquarell, Tusche, Holzschnitt, Tetradruck, Bleistift oder Hinterglas gehören zu den Exponaten sondern auch Fotografien und kleine Skulpturen. Mit dabei ist zum Beispiel ein Bronzeunikat von Carsten Lewerentz, das zwei Katzenköpfe auf einer Blüte darstellt oder eine Arbeit der ehemaligen Schülerin Nadja Henle, die heute die Ausstellungen im Münchner Lenbachhaus organisiert. Insgesamt beteiligten sich Leute aller Altersgruppen von acht bis 75 Jahren, die sich dem Landschulheim verbunden fühlen.

Bei der gut besuchten Vernissage war das Publikum nicht nur von den verschiedenartigen Exponaten begeistert, sondern auch von der schönen musikalischen Umrahmung der Veranstaltung.   Die beiden Musiklehrer der Schule, Verena Thomys und Michael Hiemke dazu Leon Mooser aus der 8.Klasse, sangen und spielten zum Thema passende Songs auf Klavier und Bratsche, darunter zum Beispiel „Für dich soll`s 1000 Rosen regnen“. Schulleiter Christian Czempinski freute sich, dass die hohe Beteiligung an der Ausstellung von ehemaligen Schülern und Lehrern, den besondern Zusammenhalt der Schulfamilie über Jahre zeige. Dies sei ein Charakteristikum der Schule.

Die Ausstellung in den Kulturräumen im Erdgeschoß des Neuen Schlosses ist bis einschließlich Mittwoch, 14. März zu sehen. Geöffnet ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und am Freitag von 8 bis 13 Uhr.

Bild und Text: Christiane Giesen

01 Wintersporttag 2018

Wintersporttag 2018

 

Wie es die Tradition verlangt, stand am 17.01.2018 wieder mal der Wintersporttag der Klassen 5-10 auf dem Programm des LSH. Bis in die frühen Morgenstunden hörte man den Regen an die Fenster klopfen und hoffte, dass sich dieser noch in weiße Flocken verwandeln würde. Passend zur Abfahrt der Busse wurde uns allen dieser Wunsch erfüllt. So konnte die Wintersportbegeisterung unserer Schülerinnen und Schüler dann auch restlos ausgelebt werden. Die einen zelebrierten Pirouetten und akrobatische Figuren auf dem Eis in Ruhpolding, andere machten Kössens Pisten mit Ski und Snowboard unsicher, wieder andere glänzten beim Langlaufen oder Skisprung-Schnupperkurs in Reit im Winkl. Auch das Snowtuben in Inzell stand wieder hoch im Kurs. Die Rodelgruppe vergnügte sich im Schneetreiben an der Nattersbergalm. Erstmalig im Programm war dieses Jahr das Eisstockschießen auf einer neuen Bahn in Reit im Winkl, bei der unsere Eisstock-Profis vom Besitzer sogar mit heißen Würstl und Getränken versorgt wurden. Ein weiterer Newcomer war das Winter-Geocaching in Marquartstein. Ein paar Lehrer hatten im Vorfeld schon das Gebiet abgesucht, um die genaue Lage der offiziell gelegten Caches zu ermitteln. So konnten sich dann am Mittwochmorgen fünf mit GPS-Geräten ausgestattete Suchtrupps ihren ersten Rätseln widmen. Erst nach Lösen der Rätsel gab es die Koordinaten für den jeweils ersten Cache. Im Wechsel von Sonne, Schneesturm und sanften Flocken fühlten sich unsere Geocacher teilweise wie unterwegs in geheimer Mission und hatten sehr viel Spaß am Suchen, Finden und Dekodieren von Cäsar-Verschlüsselungen.

Insgesamt war es ein rundum gelungener Tag. Die Fachschaft Sport bedankt sich nochmal bei allen Kolleginnen und Kollegen für die tatkräftige Unterstützung in allen Bereichen. Natürlich gilt ein großer Dank auch unseren Schülerinnen und Schülern, ohne deren gute Laune so ein gemeinsamer Sporttag sicherlich nicht machbar wäre.

 

Für die Fachschaft Sport – Theresa Halbig

01 Zum 75. Todestag von Christoph Probst

75. Todestag von Christoph Probst

(6. November 1919 – 22. Februar 1943)

 

Mitglied der „Weißen Rose“

 

 

Am 22. Februar jährt sich der Todestag von Christoph Probst zum 75. Male. Von 1932 – 1935 besuchte Christoph Probst als Schüler die Internatsschule des Landschulheims Marquartstein, ehe er dann im Jahre 1935 nach München auf das Neue Realgymnasium wechselte, das er zusammen mit Alexander Schmorell besuchte. 1937 machte Probst sein Abitur und studierte dann nach abgeleistetem Arbeits- und Wehrdienst zwei Jahre später Medizin in München. Über seinen Freund Alexander Schmorell lernte Christoph Probst auch Hans Scholl kennen und kam somit auch in Berührung mit den Mitgliedern der „Weißen Rose“.

Neben Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell, Willi Graf und dem Universitätsprofessor Kurt Huber war er eines der prominentesten Mitglieder der Widerstandsgruppe der „Weißen Rose“, die sich mutig und unter Einsatz ihres Lebens mit Flugblättern der nationalsozialistischen Terrorherrschaft entgegenstellten. Die „Weiße Rose“ war eine Gruppe von Studenten an der Universität München unter Führung der Geschwister Scholl. Mit Flugblättern kämpften sie gegen das NS-Regime und nicht zuletzt gegen die Fortsetzung eines sinnlosen, menschenverachtenden Krieges, auch verstanden sie sich als Teil des europäischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Zunächst richteten sich die Flugblätter an einen kleinen Adressatenkreis von Akademikern aus dem Raum München. Doch schon das 5. Flugblatt hatte eine Auflagenstärke von bis zu 9000 Exemplaren und wurde im süddeutschen Raum und Österreich verteilt. Nach der vernichtenden Niederlage und Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad, die auch als Zeichen der Kriegswende gesehen wird, wurde die Sinnlosigkeit des Krieges immer offenkundiger. Kurz nach der Niederlage von Stalingrad verfasste Christoph Probst einen Flugblattentwurf, in dem er forderte, Hitler und sein Regime müssen fallen, damit Deutschland lebe. Den Flugblattentwurf leitete Probst schließlich an Hans Scholl weiter. Im Zusammenhang mit der Kapitulation von Stalingrad  muss auch das 6. Flugblatt der „Weißen Rose“ gesehen werden, das sich an die Münchener Studenten richtet, mit der Aufforderung, sich vom NS-Regime abzuwenden. Beim Flugblattabwurf im Lichthof der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität am 18. Februar 1943 wurden die Geschwister Scholl vom Hörsaaldiener der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, Jakob Schmid, einem gebürtigen Traunsteiner, beobachtet und letztlich von diesem beim Verlassen der Universität festgehalten. Schmid und der Kanzleisekretär übergaben die Geschwister Scholl dem Syndikus der Universität, der dann die Gestapo benachrichtigte, welche die Geschwister Scholl festnahm. Die Mitglieder der Widerstandsgruppe und ihr Umkreis wurden daraufhin ebenfalls verhaftet (80 Personen in Süddeutschland und 50 in Hamburg).

Christoph Probst gehörte zum engen, inneren Kreis der „Weißen Rose“ und bezahlte letztlich sein politisches Engagement, seine Zivilcourage, den Widerstand gegen den Nationalsozialismus mit seinem Leben. Er wurde vom NS-Volkgerichtshof unter Roland Freisler, wie auch die Geschwister Scholl, wegen „Wehrkraftzersetzung“, „Feindbegünstigung“ und „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt und  noch am selben Tage, am 22. Februar 1943, zusammen mit Hans und Sophie Scholl im Gefängnis in München-Stadelheim durch die Guillotine hingerichtet. In einem anderen Gerichtsverfahren wurden über Graf, Schmorell und Huber am 19. April 1943 ebenfalls Todesurteile verhängt.  Bis hinein in den Herbst 1944 gab es noch weitere Folgeprozesse, in denen Haftstrafen bis zu zwölf Jahren ausgesprochen wurden.

Christoph Probst, der in Innsbruck verhaftet wurde, geriet letztlich zum Verhängnis, dass man bei der Verhaftung von Hans Scholl in München das handschriftliche Manuskript seines Flugblattentwurfs ("Hitler und sein Regime müssen fallen, damit Deutschland lebt!") gefunden hatte. Dieses Schriftstück diente der Gestapo letztlich Christoph Probst als Mitglied der „Weißen Rose“ zu überführen.

Seine letzte Ruhe fand Christoph Probst im Alter von nur 23 Jahren auf dem Münchener Friedhof Perlacher Forst. Er hinterließ eine Ehefrau, Herta Dohrn, und drei Kinder.

Christoph Probst ist am Staatlichen Landschulheim Marquartstein eine Gedenktafel direkt neben dem Haupteingang gewidmet und soll stets neben dem Gedenken an Christoph Probst auch eine Mahnung zu Zivilcourage und ein Appell zum Einsatz für Demokratie und Freiheit gegen autoritäre und radikale Strömungen sein.

 

 

Markus Landsherr

Fachbetreuer für Geschichte

01 Börsenspiel

Mit 24 Spielgruppen aus den 10. aus 11.Klassen war das LSH wieder eine der am stärksten vertretenen Schulen beim „Planspiel Börse“ des Sparkassenverbands.

Die Aufgabe der Teilnehmerteams besteht darin, 50.000,-€ virtuelles Startkapital während eines Zeitraums von 12 Wochen möglichst gewinnbringend anzulegen.

Gut 170 verschiedene Anlagemöglichkeiten (Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Fonds) stehen zur Auswahl. Inhaltlich ergänzt dieses online-basierte Planspiel das Lehrplankapitel „Unternehmen und Haushalte auf dem Markt“ im Fach Wirtschaft und Recht der 10.Klassen.

 

Sehr erfreulich war in diesem Schuljahr, dass es gleich zwei LSH-Teams zu den Preisträgern geschafft haben:

Das Team Hazellot (Jonas Rubeck, Leon Toplak und Kilian Brune, 10c) wurde Sieger in der „Nachhaltigkeitswertung“. Nur Aktiengesellschaften, die sich durch nachhaltiges Wirtschaften auszeichnen, werden hier gewertet.

Mit stolzen 54.394,-€ erwirtschaftete den höchsten Gesamtertrag am LSH das Team „Salf Rapper“ (Joshua Kempfe und Alexander Häusler, 10a) und belegte damit landkreisweit den 4. Rang unter 150 gewerteten Gruppen.

 

 

Bericht der bestplatzierten Börsenspielgruppe am LSH 2017

 

Zunächst haben wir uns verschiedene Möglichkeiten angeschaut, wie wir unser Startkapital von 50.000 Euro am besten investieren können. Aufgrund dessen, dass mein Teampartner Alex Häusler eine Präsentation über Lufthansa halten musste und somit den genauen

Chart Verlauf im Blick hatte, wurde uns bewusst, dass Lufthansa zu diesem Zeitpunkt eine sehr stabile Aktie war, in welche man definitiv investieren musste. Aufgrund dessen, dass die Deutsche Lufthansa im Oktober mehr als die Hälfte der Flugzeuge von Air Berlin übernahm, um damit ihr Tochterunternehmen Eurowings auszubauen, stieg die Aktie allein in diesem Monat um 13 % . Doch nicht nur Lufthansa war zu diesem Zeitpunkt rekordverdächtig, sondern auch Tesla, weshalb wir ebenfalls Tesla-Aktien im Wert von 15.000€ kauften. Doch der Kurs von Tesla begann schon nach kurzer Zeit wieder sehr stark zu sinken, was für uns das Signal zum Verkaufen war. Nach diesem Vorfall wollten wir lieber auf der sicheren Seite sein, weshalb wir uns jeden Tag den Chartverlauf von jeglichen uns zur Verfügung stehenden Aktien durchsucht haben. Auf diese Weise haben wir erkannt, dass unter anderem Amazon und diverse andere Aktien, unser vorhandenes Kapital erstmal nicht ins

Minus stürzen werden, was auch der Fall war. Nachdem Tesla verkauft wurde und wir wieder ins Plus kamen, haben wir ein bisschen herumexperimentiert und unter anderem auch noch eine kleine Summe in Porsche investiert.

Aufgrund verschiedener Zufälle ist es uns beiden nicht mehr möglich gewesen, die Planspielbörsen App zu benutzen, weshalb wir über 3 Wochen lang nicht mehr in unseren Account gekommen sind. Nach mehreren Telefonaten und E-mails ist es uns dann schließlich doch gelungen, sowohl Passwort als auch Depotnummer wieder zu bekommen. Dies geschah allerdings gegen Ende des Spiels, weshalb wir nicht mehr allzu viel an unserer Strategie ändern konnten. Dazwischen haben wir auch Geld in einen Fond investiert zur

Absicherung, jedoch haben wir diesen nach kurzer Zeit wieder aufgelöst, da wir weiterhin in Lufthansa etc. investieren wollten.

Fazit: Unsere Top Aktie war Lufthansa mit meist einem Plus von über 15 Prozent. Unsere schlechteste Aktie war Amazon mit meist einem Plus von „nur“ 2 bis 3 Prozent.

Februar 2018

15 Vize-Lesemeister: Linus Straßer

Linus Straßer (im Foto: Vierter von rechts) berichtet von seinen Erlebnissen bei der Lesemeisterschaft des Landkreises Traunstein Süd, wo er als Schulsieger des LSH Marquartstein teilnehmen durfte.

Es war ein Montagnachmittag und die Sonne schien. Aber es war kein gewöhnlicher Montagnachmittag, denn ich war als Schulsieger zum Vorlesewettbewerb in der Traunsteiner Stadtbücherei eingeladen, wo die Meisterschaft des Landkreises Traunstein Süd entschieden werden sollte.

Als ich die Bücherei betrat, wurde mir angst und bang. Zum Glück waren mein Vater und zwei meiner Freunde bei mir, um mich zu unterstützen. Wir suchten uns schöne Plätze in den vorderen Reihen und setzten uns. Es vergingen gefühlt 30 Minuten (tatsächlich waren es 15!), bis der Wettbewerb endlich anfing und die neun anderen Schüler und ich aus unseren Büchern vorlesen durften. Es ging nach alphabetischer Reihenfolge, was doch sehr unglücklich war, weil mein Name mit S anfängt! Langsam fing mein Herz an zu klopfen und mein Kopf brummte auch schon. Ich kam erst als Vorletzter an die Reihe! Mittlerweile pochte mein Herz wie wild und mein Kopf schmerzte immer mehr.

Endlich wurde mein Name aufgerufen und ich war mit Vorlesen dran. Ich stand auf, ging nach vorne und begann, mein Buch vorzustellen. Hier hatte ich kurzzeitig eine Blockade und mir fiel gar nichts mehr ein, was mich erschrecken ließ. Danach verlief der Rest des Vorlesens aber ohne Probleme. Die Zuschauer lachten sogar ein- oder zweimal. Auch das Lesen des unbekannten Textes nach der Pause brachte ich gut hinter mich, denn mein Lampenfieber hatte sich größtenteils gelegt. Gekrönt wurde mein Vortrag mit dem 2. Platz!

Es war schön, vor Publikum aufzutreten. Für mich war es ein toller und erfolgreicher Nachmittag.

12 Ein Zeitzeuge über die Jugendwerkhöfe der DDR

 

Andreas Freunds Vortrag am 19.01.18 im Landschulheim Marquartstein

 

Am 19.01.2018 durften wir, die zehnten Klassen des Staatlichen Landschulheims Marquartstein, einen Vortrag von Andreas Freund hören, der einen Großteil seiner Kindheit und Jugend in Kinderheimen und in Jugendwerkhöfen der DDR verbracht hat.

 

Andreas Freund ist einundfünfzig Jahre alt und mit Claudia Golz verheiratet, die Englisch und Sozialkunde an unserer Schule unterrichtet.

 

Als erstes wurde uns nach der Begrüßung ein Film gezeigt, der genauer erklärte, was Jugendwerkhöfe eigentlich sind. Später gab es noch einen zweiten Film über Andreas Freund, in dem er zurück zu dem ehemaligen Jugendwerkhof Torgau kehrt, eine Mitinsassin, den ehemaligen Heimleiter und den damals zuständigen Arzt trifft. Wir durften viele Fragen stellen, die uns alle sehr offen beantwortet wurden und Andreas Freund erzählte selbst von seinen Erfahrungen dort.

Jugendwerkhöfe waren Erziehungsanstalten für Kinder, die als verhaltensgestört und schwer erziehbar galten, jedoch wurden die meisten Jugendlichen dort eingewiesen, weil sie nicht ins Gesellschaftsbild des Kollektivs passten und zum Sozialismus umerzogen werden sollten. Die Demütigungen und Gewalt, die die jungen Menschen jedoch dort erfahren mussten, sind unvorstellbar.

 

Andreas Freund selbst versucht im Alter von zwölf Jahren die Grenze der DDR zu überqueren, wird jedoch festgenommen und verbringt die nächsten zwei Jahren in Kinder- und Sonderheimen. Als er selbst im Jugendwerkhof Hummelshain weitere Fluchtversuche wagt, gelangt er letzten Endes nach Torgau.

Torgau war der einzige geschlossene Jugendwerkhof und galt als „Endstation“. Alle, die dort eingewiesen wurden, galten offiziell als „asozial“. Dort gab es strenge Zeitpläne, die Jugendlichen standen unter ständiger Kontrolle, sogar beim Waschen. Es gab extrem harten Zwangssport, und wenn ein Einzelner  auf irgendeine Weise versagte, wurde immer die ganze Gruppe bestraft. Auch unter den Gruppenmitgliedern gab es Gewalt, nachts, wenn die Aufseher wegsahen und die Mitinsassen denjenigen, der versagt hatte, verprügelten und folterten. Es gab teilweise sogar sexuellen Missbrauch. Die Jugendlichen waren jeden Tag der Willkür und den Demütigungen der Aufseher und Erzieher ausgesetzt. Schläge und Einzelarrest über mehrere Tage waren normale Strafen. Dadurch sollten die Menschen, die angeblich nicht in das Gesellschaftsbild passten, gebrochen werden.

 

Ich finde es unvorstellbar, wie viel Gewalt und Schmerz die Jugendlichen dort erfahren mussten und dass die Regierung dies erlaubte und sogar guthieß. Diese Anstalten haben meiner Meinung nach mit Erziehung überhaupt nichts zu tun, was dort geschah, kann man nur als menschenverachtend bezeichnen.

Nach dieser furchtbaren Zeit in Torgau blieb ihm selbst der Aufenthalt im Stasi-Gefängnis nicht erspart.

 

Als ich mich am Freitag auf den Weg zum Festsaal machte, hatte ich überhaupt keine Vorstellung, was mich erwarten würde. Um ehrlich zu sein, ich hatte weder im Geschichtsunterricht noch in Zeitungen etwas über Jugendwerkhöfe gehört. Nach dem ersten Video war ich schlichtweg schockiert. Es ist tief ergreifend, dass Andreas Freund, der all diese schrecklichen Erfahrungen machen musste, den Mut aufgebracht hat, uns seine Geschichte zu erzählen. Uns zu erzählen, wie er von Mitinsassen, Erziehern und Aufsehern geschlagen, gedemütigt und misshandelt wurde. Ich persönlich war sehr getroffen, als er uns von dem Selbstmord eines Freundes in Torgau erzählte. Andreas Freund selbst hat überlebt, woran andere zerbrochen sind. Uns wurde das Gefühl gegeben, jede Frage stellen zu dürfen, und Herr Freund beantwortete alles ausführlich und unglaublich ehrlich und emotional. Es ist schrecklich, dass er dies alles miterleben musste, aber auch,  dass diese Zeit noch immer Auswirkungen auf sein Leben, sein Denken und seine Psyche hat. Er erzählte uns von seinen Ängsten und Gefühlen, denen er sich bis heute jeden Tag stellen muss, die ihm den Schlaf rauben und ihm furchtbare Alpträume bescheren.

Ich finde es sehr gut, dass Zeitzeugen, Menschen wie Andreas Freund, sich trotz ihrer furchtbaren Erfahrungen nicht verstecken, dass sie aufstehen, ihre Geschichte und vor allem die Wahrheit erzählen. Wir brauchen Menschen mit diesem unerschütterlichen Mut, die uns zeigen, was passiert ist und niemals wieder passieren darf.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herr Freund für diesen schockierenden und ergreifenden Vortrag, wir wünschen ihm alles Gute für die Zukunft und hoffen, dass er noch weitere Menschen mit seiner Geschichte berühren kann.

 

Text: Anna Ritzer

04 Abschlussball

Festlicher Tanzabend

Seit Jahren oder sogar Jahrzehnten bietet die Tanzschule Giebel am LSH einen Tanzkurs für die 9. Klassen an.

Dieses Jahr folgten dem Angebot 30 Schüler und erlernten bei Tanzlehrer Michael Nitsche und seiner Partnerin an acht Nachmittagen die klassischen Tänze.

Zum Abschluss des Kurses fand am 26.Januar 2018 ein festlicher Tanzabend im Festsaal statt, zu dem auch die Eltern eingeladen waren.

Nachdem die Schüler mit der ersten Tanzrunde den Abend eröffneten, durften sich die Eltern warm tanzen. Danach kamen die Papa-Tochter oder Mutter-Sohn Paare dran. Aber so genau ging es gar nicht und die Tanzfläche war immer gut gefüllt.

Zum Gelingen des Abends trug auch ein Teil der Schüler der Q11 bei, die leckere Getränke und Snacks an der Bar verkauften. Sie sorgten auch für den Aufbau und die Dekoration. Herzlichen Dank dafür! Zu späterer Stunde sah man auch die Barkeeper fleißig auf der Tanzfläche.

Eine interessante Überraschung war auch das Getränkeangebot des P-Seminars „Molekulare Küche“ von Herrn Ehrl.

Alles in allem ein gelungener Abend in kleinem legeren, aber dennoch festlichem Rahmen.

Januar 2018

21 Kinder und Jugendförderverein unterstützt das P-Seminar Alpencross am LSH mit einer Spende


 
Seit 5 Jahren veranstaltet der „Stoamandl Kinder-und Jugendförderverein Marquartstein“ das Lichterfest am Achendamm. Das Lichterfest war 2017 für den 19.11 geplant. Das P-Seminar der Q11, welches für den Sommer 2018 eine Alpenüberquerung plant, hätte den Verkauf der Waffeln übernommen. Mit Einnahmen wie diesen versuchen die Seminarteilnehmer, die anfallenden Gesamtkosten zu senken.  Die Hälfte der Einnahmen werden außerdem an das World Bicycle Relief gespendet. Dieses Projekt versucht vor allem, Kindern in der Dritten Welt robuste Fahrräder zur Verfügung zu stellen, um damit auch bei großen Entfernungen einen Schulbesuch zu ermöglichen. 
 
Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen konnte das Lichterfest leider nicht stattfinden. Allerdings unterstützt der Kinder-und Jugendförderverein die Seminarteilnehmer trotzdem mit einer großzügigen Spende von 200€.  Dafür möchten wir uns recht herzlich bedanken!  Wer uns sowie das Projekt World Bicycle Relief ebenfalls unterstützen möchte, kann dies gerne tun. Unsere IBAN lautet: DE24711600000107103433
 
Das Alpencross-Team

21 Starbulls Rosenheim präsentieren ihren Sport

 

Eine „etwas andere“ Unterrichtseinheit erlebten die 7.Klassen des LSH Mitte Januar:

4 Profis der Oberligamannschaft aus Rosenheim besuchten uns im Sportunterricht, um ihren Verein und die Sportart Eishockey vorzustellen.

Erster Programmpunkt war die Ausrüstung in diesem körperlich harten Wintersport. Dazu wurde eine „Freiwillige“ Schritt für Schritt mit der kompletten Montur ausgestattet.

Die sehr sympathischen Profispieler beantworteten anschließend geduldig sämtliche Fragen zu Training, Schläger, Technik, Fouls, Schlägereien, fehlenden Zähnen usw.

Nach der Fragerunde durften sich alle Schüler gemeinsam mit den Profis im Hallenhockey messen und zum Abschluss des Unterrichts gab’s schließlich Autogramme und Starbulls-Poster geschenkt…..

bei dem regen Interesse unserer SchülerInnen an den Top-Athleten… kann durchaus sein, dass nicht wenige die Einladung zum Heimspiel gegen Regensburg Ende Januar wahrnehmen und sich mit kräftigen Anfeuern bei den Starbulls fürs Kommen bedanken!

21 Bezirksentscheid der Langlaufmannschaften

Bezirksentscheid der Langlaufmannschaften des LSH Marquartstein in Sachrang
Beim diesjährigen Bezirksentscheid für den Jugend-trainiert-für-Olympia-Wettbewerb war des LSH Marquartstein zahlenmäßig stark vertreten. Im Starterfeld von über 200 Schülern aus ganz Oberbayern, sind 21 Schüler des LSH in vier Mannschaften an den Start gegangen. Bei strahlendem Sonnenschein und guten Schneebedingungen absolvierten die Schüler eine 2km lange, technisch anspruchsvolle Strecke. Leider reichte es bei der starken Konkurrenz dieses Jahr nicht zu Stockerlplätzen. Unsere Mannschaften der Wettkampfklasse IV waren mit vielen 5-Klässlern sehr jung besetzt und haben sowohl mit der gemischten Mannschaft, als auch dem Jungenteam den 6. Platz belegt. Die älteren Jahrgänge der Wettkampfklasse III konnten bei Jungen wie Mädchen jeweils den 5. Platz erreichen. Wie jedes Jahr konnten wir wieder auf tatkräftige Unterstützung von Elternseite zählen, die bei der Betreuung der Schüler halfen. Insbesondere das Wachsteam um Joschi Althammer, Caro Göpfert und Roland Netzer haben unseren Schülern wieder schnelle Skier verpasst und gezeigt, wie professionell die Vorbereitung des Materials auch schon im Schülerbereich gehandhabt wird.
Hervorzuheben ist die Einzelleistung von Silvio Riehl (8c), der mit nur 6 Sekunden Rückstand auf die Tagesbestzeit den 5. Einzelrang belegen konnte. Auch Sophia Diesl (8a) konnte mit Rang 8 und einem Rückstand von einer halben Minute auf Platz 1 ein Top-Ten Ergebnis erreichen. 

Bericht: Stefan Kühnel (Betreuer des Langlaufteams)

21 Nox latina

 "Salvete discipuli discipulaeque!

Vos invitamus ad nostrum diem Latinum tertium decimum – hoc anno noctem latinam!

Accurrite, videte, cognoscite, quomodo miles Romanus vixerit. Qui ad id illustrandum secum permultas res portabit. Praetera id studemus, ut cognoscamus, quantis  laboribus artifex Romanus artificia sua perfecerit. Cibis vos delectabimus, qui praeceptis Romanis parati erunt. Quibus de causis vos invitamus ad noctem latinam celebrandam. Gaudebimus, si veneritis!

 

Liebe Schülerinnen und Schüler!

Wir laden euch ein, den 13. Lateintag –in diesem Jahr eine lateinische Nacht- an unserer Schule mit uns zu feiern!

Lernt einen römischen Legionär kennen, fühlt euch wie ein römischer Künstler, wenn ihr ein Mosaik legt oder ein großes Wandbild malt! Außerdem könnt ihr essen, wie ein echter Römer, denn euch erwarten römische Spezialitäten, die nach echt römischen Rezepten zubereitet wurden. Wir freuen uns auf euer Kommen!"

 

Der Einladung von Lateinlehrerin Katharina Wagner zur Nox latina, zur Lateinnacht am Staatlichen Landschulheim Marquartstein, folgten etwa fünfzig Lateinschülerinnen und Lateinschüler der Unterstufe, Raphaela Klein (5. Klasse) und Luka Barakat (6. Klasse) berichten, wie sie diese Veranstaltung, die traditionell von der Fachschaft Latein einmal im Schuljahr veranstaltet wird, erlebt haben:

 

„Zuerst wurden die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Hälfte wurde von einem römischen Legionär  und einer in römisches Gewand gekleideten Frau (Martina und Matthias Ziereis aus Seebruck) in die römische Geschichte und Kultur eingewiesen. Er erklärte, wie man überhaupt Legionär wurde. Frau Ziereis veranschaulichte, wie man sich das Leben in einer römischen Familie vorzustellen hatte. Außerdem zeigte der Legionär uns, welche unterschiedlichen Rüstungstypen es damals gab und weshalb man in der heutigen Wissenschaft und Technik so fortgeschritten ist. Vieles ist auf Erfindungen der Römer zurückzuführen. Während die erste Gruppe sich diesen Vortrag anhörte, hatte die andere Gruppe die Möglichkeit, Mosaike herzustellen oder Bilder nach antiker Vorlage zu malen. Außerdem spielten wir Wissensspiele, lasen Comics und lernten viele spannende Dinge über das Leben in der Antike. Nach der Hälfte der Zeit tauschten die beiden Gruppen. Am Ende gab es Essen nach antiken Rezepten, das die Lateinlehrer vorher zubereitet hatten. Wir aßen zum Beispiel Brot mit Oliven, Knoblauchkäse, Datteln und Pilze in Honig. Der Abend hat viel Spaß gemacht und außerdem haben wir viel gelernt!"

10 Zauberhafte Klänge

 

Eine Konzertkritik von Nilufar Götschl

 

Am 20. 12. 2017 fand im voll besetzen Festsaal des Staatlichen Landschulheims Marquartstein das Weihnachtskonzert statt. Durch die Kombination von verschiedenen Chören, Klassen und Solobeiträgen ist aus dieser Veranstaltung, deren Organisation in den Händen von Michael Hiemke lag, ein beeindruckendes Konzert geworden. Für die Technik zeichnen Justin Bülow und Daniel König verantwortlich. Der Abend begann erst beschaulich mit sakraler Musik, die dann in den Pop-Song „Last Christmas“ überging. Darauf folgte eine spannende und gut einstudierte Darbietung des Unterstufenchores, gefolgt von einem professionellen Auftritt der Big-Band und der bewährten Violinengruppe von Frau Weißkirchner. Ein Highlight des Abend dürfte allerdings auch die Glühweinverkostung auf der Terrasse gewesen sein, auch dabei war der Chor zu hören. Vor allem der Abschluss des Konzertes, eine Chorversion des Liedes „Wonderful dreams“, die von Frau Tomys einstudiert wurde und in der alle Teilnehmer des Konzertes mitwirkten, ließ einen tollen Abend mit zauberhaften Klängen zu Ende gehen.

Dezember 2017

17 Linus Straßer gewinnt den Vorlesewettbewerb

Der Vorlesewettbewerb des deutschen Buchhandels für die 6. Klassen fand heuer am 8. Dezember im Festsaal des LSH statt. Jeweils zwei Klassensieger aus den drei 6. Klassen traten gegeneinander an. Gelesen wurde zunächst ein von den Kindern selbst ausgewählter Textausschnitt mit einer Länge von drei Minuten, dann ein Fremdtext von zwei Minuten Länge.

Aufmerksam hörten alle Schülerinnen und Schüler zu, denn geboten wurde nicht nur gekonntes und routiniertes Vorlesen, sondern auch eine Palette unterschiedlichster Jugendliteratur. Der Schwerpunkt lag aber auch in diesem Jahr bei Phantasy. Zwar entführte „Eine Tüte grüner Wind“ von Gesine Schulz die Zuhörer nach Irland, alle anderen Bücher hatten jedoch einen mystischen oder phantastischen Hintergrund. So war Cornelia Funke mit „Tintenherz“ gleich zweimal vertreten, Christopher Paolini mit  „Eragon“, Percy Jackson mit „Diebe im Olymp“ und Kai Lüftner mit „Die Finstersteins“.

 

Aufregend wurde es dann beim Fremdtext „Der kleine Werwolf“ von Cornelia Funke. Hier machten einigen der sehr guten Vorleserinnen und Vorleser die Nerven einen Strich durch die Rechnung und es schlich sich der eine oder andere Versprecher ein. Während bei den eingeübten Texten das Feld noch recht eng zusammen lag, zeigte der Sieger Linus Straßer (im Bild: zweiter von rechts) hier kühle Leseroutine und trug die Geschichte vom kleinen Motte, der durch einen Wolfsbiss zum Werwolf wird, ruhig und witzig vor. Damit konnte er bei der Jury aus den drei Deutschlehrerinnen der Klassen, Frau Bader, Frau Haffner und Frau Wagner sowie den jeweiligen Klassensprechern einen deutlichen Vorsprung herausholen.

Den zweiten Platz im Wettbewerb belegte Naomi von Schroeders, den dritten Serafina Hammerschmid.

Bericht: Birgit Bader

 

Linus wird das LSH jetzt in der nächsten Runde des Wettbewerbs auf Landkreisebene im Januar vertreten. Wir wünschen ihm ganz viel Glück!

17 Miriam Netzer beim Nordic Opening

PZW-Schülerin Miriam Netzer beim Nordic Opening

Vom 17. bis 19. November fand das Audi Quattro Nordic Opening 2017 in der Olympiaregion Seefeld statt. 24 junge Nachwuchssportler aus ganz Deutschland kamen, um gemeinsam zu trainieren. Unsere PZW-Schülerin Miriam Netzer aus der Klasse 8b war eine davon.

Die ersten 2 Tage wurde auf Kunstschnee und am Sonntag dann auf reichlich Natur-Schnee trainiert. Am Freitagabend war der ehemalige Profilangläufer Tobi Angerer mit im Sportquartier für einen gemütlichen Kennenlern-Abend. Am Samstag hat er dann das Training mit den Nachwuchssportlern geleitet. Tobi Angerer versteht es die jungen Sportler mit seiner legeren, unkomplizierten und kameradschaftlichen Art zu begeistern. Natürlich gab es aber auch jede Menge Technik-Tipps und Wettkampftaktik vom Profi. Die jungen Sportler und Sportlerinnen aus allen Leistungszentren der Republik (Sachsen, Baden-Württemberg und natürlich Bayern) waren alle begeistert von diesem Ausnahme-Athleten. Am Samstagabend gab es dann noch einen Wachs-Workshop, gesponsert von Holmenkolm. Alle haben viel gelernt, aber stets blieb auch der Spaß nicht auf der Strecke.

Am Sonntag um 16:30 Uhr nach dem letzten Training ging es dann geschafft aber Glücklich wieder nach Hause.

Insgesamt ein tolles Erlebnis mit neuen Eindrücken, Kontakten und Freundschaften.

Miriam Netzer im Bild: erste Reiche, zweite von rechts

04 Welche Religion ist die Wahre? - eine Theaterrezension von Jana Götze

“Nathan der Weise” im Volkstheater München

eine Rezension von Jana Götze (Q12)

 

Welche Religion ist die Wahre – Judentum, Christentum oder Islam? Diese zenrale Frage aus Gotthold Ephraim Lessings “Nathan der Weise” über die Suche nach religiöser Wahrheit könnte bei all den Glaubenskriegen in der Welt nicht aktueller sein. Inszeniert von Christian Stückl leistet das Stück seinen Beitrag zu den täglichen Diskussionen um islamistischen Terror und Fremdenfeindlichkeit.

Das Stück spielt im Jerusalem der Kreuzzüge, dass Krieg herrscht, zeigen flackernde Videobilder.   Alles beginnt mit einem Feuer: Im Haus des jüdichen Kaufmanns Nathan hat es gebrannt und ein Tempelritter rettet dessen geliebte Tochter Recha aus den Flammen. Der Kreuzzügler ist eigentlich Gefangener des Sultan Saladin, doch der islamische Herrscher verschont das Leben des Christen. Dieser verliebt sich in Recha. Und dann wird es kompliziert: Beide sind nicht nur Geschwister, die früh getrennt wurden, sondern auch Verwandte Saladins. Der besseren Übersicht halber fasst Lessing die Botschaft von der Verwandtschaft der drei großen Religionen in der berühmten Ring-Parabel zusammen, an der es am Ende nicht mehr um die Frage nach Unterschieden durch Volkszugehörigkeit oder Religion, sondern um Gemeinschaft geht: Wir alle sind Menschen, die sich gegenseitig nicht nur dulden, sondern Freunde werden sollen. Trotz der überaus wort- und bildgewaltigen Inszenierung ist das Bühnenbild sehr schlicht gehalten: Die Szenerie wirkt karg, es gibt kaum Requisiten. Und doch schafft der sanft geschwungene Bühnenboden Weite und lässt Spielraum für zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten. Auch die Kostüme sind schlicht und erinnern in ihrem Stil und gedeckten Farben  an die Gegenwart. Ebenso zurückhaltend, aber dennoch passend: Der Einsatz von Musik. Eher im Hintergrund gehalten erzeugt sie an den richtigen Stellen Spannung und zeigt ebenfalls die Verbundenheit der Religionen, wenn sich Muezzin-Gesänge mit Kirchenglocken mischen.  Durch diese schnörkellose Inszenierung, die knapp drei Stunden dauert, gelingt es Stückl, die Botchaft Lessings umso stärker in den Fokus zu rücken. Das multikulturelle Ensemble um Hauptdarsteller August Zirner als Nathan, Pascal Fligg als Sultan und Jakob Geßner als christlicher Tempelherr überzeugt durch eine gelungene Inszenierung mit einer packenden und durchaus amüsanten Aufführung. Und trotzdem ist die Stimmung am Ende des Stücks eher bedrückend und hinterlässt eine Menge nachdenklicher Zuschauer. Saladins Bruder Melek, der gegen Juden und Christen eine härtere Gangart fordert, gehört das letzte Wort: Leise verspottet er Nathan und dessen “Märchen”, dann geht er höhnisch lachend ab. Zurück bleibt Nathan, alleine. Im Hintergrund flackern wieder die Videobilder auf, die schon zu Beginn des Stücks gezeigt wurden: Krieg.

November 2017

23 Der schreiende Ausdruck des inneren Eindrucks

Claudia Golz´ Ausstellung am Staatlichen Landschulheim Marquartstein

In Berlin geboren erlebte Claudia Golz 10 Jahre lang den sozialistischen Alltag der DDR, ehe sie zusammen mit ihrer Familie nach Bayern zog, wo sie seitdem, wie sie selbst sagt, „fast am gleichen Ort geblieben“ ist. Auf die Frage, wie sie ihre Kindheit und Jugend erlebt habe, antwortet sie: „Die Jugendzeit war geprägt von Freiheit und Demokratie, nachdem die Kindheit in der totalitären Diktatur der DDR Spuren hinterlassen hatte. Nach der Unterdrückung und Verfolgung in der DDR erlebte ich in Bayern, wie frei und menschlich man ohne Sozialismus leben kann.“ Gemalt habe sie, seit sie einen Stift habe halten können. Und ohne dass eine bestimmte Person oder ein Ereignis dazu Anlass gegeben hätte, gehört der bildenden Kunst ihre ganze Passion. Tatsächlich stand für sie die Überlegung im Raum, eine Kunstakademie zu besuchen, sie entschied sich letztlich aber für  Anglistik und Sozialkunde und arbeitet seit 2008 am Staatlichen Landschulheim Marquartstein als Lehrerin, teils auch als Internats- bzw. Tagesheimerzieherin. Neben ihrer Lehr- und Erziehungstätigkeit widmet Claudia Golz viel Zeit der bildenden Kunst und kann eigentlich als Allrounder bezeichnet werden, denn sie benutzt Techniken wie Öl, Druck, Aquarell, Pastell oder Tusche und mischt diese auch innerhalb einer Arbeit.
Nun wurde in den Kulturräumen des Staatlichen Landschulheims eine Ausstellung eröffnet, die Claudia Golz´ Arbeiten zeigt. Kunstlehrer Karl-Heinz Hauser bezeichnete Golz bei seinem Vortrag während der Vernissage als eine Expressionistin. Exemplarisch erläuterte er die Biographie Max Beckmanns, der – geprägt von den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges – zum Expressionisten wurde. Auch Golz´ Arbeiten thematisieren teils kryptisch, teils offensichtlich menschliches Leid, ohne dass sie dabei aber als Autobiographie zu verstehen sind. Die  sehr gelungene und gut besuchte Ausstellungseröffnung wurde von Julian Steffl (Q12) mit beeindruckenden Stücken am Xylophon begleitet.

(Text: Sandra Altmann, Bild: Karl-Heinz Hauser)

 

23 Judo zum Schnuppern

Judoclub Achental stellt sich den 5.Klassen vor

 

Neben dem Skisport, vor allem im Rahmen unseres bewährten „Skimodells“, hat sich in den vergangenen Jahren Judo als zweite Möglichkeit für „Sport nach eins“ am LSH etabliert. Besonders bei jüngeren Achentalern erfährt der örtliche Judoclub einen starken Zulauf.

Um den Judosport möglichst vielen Kindern vorzustellen und um interessierten Schülern des LSH die Gelegenheit zu geben, einmal unverbindlich in eine neue Sportart hineinzuschnuppern, gestaltete  Christian Kuttalek, engagierter Cheftrainer, Schwarzgurtträger (und auch Schülerpapa), in der Woche vom 13.-17.11. für alle fünften Klassen je eine Unterrichtseinheit Judo.

Alle, die öfter Judosport betreiben wollen, sind vom Judoclub eingeladen, zunächst beitragsfrei und über die Schülerunfallversicherung abgesichert, das offizielle Judo-Training zu besuchen.

Macht bestimmt genauso viel Saß wie die „Schnupperstunde“!

21 6b hilft bei den Weihnachtsvorbereitungen

Liebe Besucher unserer Homepage!

Wir sind die Klasse 6b und wir behandeln im Deutschunterricht bei Frau Wagner gerade das Thema „Vorgangsbeschreibung“. Wir haben uns vorgenommen, Ihnen in den Wochen bis Weihnachten verschiedene Rezepte vorzustellen, die Ihnen die Weihnachtszeit verschönern und die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest erleichtern sollen.

Sie finden all unsere Rezeptvorschläge auf der Startseite unserer Homepage links unter der Rubrik "Mitteilungen". Natürlich können Sie die Rezepte auch ausdrucken.

Viel Spaß beim Sammeln und Nachbacken wünscht Ihre Klasse 6b

 

In der Vorweihnachtszeit isst man ja z.B. gerne Kuchen und Gebäck. Aus diesem Grund haben wir für Sie ein leckeres Marmorkuchenrezept vorbereitet.

 

Sie benötigen folgende Zutaten:

300 g Mehl

300 g Zucker

2 Pck. Vanillezucker

1 Pkg. Butter, weich

3-4 Eier

1 Becher Sauerrahm

1 El Kakaopulver

1 Pck Backpulver

1 EL Mehrl

etwas Butter und Mehl für die Backform

 

Diese Arbeitsgeräte brauchen Sie:

Gugelhupfform/Kastenform

2 Schüsseln

Mixer

 

Verrühren Sie Butter, Vanillezucker und Zucker mit dem Mixer zu einer schaumigen Masse. Geben Sie unter ständigem Rühren die Eier einzeln dazu. Nun mischen Sie in der zweiten Schüssel Mehl und Backpulver und sieben dies in den Teig. Anschließend wird ein Becher Sauerrahm untergerührt. Vermischen Sie alle Zutaten gut miteinander. Die Hälfte des Teiges wird nun in die eingefettete Kuchenform gefüllt. Färben Sie nun die andere Hälfte des Teiges mit dem Kakaopulver dunkel. Damit der Teig nicht zu dick wird, geben Sie noch einen Esslöffel Milch hinzu. Jetzt können Sie auch den dunklen Teig in die Form füllen. Backen Sie den Teig bei Umluft 170 Grad ca. 45 Minuten lang.

 

Viel Spaß beim Nachbacken und ein gutes Gelingen

 

                                                           wünschen Ihnen

Naomi von Schroeders und Maximilian Fischer

12 Unvergessliche Eindrücke - Studienfahrt der Q12 nach Budapest

Studienfahrt – Budapest 2017

Montag, 23.10.2017, Bahnhof Übersee.  Frühmorgens machen sich 30 Schüler aus der Q12 des Staatlichen Landschulheims Marquartstein auf zur gut sechsstündigen Zugfahrt nach Budapest.

Nach der leider verregneten Ankunft am Bahnhof Budapest-Keleti und dem Weg zum Hostel mitten im Herzen von Pest, starteten wir eine kleine Kennenlerntour durch die Stadt mit einem Zwischenstopp bei der St. Stephans Basilika. Bereits die ersten Eindrücke waren so faszinierend, dass sich jeder auf die nächsten Tage in der Stadt gefreut hat. Nach einem Ausklang des Abends in kleinen Gruppen fielen alle müde und erschöpft, aber mit Vorfreude in ihre Betten.

Der nächste Tag startete mit einer River-Ride-Bus-Führung durch Pest und die Donau entlang. Budapest hatte den ersten River-Ride-Bus, welcher zuerst als normaler Bus auf den Straßen fährt und in der zweiten Hälfte der Führung ins Wasser fährt, einen Schiffsmotor eingebaut hat und zum Schiff umfunktioniert wird. Nach einer kurzen Mittagspause begaben wir uns zur großen Synagoge, in der außerhalb der Besuchszeiten immer noch Messen abgehalten werden. Während einer Führung wurde uns viel über die Geschichte ungarischer Juden und deren Situation erzählt. Aufgrund der damaligen Diskriminierung der Juden wurde ein Judenviertel erbaut, in dem sich auch die Synagoge befindet. Der Synagoge zugehörig war ein großer Kriegsgedenkfriedhof, den alle sehr beeindruckend fanden. Auf dem Weg zum Terrormuseum, das wir spontan bei der River-Ride-Tour gesehen hatten und unsere Lehrer dazu überreden konnten mit uns dorthin zu gehen, konnten wir selbst ein paar Eindrücke des Judenviertels und dessen Architektur sammeln. Im Terrormuseum wurden Faschismus und Nationalsozialismus thematisiert, was aufgrund der interessanten und mitreißenden Darstellungen in dem Museum die Stimmung ein wenig bedrückte. Unsere Heiterkeit kehrte allerdings zurück, als der restliche Verlauf des Abends mit Freizeit angekündigt wurde. So machten sich aufgeteilte Gruppen auf den Weg zu essen, Bars zu besuchen oder erneut Eindrücke in der Stadt zu sammeln.
Um auch Buda, den Teil der Stadt auf der anderen Seite der Donau zu sehen, fuhren wir mittwochs mit dem Bus zum Weltkulturerbe Burgareal – aufgeteilt in die Matthiaskirche und die Fischerbastei. Die Matthiaskirche wurde bekannt durch die dort stattgefundene Krönung der Kaiserin Sissi, die uns allen wohl bekannt ist. Sehr fasziniert betrachteten wir die Architektur und Wandmalereien in der Kirche und genossen bei schönstem Wetter die Aussicht über die Donau bis nach Pest. Anschließend an eine kurze, aber verdiente Pause fuhren wir geschlossen mit der Tram zum Parlament. Das imposante „goldenes Treppenhaus“ hat seine Namen durch die mit insgesamt 40kg vergoldeten Wände und Decken mehr als verdient. Mit einer Führung durch das Parlament war der offizielle Besichtigungsteil des Tages beendet. Ein Teil der Gruppe ging abends mit Herrn Schmid in einen Escape-Room, ein Spiel in kleinen Gruppen, bei dem man mit Hilfe von Hinweisen, Rätseln und Codes und deren Kombination versuchen musste, aus dem Raum zu entkommen. Daraufhin trafen sich wieder alle Mitfahrer mit Frau und Herrn Bader, um geschlossen in die in Budapest sehr bekannten Ruinenbars zu gehen. Diese gehören mittlerweile zum Weltkulturerbe und sind in Budapest für ihre traditionelle Vielfalt und gemütliche Atmosphäre bekannt. Aufgrund der Minderjährigkeit einiger Schüler wurden wir von einigen Bars abgewiesen, fanden dann aber letztendlich eine, in der wir den Abend gemütlich und gemeinsam ausklingen lassen konnten.

Der letzte Tag war nochmal ziemlich anstrengend, jedoch auch sehr erinnerungsreich. Wir sind auf den Janos-Berg gegangen und auf dem höchsten Punkt Budapests haben wir noch einen Turm bestiegen, der uns eine Aussicht über das komplette Relief der Stadt und die umliegende Umgebung gewährt hat. Trotz dem vielen Jammern beim Besteigen des Berges, genoss jeder den Ausblick und machte wunderschöne Erinnerungsfotos. Um einem Abstieg zu entgehen und ein wenig Zeit zu sparen, fuhren wir mit der Seilbahn wieder hinunter. Von Shoppen über weitere Besuche von z. B. der zeitgenössischen Fotoausstellung von Robert Capa bis hin zu Kirchenbesichtigungen fand jede Gruppe eine andere Beschäftigung und Art den letzten Nachmittag zu genießen. Um jedoch die Fahrt gemeinsam zu beenden und die schöne Zeit Revue passieren zu lassen, gingen wir abends in das Szechenyi-Bad, das nicht nur ein großes Schwimmbad ist, sondern auch mit einem riesigen Außenbereich und alter Architektur im Jugendstil glänzte. Am letzten Abend, hatten sich alle dazu entschlossen, gemeinsam in eine Bar zu gehen, um den letzten Abend in der so zusammengewachsenen Gruppe zu genießen.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf zum Bahnhof, um den Zug nach Hause zu nehmen. Es lag viel Melancholie in der Luft, da jeder die Zeit in Budapest sehr genossen hat und am liebsten noch länger dageblieben wäre. Wir hatten ein sehr abwechslungsreichen Programm und die Lehrer haben eine perfekte Mitte zwischen Kulturprogramm und Freizeit gefunden. Wir lernten viel über die Geschichte und Kultur Budapests und brachten eine Menge schöner Erinnerungen, neuer Kenntnisse über die Stadt und Fotos, die uns immer an die tolle Zeit erinnern werden, mit nach Hause.

In diesem Sinne bedanken wir, das Team Budapest, uns bei Frau und Herrn Bader und Herrn Schmid, ohne die diese einmalige Fahrt nie möglich gewesen wäre.

Bericht von: Julia Auer und Jana Götze, Q12; Foto von: Hr. Schmid

12 Ein bayrisch-polnischer Abend als gelungener Abschluss des deutsch-polnischen Schüleraustausch

Mit einem stimmungsvollen bayrisch-polnischen Abend im Festsaal des LSH Marquartstein endete der erstmals durchgeführte Schüleraustausch zwischen dem LSH Marquartstein und einem Gymnasium der polnischen Hauptstadt Warschau.

Nach dem rundum gelungenen Besuch der zwanzig Schüler des Landschulheims in Warschau erfolgte nun vom 21. bis 27. September 2017 der Gegenbesuch der 30 polnischen Schülern in Marquartstein. Die hervorragende Organisation des Schüleraustausches mit Polen lag in den Händen von Heidi Pötscher und Florian Haigermoser.

 

Die Mehrzahl der Warschauer Schülerinnen und Schüler verbrachte die Tage in Bayern bei den Familien ihrer Austauschpartner, ein Teil der Gäste wurde im Internat des LSH untergebracht. So konnten die jungen Polen Einblicke in das Alltagsleben ihrer Gastfamilien bzw. in das abwechslungsreiche Internatsleben gewinnen.
Am ersten Morgen wurden die Warschauer von Schulleiter Herrn Czempinski herzlich begrüßt und erhielten anschließend eine Führung durch die Schule und das Internat, bei der sie Interessantes über die Geschichte und den reformpädagogischen Hintergrund des Gymnasiums erfuhren. Besonders beeindruckt zeigten sich die Warschauer beim Rundgang durch die schuleigene Gärtnerei, Töpferei und Schreinerei. Beim anschließenden Weißwurstfrühstück lernten die Gäste eine landestypische kulinarische Spezialität kennen.

 

Glücklicherweise spielte in den darauffolgenden Tagen das Wetter mit, so dass sich Marquartstein und Umgebung von der schönsten Seite präsentieren konnten. Das Wochenende verbrachten die Warschauer Schüler zusammen mit ihren Gastfamilien und unternahmen mit ihnen Bergwanderungen, fuhren nach München zum Oktoberfest, oder besuchten das Salzbergwerk und das Hallenbad in Prien. Ein besonderes Erlebnis war für einige junge Warschauer der Schafabtrieb in Unterwössen, bei dem sie sogar selbst mithelfen durften.

 

Die polnischen Jugendlichen, die im Internat untergebracht waren, stellten sich am Wochenende den sportlichen Herausforderungen im Kletterwald in Reit in Winkl und erkundeten zusammen mit den anderen Internatsschülern die Eisriesenwelt in Werfen.

 

Am letzten Vormittag vor der Abreise erhielten die Warschauer Gelegenheit, für ein paar Stunden zusammen mit den deutschen Austauschpartnern den Unterricht zu besuchen. Am Nachmittag wurde von allen Teilnehmern in interkulturellen Workshops der polnisch-bayrische Abend vorbereitet. Was zunächst nach Arbeit klang, machte allen Beteiligten großen Spaß. Mit ein Höhepunkt war die Einführung in bayrische Volkstänze: Herrn Hans Schwab, dem ehemaligen Schulleiter des LSH, gelang es in nur wenigen Stunden, den polnischen wie auch den einheimischen Schülern einige Grundschritte und Tanzfiguren beizubringen, so dass sie am Abend den geladenen Gästen gleich drei bayrische Tänze präsentieren konnten. Die passende Musik dazu wurde vom Schreinerlehrer des LSH, Herrn Michael Huber aufgespielt. Aber auch ein temporeicher polnischer Rundtanz wurde vorgeführt und im Laufe des Abends, weil es halt so schön war, noch mehrmals wiederholt.

 

Zum Schluss kamen die Zuhörer noch in den Genuss bayrischer und polnischer Lieder, die von den Schülerinnen und Schülern in gemischten Gruppen beim Karaoke vorgetragen wurden.

 

Doch dann hieß es leider Abschied nehmen. Wie man aber von einigen Schülern hören konnte, sind für das nächste Jahr gegenseitige Besuche, diesmal mit der gesamten Familie, geplant. Aber auch durch E-mails wird der Kontakt zwischen den Austauschpartnern wohl noch für längere Zeit bestehen bleiben.
Durch schöne gemeinsame Erlebnisse und neue Erfahrungen im jeweils anderen Land wurde so das wohl wichtigste Ziel dieses Schüleraustausches erreicht: gegenseitiges Verständnis und die Förderung der Freundschaft zwischen Deutschen und Polen.

 

Ein herzliches Dankeschön gilt deshalb auch dem Bayerischen Jugendring und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk, die durch ihre finanzielle Unterstützung die Durchführung dieses Austauschprogramms ermöglichten.

 

12 Theaterbesuch von Orwells "1984"

Am 24.10. besuchten die drei achten Klassen das Thaterstück „1984“ nach dem Roman von George Orwell im Schauspielhaus in Salzburg.

 

Eindrücke der Schüler:

 

Paula Bachmann: Ich fand das Stück sehr interessant, auch wenn ich nicht alles verstanden habe. Die Schauspieler haben ihre Rollen gut verkörpert. So konnte man unterschiedliche Gefühle wahrnehmen.

 

Miriam Mittermaier: Mir hat es gut gefallen, wie die Schauspieler das Geschehen auf der Bühne dargestellt haben. Sie haben ihre Rollen sehr echt rübergebracht. Was mir nicht so gut gefallen hat, war das Bühnenbild, weil das mit diesen weißen Rollos sehr verwirrend war.

 

Leopold Hermannsdorfer: Jeder wird von Big Brother überall und zu jeder Zeit überwacht und ausspioniert. Bei der Arbeit und auch beim Sport sind Kameras, mit denen Smith ständig überwacht wird.

 

Silvio Riehl: Man hat überhaupt keine Privatsphäre mehr. Immer ist ein großes Gesicht an der Wand, das dir sagt, was du machen sollst. Außerdem gibt es Spione, die dich überwachen.

 

Herzlicher Dank für die Organisation der Theaterfahrt ergeht an Werner Wiedemann!

11 Bootsbau

16 Schülerinnen und Schüler, davon zwei Schreiner, wählten für die Oberstufe das von Herrn Leineweber angebotene P-Seminar Bootsbau und stellten sich somit einer großen Herausforderung: Dem eigenständigen Bau eines Bootes! Bereits beim ersten gemeinsamen Treffen im Schuljahr 2016/2017 begann die Planung für den Bau des sogenannten ,,Kymi Rivers“. Die Aufgaben der Schülerinnen und Schüler bestanden erstmals aus der Suche von Sponsoren, dem Besorgen des Materials, dem Erstellen von Flyern, der Routenplanung und der Pressearbeit. Hierbei übernahmen die Schüler, die an der Schule die Schreinerlehre machten, die Arbeitsschritte, die das Bedienen von professionellen Maschinen erforderten. Nachdem die notwendigen Utensilien, die aus Furniersperrholz (Okoumé), Epoxidharz, Glasgewebe, Kupferdraht und dem Bauplan von ,,Berger Boote“ bestanden, vorhanden waren, wurden auch schon die ersten Schritte des Bootsbaus vorgenommen. Zuerst wurden anhand von Schablonen aus dem Bauplan die Einzelteile des Bootes aus dem Holz ausgeschnitten. Daraufhin wurden in die Kanten der Planken in 15cm Abständen Löcher gebohrt, um später die Einzelteile mit dem vorher zurechtgeschnittenem Kupferdraht zu ,,vernähen“. Da das Boot natürlich allein durch Drähte nicht hält, wurden anschließend die Lücken zwischen den Teilen innen, sowie außen mit Epoxidharz verklebt. Bevor ein Überzug aus Glasfasergewebe und Epoxidharz, der das Holz vor Feuchtigkeit abschottet und es mechanisch belastbar macht, auf das Boot gegeben wurde, wurden die Kupferdrähte entfernt. Nachdem kleinere Aufgaben, wie das Wegschleifen von Epoxidharz Resten erledigt waren, fehlte nur noch das Lackieren des Holzes und fertig war der von den Schülerinnen und Schülern selbstgebaute Kymi River! Dank der sogenannten ,,Stitch & Glue-Technik“, in der die Holzteile erst ,,vernäht“ und dann verklebt werden, erfolgte ein stabiler, schneller und einfacher Bau des Bootes. Von Anfang an war allerdings nicht nur der erfolgreiche Bau eines Bootes in Planung, sondern auch eine gemeinsame Kajaktour. Nach längeren Diskussionen und Überlegungen entschied man sich letztendlich dafür, zwei Tage in dem österreichischen Ort Lofer zu verbringen und dort auf einem Campingplatz zu zelten. So machten sich am Montag, den 24. Juli 14 Schüler mit Frau Halbig, Herrn Leineweber und Herrn Kuhlbars mit regenfester Ausrüstung und den von ,,Sport Lukas“ ausgeliehenen Kajaks auf den Weg nach Österreich. Dort angekommen brach man nach dem Aufbauen der Zelter auch sofort mit den Kajaks zum nahegelegenen Fluss Saarlach auf, um dort die geplante Wildwassertour zu starten. Trotz schlechtem Wetter und großer Anstrengung erwies sich die vierstündige, über 15km lange Fahrt als sehr lustig und durchaus machbar für die bereits erfahrenen Schülerinnen und Schüler. Um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen, ging man später als Belohnung noch in eine Pizzeria zum Essen. Aufgrund des andauernden starken Regens, der das Wasser enorm ansteigen ließ und den Fluss somit für Laien unbefahrbar machte, musste die Gruppe des P-Seminars Bootsbau leider auf die zweite, für den darauf folgenden Tag geplante Kajaktour verzichten. Abschließend lässt sich sagen, dass das P-Seminar Bootsbau ein sehr interessantes Seminar ist, von dem jeder der Gruppe profitieren konnte. Sozial-, Organisations-, und Kommunikationsfähigkeiten, sowie Werte wie Teamwork und Zusammenhalt wurden geschult und es war jedem Schüler möglich, seine Talente und Stärken miteinzubringen!

Test: Amelie Stadtelmeyer

 

05 “Multifunktionale Wunderwesen“ als Schulleiter

Christian Czempinski wurde offiziell in sein neues Amt als Leiter des Staatlichen Landschulheims eingeführt

 

Das Staatliche Landschulheim Marquartstein hat nun auch offiziell einen neuen Schulleiter. Bei einem Festakt im Festsaal der Schule erhielt Christian Czempinski seine Ernennungsurkunde zum Oberstudiendirektor aus den Händen des Ministerialbeauftragten Michael Rühl vom Bayerischen Staatsmininisterium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

 

Nach der locker humorvollen Begrüßung durch den stellvertretenden Leiter der Schule, Martin Bauhofer, stellte Michael Rühl den Werdegang des neuen Schulleiters vor. Christian Czempinski, 1965 in der Gemeinde Ramerberg bei Rott am Inn geboren und aufgewachsen, war neun Jahre lang Internatsschüler in Gars am Inn. Nach dem Abitur 1984 und der Bundeswehrzeit studierte er Latein, Griechisch  und Geschichte an der Ludwig Maxmilian Universität in München. Es folgten das Referendariat in Pasing und Tegernsee, bis er 1994 seine erste Stelle als fertiger Studienrat in Laufen antrat. Ab dem Jahr 2000 war der heute 52-jährige 13 Jahre am Ludwig Thoma Gymnasium in Prien tätig, sechs Jahre davon als Oberstufenkoordinator, bevor er an das neue Gymnasium in Kirchseeon wechselte. Hier war er stellvertretender Schulleiter und musste bereits wegen eines plötzlichen Todesfalls zeitweise die Schulleitung allein übernehmen. Darüber hinaus engagierte sich Czempinski in Arbeitskreisen am Ministerium, gab Lehrbücher für das Fach Latein heraus und verfasste Publikationen zur Didaktik in Fachzeitschriften. Hinzu kam seine Prüfertätigkeit im ersten Staatsexamen in der Fachdidaktik Latein. Aus all dem werde deutlich, dass Czempinski die besten Voraussetzungen erfülle, um eine Schule wie das Staatliche Landschulheim zu leiten, zeigte sich der Ministerialbeauftragte überzeugt. In einer Studie seien Schulleiter als „multifunktionale Wunderwesen“ bezeichnet worden, sagte Rühl, denn sie müssten Pädagogen, Schulmanager, Budgetsachverständige,  Streitschlichter, innovative Gestalter und vieles mehr sein. Diese Vielfalt verlange die volle Hingabe zum Beruf und den geschulten Blick für das Wesentliche. Mit der Einführung des neuen “LehrplanPlus“, dem G9 und der Digitalisierung kämen in den nächsten Jahren große Herausforderungen auf die Schulen zu, die nur gemeinsam mit dem gesamten Kollegium gemeistert werden könnten.

Der Ministerialbeauftragte würdigte besonders den stellvertretenden Schulleiter Martin Bauhofer, der in den letzten Jahren immer wieder über lange Zeiten die Schulleitung übernommen hatte. Er habe sich „unter sehr großem Zeiteinsatz für die Schulgemeinschaft eingesetzt, sich flexibel und lösungsorientiert mit allen Themen der Schule beschäftigt“, so Rühl. Dazu habe er die Schule nach außen hin bestens vertreten.

Die stellvertretende Ländrätin Resi Schmidhuber hieß Czempinski herzlich im Landkreis Traunstein willkommen und gratulierte zu der verantwortungsvollen Tätigkeit. Die neue Dienststätte sei nicht nur wegen der herrlichen Landschaft und des unverwechselbaren Profils der Schule eine gute Wahl, sondern der Landkreis Traunsteins sei auch ein „echter Bildungslandkreis“. Als Sachaufwandsträger für 14 Schulen habe der Landkreis allein 2017 rund 23 Millionen Euro aufgebracht, aber „es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung“, zitierte sie John F. Kennedy. Marquartsteins Bürgermeister Andreas Scheck, der selbst ins Landschulheim gegangen war, betonte den hohen Bekanntheitsgrad der Schule. Immer wieder treffe man auch im fernen Ausland Leute, die den Ort Marquartstein durch das bekannte Gymnasium kennen. Das Landschulheim präge den Ort nun seit  fast 90 Jahren, 10 Jahre länger als die Gemeinde bestehe. Auch er hieß Czempinski herzlich in der Gemeinde willkommen und freute sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Als letzter Redner stellte sich der neue Chef in einer höchst geistreichen, ironisch humorvollen Ansprache selbst vor. Ausgehend von Niklas Luhmanns organisationssoziologischer Abhandlung „Der neue Chef“ zeigte er verschiedene Aspekte des äußerst vielschichtigen Themas „Chef“ auf. Er rief alle dazu auf, sich trotz aller zu erwartender Probleme und Rückschläge keinem Fatalismus, Resignation oder innerer Emigration hinzugeben, sondern eine optimistische Sicht der Welt und der Schule zu pflegen. Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Mit Kammermusikstücken aus der Barockzeit wurde der Festakt stimmungsvoll von den vier Musiklehrern der Schule umrahmt. Zum Abschluss hatte die Schulküche des Landschulheims ein leckeres Büffet vorbereitet, so dass die Gäste den neuen Schulleiter auch im persönlichen Gespräch kennenlernen konnten.     

Text und Bild: Christiane Giesen

Oktober 2017

15 “Ich habe Schule immer als etwas sehr Positives erlebt“

 

Christian Czempinski ist neuer Leiter des Staatlichen Landschulheims

 

Nach wiederholtem Wechsel in der Schulleitung in den vergangenen Jahren hat das Staatliche Landschulheim nun einen neuen Schulleiter: Studiendirektor Christian Czempinski, der bisher stellvertretender Schulleiter in Kirchseeon bei München war.

Der 52jährige ist verheiratet und Vater zweier erwachsener Töchter. Er kennt sich bereits gut in der Region aus. Er wurde 1965 in der Gemeinde Ramerberg bei Rott am Inn geboren, wo er auch heute wohnt. Als mittlerer von fünf Kindern wuchs er dort auf und besuchte dann neun Jahre lang bis zum Abitur das Gymnasium und Internat in Gars am Inn. Er studierte Altphilologie mit Latein und Griechisch  sowie Geschichte an der Ludwig Maxmilian Universität in München und trat 1994 seine erste Stelle als fertiger Studienrat in Laufen an. Ab dem Jahr 2000 war Czempinski 13 Jahre, sechs Jahre davon als Oberstufenbetreuer, am Ludwig Thoma Gymnasium in Prien tätig, bevor er an das neue Gymnasium in Kirchseeon wechselte.

„Ich wollte seit der Grundschule Lehrer werden“, erzählt Czempinski im Gespräch mit unserer Zeitung. Er habe Schule immer als etwas sehr Positives erlebt. Gerade durch das Internat sei sie auch wesentlicher Bestandteil in seinem Leben gewesen. Später konnte er seinen Berufswunsch noch mit seiner Leidenschaft für alte Sprachen verbinden. Weshalb hat er sich für den Weg eines Schulleiters entschieden, obwohl viele andere heute davor zurückschrecken? „Die Vorstellung, mich mit 52 Jahren quasi einzurichten und immer die gleiche Aufgabe zu haben ist nicht meins“, sagt er. Er wolle sich beruflich weiterentwickeln und sich in neue Bereiche einarbeiten. Er habe zwar größten Respekt vor der neuen Herausforderung, gehe aber mit Freude, Zuversicht und Optimismus an die neue Aufgabe heran. In der Zeit als Stellvertreter in Kirchseeon musste er wegen eines plötzlichen Todesfalls die Schulleitung acht Monate lang übernehmen. Diese Zeit habe er als sehr erfüllend empfunden, erzählt Czempinski. Er freue sich auch auf die Zusammenarbeit mit Schülern und Kollegen.

Derzeit besuchen rund 660 Schüler das Staatliche Landschulheim, davon 120 das Internat. Im neuen Schuljahr will der neue Schulleiter sich in allen Klassen persönlich vorstellen. Eine offizielle Amtseinführung findet voraussichtlich Ende Oktober statt.

 

Foto: Studiendirektor Christian Czempinski ist neuer Leiter des Staatlichen Landschulheims Marquartstein.

                                                                     Text und Foto: Giesen

 

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