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Nachrichten

März 2017

22 „Business ist Krieg, Blut und Tränen“

„Top dogs“ - großartiges Oberstufentheater am Staatlichen Landschulheim

 

Business, das ist Krieg, Blut und Tränen“, stellt eine der entlassenen Führungskräfte fest. Unter diesem Titel könnte auch die gesamte bissige Gesellschaftssatire „Top dogs“ stehen, die im gut besuchten Festsaal des Staatlichen Landschulheims Premiere hatte. Die Theatergruppe der Oberstufe spielte das anspruchsvolle Theaterstück des Schweizer Schriftstellers Urs Widmer (1938 bis 2014) mit großem Engagement und starker Ausdruckskraft. Deutlich wurde die intensive Probenarbeit unter Regisseurin Sandra Altmann, die in den letzten Wochen von Birgit Bader unterstützt wurde.

Schauplatz des Stückes ist das elitäre Outplacement-Center, NCC (New Challenge Company), wo kürzlich entlassene Top-Manager lernen sollen, ihren Jobverlust zu verarbeiten und einen Neuanfang zu wagen. Vor einem gestrengen Therapeutenteam und immer im Kreise der anderen erzählen sie, wie sie ihre neue Lebenssituation ganz unterschiedlich erleben. Einige belügen sich und ihre Umwelt, andere sind grundlos aggressiv oder zeigen psychosomatische Beschwerden. Keiner kommt mit seiner Entlassung klar. Wie vom Autor beabsichtigt, spielen die Führungskräfte unter ihrem eigenen Namen, um ihre Austauschbarkeit zu verdeutlichen. Die „Top Dogs“ im Landschulheim sind Julia Damm, Katharina Hillermeier,  Marcel Kraus, Lara Putze, Veronika Schranzhofer, Penelope Spannagl, Maya Stocks, Karolina Weiß, Fabian Watzl und Lisa Weizendörfer. Allen gelingt es trotz der schwierigen Rollen gut darzustellen, wie sehr sie ihre Arbeit als Topmanager von sich selbst und jedem Privatleben entfremdet hat. Eine fährt nach der Entlassung sofort für drei Wochen in die Karibik, aber nach weiterem Nachhaken stellt sich heraus, dass sie dort das Hotelzimmer nicht verlassen hat. Ein anderer hat mit der Entlassung auch den prestigeträchtigen  Wagen verkauft, woraufhin er sofort das gleiche Modell mietet und in den nächsten Wochen jeden Tag pünktlich das Haus verlässt, allerdings den Tag im Kino verbringt… Alle wissen weder wie zwischenmenschliche Beziehungen geführt werden noch wie man Gefühle zeigt. Sie sind gefangen in dem Wahn, nach ihren alten Zielen zu streben – Macht, Einfluss, Ansehen und Geld.

In Rollenspielen und mit psychologischen Tricks sollen sie lernen, sich selbst zu „optimieren“. Besonders grotesk sind die „leichten Körpermanipulationen“ an Gang und Haltung, die die Klienten – gefangen im System - widerspruchslos hinnehmen und sogar dankbar befolgen. Die strikten Anweisungen bekommen sie vom Therapeutenteam mit Chefin (Robina Böhl), die durch Fingerschnippen ihrer Assistentin Sarah (Laura Niederauer), Psychologin (Lena Manzenberger), Körpertherapeutin (Anna- Marie Funk) und Stilberater Walter (Michel Nahidi) befiehlt. Im Kontrast zu den tragischen Rollen der Manager steht das witzig unbeschwerte Putzteam in weißen Schutzanzügen. Gerne überlassen „Dr.“ Schäffer (Julia Auer), Ines (Vivien Sarwar) und Dietmar (Thomas Lentner) ihre Purzarbeit dem wehrlosen Ivo aus der Ukraine (Stefan Knäusl).

Die Musik in den Umbaupausen stammt von  Peter Straßer. Hinter den Kulissen sorgen Martin Thoma und Philipp Craubner für eine einwandfreie Ton- und Lichttechnik. Der lang anhaltende Applaus am Ende des Stücks und die großzügigen Spenden der Zuschauer belohnten die Akteure für ihre großartige Leistung. Eine weitere Aufführung wird im Rahmen der Kulturtage im Juni im Freiraum in Übersee stattfinden.                        gi

15 Physiker am Eglsee

Nach dem Erfolg des P-Seminars „Planetenweg“ im Jahr 2011 plant auch dieses Jahr das LSH Marquartstein wieder die Verschönerung eines Wanderwegs. Wir arbeiten in unserem Seminar an einem interaktiven Wanderweg für Jung und Alt. Der Weg wird dem Planetenweg ähneln, aber dieses Mal lautet das Motto „Physikerweg“. Hier wollen wir Ihnen Physiker aus verschiedensten Bereichen, deren Errungenschaften, Modelle und Experimente vorstellen. Es geht aber nicht wieder an die Ache, sondern nach Unterwössen, genauer gesagt nach Brem, an den legendenumwobenen Eglsee. Ein Teil des Wegs wird restauriert und wird vermutlich im Juli 2017 fertiggestellt. Sobald wir mit der genaueren Planung fertig sind, folgen weitere Infos. 

Lisa-Marie Kawalla & Chiara Mazzaferro (Q11)

 

07 PZW-Schüler Silvio Riehl erfolgreich im Biathlon

Am Wochenende vom 17. - 19.Februar 2017 fand der 3.Deutsche Schüler Cup (DSC) Biathlon in Oberhof/Thüringen statt. Wo normalerweise die internationale Top-Riege um Edelmetall kämpft, sorgten drei Tage lang Nachwuchsathleten für Begeisterung. In den Disziplinen Einzel, Sprint und Staffel kamen aus ganz Deutschland Mädchen und Buben aus den Altersklassen S13 bis S15 zusammen, um sich zu messen.

Silvio Riehl (7c) startet für den WSV Aschau in der Schülerklasse S14 und trainiert am Stützpunkt in Ruhpolding. Am ersten Wettkampftag konnte Silvio seine läuferische Klasse präsentieren, aber durch die Belastung mit zu vielen Schiessfehlern landete er an diesem Tag im Mittelfeld.

Samstag hat dann ein anspruchsvoller Techniksprint über 4km mit 1x liegend und 1x stehend Schießen stattgefunden. Dort konnte er sich nach dem ersten Schießen an die Spitze setzen und erreichte nach zwei Schießfehlern und einer starken Laufleistung den 2.Platz – wohlgemerkt deutschlandweit.

Die nächsten Saisonhöhepunkte sind das Finale im DSC (Deutscher Schüler Cup) 10-12.03 und der 3-Länder Vergleichswettkampf 17-19.03, welche im Bundesleistungszentrum Ruhpolding stattfinden.

 

Auch bei den bayerischen Biathlon Meisterschaften 25/26.02. in Neubau/Fichtelberg war Silvio in Top Form und wurde Bayerischer Vize-Meister in der Klasse S14 über 5km.

Gestartet wurde am Samstagabend mit einem Nachtsprint über 4km mit 1x liegend und 1xstehend Schießen. Hier konnte Silvio trotz Laufbestzeit nicht punkten, da er mit 7 Fehlschüssen, die jeweils 30 Strafsekunden bedeuteten zu viel Strafzeit bekam. Damit landete er auf Platz 10.

Am Sonntag fand ein spannendes Rennen über 5km statt. Hier mussten die Athleten gleich 4 Mal an den Schießstand und abwechselnd liegend, stehend, liegend, stehend schießen. Silvio war mit fünf Schießfehlern und folglich mit einer Strafzeit von 75 Sekunden belastet. Dennoch konnte er durch eine Top-Laufleistung, wieder mit der Tagesbestzeit den 2.Platz und somit den Titel des Bayerischen Vize-Meister sichern. Der Sieg war mit einem Rückstand von nur 2,3 Sekunden auf den Erstplatzierten zum Greifen nahe.

03 Aus den Originalakten der Staatssicherheit der DDR

Ausstellung und Gespräch mit Zeitzeugen im Landschulheim

„Jugendliche im Visier der Stasi“ war eine beeindruckende Veranstaltung überschrieben, die Schüler der Klasse 10 b mit ihrer Geschichtslehrerin Anne Eberhard gestalteten. Im gut besuchten Festsaal des Staatlichen Landschulheims präsentierten sie eine Ausstellung, die sie aus Originalunterlagen der Stasi (Ministerium für Staatssicherheit der DDR) im Unterricht selbst entwickelt hatten. Um einen authentischen Eindruck von den Dokumenten zu bekommen, lasen die beiden Schüler Solvejg Hoch und Niklas Netzer ausgewählte Ausschnitte aus dem Originaldossier der Stasi über Manfred May. Der 1948 in Magdeburg geborene Künstler hatte seine fast 3000 Seiten zählende Akte zur Verfügung gestellt und war selbst anwesend, um Fragen zu beantworten. May war von 1968 bis 1989 intensiv bespitzelt worden, weil ihm eine „negativ feindliche, antikommunistische Einstellung“ gegenüber dem politischen System bescheinigt wurde, die auch in seiner Kunst zum Ausdruck komme. Trotz wiederholter Versuche war es May nie gelungen, in den Verein der Bildenden Künstler der DDR aufgenommen zu werden, was die einzige Möglichkeit gewesen wäre, seine Bilder auszustellen und zu verkaufen. Entlarvend ist die Menschen verachtende Wortwahl in den Berichten der IMs (inoffiziellen Mitarbeiter), die bei ihren „operativen Personenkontrollen“ vom beobachteten „Objekt“ sprechen, von „Nummer 2078“. Obwohl May nie eine konkrete Straftat begangen hatte, waren im Laufe der Jahre 40 IM mit ihm beschäftigt, um möglichst jeden seiner Schritte festzuhalten. May zeigte im Festsaal einige seiner sensiblen, hintergründigen Bilder, die sich mit dem Erlebten auseinandersetzen.

In der Ausstellung hatten die Schüler auf Schautafeln zu den Themen Flucht aus der DDR, Schülerprotest 1961, Jugendliche Inoffizielle Mitarbeiter und Eingesperrt – anschaulich das Wichtigste zusammengefasst. Ein Beispiel eines mit Gefängnis geahndeten Verbrechens: Drei 17jährige Schüler hatten eine Wandzeitung im Klassenzimmer „negativ verändert“ und erschienen einmal zu dritt alle in schwarzer Kleidung im Klassenzimmer. Dann legten sie dem Lehrer, der auch die Funktion eines Parteisekretärs inne hatte, ein schwarzes Band mit rotem Bonbon auf sein Pult. Resultat: Der Anführer der Jungen wurde mit fünf Jahren Haft bestraft, die beiden anderen mit je dreieinhalb Jahren.

 

Viel Applaus nach der Lesung und die angeregten Gespräche, die die Besucher anschließend mit Manfred May und den Schülern führten, zeigten, dass das Thema sie tief beeindruckt hatte. Die großzügigen freiwilligen Spenden kommen dem Bürgerkomittee  Thüringen zugute, das sich um die Opfer der politischen Verfolgung in der SED-Diktatur bemüht.                                    gi

 

Foto: Sovejg Hoch und Niklas Netzer (links) gestalteten mit dem Zeitzeugen Manfred May die Veranstaltung zu „Jugendliche im Visier der Stasi“ am Staatlichen Landschulheim Marquartstein.

Februar 2017

27 4. Platz der Langläufer beim Landesfinale am Ochsenkopf

Als Zweitplatzierter des Bezirksentscheids qualifizierte sich die Langlaufmannschaft der Jungen der Wettkampfklasse III für das Landesfinale in Neubau am Ochsenkopf. Leider musste das Landschulheim ohne seinen besten Läufer Silvio Riehl nach Oberfranken reisen, der wegen eines Infektes auf diesen Wettkampf verzichten musste. Die sehr junge Truppe hatte nach der langen Anreise am Montag noch die Gelegenheit, den sehr anspruchsvollen Techniksprint zu besichtigen, bei dem u.a. 8 Richtungstore bergauf zu durchlaufen waren sowie Omega-Kurven, Übersteiger, Schlupftore, Slalomstangen und am Ende ein Rückwärtstor. Dazu gab es einen deftigen Anstieg, die „Wand“ genannt – insgesamt ein sehr selektiver 2 km-Parcours.

Diesen bewältigten die Marquartsteiner im Einzelstart auch sehr gut, so dass nach dem ersten Wettkampftag ein 3. Platz zu Buche stand. Ein besseres Ergebnis verhinderten zwei Einfädler an den Slalomstangen. Trotz eines Sturzes erzielte Kilian Bauer noch die sechstbeste Zeit unter den 47 Teilnehmern!

Die entscheidende Staffel bestand aus einem Läufer in der klassischen und zwei Läufern in der freien Technik. Hier war gegen die sehr starke Wunsiedler Mannschaft nichts zu holen, die – deutlich älter – ihren Heimvorteil ausspielte und letztendlich noch aufs Stockerl fuhr.

Das Landesfinale, erstmals in Oberfranken ausgetragen, war von den Veranstaltern hervorragend organisiert und die Stimmung bei den Wettkämpfen ausgesprochen gut. Ein Sonderlob verdiente sich Joschi Althammer, der in stundenlanger Arbeit unseren Jungs super präparierte Ski herrichtete. Vielen Dank auch an die Firma SWIX, die das Wachs für das Bezirks- und Landesfinale zur Verfügung stellte.

Für das LSH am Start waren Stefan Mühlauer, Maxi Fischer (beide 5b), Linus Huber (6d), Paul Wittmann (6c), Valentin Althammer (7a) und Kilian Bauer (9a).

Bericht: Ralf Sepper

 

Ralf Sepper

27 Die Brokerinnen

Planspiel Börse 2016-2017

Zu Beginn des Wirtschaftsunterrichts der 10.Jahrgangsstufe steht „Marktlehre“ im Mittelpunkt. Dabei nehmen unsere Schüler im Rahmen eines Unterrichtsprojekts auch am Börsenspiel des Sparkassenverbandes teil.

Unter den etwa 200 Spielgruppen, welche von der Kreissparkasse Traunstein-Trostberg betreut wurden, belegte das Team von Antonia Poitevin, Jessica Barboni, Pia Decking und Amelie Leonhard  einen hervorragenden 8.Platz. Ihr Startkapital von 50.000,- fiktiven Euros hatten die vier „Brokerinnen“ um über 6% innerhalb von nur 8 Wochen vermehrt!

Herr Greimel, stellvertretender Filialleiter der Sparkassen-Geschäftsstelle Marquartstein,  überreichte der erfolgreichen Gruppe ihre Siegerurkunden und kleine Präsente als Anerkennung.

Bericht: Matthias Ramoser

22 Schulleiter Gerhard Pschorn verabschiedete sich

Mit einem fröhlichen Festabend verabschiedete sich Oberstudiendirektor Gerhard Pschorn von Lehrerkollegen, Mitarbeitern, Elternbeirat, Altmarquartsteinern und offiziellen Vertretern der Gemeinde in den Ruhestand. Er hatte zwei Jahre lang das Staatliche Landschulheim geleitet.

Zum Abschied hatte sich Pschorn als „Ambros-Fan“ und „Alt­68er“ ein Theaterstück mit Musik von den Kollegen gewünscht. Im Mittelpunkt des Abends stand daher die einfallsreich und witzig inszenierte Aufführung des Rusticals „Der Berg ruft“, frei nach Wolfgang Ambros.  Beim Spielen wurde deutlich, wie viel Spaß die Spieler schon beim Proben des Stücks gehabt haben mussten. Unter der bewährten Regie von Sandra Altmann wurde die Geschichte der armen Bergbauernfamilie am Fuße des Watzmanns aufgeführt. Gerhard Pschorn als Erzähler mit schwarzem Frack und Zylinder las die verbindenden Texte zwischen den einzelnen Szenen. Es geht um das ewige Gerufen-Sein vom bösen Berg Watzmann und der Verführung durch das Weib, dem die Männer nicht widerstehen können. Martin Bauhofer spielte den kernigen Bauern, seinen begriffsstutzigen Sohn Simon Hamberger. Die gehorsamen drei Mägde verkörperten Steffi Winter, Karin Haffner und Friederike Muttray und die drei derben Knechte, Gerd Geigenmüller, Gerhard Mayer und Karl-Heinz Hauser. Die „tiefgründigen“, stets mehrfach wiederholten Gespräche ließen die Zuschauer aus dem Lachen nicht herauskommen. Eine Szene zeigte, wie die Männer auf die Pirsch gehen, um die gewitzte Gämse - von Birgit Bader herrlich komisch dargestellt - zu erlegen. Der umjubelte Höhepunkt des Stücks aber war es, als der Bauernbua die überaus weiblich anmutige Gaitalerin, alias Christoph Müller (in der Aufführung am Mittwoch spielte diese Rolle Benny Riegel), trifft, die ihn lockt, den Watzmann zu besteigen…. . Auch er möchte jetzt unbedingt „auffi“, auch wenn es nicht nur sein Verderben bedeutet. Zwischen den einzelnen Szenen erklang mitreißende, fetzige Musik unter der Leitung von Michael Hiemke. Benny Riegel war am Schlagzeug zu hören, Simon Ehrl an der Gitarre, Peter Straßer am E-Bass und Gerhard Mayer an der Mundharmonika. Das einfallsreiche Bühnenbild hatte Kunsterzieher Karl-Heinz Hauser in Zusammenarbeit mit den Abiturienten des Kunstadditums entwickelt. Für die besonderen Klang- und Lichteffekte zeichneten die Abiturienten Lucca Duille und Karl Heinzelmann verantwortlich. Der Applaus für das außergewöhnliche „Alpendrama“ wollte nicht abreißen.

Gerhard Pschorn hatte sich ausdrücklich keine Reden und Grußworte zu seinem Abschied gewünscht. Bei diesen Reden werde gewöhnlich übertrieben und viel Positives gesagt, was dann besser zu einer Beerdigung passe, meinte Pschorn. Er selbst gab in einer humorvollen Rede einen kurzen Abriss seiner 38 Dienstjahre, von denen er 19 in Lateinamerika und 19 Jahre in Bayern verbracht hatte. „Es waren schöne, spannende, abwechslungsreiche, arbeitsintensive und lustige Jahre, die ich nicht missen möchte und die nahezu täglich Riesenspaß gemacht haben“, resümierte er. Frau Christel dankte er mit einem großen Blumenstrauß für ihre Unterstützung. Seinen Dank richtete er auch an alle engagierten Mitarbeiter und Ehrenamtliche des Landschulheims vom Hausmeister bis zum Leitungsteam und nannte dabei viele Namen. Er wolle nicht so weit gehen wie Erich Mielke in der Volkskammersitzung vom 13. November 1989  mit dem Ausspruch „Ich liebe euch doch alle“, aber er habe sich immer am Landschulheim sehr wohlgefühlt, so Pschorn. Trotz der fehlenden Lobesreden wurde die große Beliebtheit des scheidenden Schulleiters an dem nicht enden wollenden, sogar stehenden Applaus deutlich und den zahlreichen Geschenken. Vom Elternbeirat erhielt er eine große „Rubbellandkarte“, auf der man sein künftiges Reiseziel rubbeln kann, von den Altmarquartsteinern eine aufblasbare Liege für die beabsichtigten Reisen im Campingbus und von Bürgermeister Andreas Scheck zwei Karten für ein Fußballspiel in der Allianz-Arena in München, um nur einiges zu nennen. Noch lange wurde in lustiger Runde gefeiert.                                                    gi

22 Konzertfahrt der 5. Klassen: Great!

Am Montag, den 6.2.2017 fuhren die drei 5. Klassen des LSH nach Salzburg zum alljährlich stattfindenden Konzert des Mozart Kinderorchesters, das die Salzburger Mozartwoche abrundet und mittlerweile eine kleine Traditionsfahrt am LSH geworden ist. Organisiert wurde die Fahrt von den beiden Musiklehrkräften Astrid Zeitz und Michael Hiemke, Karin Haffner und Werner Wiedemann begleiteten diese Fahrt. Nach dem Konzert schrieben die Schüler ihre persönlichen Eindrücke über die Konzertfahrt nieder:

 

Am Montag, den 6.2.2017 waren wir im Salzburger Mozarteum und haben uns das Mozart Kinderorchester angehört. Besonders gefallen haben mir der englische Dirigent und die lustigen Busfahrten. Ich fand erstaunlich, dass Kinder in unserem Alter schon so toll ihr Instrument beherrschen wie andere Erwachsene. Insgesamt fand ich die Fahrt nach Salzburg sehr toll und lustig. Der englische Dirigent würde sagen: „great!“

Amelie Fernsebner, 5a

 

Am Montag, den 6.2.17 waren wir im Mozarteum in Salzburg. Leider war das Wetter ziemlich grau und nass. Das Konzert an sich war aber sehr schön. Das erste Stück war von Mozart, es war ein Traum. Das zweite Stück hatte den Namen „Fugo“, das hat mir am besten gefallen dieser tiefe Ton, einfach klasse. Das letzte Stück war von Haydn, ein Hornkonzert. Ein 20-Jähriger hat das schwere Horn flüssig spielen können. Ein Mädchen wurde mit ihrem Instrument Horn interviewt und sie hat mit acht Jahren zu spielen begonnen. Dann war das Konzert leider zu Ende. Insgesamt fand ich es super!

Lara Mombach, 5a

 

Besonders gut hat mir das Stück von Mozart gefallen, weil es sehr abwechslungsreich war. Erstaunlich fand ich das Stück von dem japanischen Fisch Fugo, weil es sich sehr gefährlich angehört hat. Interessant hat sich das Musikstück von Haydn angehört, weil der Hornsolist sehr gut gespielt hat. Außerdem war das Interview mit einem Mädchen, das selbst Horn spielt, sehr lehrreich.

Andrea Schumacher, 5b

22 Miriam Netzer: 2. Platz bei "Jugend musiziert"

Miriam Netzer (7 Klasse, Wahlfach Violine bei Sabine Weiskirchner) hat am vergangenen Samstag beim "Jugend musiziert" Wettbewerb gemeinsam mit Julia Schuster aus Traunstein als Violinduo in der schweren Kategorie der Streicherkammermusik einen sehr guten 2. Preis erspielt. In ihrer Altersgruppe waren sie damit das beste Duo. Wir freuen uns.

 

21 5. Platz für die Jungenmannschaft im Ski-Alpin-Bezirksfinale

 

Die Jungenmannschaft des LSH Marquartstein, bestehend aus Luca Tiede (10b),  Ben Harwalik, Lukas Garke, Lennart Klippel (alle 8b) und Moritz Beutelhauser (7a), vertraten ihre Schule  am 09.02. 2017 erfolgreich beim Bezirksfinale Ski Alpin in Garmisch-Partenkirchen. Das Rennen wurde am Weltcuphang des Gudibergs in zwei Riesenslalomdurchgängen durchgeführt. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung konnten sich unsere Jungs den 5. Rang im 10 Mannschaften großen Starterfeld sichern. Da das Team des LSH mit Abstand das jüngste unter den Top 5 war, konnten die Schüler und ihr Betreuer Herr Kühnel vollauf zufrieden mit dem Ergebnis sein.

Bericht: Stefan Kühnel

Januar 2017

29 LSH Alpine beim Kreisfinale auf den Stockerlplätzen

 

Mit drei alpinen Rennmannschaften war das LSH beim diesjährigen Kreisfinale der Traunsteiner Schulen in Ruhpolding wie immer stark vertreten. Das Team Jungen III (Ben Harwalik, Lukas Garke, Lennart Klippel alle 8b und Luca Tiede, 10b) schaffte als überlegener Kreismeister die Qualifikation für das oberbayerische Bezirksfinale in Garmisch-Partenkirchen. Dazu fuhr Lilli Schrittenlocher (6d) eine herausragende Bestzeit in der Startgruppe Mädchen IV und die beiden anderen Teams (Mädchen III mit Alina Aberger, 9b Isi Höger, 8b, Lea Schuster, 7a sowie Jungen IV mit Moritz Beutlhauser, 7a, Marco Nohl, Johannes Kolb, Hannes Mayer, alle 6a, und Kaya Böhm, 5c) erreichten jeweils den dritten Platz ihrer Startgruppen. (Bericht: Matthias Ramoser)


 

29 Deine heimlichen Stars am LSH

Der Weg zum Judoka

 

 

Hinter dem Aufbau eines Athleten zum Leistungssportler steckt beim Deutschen Judobund ein gutes Konzept. Angefangen mit den Gürtelprüfungen über Bezirks- und Bundes-Ranglisten-, bis hin zu DJB Sichtungs-Turniere, sind das Highlight eines jeden Jahres die Einzelmeisterschaften. Nach Altersgruppen gestaffelt, sind in der Klasse der U(nter)12 (-Jährigen) das am höchsten zu Erreichende, die Oberbayerischen Meisterschaften. In der Gewichtsklasse bis 37kg gibt hier vom Judo-Club Achental, dem Sportverein in deiner Schule, Jesse Höhne aus der Klasse 5c den Ton an. Ungeschlagen kann er seine Leistung aus dem Vorjahr wiederholen und wird ein zweites Mal in Folge auch 2016 Oberbayerischer Meister.

In der Klasse der U15 erreichen die Wettbewerbe ihren Höhepunkt über die Oberbayerische-, Südbayerische- und die Bayerische- auf der Süddeutschen Meisterschaft. Hier ist Lucas Kuttalek aus der 7c "der Mann": als "Wiederholungstäter" wird auch er zwei Jahre hintereinander Bayerischer Meister. Allein auf der Süddeutschen verlässt ihn das Glück. Eine kleine Unachtsamkeit im Halbfinale, in der Begegnung gegen dem späteren Erstplatzierten, erlaubt ihm "nur noch" den Kampf um den dritten Platz. Aber "auch Bronze steht ihm gut", befindet er zum Ende des Kampftages.

Die Klasse der U18 wird von den großen Traditionsvereinen dominiert. Der Mangel an Trainingspartner in den kleine Clubs macht sich endgültig bemerkbar. Zwar kein Zustand, den man in der U21 nicht nachholen kann, aber man merkt einfach, dass es zu wenig ist seine Erfahrung auf Turniere zu sammeln. Keine oder zu wenig zu wechselnde Partner im Verein machen schließlich den Routinemangel aus. In diesem Jahrgang gehen die Meisterschaften bis auf die "Deutsche". Im ersten Jahr in der U18 konnte allein Alex Körtvelyessy (10c) einen 5. Platz auf der Bayerischen ergattern. Auf der Süddeutschen muss er sich aber bereits chancenlos aus dem Turnier verabschieden. Im Jahr darauf erreicht David Kuttalek (bayerischer und süddeutscher Vizemeister aus der U15) nach dem Titel des Ober- und des Südbayerischen Meisters ebenfalls einen 5. Platz auf der Bayerischen; der 7. Platz auf der Süddeutschen war aber dann zu wenig für eine Qualifikation auf die Deutsche Meisterschaft.

Doch heuer wollen sie es alle besser machen! Dabei ist ein gebrochener Fingernagel bereits eine Verletzung wegen der ein Jahr hartes Training unbelohnt bleiben kann. Ein eingewachsener Zehennagel nagt an der Standfestigkeit. Wer nicht 100% und mehr geben kann, hat hier nichts mehr verloren. Anthea Pauli (10c) muss so verletzt, die Teilnahme absagen. David Kuttalek hingegen, bekommt als Bayerischer Kaderathlet die Chance, eine aus dem letzten Trainingscamp zugezogene Verletzung am großen Zeh auszukurieren. Die Kadertrainer setzen ihn aufgrund seiner andauernd guten Erfolge gleich auf die Landesmeisterschaft. In der Zwischenzeit holt sich am 14.01.2017 Johannes Hörterer (10d) den Titel des Oberbayerischen Meisters und erreicht Bronze eine Woche später auf der Gebietsmeisterschaft. Nur eine Niederlage muss er, gegen den späteren Erstplatzierten Giorgios Aslanidis vom ESV Ingolstadt hinnehmen. Es gilt "Daumen drücken" für unsere Schulkameraden für den weiteren Verlauf!

 

Als Sahnehäubchen im Judo gelten die Mannschaftveranstaltungen. Die Jugendliga, das Einsteigerevent, wo die Mannschaftsmitglieder aus den drei Altersgruppen U12, U15, U18 zusammengestellt werden, ist die beliebteste unter allen. Jeder Sieg bringt hier einen Punkt und zum Schluss wird gegengerechnet. Nachdem der Judo-Club 2015 für das erste Mal seit Bestehen den Meistertitel erringt, muss er sich 2016 im Halbfinale Teisendorf beugen und sich mit dem dritten Platz zufrieden geben.

Im René de Smét-Pokal männlich und beim Bayernpokal weiblich lassen die Bezirke Bayerns und zusätzlich München, ihre aus 20 Kaderathleten aus den Altersklassen der U15, U18 und der U21(die Gewinner und Zweitplatzierten der Bezirksranglisteturniere) bestehenden Mannschaften, gegeneinander antreten. Die Mannschaft der männlichen Judoka, der Lucas Kuttalek (7c) und David Kuttalek (10c) angehören, ist aktuell amtierender Meister. Das Team versetzt Mittelfranken, seit drei Jahren ungeschlagen, mit einem deutlichen Endergebnis von 16:4 auf den 2. Platz. Die Mädchen-Mannschaft, verstärkt durch Anthea Pauli (10c), erreicht einen überzeugenden 3. Platz.

 

Der Judo-Club Achental hat zusammen mit deiner Schule eine Sport-Arbeitsgemeinschaft gegründet. Jeder Schüler darf im Training mitwirken ohne im Verein Mitglied zu sein. Zwar ist auf lange Sicht die Mitgliedschaft anzustreben, aber für den Anfang bist du auf dem Weg ins, im und aus dem Training über die Schule unfallversichert. Das Ziel dieser Vereinigung ist, eine Mannschaft für das größte sportliche Schülerevent "Jugend trainiert für Olympia" zu stellen. Der erfolgreichste Judoka Deutschlands, Ole Bischof, hat seine Karriere auch in diesem Mannschaftswettbewerb begonnen und gewann letztendlich die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2008 in Beijing. Vier Jahre später beendete er seine Karierre nachdem er die Silbermedaille bei den Spielen in London gewann. Seitdem ist er Vizepräsident im DOSB, dem Deutschen Olympischen Sportbund.

 

Sei dabei! Gib dir einen Ruck und trau dich in ein großes Abenteuer!!! Die Trainingszeiten erfährst du unter judo-club-achental.de

 

 

 

29 Kopfrechenwettbewerb 2016

 

Im Anschluss an dem erfolgreichen internen Wettbewerb am LSH-Marquartstein und externen Wettbewerb gegen das Karolinen-Gymnasium in Rosenheim im Juli 2016, entschied sich unser Mathematik-Seminar, von Frau Winter geleitet, im Dezember 2016 einen weiteren Kopfrechenwettbewerb für unsere neue 5. Jahrgangsstufe zu veranstalten.

 

Nach zahlreichen Vorbereitungen und „Challenges“, bei denen sich die Schüler für unseren Kopfrechenwettbewerb qualifizieren konnten, fand der Kopfrechenwettbewerb dann am 20.12.2016 statt. Zum einen traten jeweils die vier besten aus der 5a (Luca B., Felix G., Eva W. und Felicitas B.), aus der 5b (Naomi von S., Tobias K., Oskar P. und Martin P.) und aus der 5c (Paul S., Tobias M., Tim R. und Anton K.) zu einem Einzelwettbewerb an. Zum anderen traten zusätzlich noch jeweils vier weitere Schüler aus jeder Klasse zu einem Gruppenwettbewerb gegeneinander an.

 

In der ersten Runde des Einzelwettbewerbs bekamen alle Kandidaten ein Blatt mit 40 Aufgaben, die sie ohne Nebenrechnungen zu lösen versuchten. Die sechs Schüler, die am meisten Aufgaben richtig bearbeitet hatten, kamen in die zweite Runde. In der nächsten Runde traten die sechs Schüler Naomi von S., Tobias M., Tim R., Anton K., Martin P. und Luca B. zum Halbfinale an, bei dem jedem einzelnen Schüler nacheinander eine Aufgabe gestellt wurde. Die ersten beiden, die zwei Aufgaben richtig beantworten konnten, Luca B. und Martin P., standen dann im Finale. Tobias M. (5c) ergatterte sich in der zweiten Runde noch den dritten Platz. Die finale Runde war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Luca B. (5a) und Martin P. (5b), denn die Kandidaten beantworteten so viele Aufgaben richtig bis es in einem „Stechen“ endete, bei dem sich Luca B. als Gewinner durchsetzte. Herzlichen Glückwunsch!

 

Beim Gruppenwettbewerb bekamen die Klassen-Teams nacheinander Kettenaufgaben gestellt, die sie im Kopf ausrechnen mussten. Nach zwei Fehlern schied die Gruppe der 5a als erstes aus. Darauf folgte dann schon das Finale, beidem das Team der 5b und der 5c knifflige Textaufgaben in ihrer Gruppe gemeinsam lösen sollten. Die Gruppe die als erstes drei Aufgaben richtig beantwortet, würde gewinnen. Zuerst legte die 5b mit zwei richtigen Antworten vor, jedoch gab das Team der 5c die Hoffnung zum Sieg nicht auf! Daraufhin holte die 5c mit zwei richtigen Antworten auf und dies  bedeutete, wer die nächste Aufgabe richtig löste, gewinnt den Gruppenwettbewerb. Zum Schluss erzielte die 5c den dritten Punkt und damit auch den Siegerplatz.

 

Am Ende unseres Wettbewerbes konnten sich die Sieger jeweils einen von vielen Preisen, wie zum Beispiel Spielsachen, Gutscheine, Mützen oder Handschuhe, aussuchen. Auch die anderen Teilnehmer bekamen Kartenspiele, USB-Sticks und Kugelschreiber für ihre Teilnahme am Kopfrechenwettbewerb 2016.

 

 
 


Rebecca Nolan

29 Erfolge unserer Wintersportler

Training macht sich bezahlt!

Endlich wieder ein richtiger Winter!!! Die Skimodellschüler des LSH und ihr Betreuer PZW-Koordinator Stefan Kühnel nutzten die gute Schneelage und konnten diese Saison das erste Schneetraining schon im Dezember ansetzten und auch im neuen Jahr regelmäßig fortsetzen. Denn Beginn machte die Trainingsgruppe mit einer Alpineinheit auf der Steinplatte. Im Januartraining lag der Schwerpunkt auf Langlaufeinheiten, die auf der nahegelegenen Marquartsteiner Loipe absolviert wurden. Die Kooperation in Form einer SAG zwischen LSH und TSV Marquartstein hat sich hierbei ausgezahlt. So hat Jugendtrainer Joschi Althammer die Trainingsgruppe tatkräftig unterstützt und die Einheiten durch seine Ideen und Übungen bereichert. Schüler und Betreuer hoffen auf weiterhin gute Wintersportbedingungen, so dass noch viele erfolgreiche Trainingseinheiten auf Schnee absolviert werden können.

Langläufer des LSH Marquartstein mit Podestplätzen beim Bezirksentscheid in Sachrang

Beim diesjährigen Bezirksentscheid der Skilangläufer am 18.01.2017 in Sachrang ist das LSH Marquartstein mit drei Mannschaften und insgesamt 16 Schülerinnen und Schülern an den Start gegangen. Bei bitterkalten, aber ansonsten top Bedingungen hatten die Schüler einen anspruchsvollen 2km Rundparkour mit einigen Anstiegen und engen Kurven im Anschluss an Abfahrten zu absolvieren.

Die jüngeren Schüler starteten in der Wettkampfklasse IV mit einer gemischten Mannschaft und konnten in der Besetzung Miriam Netzer, Julia Aberger, Trine Göpfer, Linus Huber, Stefan Mühlauer und Maxi Fischer eine  starken dritten Platz erreichen. Um knappe 19 Sekunden in der Mannschaftswertung verpasste das Team den 2. Platz, der die Qualifikation zum Landesfinale bedeutet hätte.

Die Schüler der Jahrgänge 2002-2005 der Wettkampfklasse III, konnten durch den Silberplatz in der Teamwertung den Sprung zum Landesfinale perfekt machen. Die Mannschaft mit Kilian Bauer, Silvio Riehl, Valentin Althammer, Vitus Heigenhauser und Paul Wittmann mussten sich nur von der Konkurrenz des Gymnasiums aus Tölz geschlagen geben. Beide Teams werden Oberbayern beim Landesfinale in Fichtelberg 30.01.-01.02. vertreten.

Die Schülerinnen der Wettkampfklasse III mussten ersatzgeschwächt an den Start gehen und sind mit der Besetzung Sonja Butz, Amelie Szesnat, Anna Wörndl, Josefine Fembacher und Svenja Sonntag auf dem 8. Platz gelandet.

Die Schüler um Mannschaftsbetreuer Stefan Kühnel konnten wieder auf die tatkräftige Unterstützung durch einige Eltern bei der Athletenbetreuung und als Serviceteam bauen. Ein Besonderer Dank geht an unsere Wachsmänner Joschi Althammer und Roland Netzer, die den Skiern vor Ort noch den entscheidenden Speed verleiten. 

 

17 Viel Applaus beim Weihnachtskonzert

Ein fröhliches Weihnachtskonzert in ungezwungener Atmosphäre fand mit Schülern aus allen Jahrgangsstufen im voll besetzten Festsaal des Staatlichen Landschulheims statt. Sowohl was die Musik betrifft als auch die wechselnden Gruppen und Solisten wurde ein buntes, abwechslungsreiches Programm mit traditionellen Stücken aus vergangenen Jahrhunderten, ebenso wie mit vielen modernen Weisen geboten. Organisiert und geleitet wurde das Konzert von den Musiklehrern der Schule Astrid Zeitz und Michael Hiemke, sowie den Instrumentallehrerinnen Corinna Halder und Sabine Weiskirchner. Der Chor gab traditionelle Lieder zum Besten wie „Gloria in excelsis deo“ oder den Andachtsjodler ebenso wie mitreißende englische Songs wie „Caravan of Love“. Mit jazzigen Stücken, zum Beispiel „A Chili Pepper Christmas“, erfreute die Bigband auf ihren Blasinstrumenten ebenso wie die Leistungen von Streicherensemble und Querflötenensemble. Dazwischen spielte ein Kammermusikquartett mit den Musiklehrern und Lilly Pavlak auf der Violine den ersten Satz aus Mozarts „Kleine Nachtmusik“.

Hohes Niveau beim Musizieren bewiesen auch die Solisten bei ihren Auftritten, so Jugend musiziert-Preisträgerin Annabell Vacano auf der Violine mit einer Fantasie von Georg Philipp Telemann wie auch Marie Hauzel am Klavier, die die ungarische Rhapsodie Nr. 15 von Franz Liszt kraftvoll und ausdrucksstark interpretierte. Hauzel studiert seit diesem Schuljahr neben der Schule an der Musikhochschule Mozarteum in Salzburg und gibt bereits Klavierkonzerte in der ganzen Welt.

Große Heiterkeit löste das Vokalensemble mit der musikalischen Interpretation des Videofilms „Grandma got run over by a reindeer“ aus, der gleichzeitig auf einer großen Leinwand gezeigt wurde. Zum krönenden Abschluss traten nochmal der Chor und die Bigband mit dem mitreißenden Stück „Mary`s Boychild“ auf. Insgesamt war es ein gelungenes Weihnachtskonzert, das vom Publikum mit lange anhaltendem Applaus  belohnt und reichlichen Spenden belohnt wurde.(Bericht und Foto: Christiane Giesen)

10 Die Pläne der Schülersprecher

Fabian Watzl (Q11), Maja Glauner und Paulina Peterhardt (beide 10. Klasse) wurden im Schuljahr 2016/17 als Schülersprecher gewählt. Fabian beantwortete stellvertretend für das gesamte Trio einige Fragen:

War es schon immer dein Wunsch, Schülersprecher zu werden?Fabian: Das hat sich so entwickelt: angefangen habe ich als Tutor und bin dadurch auf den Geschmack gekommen, mich für die Schulgemeinschaft zu engagieren. Deshalb habe ich mich in diesem Jahr wieder zur Wahl gestellt, nachdem ich das Amt als Schülersprecher schon letztes Jahr inne hatte.

Hast du dich über die Wiederwahl gefreut?Fabian: Natürlich! Es zeigt doch, dass mich viele Leute für befähigt halten und das ist ein großes Kompliment.

Welche Pläne habt ihr für das Schuljahr 2016/17?Das wird sich zeigen, es soll ja auch eine Überraschung werden. Allerdings versuchen wir für jede Klassenstufe Feste, Fahrten und Vorträge zu organisieren. Am Ende des Jahres wissen wir mehr.

Was gefällt dir am LSH Marquartstein?Das Schulgelände! Es ist einfach schön, an einer Schule zu sein, die nicht nur aus Beton besteht. Außerdem schätze ich die verhältnismäßig kleine Schulgemeinde. Schüler und Lehrer haben hier meist ein gutes Verhältnis zueinander.

Welche Dinge würdest du an unserer Schule gerne verändern bzw. verbessern?Auch wenn etwas gut funktioniert, kann man immer noch etwas verbessern. Das gilt zum Beispiel für Feste wie auch für das Mit- und Untereinander an der Schule.

Das Foto zeigt die drei Schülersprecher:

 

Dezember 2016

17 Lesewettbewerb

Am 25. 11. fand im Festsaal des LSH der diesjährige Lesewettbewerb statt. Wie in jedem Jahr waren die Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufen aller Schulen in Deutschland aufgerufen, die oder den besten Leser zu suche.

Aus jeder unserer 6. Klassen wurden im Unterricht zwei Kandidaten ausgewählt. Diese acht saßen nun am Freitag in der 5. und 6. Stunde auf der Bühne im Festsaal, ihre Klassenkameraden bildeten das Publikum. Die Jury bestand nicht nur aus den vier Deutschlehrern dieser Klassen, unterstützt wurden sie in diesem Schuljahr durch sechs Tutoren, die sich sehr engagiert beteiligten.

Zuerst wurde ein Text gelesen, den  jeder Teilnehmer vorbereitet hatte. "Die 13 1/2 Leben des Käptn Blaubär" waren dann der unbekannte Text, aus dem jeder der acht Teilnehmer einen Abschnitt vorlesen durfte.

Die Entscheidung fiel nicht leicht, aber am Ende waren sich alle einig: Sophia Wössner aus der 6b wird die Schule beim Kreisentscheid in Traunstein vertreten. Ihr dazu viel Glück und allen Teilnehmern herzlichen Dank für das Engagement. Dank auch noch an die Buchhandlung Mengedoht aus Marquartstein, die für die ersten drei Sieger Buchgutscheine als Preise zur Verfügung stellte.

Herr OStD Pschorn überreichte der Siegerin anschließend die Urkunde und gratulierte im Namen der Schule recht herzlich (vgl. Foto).

 

09 Ein farbenprächtiges Wandrelief aus Keramik

Ein großartiges, phantasievolles Wandrelief aus  Keramik schmückt seit kurzem das Untergeschoß des Staatlichen Landschulheims Marquartstein. Passend zu den hier untergebrachten Fachräumen für Erdkunde und Biologie haben die Schüler von zwei Projektseminaren im Fach Keramik in den letzten beiden Jahren ein Wandbild zum Thema „Evolution“ entworfen und keramisch modelliert. Unter Leitung der akademischen Bildhauerin Majlis Dobel wurde die Evolutionsgeschichte der Menschheit vom Einzeller bis zur modernen Zivilisation dargestellt. Inmitten der Bildkomposition von vier auf zweieinhalb Metern strahlt die Sonne, um die herum sich zu Wasser und zu Land die Lebewesen entwickeln. Es gibt eine Unmenge auch humorvoller Anspielungen zu entdecken, die verschiedene Interpretationen zulassen. Der Baum der Erkenntnis mit Schlange und roten Äpfeln scheint aus den Tiefen des Meeres zu erwachsen und wird von einem Specht durchbohrt. Während auf einer Seite ein Löwe neugierig um die Ecke spitzt, erheben sich auf der anderen Seite Wolkenkratzer und Funktürme am bedrohlich roten Himmel über der Stadt.

Bei der fröhlichen Vernissage anlässlich der Fertigstellung des Wandreliefs freute sich Schulleiter Gerhard Pschorn über das gelungene Kunstwerk, das auf außergewöhnliche Weise die Schule verschönert. Ein Höhepunkt der Vernissage war es, als Anna Steil, eine Teilnehmerin des P-Seminars, auf einer selbst getöpferten E-Geige ein Stück spielte – höchstwahrscheinlich ist es die einzige, spielbare E-Geige der Welt aus Ton.   

                      Text und  Foto: Giesen

November 2016

27 Sophie Lechner zur Saisonvorbereitung in der Langlaufnation Norwegen

Die ambitionierte Skimodellschülerin Sophie Lechner, die die 10. Klasse des Landschulheims Marquartstein besucht, befindet sich momentan zur Saisonvorbereitung und zum sportlichen Austausch auf einem sechswöchigen Aufenthalt an dem norwegischen Sportgymnasium in Geilo. Norwegen ist zurzeit die  dominierende Nation in Sophies Sportart Skilanglauf und traditionell ein Mekka der nordischen Disziplinen. Der auf private Initiative zustande gekommene Aufenthalt ist somit eine einmalige Gelegenheit, die norwegische Nachwuchsförderung aktiv mitzuerleben. Um den Aufenthalt von schulischer Seite zu ermöglichen, bekommt die erfolgreiche  Skimodellschülerin hierzu die nötige Unterstützung unserer Schule.

Nach einem einwöchigen Trainingslager, schildert Sophie ihre Eindrücke des Trainings- und Schulalltags:

Es klappt alles sehr gut, alle sind sehr nett und das Training macht sehr viel Spaß.

Der normale Tag unter der Woche startet mit einer zwei bis dreistündigen Trainingseinheit um 8:30 Uhr, danach sind ca. zwei Stunden frei, in denen die Schüler nach Hause gehen können um zu essen und sich für die Schule fertig zu machen. An den Tagen an denen schon am Morgen eine Einheit stattfindet beginnt der Unterricht um 11:45 und geht bis um 14:50 Uhr. Nachdem man von der Schule nach Hause kommt wird meistens gegessen und erst einmal entspannt. Für den Rest des Tages gibt es verschiedene Möglichkeiten, meistens schließt man den Tag aber damit ab, dass man doch nochmal raus geht um zu trainieren  oder man trifft sich mit Freunden um zusammen Tacos oder Waffeln zu essen. (Bericht Sophie Lechner)

Die Schulgemeinschaft des LSH Marquartstein wünscht Sophie weiterhin einen erfolgreichen und spannenden Aufenthalt in Norwegen!

23 Tödliches Alpenglühen

Der Knecht Franz wurde auf dem Hof des Großbauern und Bürgermeisters Alois Huber brutal mit einer Axt erschlagen. Wer war der Mörder und welches Motiv hatte er? War es eine Beziehungstat oder hatte einer der Verdächtigen ein anderes Motiv? Wie wäre es mit Ludmilla Huber, der blutjungen und bildhübschen Frau des Bürgermeisters, die vor ihrer Ehe in einer Table-dance-Bar von Ludwig Huber, dem Bruder ihres Mannes, gearbeitet hat. Oder was ist mit Xaver Huber, dem nichtsnutzigen Sohn Alois Hubers, der zu nichts zu gebrauchen ist und sich seinen großzügigen Lebensstil von seinem Vater finanzieren lässt. Und wer hatte überhaupt - abgesehen von der Magd Resi - ein glaubwürdiges Alibi?

Fragen über Fragen, denen das W-Seminar „Krimi“ während eines Dreigangmenues nachging. Es wurde engagiert nachgefragt, diskutiert, insistiert und immer wieder sah sich ein anderer Verdächtiger durch die Fragen seiner Mitspieler in die Enge getrieben, bis schließlich der „der oide Sepp“ als der wahre Mörder entlarvt war. Zusätzliche Unterstützung erhielten wird durch den Kommissar Angermeier, der uns immer wieder mit neuen Hinweisen weitere Tipps gab.

Für alle, die Krimis nicht nur gerne lesen, sondern auch erleben, ist ein Krimi-Dinner eine unterhaltsame und spannende Art dies zu tun!

 

Bericht: Katharina Wagner

 

08 Literarische Arbeiten der 5b

Die ersten Wochen an der neuen Schule sind gut überstanden. Schüler und Lehrer haben sich schon kennengelernt und gemeinsam viel gelernt. Aber nicht nur „trockene“ Grammatik und Aufsatzschreiben standen im Deutschunterricht von Katharina Wagner und ihrer 5b auf der Tagesordnung. Der Herbst lud die Klasse ein, bekannte Herbstgedichte zu besprechen und selbst als Dichter tätig zu werden! Hier ist eine kleine Leseprobe ..... und mehr gibt es im Klassenzimmer der 5b!

 

Ich bin die Biene. Kinder, ich bin am Ende.

Und ich sammelte im vergangenen Jahr Pollen immer mehr

All den Honig stellte ich her.

Bitte um eine kleine Spende.

Biene, komm nur her!

Biene, hier gibt es ein paar Blumen mehr!

Und besten Dank für die Arbeit!

(von Martin Pletschacher, Maximilian Schwabl und Stefan Mühlauer)

 

 

Ich bin die Spinne. Kinder ich bin am Ende.

Ich spann die Netze groß und fein,

Und die Mücken flogen ins Netz hinein.

Bitte um eine kleine Spende.

Spinne komm nur her!

Spinne, Mücken gibt`s hier noch mehr!

Und besten Dank für die Arbeit!

(von Luzia Tiefenböck und Leni Langner)

02 Kleine Dinge – große Wirkung

 

Ausstellung zur Mikroskopie am LSH Marquartstein

Am 10.10.2016 begrüßten die elf Teilnehmer des P-Seminars Biologie  zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Spahn die anwesenden Gäste mit einem Sektempfang zu ihrer Fotoausstellung. Präsentiert wurden selbst angefertigte Fotografien von ausgewählten Präparaten, gedruckt auf feinem Alu-Dibond. Diese Präparate  reichten von Alltagsgegenständen wie Natrium-Chlorid, auch bekannt als Kochsalz, bis hin zu Naturgegenständen wie Federn, Blumen oder kleinen Tierchen. Das Seminar versuchte somit die Besucher der Ausstellung ein wenig in ihre selbst erschaffene Welt des Mikroskopierens einzuführen und Ihnen somit zu zeigen, dass auch sehr kleine Dinge einen großen Eindruck hinterlassen können.

An dieser Stelle möchten wir uns gerne bei unseren Sponsoren, nämlich der VR Bank Marquartstein, dem Bund der Altmarquartsteiner, Regine Käuffer und der Buchhandlung Mengedoth für die Finanzierung, bei unserer Lehrerin für ihre ständige und tatkräftige Unterstützung und bei allen Besuchern für ihr Interesse bedanken.

Artikel von Vanessa Lund Q12

02 Sicherheit getestet

Im Oktober 2016 fand in den Internatsgebäuden eine groß angelegte Feuerwehrübung statt, bei der unter Einsatz von künstlichem Rauch überprüft werden sollte, ob Schüler auch aus den oberen Etagen in kurzer Zeit evakuiert werden können. Es ist alles gut gegangen, so dass sich Schüler, Lehrer und Erzieher weiterhin zu Recht in Sicherheit wiegen können.

Oktober 2016

17 Kleine Dinge – große Wirkung

Ausstellung zur Mikroskopie am LSH Marquartstein

Am 10.10.2016 begrüßten die elf Teilnehmer des P-Seminars Biologie  zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Spahn die anwesenden Gäste mit einem Sektempfang zu ihrer Fotoausstellung. Präsentiert wurden selbst angefertigte Fotografien von ausgewählten Präparaten, gedruckt auf feinem Alu-Dibond. Diese Präparate  reichten von Alltagsgegenständen wie Natrium-Chlorid, auch bekannt als Kochsalz, bis hin zu Naturgegenständen wie Federn, Blumen oder kleinen Tierchen. Das Seminar versuchte somit die Besucher der Ausstellung ein wenig in ihre selbst erschaffene Welt des Mikroskopierens einzuführen und Ihnen somit zu zeigen, dass auch sehr kleine Dinge einen großen Eindruck hinterlassen können.

An dieser Stelle möchten wir uns gerne bei unseren Sponsoren, nämlich der VR Bank Marquartstein, dem Bund der Altmarquartsteiner, Regine Käuffer und der Buchhandlung Mengedoth für die Finanzierung, bei unserer Lehrerin für ihre ständige und tatkräftige Unterstützung und bei allen Besuchern für ihr Interesse bedanken.

Artikel von Vanessa Lund Q12

 

 

13 Beginn des Skimodelltrainings

 

Neu: Wahlfach „Schulmannschaft Skilanglauf“

Das Skimodelltraining am Mittwochnachmittag, das für unsere ambitionierten Wintersportler angeboten wird, hat wieder begonnen. Aufgrund der guten Witterung konnten wir die Saison (das Schuljahr) mit zwei Mountainbike-Einheiten beginnen. Unsere vier neuen PZW-Kids wurden dabei gut von den „alten Hasen“ aufgenommen und zeigten schon in den ersten Einheiten ihren sportlichen Ehrgeiz. Den Kern der Trainingsgruppe bilden Schüler/-innen, die Teilnehmer im Projekt „Partnerzentrum des Wintersports“, kurz PZW-Schüler sind.

Zudem können ambitionierte Wintersportler, die für die Schulmannschaften Ski-Alpin oder Skilanglauf starten, an dem Training teilnehmen. Da noch Platz für ein paar weitere Schüler/-innen in der Trainingsgruppe besteht und auch noch nicht alle Meldeplätze für die Schulmannschaften ausgenutzt sind, sollen sich interessierte Schüler bei Herrn Kühnel, PZW-Koordinator und Betreuer der Wintersportmannschaften, melden.

Neu ist ab diesem Schuljahr eine Sportarbeitsgemeinschaft (SAG) mit der Langlaufabteilung des TSV Marquartstein. Diese ermöglicht Schülern, die die Grundlagen der Skatingtechnik beherrschen und in das Langlaufen als Wettkampfsport hineinschnuppern möchten, im Wahlfach „Schulteam Skilanglauf“ teilzunehmen. Neben dem Training in der Trainingsgruppe des Skimodells, die im Winter ein Schneetraining (Skating) mittwochs 13:30-15:00Uhr absolviert, besteht die Möglichkeit, freitags 15:00-17:00 Uhr am Training von Joschi Althammer (C Trainer Ski-Nordic des TSV M´Stein) teilzunehmen. Formlose, schriftliche Bewerbungen mit Name, Klasse, Jahrgang und Selbsteinschätzung (zur Skatingtechnik) können bis zu den Herbstferien bei Herrn Kühnel eingereicht werden.

13 David Kuttaleks Erfolge im Judo

Erster Danträger aus eigenem Nachwuchs

 

Seit Jahren nun organisiert der Bayerische Judoverband im Sport- und Feriencamp des BLSV in Inzell ein einwöchiges Trainingscamp, was der Vorbereitung seiner Teilnehmer zur Danprüfung dient. Heuer konnte der Judo-Club Achental zum allerersten Mal einen Anwärter schicken. Zusammen mit seinem Uke und Trainingspartner Johannes Hörterer aus der Klasse 10 d genoss David Kuttalek (10 c) unter der Leitung von Jugendreferent Jochen Heruth und Referentin Gaby Nürnberger eine anstrengende, aber sehr lehrreiche Woche. Bis zu zehn Stunden am Tag wurde gerackert und trainiert, um den insgesamt 18 hauptsächlich aus Kaderathleten bestehendem Team, nach der langen Vorbereitung im Verein noch den letzten Feinschliff zu geben.
Der Wechsel vom braunen Gürtel zum 1. Dan, dem Meistergrad, ist enorm. Hat man bis dahin in den Gürtelprüfungen nur Teile des gesamten Judoprogramms vorführen müssen, waren jetzt alle Techniken gefragt, aber auch anderes war gefragt: Methodik und technisch-taktische Gedanken zu Wurftechniken, Erarbeiten von Wurfsituationen, sowie Kontertechniken, Wurfverkettungen und Übergänge vom Stand in den Boden waren zu erläutern. In der Bodenarbeit waren insgesamt 19 Aktionen vorzuführen, darunter Hebel-, Würge- und Haltegrifftechniken sowie das Entwerfen von Situationen und das Verteidigungsverhalten gegen diese Formen des Angriffes. Dazu die "Nage-No-Kata", eine abgesprochene Abfolge von 15 Wurftechniken zu beiden Seiten, zum Studium der einzelnen Phasen einer Technik. Alles in allem, eine viereinhalbstündige Prüfung für die vier Prüflinge in der einen von zwei Gruppen des ersten Prüfungstages.
Den Vorsitz der aus drei Prüfern bestehenden Kommission hatte kein Geringerer als der Prüfungsreferent im Bayerischen Judoverband, Sven Keidl. Zusammen mit seinen Kollegen Jochen Hauke und Stefan Goldammer attestierten sie den Prüflingen eine gelungene Vorstellung. Alle konnten mit einer anständigen Leistung überzeugen und bestanden die Prüfung.
Am zweiten Tag legte auch Johannes Hörterer zusammen mit weiteren 9 Dan-Anwärtern, in zwei Gruppen aufgeteilt, seine Prüfung zum 2. Kyu - dem blauen Gürtel - ab. Neben einer Gruppe aus der "Nage-No-Kata", waren 4 Wurftechniken, 3 davon aus 2 unterschiedlichen Situationen, zu werfen. Das Augenmerk lag aber auf dieser Stufe hauptsächlich auf das vielseitige Erlernen der Würgetechniken - deren Wirkungsweise und Funktion sollten dabei schlüssig erläutert werden. Keine große Aufgabe für den sehr gut vorbereiteten "Jojo", der alles mit Leichtigkeit und routiniert vorführen konnte.
Zum Ende des Tages bekamen die Prüflinge mitgeteilt, dass auch sie ihr Examen bestanden haben. Die langjährige, kontinuierlich harte Arbeit hatte sich also gelohnt.

 

Speziell für Gymnasialschüler haben die Verantwortlichen im Judo-Club Achental ein Trainingskonzept erarbeitet, was ihnen ermöglichen soll, noch vor dem Abitur den schwarzen Gürtel (1.Dan) zu erlangen. Erste Voraussetzung dafür ist, dass Schüler aus spätestens der 7. Jahrgangsstufe das Training aufnehmen. Zwar ist es möglich auch später einzusteigen, denn Judo kann man bis ins hohe Alter hinein betreiben, nur lässt sich die Danprüfung zeitlich bis zum Abitur nicht mehr einbringen.

Judo ist eine sehr komplizierte Sportart, die dem Treibenden sehr viel abverlangt. Man spricht auch vom "Ausdenken" im Bezug zum Sieg im Randori - dem Trainingskampf. Es gilt, nicht mit aller Kraft sein Gegenüber auf dem Rücken zu legen, sondern ihn durch Finten und Kombinieren von unterschiedlichen Techniken auszutricksen.

Durchhaltevermögen ist nur eine der vielen Voraussetzungen, die notwendig sind, wenn man als Judoka erfolgreich sein will. Denn der Weg zum Erfolg ist lang. Wer Ambitionen in Richtung Wettkampf und Turniere entwickelt, muss im Vorfeld mindestens ein Jahr lang trainiert haben. Nicht nur die Fallschule muss im Traum beherrscht werden, auch das Muskelkorsett muss stramm aufgebaut werden, um Verletzungen vorzubeugen. Mit Erreichen des orangenen Gürtels, gilt man erst als fortgeschrittener Anfänger. Und das nach zwei Jahren Training!

Keine andere Sportart ist so anstrengend wie Judo und verlangt dem Praktizierenden konditionell das Letzte aus sich "herauszukitzeln". Unser Training ist darauf ausgerichtet! Durch die Vielfältigkeit im Training, sind unsere Sportler sehr vielseitig. Sie finden sich in allen anderen Sportarten sehr schnell zurecht. Vor allem für Ballsportarten ist Judo, wegen der exzellenten Koordinationsschulung, ein sehr guter Wegvorbereiter. FC Bayerns bester Stürmer, Robert Lewandowski, hat seine Sportlerkarriere auch als Judoka angefangen. Erst als hier der Erfolg ausblieb, hat er zum Fußball gewechselt, wo es ihm nach der guten Ausbildung ein Leichtes war, erfolgreich zu werden.

Komm ins Training! Nähere Infos findest du unter www.judo-club-achental.de oder auf Facebook unter "Judo-Club Achental".

 

 

13 Schulbustraining

Schulbustraining für die Fünftklässler von Realschule und Gymnasium in Marquartstein

 

Ein Schulbustraining für fast 180 Schüler der Achental-Realschule und des Staatlichen Landschulheims in Marquartstein führte der Regionalverkehr Oberbayern (RVO) und die Polzeiinspektion Grassau durch. Christian Obinger vom Busunternehmen und Polzeioberkommissar Siegfried Weidacher erklärten nach Klassen getrennt den jeweils drei fünften Klassen an beiden Schulen, wie sie sich sicher an der Bushaltestelle und im Bus verhalten. Besonderen Wert legten sie auf geordnetes Ein- und Aussteigen ohne zu drängeln und das Festhalten beim Fahren. Ein weiterer Schwerpunkt war der gefährliche „tote Winkel“ des Fahrers, der beim Schulbus so groß ist, dass sich eine ganze Klasse darin „verstecken“ könnte.

Auf dem Fahrersitz konnte sich jeder Schüler selbst davon überzeugen. Um das enorme Gewicht des Busses zu demonstrieren, rollte er zum Abschluss noch über einen  gefüllten Wasserkanister aus Plastik, der zur großen Gaudi der Schüler natürlich platzte. Lehrer, die Männer von Polizei und RVO appellierten am Ende eindringlich an die Schüler, das Gelernte auch zu beherzigen, um Unfälle zu vermeiden. Unser Foto zeigt eine fünfte Klasse auf dem Gelände des Staatlichen Landschulheims.   gi

04 Un ano lejos

Peter Widmer, der im Juni 2016 am Staatlichen Landschulheim Marquartstein Abitur gemacht hat, absolviert ein Freiwilligenjahr in Ecuador. Seine ersten Eindrücke sind in diesem Bericht nachzulesen. Peter freut sich sicherlich aber auch über tüchtige Leser auf seinem Blog:

https://aufdersuchenachfreiheitmeinjahrinecuador.wordpress.com/

 

Las primeras actividades

 

 

Hallo alle zusammen,

 

Ich schreibe heute ausnahmsweise mal auf spanisch, die deutsche (Google) Übersetzung befindet sich unter dem spanischen Beitrag

 

Me decidí escribir este contribución en espanol, porque en los últimos días hablé más aleman que espanol. Eso es porque siempre estoy con otros voluntariados y casi no hay un tiempo en donde solo me encuentra con ecuadorianos.  Creo que esto no se cambiará y por eso tengo que esforzarme buscar más el contacto con ecuadorianos para que pueda tener más conversaciones y practicar el idioma.

 

En los últimos fines de semana hicimos algo con los voluntariados de Ambato. Primero nos visitaron aquí en Riobamba y el sábado les mostramos nuestra ciudad, cantamos Karaoke con una amiga ecuadoriana y al fin salimos en una discoteka para bailar un poco. Después los cuatro de Ambato pudieron dormir en la casa de Hanna y mi porque es muy grande. Al día siguiente nos decidímos ir al lago de Colta, circa 1 hora de Riobamba. Aca descansamos en el sol muy fuerte, lamentablemente no pudimos bañarnos. Pero ubo una cancha de Volley y por eso jugamos un poco. Después tuvimos la oportunidad de comer cuy, una comida típica pero también muy cara en Ecuador, unos 15$ cada cuy, que tiene la grandeza de una rata. Pero estuvo muy bueno y rico y quiero comerlo otra vez! Después nos fuimos atrás a casa, y aca nos esperó otra comida, pollo, y por el cuy casi no tuvimos hambre, pero esto no fue una problema porque la comida de nuestra mama de aquí siempre es muy rico. Creo que me he acostumbrado de la comida aquí en Ecuador y siempre me alegro si es tiempo para comer, en mi trabajo o en casa.

 

En la semana siguiente tuve que trabajar, y para ir al trabajo me compré una bici de 50$ ...

So hier nun die deutsche Übersetzung!

 

Ich beschloss, diesen Beitrag auf Spanisch zu schreiben, denn in den letzten Tagen habe ich mehr Spanisch als Deutsch gesprochen. Das ist, weil ich immer mit anderen Freiwilligen zusammen bin und es gibt kaum eine Zeit, wo man mich mit Ecuadorianern alleine findet. Ich denke, das wird sich nicht ändern und so muss mich mehr Kontakt mit ecuadorianischen Menschen erzwingen, so dass ich mehr ins Gespräch kommen kann und um die Sprache zu üben.

 

In den letzten Wochenenden haben wir etwas mit den Freiwilligen von Ambato unternommen. Zuerst besuchten sie uns hier in Riobamba und am Samstag zeigten wir ihnen unsere Stadt, haben Karaoke bei einer ecuadorianischen Freundin gesungen und schließlich in eine discoteka gegenagen, um ein wenig zu tanzen. Die vier von Ambato konnten schließlich im Haus von Hanna und mir schlafen weil es ist sehr groß. Am nächsten Tag haben wir beschlossen, nach Lake Colta zu gehen, circa 1 Stunde von Riobamba. Dort lagen wir dann in der sehr heißen Sonne, leider konnten wir nicht schwimmen. Aber es gab ein Volleyballfeld  und so konnten wir ein wenig spielen. Dann hatten wir die Möglichkeit, cuy zu essen, eine typische Mahlzeit, aber auch sehr teuer in Ecuador, etwa 15 $ je Cuy, die die Größe einer Ratte hat. Aber es war sehr gut und reichhaltig, und ich will es wieder essen! Dann gingen wir zurück nach Hause, und hier erwarteten wir eine weitere Mahlzeit, Huhn, und hatten kaum wegen dem cuy hungrig, aber das war kein Problem, weil das Essen unserer Gastmutter immer sehr lecker ist. Ich glaube, ich habe mich in Ecuador an das Essen hier gewöhnt und immer froh, wenn es Zeit ist, bei der Arbeit zu essen oder zu Hause.

In der nächsten Woche hatte ich zu arbeiten und habe mir dazu für 50$ ein Fahrrad gekauft...

 

September 2016

18 Transalp mit dem Mountainbike 2016


Nach einem knappen Jahr Vorbereitung, Planung, Organisation und Training starteten wir am 09.Juli 2016 unseren Alpencross, welcher in Marquartstein beginnen und am Gardasee in Riva enden sollte. Also stiegen alle 14 Teilnehner der elften Jahrgangsstufe und zwei begleitende Lehrkräfte an diesem bewölkten Samstagmorgen in den Sattel und wir brachen zu unserem Abenteuer auf. Der erste Tag bestand aus circa 100km in der Ebene, doch schon am nächsten Tag erwartete uns der Alpenhauptkamm, welcher uns bei über 30 Grad Hitze und Sonnenschein ganz schön zu schaffen machte. Oben angekommen wurden wir aber mit einer gigantischen Bergkulisse belohnt und verbrachten die folgende Nacht auch auf dem Pfitscher Joch Haus am Gipfel. Die nächsten Tage wurden nicht weniger anspruchsvoll. Im
Gegenteil: Am 2094m hohen Jaufenpass erwarteten uns erneut hohe Temperaturen, eine herabbrennende Sonne und eine steil ansteigende Straße. Doch alle Teilnehmer kamen freudestrahlend an der Passhöhe an. Nun ging es nach Meran. Ab hier kam es zu einem Wetterumschwung, sodass wir am vierten Tag den Gampenpass bei Regenschauern überqueren mussten. Aufgrund der immer schlechter werdenden Wetterbedingungen mussten wir unsere Tour um einen Tag erweitern, da eine sichere Überquerung der nachfolgenden Pässe bei derartigem Starkregen nicht möglich gewesen wäre. Damit wir aber auch diesen „Puffertag“ nutzen konnten, machten wir einen Abstecher in das atemberaubende Skigebiet Madonna di Campiglio, wo wir auf einer italienischen Hütte nächtigten. Am nächsten Morgen klarte der Himmel über uns auf und wir konnten nun endlich an Tag sechs den schönen Bärenpass überqueren. Unterwegs kamen wir unter anderem an einem sehenswerten Wasserfall und einem eiskalten Gebirgssee vorbei. Die letzte Übernachtung stand bevor. Noch einmal Zelte auf und abbauen und jeder fieberte schon unserem Ziel entgegen. Die Sonne zeigte sich schon, als unsere Gruppe um 5:30Uhr aufstand, Alles zusammenpackte und wir uns auf den Weg zur Königsetappe der Tour machten: Dem Tremalzo. Nachdem wir auch die letzten 2000 Höhenmeter bewältigt hatten, wurden wir erneut belohnt. Der Gardasee lag vor unseren Füßen und das Wetter war herrlich. Nach der letzten Abfahrt hatten wir es geschafft und entspannten das darauffolgende Wochenende in Riva del Garda. Trotz kleinerer Pannen und zahlreichen leichten Stürzen, erreichten alle das Ziel und waren um viele Erlebnisse und Freundschaften reicher geworden. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an alle Sponsoren und Helfer, die
uns dieses gemeinsame Erlebnis ermöglicht haben.  Bericht: Sonja Böltl

16 „Die Musik gehört zu meinem Alltag“

Die 15jährige Marie Sophie Hauzel studiert seit sieben Jahren am Mozarteum in Salzburg Klavier

 

Ein absolutes Ausnahmetalent beim Klavierspielen ist Marie Sophie Hauzel aus Grassau. Mit 15 Jahren ist sie nun die jüngste Bachelor-Studentin am Mozarteum in Salzburg. Sie gibt Klavierkonzerte auf der ganzen Welt und füllt Konzerthallen, zum Beispiel kürzlich bei einer einwöchigen Konzertreise in China, wo sie unter anderem in Peking oder in der Concert Hall von Shenzhen vor 2300 Zuhörern spielte. Konzerte gab sie schon bei den Salzburger Festspielen, bei der Mozartwoche, in Berlin, Hamburg, Stuttgart, München, in Bad Reichenhall oder mit dem Starling Chamber Orchestra in Cincinnati, Ohio, um nur einige zu nennen.

Es ist ein besonderes Erlebnis, Marie Hauzel an ihrem Flügel spielen zu sehen und zu hören: ihre Finger flitzen mit enormer Geschwindigkeit und Präzision über die Tasten, je nach Stück ist der Anschlag zart oder glasklar und hart. Auch die schwierigsten Kompositionen von Rachmaninoff, Chopin oder Bach spielt Marie auswendig. Ihr Gesichtsausdruck zeigt, wie sie hochkonzentriert, völlig versunken in die Musik ist.

Ein wenig scheint Marie ihr Talent in die Wiege gelegt worden zu sein: Ihr Großvater war Konzertmeister in Wiesbaden und beide Eltern spielen mehrere Instrumente. Immer stand ein Klavier im Haus, so dass Marie schon mit vier Jahren gerne spielte und Unterricht bekam. „Ich saß unglaublich gerne am Klavier“, erinnert sie sich.  

Marie Hauzel wurde am 1. Dezember 2000 in Merseburg geboren. Bis zu ihrem achten Lebensjahr lebte sie lange in Spanien in der Nähe von Barcelona, wo ihre Eltern ein Ferienhaus haben. Hier ging sie in die ersten beiden Klassen der Volksschule und hatte daneben Klavierunterricht am Konservatorium in Girona bei der bekannten Musikpädagogin Professor Rosa Masferrer. Marie lernte schnell katalanisch und spanisch, schon weil die Lehrer kein deutsch sprachen. Danach besuchte sie die Volksschule in Grassau und wechselte nach der vierten Klasse auf das Staatliche Landschulheim in Marquartstein, wo sie ab September die 10. Klasse besuchen wird. Neben der Schule wurde die Achtjährige am Leopold Mozart Institut in Salzburg für die Hochbegabtenförderung aufgenommen. Bei der Aufnahmeprüfung musste sie vor elf Professoren eine praktische und theoretische Prüfung ablegen, die sie mit Bravour bestand. Auch ein psychologischer Test gehört dazu, um festzustellen, ob ein Kind stabil genug ist und die hohen Anforderungen auch seelisch verkraftet.

Wie außergewöhnlich erfolgreich Marie Hauzel ist, zeigen schon die vielen nationalen und internationalen Wettbewerbe, die sie gewonnen hat. 2012 war sie zum Beispiel erste Preisträgerin beim Hans von Bülow-Wettbewerb in Meiningen und beim International Balys Dvarionas Wettbewerb in Vilnius. 2014 gewann sie den Bundeswettbewerb bei Jugend musiziert mit der höchsten Punktzahl in Solowertung und Duowertung. Sie ist Stipendiatin in der Carl Bechstein Stiftung, der Deutschen Stiftung Musikleben… .Die Preise und Ehrungen ließen sich mühelos fortsetzen.

Hat Marie mit Lampenfieber zu kämpfen? „Das kommt aufs Publikum an“, erzählt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Beim Vorspiel vor Professoren sei sie oft viel nervöser als vor einem großen Konzert. Gleich beim Betreten des Saals spürt sie, wie die Stimmung im Publikum ist. In China zum Beispiel seien die Leute auch während des Konzerts oft ziemlich laut, telefonieren mit Handys, was aber nichts damit zu tun habe, ob ihnen die Musik gefällt, sagt sie. Anderswo wie in Deutschland oder den USA sei es dagegen oft mucksmäuschenstill.

                       Gute Noten sind genauso wichtig

An zwei bis drei Tagen in der Woche fuhr Marie in den vergangenen sieben Jahren nach der Schule ins Mozarteum, wo sie bei Professor Andreas Weber Klavierunterricht bekam. Dazu kommen die Fächer Komposition, Dirigieren, Musiktheorie und Improvisation bei weiteren Professoren. Die Hausaufgaben für die Schule machte sie oft im Auto oder im Zug.

Marie Hauzel und ihren Eltern ist es sehr wichtig, dass sie auch in der Schule gute Noten schreibt. Bisher ist ihr das hervorragend gelungen, denn es gibt nur Einsen, Zweien, höchstens mal Dreien im Zeugnis. Maries Traum ist es zwar, ihre Karriere als Pianistin erfolgreich fortzusetzen, aber sie weiß, dass das sehr viele andere auch wollen und die Konkurrenz sehr stark ist. „200 Millionen Chinesen spielen Klavier und viele wollen an die Spitze“, erzählt sie. Am Mozarteum seien 75 Prozent der Studenten Asiaten aus China, Taiwan oder Japan. Marie möchte deshalb nach dem Abitur und dem abgeschlossenen Bachelor-Studium am Mozarteum auf jeden Fall noch etwas anderes studieren, „ein handfestes Fach, vielleicht Jura oder Politikwissenschaften“, sagt sie, obwohl ihre Lieblingsfächer eigentlich Deutsch und Geschichte sind. Sicher ist sie sich aber, dass das Klavierspiel sie ihr ganzes Leben weiter begleiten wird. „Die Musik ist mein Alltag“.

                       Bachelor-Studentin am Mozarteum

Ab dem kommenden Schuljahr ist Marie Hauzel nach weiteren Prüfungen nun jüngste Bachelor-Studentin am Mozarteum in Salzburg. Das bedeutet weitere acht Semester Vollstudium mit einem noch größeren Pensum als bisher. Mit Kultusministerium und Direktorat des Landschulheims ist es abgesprochen, dass die 15jährige ab dem kommenden Schuljahr nur noch ein- bis zweimal pro Woche in die Schule geht. Dafür wird sie täglich bis zu sieben Stunden im Mozarteum studieren. Das heißt natürlich noch mehr im Zug und am Wochenende zu arbeiten als bisher.

Bleibt denn überhaupt noch Zeit für Freunde und etwas anderes als Lernen und Üben? „Ja, auf jeden Fall“, sagt Marie. Sie findet es sehr wichtig, auch hinaus in die Natur zu gehen und Freunde zu treffen, schon um Erfahrungen zu sammeln. Ihr tägliches Übungspensum am Klavier sei sehr unterschiedlich, durchschnittlich vielleicht vier Stunden täglich, erzählt sie, aber selten würde sie acht Stunden oder länger üben, so wie es viele Mitstudenten tun.

Marie Hauzel hat auch ein ungewöhnliches Hobby: Fragmentieren. Dabei werden unvollendete Stücke eines Komponisten, also Fragmente, die manchmal nur aus ein paar Takten bestehen, weiter komponiert. „Das ist sehr interessant – man muss sich ganz in die Zeit und die Lage des Komponisten versetzen“, erzählt sie. Daneben komponiert sie aber auch eigene Stücke, Jazz oder moderne Musik in der Art von Hindemith oder Messiaen.gi

 

 

Marie Sophie Hauzel am Flügel zu Hause in Grassau.                           .                                                                          Foto: Giesen

16 Rund 650 Schüler am Staatlichen Landschulheim

117 Schüler im Internat – Neubau für die Mädchen ist fertig

 

Rund 650 Schüler werden im kommenden Schuljahr das Staatliche Landschulheim Marquartstein besuchen, kaum weniger als im Vorjahr (667) Derzeit laufen noch die Aufnahme- und Nachprüfungen, so dass sich die ganz genauen Schülerzahlen noch nicht voraussagen lassen, erklärt Oberstudiendirektor Gerhard  Pschorn im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Internat sind derzeit 117 Schüler angemeldet, 120 könnten es werden.

Pünktlich zum Schulbeginn ist der neue Anbau an den Berghof fertig geworden, das am höchsten liegende Gebäude auf dem Gelände. Das Gebäude ist der Ersatzbau für das 2013 nach dem Hochwasser geschlossene Achenhaus. Hier werden 14 Mädchen in Doppelzimmern untergebracht, sowie ein Erzieher. Sechs weitere Mädchen wohnen im alten Teil des Berghofs. Der Anbau, der durch einen Gang mit dem Berghof verbunden ist, wurde in der äußeren Gestaltung mit Holzfassade den unterhalb liegenden Internatsgebäuden, dem sogenannten Oberhaus, Unterhaus und Tagesheim angepasst. In den nächsten Wochen werden die Außenanlagen noch fertig gestellt.

„Der Antrag der Schule auf eine neue Turnhalle liegt aus finanziellen Gründen auf Eis“, erklärt der Schulleiter. Schon seit Jahren gibt es Pläne für eine neue Turnhalle unterhalb des Neuen Schlosses an der Stelle des jetzigen Biotops, weil die beiden bestehenden Hallen an der Tiroler Ache schon lange nicht mehr ausreichen. Die sehr alte Turnhalle neben dem Achenhaus darf bei Schnee oder Hochwasser aus statischen Gründen nicht mehr benutzt werden, außerdem entspricht sie nicht mehr den Anforderungen an den Brandschutz. Die vor rund 30 Jahren gebaute „neue“ Turnhalle ist zu klein.

Seit langem ist das Landschulheim deshalb schon zu Gast in der Turnhalle der Achental-Realschule, die wiederum bei kleinen Lücken auch die Turnhalle des Landschulheims nutzt.

                         Eng bemessene Lehrerstunden

Im neuen Schuljahr arbeiten 67 Lehrer am Staatlichen Landschulheim, wobei viele davon in Teilzeit arbeiten oder zusätzlich als Internatserzieher tätig sind. Nachdem zwei Lehrer im letzten Jahr in den Ruhestand gingen und fünf Referendare an ihre Stammschulen zurückkehrten, werden vier neue verbeamtete Lehrer in Teilzeit beschäftigt. Sechs neue Referendare kommen. In den ersten Wochen können voraussichtlich alle Schulstunden gehalten werden, sagt Gerhard Pschorn, dennoch seien die Lehrerstunden vom Kultusministerium eng bemessen. Schwierigkeiten  könnte es zum Beispiel im Verlauf des ersten Halbjahrs geben, weil fünf Lehrer jeweils für zweimal vier Wochen in Erziehungsurlaub gehen und zwei Lehrerinnen ein Kind erwarten. Sie hören im Laufe des Herbstes auf zu arbeiten.“Auch wenn wir den Termin genau wissen, wird erst ab Februar ein Ersatz zugewiesen“, erklärt der Schulleiter. Die Unterrichtsstunden müssen dann von den übrigen Lehrern so gut wie möglich aufgefangen werden. Im Februar wird es außerdem wieder einen Führungswechsel im Direktorat geben: Gerhard Pschorn geht nach zwei Jahren als Leiter des Landschulheims mit 65 Jahren in den Ruhestand. Noch ist nicht bekannt, ob die Stelle besetzt werden kann, denn erst im Oktober beginnen die Ausschreibungen. In den zwei Jahren seiner Zeit als Oberstudiendirektor wurde vieles neu organisiert, so das elektronische Infoportal und der Notenmanager. Eltern und Lehrer können sich damit über den Leistungsstand der Schüler besser informieren. Alle Noten, sowohl der schriftlichen als auch der mündlichen Arbeiten, werden von allen Lehrern zeitnah in den Notenmanager gestellt, so dass Schulleiter, Beratungslehrer und die Schulpsychologin die Leistungen der Schüler jederzeit abrufen können. Außerdem gibt es vier festgelegte Termine während des Schuljahrs, bis zu denen die Noten bis auf zwei Kommastellen genau von allen Lehrern eingetragen werden. Die Ausdrucke der Aufstellungen bekommen die Schüler viermal im Jahr mit nach Hause. Der jeweilige Leistungsstand ist dadurch viel besser ersichtlich als beim früheren, einmaligen Halbjahreszeugnis. So können Eltern schneller reagieren, wenn „Not am Mann“ ist, auch wenn sie nicht die Sprechstunden der Lehrer nutzen.                                      gi

 

 

Foto:

Der neue Anbau an den sogenannten Berghof  auf dem Gelände des Staatlichen Landschulheims ist rechtzeitig zu Schuljahrsbeginn fertig geworden. Hier werden die Internatsschülerinnen der Oberstufe wohnen.                  Foto: Giesen

 

16 Ninas Freiwilligendienst in Indien

Nina Wiedemann, die lange Zeit als Tutorin und Tutorenleiterin das Schulleben an unserem Gymnasium bereichert hat und die im Juli 2016 nach ihrem Abitur das Landschulheim verlassen hat, arbeitet seit Anfang September 2016 in einem Waisenhaus in Hyderabad in Indien. Zusammen mit drei weiteren Freiwilligen wohnt sie in der Nähe des Waisenhauses, das derzeit 40 Kinder beherbergt. Nina will die Kinder schulisch und in ihrer Freizeitgestaltung unterstützen. Sie hat gemeinsam mit ihren Kolleginnen eine Homepage eingerichtet, auf der man ihre Erlebnisse  nachvollziehen kann:

http://www.charminarettes.de/nina

Von ihrer Ankunft in Indien berichtet Nina Folgendes.

Freitag, 09.09.
Endlich komme ich das erste Mal dazu, die letzen 3 Tage schriftlich festzuhalten. So richtig angekommen ist noch keine von uns, und alles erscheint irgendwie unwirklich.
Am Flughafen in München kam kurz der Gedanke: „Was hab ich mir da eigentlich eingebrockt?!“ auf, aber sobald wir durch die Kontrollen waren und nur noch wir vier da waren, stand vor allem die Aufregung und Vorfreude wieder im Vordergrund. Nach einer Ewigkeit (Abflug in München war um 16:00 und angekommen sind wir am nächsten Tag um 11:30) waren wir dann endlich in Hyderabad und konnten es einfach nicht fassen.
Jaya Singh, der Chef des Waisenheims, holte uns ab und während der Fahrt zu unserem Apartment quer durch Hyderabad und Secunderabad konnten wir nicht aufhören, die ganze Zeit aus dem Fenster zu starren. Das Straßenbild Indiens ist weitgehend so, wie man es sich immer vorstellt. Unglaublich viele Mofas, Motorrikschas und kleine Busse die alle versuchen, sich möglichst schnell durch das Chaos zu hupen.
An unserem Apartment angekommen, wurden wir von zwei Mädchen aus dem Waisenheim begrüßt, die mindestens genauso aufgeregt waren, uns zu treffen, wie wir sie. Nachmittags hatten wir dann erst mal ein paar Stunden um auszupacken und anzukommen, und das war auch für uns sehr wichtig um so langsam zu realisieren, dass das tatsächlich unser Zuhause sein wird für die nächsten 10 Monate. Aber sehr schnell haben wir uns wirklich wohl gefühlt, durch unsere Bücher im Regal, unser Shampoo in der Dusche, unsere Schokolade im Kühlschrank... Irgendwie ist es sehr beruhigend, an einem so fremden und weit entfernten Ort Dinge zu sehen, die man von zu Hause kennt. Gegen Abend gings dann das erste Mal ins Waisenheim, wo wir die Kinder kennenlernten. Es war überwaltigend, wie freudig und begeistert uns die Kinder begrüßten und praktisch auf uns einstürmten. Schnell war jede von uns von 10 Kindern umgeben und hoffnungslos haben wir versucht, die Namen zu verstehen und uns auch zu merken. Selbst heute, am 4. Tag fällt uns das noch schwer, da wir zwar mittlerweile alle Gesichter kennen, uns aber die Namen dazu fehlen. Schließlich gab es dann noch Abendessen. Auf dem Boden wurden lange, schmale Teppiche ausgebreitet und jedes Kind setzte sich mit einem Teller Reis mit Curry auf den Boden. Unter den neugierigen und belustigten Blicken der Kinder haben wir dann versucht, mit der Hand zu essen, was man aber wirklich schnell lernt. „Kaum ein paar Stunden in Indien und schon sitze ich inmitten von 40 Kindern auf dem Boden und esse (hervorragendes!) Curry!“ Ich glaube, an diesen ersten Abend werde ich mich noch lange erinnern.
Als wir abends im Bett lagen habe ich sehr lange gebraucht, um einzuschlafen. Obwohl es ein langer und auch anstrengender Tag war, gab es einfach soviel, was mir noch im Kopf herum ging. Der Flug, die Ankunft in Indien, Jaya und die Kinder zu treffen, in unserer Wohnung einzuziehen... Es hat sich alles ziemlich unwirklich angefühlt (und das tut es immer noch...).

Damit die Freiwilligendienste finanziert werden können, wurde auch Nina dazu angehalten, einen Förderkreis zu erstellen. Das gespendete Geld wird für die entstehenden Kosten der Unterbringung u.ä. verwendet. Mit einer Spende unterstützen Sie sowohl die Freiwilligen als auch die Kinder vor Ort.

DIZ e.V.

IBAN: DE 31 5206 0410 0104 0041 08

Verwendungszweck: EP 211340, N.W.

Bei Angabe des Namens und der Adresse erhalten Sie eine Spendenquittung, um Ihre Spende von der Steuer absetzen zu können.

Die Schulfamilie des LSH Marquartstein wünscht Nina alles, alles Gute für die vielen Herausforderungen, denen sie sich stellen wird!

August 2016

18 Was uns verbindet

Projekttage am Landschulheim Marquartstein

 

In der letzten Schulwoche werden am Gymnasium Marquartstein fast schon traditionell die sozialen Projekttage veranstaltet: einige Klassen waren für den Bund Naturschutz mit dem Ausholzen von Almen zuständig, einige für die Organisation eines Spielefestes für Kinder aus dem heilpädagogischen Zentrum Ruhpolding, einige veranstalteten ein Sportfest für Grundschulkinder in Übersee. Die Unterstufenschüler legten Schnitzeljagden für Kindergartenkinder, während die Großen ihren Aufenthaltsraum sanierten.

Die Französichlehrerin Christine Fedlmeier-Lloyd und die Referendarin Nina Feichtinger widmeten sich mit einigen Zehntklässlern den Asylsuchenden. Hierzu ein kurzer Bericht:

 

Unter dem Motto „Sport verbindet“ wurden im Rahmen der Projekttage des LSH 15 Asylbewerber aus Afghanistan und Pakistan zu einem gemeinsamen Frühstück und anschließendem Fußballspiel von Schülern der zehnten Klassen eingeladen. Während zu Beginn des Tages noch kleine Unsicherheiten im Umgang miteinander zu erkennen waren, verschwanden jegliche Berührungsängste mit Betreten des Fußballplatzes. In verschiedenen Teamkonstellationen wurde mit viel Spielfreude und Ehrgeiz weit über die eigentlich geplante Zeit hinaus gekickt.

Am Abend traf man sich dann wieder auf dem Sommernachtsball des LSH. Viele Bewohner der Gränzmühle folgten der Einladung der SMV und spätestens hier zeigte sich dann, was ein gemeinsam verbrachter Vormittage bewirken kann: Vereint feierten Asylbewerber und Schüler ausgelassen auf der Tanzfläche, womit die anfänglichen Unsicherheiten dann endgültig vergessen waren.

Ein toller Abschluss eines gelungenen Projekttages!

Termine

April 2017

28 Elternsprechtag Schule

Am 28. April 2017 findet der zweite Elternsprechtag statt. Eltern haben im Vorfeld bereits die Möglichkeit sich einen Gesprächstermin bei einzelnen Lehrkräften zu reservieren.

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Elternsprechtag

28.04.2017 16:00

Schule

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Mai 2017

05 Abitur Mathematik Schule

Am 3. Mai 2017 beginnen die Abiturprüfungen mit dem Fach Mathematik.

Am 9. Mai 2017 findet die Abiturprüfung im Fach Deutsch statt.

Am 12. Mai 2017 legen die Schüler die dritte schriftliche Abiturprüfung ab.

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Abitur

05.05.2017 00:00

Schule

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05 Notenstandbericht Schule

Am 5. Mai erhalten Schüler von der 5. bis zur 10. Jahrgangsstufe ihren dritten Notenstandbericht.

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Notenbericht

05.05.2017 12:50

Klassenzimmer

086416240

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08 Anmeldung Schule

Die Anmeldung zum Schuljahr 2017/18 ist von Montag, 8. Mai bis Freitag, 12 Mai 2017 von 8.00 bis 15.00 h im Sekretariat der Schule möglich. Bitte bringen Sie das Übertrittszeugnis im Original, eine Geburtsurkunde (nur zur Einsicht) sowie ein Passbild für den Busausweis (ausgenommen Schüler aus Marquartstein und interne Schüler) mit. Am Freitag schließt das Sekretariat bereits im 13.00 h.

Auf folgende Termine möchten wir Sie noch aufmerksam machen:

 

Informationen zum Übertritt:

An zwei Informationsabenden stellen wir Ihnen bei einem Rundgang durch die Schulanlage unser Gymnasium vor. An diesen Abenden können Sie selbstverständlich auch Ihre Kinder mitbringen, unsere Turoren haben sich lustige Spiele für sie überlegt.

Dienstag, 7. März 2017:

um 17.30 h: Treffpunkt zum Rundgang in der Aula des Klassentraktes

um 18.30 h: Informatio im Festsaal der Schule

 

Freitag, 10. März 2017

um 16.30 h: Treffpunkt zum Rundgang in der Aula des Klassentraktes

um 17.30 h: Information im Festsaal der Schule

 

Für übertrittswillige Schüler, die von der Grundschule nicht die Eignung für das Gymnasium bestätigt bekommen haben, findet von Dienstag, 16. Mai bis Donnerstag 18. Mai 2017 ein Probeunterricht an unserer Schule statt. Die PRüflinge finden sich am Dienstag, 16. Mai 2017 um 8.00 h in der Pausenhalle ein.

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Anmeldung

08.05.2017 08:00 bis 12.05.2017 13:00

Sekretariat im 1. Stock

08641-6240

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08 Neuanmeldungen Schule

Eltern, die ihre Kinder neu am LSH Marquartstein anmelden möchten, stehen folgende Termine zur Verfügung:

8. - 12. Mai 2017 im Sekretariat der Schule (1. Stock - Altbau) im Rahmen der Öffnungszeiten des Sekretatiats.

Am Freitag schließt dieses bereits um 13.00 Uhr.

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Anmeldung

08.05.2017 08:00 bis 12.05.2017 13:00

Sekretariat

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09 Abitur Deutsch Schule

Am 3. Mai 2017 beginnen die Abiturprüfungen mit dem Fach Mathematik.

Am 9. Mai 2017 findet die Abiturprüfung im Fach Deutsch statt.

Am 12. Mai 2017 legen die Schüler die dritte schriftliche Abiturprüfung ab.

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Abitur

09.05.2017 00:00

Schule

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12 Schriftliche Abiturprüfung des dritten Faches Schule

Am 3. Mai 2017 beginnen die Abiturprüfungen mit dem Fach Mathematik.

Am 9. Mai 2017 findet die Abiturprüfung im Fach Deutsch statt.

Am 12. Mai 2017 legen die Schüler die dritte schriftliche Abiturprüfung ab.

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Abitur

12.05.2017 00:00

Schule

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16 Probeunterricht Schule

Für übertrittswillige Schüler, die von der Grundschule nicht die Eignung für das Gymnasium bestätigt bekommen haben, findet von Dienstag, 16. Mai bis Donnerstag 18. Mai 2017 ein Probeunterricht an unserer Schule statt. Die Prüflinge finden sich am Dienstag, 16. Mai 2017 um 8.00 h in der Pausenhalle ein.

 

Auf folgende Termine möchten wir Sie noch aufmerksam machen:

 

Die Anmeldung zum Schuljahr 2017/18 ist von Montag, 8. Mai bis Freitag, 12 Mai 2017 von 8.00 bis 15.00 h im Sekretariat der Schule möglich. Bitte bringen Sie das Übertrittszeugnis im Original, eine Geburtsurkunde (nur zur Einsicht) sowie ein Passbild für den Busausweis (ausgenommen Schüler aus Marquartstein und interne Schüler) mit. Am Freitag schließt das Sekretariat bereits im 13.00 h.

 

Informationen zum Übertritt:

An zwei Informationsabenden stellen wir Ihnen bei einem Rundgang durch die Schulanlage unser Gymnasium vor. An diesen Abenden können Sie selbstverständlich auch Ihre Kinder mitbringen, unsere Turoren haben sich lustige Spiele für sie überlegt.

Dienstag, 7. März 2017:

um 17.30 h: Treffpunkt zum Rundgang in der Aula des Klassentraktes

um 18.30 h: Informatio im Festsaal der Schule

 

Freitag, 10. März 2017

um 16.30 h: Treffpunkt zum Rundgang in der Aula des Klassentraktes

um 17.30 h: Information im Festsaal der Schule

 

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Probeunterricht

16.05.2017 08:00

Klassentrakt

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22 Kolloquien Schule

Am 3. Mai 2017 beginnen die Abiturprüfungen mit dem Fach Mathematik.

Am 9. Mai 2017 findet die Abiturprüfung im Fach Deutsch statt.

Am 12. Mai 2017 legen die Schüler die dritte schriftliche Abiturprüfung ab.

 

Die Kolloquien finden von 22. Mai bis 2. Juni 2017 statt. Der genaue Ablaufplan wird durch das Oberstufenbüro bekannt gegeben.

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Kolloquien

22.05.2017 08:00 bis 02.06.2017 17:00

Schule

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Juni 2017

21 Mündliche Abiturprüfungen Schule

Von 21. - 23. Juni 2017 finden die mündlichen Abiturprüfungen statt, die die Abiturienten ablegen können, um ihren Notendurchschnitt zu verbessern, bzw ablegen müssen, um das Abitur zu bestehen.

Der genaue Ablaufplan wird durch das Oberstufenbüro bekannt gegeben.

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Abitur

21.06.2017 08:00

Schule

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30 Verabschiedung der Abiturienten Schule

Am 30. Juni 2017 werden im Rahmen eines Festaktes die Abiturienten des LSH Marquartstein feierlich verabschiedet.

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Verabschiedung der Abiturienten

30.06.2017 14:00

Festsaal

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Juli 2017

25 Projekttage der SMV Schule

Am 25. und 26. Juli finden die Projekttage der SMV statt. Ein genauer Ablaufplan wird noch erarbeitet.

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Projekttage

25.07.2017 08:00

Unterschiedliche Orte

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28 'Gottesdienst und Zeugnisse Schule

Am 28. Juli 2017 werden nach einem gemeinsamen Gottesdienst und der Ansprache durch den Schulleiter die Jahreszeugnisse verteilt.

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Gottesdienst und Zeugnisse

28.07.2017 08:00

Kirche und Schule

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Nachrichten

Juli 2016

28 Schüler erliefen 4.260€ für soziale Projekte

Ende des letzten Schuljahres veranstaltete das LSH-Marquartstein einen Spendenlauf. Die Läufer suchten sich im Voraus Sponsoren, die einen bestimmten Betrag pro gelaufene Runden zahlten. So bekamen die Schülerinnen und Schüler zusammen über 4.000€ zusammen. Wir Schülersprecher, Leoni, Sophie und Fabian, hatten also vergangene Woche das Privileg, jeweils 1.065€ an Organisationen, unserer Wahl, zu spenden, die soziale Projekte unterstützen. Ein Teil der Spende ging an den Familienstützpunkt in Übersee, der Familien hilft, die kurzfristig in eine Notlage geraten mit finanziellen Mitteln zu unterstützen. Frau Geiger freute sich sehr über den Betrag und erklärte uns ausführlich, wem das Geld zu Gute kommt. Wir können sagen, dass es uns freut, dass die Spende in sozialen Projekte im Achental benutzt wird. Eng verbunden mit dem Familienstützpunkt ist die Aktion „Chiemgauer Kinder in Not“, die, wie der Name schon sagt, Kinder in Not unterstützt. Auch Frau Drost bekam einen Scheck über 1.065€ für ihre Organisation und bedankte sich herzlichst. So kommt also ein Viertel des Geldes wieder Kindern zu Gute, damit sie eine ebenso schöne Kindheit haben, wie die meisten unserer Schülerinnen und Schüler. Eine Spende verließ unser Land nach Afrika, durch die Organisation Amaraaba Ghana , um auch dort Bedürftigen zu helfen. Die letzte Portion unseres Spendenlaufergebnisses spendeten wir an das heilpädagogische Wohnheim Antoniusgruppe in Aschau.

Wir Vertreter der Schüler sind sehr stolz, diese immense Summe im Namen unserer Schule übergeben zu können. Wir hoffen, dass auch beim diesjährigen Benefizlauf wieder viel Geld gesponsert wird, um weiterhin gemeinnützig aktiv sein zu können. Zusätzlich geht ein Teil des Geldes diesen Jahres in die SMV-Kasse, aus der die Feste und Fahrten der Schule mitfinanziert werden. Wir bedanken uns schon im Voraus bei allen fleißigen Läufern und Sponsoren.

Bericht: Fabian Watzl

25 Kopfrechenwettbewerb der 5.Klassen

„Welche negative Zahl ist genauso weit von der 12 entfernt wie die 124?“ – dieser und ähnlichen Aufgaben mussten sich die zwölf Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen stellen, die in der Vorauswahl bewiesen hatten, dass sie die besten Kopfrechner ihrer Jahrgangsstufe sind.                    

In einem spannenden Kopfrechenwettbewerb haben wir – das P-Seminar Mathe (Leitung: Frau OStRin Deuter) – dann am Dienstag, den 12.07.16, ermittelt, wer die Besten der Besten sind. In drei Runden, bei denen neben gemischten Aufgaben zu den Grundrechenarten auch knifflige Kettenaufgaben und im Finale ein Mathe-Elfmeterschießen auf dem Programm standen, konnte sich schließlich Anton Böhme aus der 5c gegen seine Konkurrenz durchsetzen. Den zweiten Platz belegte Luca Barakat (5a) und Dritte wurde Franziska Bucher (5b).

Die besten Acht treten am 20.07. in Rosenheim gegen die besten 5. Klassler des Karolinengymnasiums an.

 Außerdem fand zeitgleich ein Gruppenwettkampf statt, zu dem aus jeder der Klassen eine Gruppe mit je vier Leuten antrat. Auch hier kamen die Kinder ins Schwitzen: Kettenaufgaben, eine Textaufgabe und Zahlenrätsel forderten Teamgeist und Konzentration. Dabei konnte die Gruppe der 5c sich behaupten. Am Ende durften alle Teilnehmer sich über Urkunden und Preise freuen, die der Bund der Altmarquartsteiner zur Verfügung gestellt hatte.                                           

 Wir gratulieren den Siegern ganz herzlich und wünschen weiterhin viel Spaß am Rechnen!

Christin Falarowski, P-Seminar Mathematik

25 Der Weg ist das Ziel – oder?

 

„Sich auf den Weg machen“, so lautet der Name unseres Projekt-Seminars. Auf den Weg haben wir uns dann auch gemacht, aber bis es dazu kam, dauerte es noch ein Weilchen. Möchte man in Bayern Abitur machen, besteht die Pflicht ein Projekt-Seminar zu belegen, das heißt, dass die zukünftigen Abiturienten, neben der Studien- und Berufsorientierung, ein Projekt jeglicher Art organisieren und bestenfalls durchführen müssen. In unserem Fall war dies eine Pilgerreise. Wir? Das sind 14 Jugendliche der 11. Jahrgangsstufe des Staatlichen Landschulheims Marquartstein plus unserem Lehrer Herr Müller, seiner Liebsten, Frau Lermer und – man verneige sich zutiefst vor ihr – Tamara, unserer Begleitperson auf Rädern, die uns den Rücken, so gut es ging, freihielt, indem sie beispielsweise Isomatten und Schlafsäcke zu unseren nächsten Unterkünften fuhr und außerdem weder Kosten, noch Mühen scheute, uns in Notsituationen zu Hilfe zu eilen.

Lange haben wir überlegt und diskutiert, wohin es denn gehen soll, oder vielmehr wo genau denn unser Weg verlaufen soll, denn bekanntlich ist ja der Weg das Ziel!      

Als endlich feststand, dass Lindau unser Endpunkt sei, ging die Planung erst richtig los: In kleinen Gruppen kümmerten wir uns um die Etappeneinteilung, Tagesgestaltung, leibliches Wohl und Unterkünfte der einzelnen Tage. Sogar zum „Probepilgern“ von Marquartstein nach Übersee (etwa 13 km) haben wir uns getroffen, um eine ungefähre Vorstellung davon zu erhalten, welche Länge als Tagesetappe sinnvoll sei. Wir arbeiteten fleißig vor uns hin, auch Flyer, mit denen wir uns zum Vorstellen unseres Projektes und Spendensammeln aufmachten,  sind in diesem Zeitraum entstanden. Nun können wir mit Stolz von uns behaupten, dass wir unser Projekt ganz alleine auf die Beine gestellt haben!

 

164 km, von Rottenbuch nach Lindau, lagen vor uns. Kaum war alles geplant und gebucht, ging es auch schon los. Pünktlich um 06:54 nahm der Großteil des Kurses den Zug ab Übersee, der immer mehr unserer Pilger einsammelte, bis wir in München schließlich komplett waren. Noch eine kleine Strecke mit Bus und Bahn – schon konnte es in Rottenbuch, unserem Ausgangsort, mit der eigentlichen Fortbewegungsart losgehen.

Vorbei an Dörfern und Wiesen, durch Wälder oder auf Schotterwegen, von Ort zu Ort. Einige von uns waren ganz unkonventionell mit ihren selbstgeschnitzten Haselnussstecken unterwegs, welche die traditionellen Pilgerstöcke sind. So sah unser Weg im Großen und Ganzen aus. Immer mal wieder kamen wir vorbei an freundlichen und aufgeschlossenen  Menschen, die sich für unser Projekt begeisterten und uns viel Glück auf unserem Weg wünschten.

Doch so schön die Landschaft des Allgäus auch ist und so sehr sie einem dabei helfen kann, vom Stress des Alltags loszukommen – gekoppelt an Temperaturen von 30 Grad im Schatten brachte sie uns schon einmal an den Rand unserer Belastbarkeit. Da war es toll, hin und wieder an Kapellen oder Kirchen vorbeizukommen, denn neben einem Stempel für unsere Pilgerausweise, boten ihre kühlen Mauern auch körperliche sowie geistige Erholung. An unserem heißesten Tag erlebten wir mehr, oder weniger ein Wunder: mitten im Wald wartete der Speckbacher Wasserfall mit einer erfrischenden Abkühlung und traumhafter Kulisse für Fotos auf uns.

Unsere Unterkünfte waren sehr unterschiedlich: Von Gasthöfen mit Massagestühlen, bis übernachten auf Isomatten im Pfarrheim oder Kolpinghaus, war alles dabei. Bei so viel Liegen auf harten Böden kam uns die Turnhalle der Waldorfschule Kempten ganz recht; bei der wir das Gefühl hatten, wie auf Wolken gebettet zu schlafen, nicht auf Turnmatten.

Auf der Reise lernten wir kennen, mit nur dem nötigsten Gepäck, mehrere Tage auszukommen, was schon beim Packen des Rucksacks eine kleine Herausforderung war. Dies hatte zur Folge, dass man sich über Kleinigkeiten, wie zum Beispiel einen kühlen Spezi, beim abendlichen Zusammensitzen in der Wirtschaft, freute.

Aber wie war das jetzt, mit der alten Floskel, die uns die Verwandten von Daheim noch mit auf den Weg gegeben hatten: „Aber Kinder, der Weg ist doch das Ziel...!“ ?

Wir haben gemeinsam gelacht und geweint und nach einer gewissen Zeit auch jegliches Schamgefühl gegenüber anderen verloren und uns auch untereinander besser kennen gelernt: Wenn man sich umarmt, nachdem man 30km in der prallen Sonne gewandert und einmal komplett in Schweiß gebadet ist und dann der gegenüber trotzdem nicht vor Gestank umkippt, weiß man, das muss Liebe sein. Aus unserem ehemaligen Kurs wurde, im Laufe der Reise, eine Gruppe von Freunden, die gemeinsam ein Ziel erreichen wollen: Sich selbst finden, den Alltag zu entschleunigen und letztendlich, den Bodensee.

Der Zusammenhalt in der Gruppe ist enorm gewachsen und sobald es einem von uns schlecht ging, waren die anderen sofort zur Stelle, um zu helfen und zu motivieren. Durch gemeinsames Singen, oder Spiele wie „Wer bin ich?“ lenkten wir uns gegenseitig ab, wenn es mal nicht voranzugehen schien, der Weg unendlich vorkam und sich der Rucksack wie ein Felsbrocken auf den Schultern anfühlte. Insbesondere mit Blasen an den Füßen hatten einige von uns schon nach dem ersten Tag zu kämpfen – Gefahr auf Knochenhautentzündung hieß es sogar einmal und auf Anweisung des Arztes durfte eine der Pilgerinnen für knapp drei Tage leider nicht mit uns gehen. Auch mit einem Magen-Darm-Infekt war ein Teil unserer Gruppe geplagt, aber was am wichtigsten war: An der letzten Etappe wanderten wir wieder vollständig und als wir das Lindau-Schild vor uns sahen, waren plötzlich alle Blasen, Schulterschmerzen oder grummelnde Mägen vergessen: Wir liefen alle gemeinsam und überglücklich zum Ziel.

Und plötzlich fiel uns auf: Nicht Lindau war das Ziel. Das Ziel, das war das Zusammenhalten. Etwas gemeinsam zu schaffen, auch wenn die Füße bluten und die Nacht viel zu kurz war. Sich auch Fehler bei der Planung eingestehen, aber sich dann eben gemeinsam etwas Neues zu überlegen. Für andere zurückzustecken und auch selbst zuzugeben, dass man Hilfe braucht. Sich in den härtesten Momenten zu wünschen, „Ach, wäre ich doch daheim...“ und dann ein Tränchen zu verdrücken, als uns beim Abschlussgottesdienst in Lindau klar wurde, dass unsere gemeinsamen Nächte mit viel zu wenig Schlaf, Abende mit Pizza und Wein und die Tage, die mit sehr viel Gehen gefüllt waren, jetzt erst einmal vorbei sind.

In diesem Moment denkt man an die Omi von Zuhause zurück und sagt, Ja, der Weg ist das Ziel Oma, aber eine deftige Portion Käsespätzle und ein mit Stempeln gefüllter Pilgerausweis in Lindau sind auch nicht zu unterschätzen....

 

Auf unserem Blog (www.p-seminar-religion.blogspot.de) finden Sie ausführliche Artikel zu den einzelnen Tagen und außerdem eine Menge Fotos.

Bericht: Simone Loy, Marlena Maier, Kilian Wagner und Sarah Petersen



25 In die fremde Welt Saudi-Arabiens eingetaucht

 

Hayfa Al Mansour besprach mit Schülern ihr Buch „das Mädchen Wadjda“

 

 In die fremde Welt Saudi-Arabiens konnten die Schüler der 7. und 8. Klassen des Staatlichen Landschulheims Marquartstein bei einer spannenden Lesung im Festsaal der Schule eintauchen. Im Rahmen des „White Raven Festival“, einer Veranstaltung der Internationalen Jugendbibliothek München, las die arabische Filmemacherin und Schriftstellerin Hayfa Al Mansour aus ihrem inzwischen international bekannten Jugendbuch „Das Mädchen Wadjda“. 2012 erschien zunächst der Film, komplett in Riad gedreht, 2015 erschien der Filmstoff als Buch.

Der Roman erzählt die Geschichte der elfjährigen Wadjda, die in ihrem Schul- und Familienalltag in Riad, die Unterdrückung des patriarchalisch und islamisch traditionell geprägten Saudi-Arabiens erlebt. Allen Verboten zum Trotz tut sie alles, um sich ihren großen Traum von einem grünen Fahrrad zu erfüllen.

Im Deutschunterricht war die Thematik des Buches in allen Klassen besprochen und Fragen vorbereitet worden.

Bei der Veranstaltung las Hayfa Al Mansour in der arabischen Originalsprache aus ihrem Buch vor, wobei die Zuhörer den fremden Klang der Sprache genießen konnten. Dann gab die professionelle Sprecherin Julia Cortis eine beeindruckende Lesung daraus in deutscher Sprache, die alle in ihren Bann zog. Anschließend stellten die Schüler viele Fragen an die Autorin, die jeweils von Jutta Reusch von der Internationalen Jugendbibliothek ins Englische übersetzt wurden.

Auf die Frage, wer ein Vorbild zu ihrer Geschichte gewesen sei, sagte die Autorin, dass nicht sie selbst, sondern eine Nichte von ihr, ein wildes und selbstbewusstes Mädchen, als Vorlage für die Hauptperson im Buch diente. Inzwischen sei das Fahrradfahren als Sport für Mädchen im Haus oder Garten erlaubt, aber nicht als Transportmittel in der Öffentlichkeit. Frauen müssten in Saudi-Arabien gleichsam unsichtbar bleiben und erscheinen zum Beispiel nicht in den Stammbäumen. Es sei Gesetz, einen Schleier zu tragen. Das führe auch zu abstrusen Situationen: wenn zum Beispiel eine bekannte arabische Filmschauspielerin in ihrer Heimat verschleiert gehen müsse, aber im Supermarkt eine Zeitschrift mit ihrem Bild unverhüllt auf der Titelseite kaufen könne. Vieles wollten die Schüler auch zu Leben und Werdegang der Autorin wissen. Hayfa Al Mansour wurde 1974 in der saudi-arabischen Kleinstadt Al-Hasa als achtes Kind von 12 Geschwistern geboren. Nach einem Studium der englischen Literatur in Kairo und einem Masterstudium an der Filmhochschule in Sydney drehte sie als erste Filmregisseurin Saudi-Arabiens erst Kurz- und Dokumentarfilme, dann „Wadjda“ als ersten Kinofilm, der auf vielen internationalen Filmfestivals Preise gewann. Der Roman ist für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016 nominiert. Hayfa lebt in Kalifornien, ist verheiratet und hat zwei Töchter. Organisiert wurde die gelungene Veranstaltung von Friederike Muttray, der Leiterin der Bibliothek der Schule. Mitfinanziert wurde sie durch eine Spende des Vereins der Freunde des Staatlichen Landschulheims und der Kreisparkasse Traunstein.                                                 

Bericht: Christiane Giesen

 

09 Ein superguter Tag für die 7. Klassen

Theaterfahrt  der 7. Klassen nach Salzburg zu „Supergute Tage“ und in die Katakomben

Am 8. Juni 2016 fuhren alle siebten Klassen mit den Deutschlehrerinnen Birgit Bader, Sandra Altmann, Lisa Schmalen und Nina Feichtinger und in Begleitung von Peter Krause und Peter Straßer nach Salzburg, um am Vormittag die Inszenierung von „Supergute Tage“  am Salzburger Schauspielhaus zu sehen und am Nachmittag die Stadt Salzburg kennenzulernen. Besondere Aufmerksamkeit schenkten wir dabei den sogenannten Katakomben, einer mittelalterlichen Einsiedelei, die aus mehreren Gängen und Kapellen bestehend, später auch als Begräbnisort genutzt wurde.

Im Anschluss an die Theaterfahrt verfassten die Schüler der 7b in arbeitsteiligen Gruppen  eine Theaterkritik, die ein wenig Aufschluss geben soll über die Inszenierung:

Reise in die Gedankenwelt – eine Theaterkritik der Klasse 7b

Der Anfang von „Supergute Tage“ dürfte auf den Zuschauer sicherlich etwas verwirrend wirken, als Christopher um den toten Hund der Nachbarin trauert, aber nur einen Quader in der Hand hat. Sogar Christophers Gedanken kommen als Figuren auf die Bühne, was erst einmal ziemlich ist. Manche Szenen wurden bewusst übertrieben inszeniert, um das Durcheinander in Christophers Kopf zu zeigen.

Auch das Bühnenbild bildete oft Christophers Gedankenwelt ab: Es bestand aus vielen geometrischen Figuren, die teils unordentlich, teils mit System auf der Bühne standen, um die Gedanken der Hauptfigur zu symbolisieren. Ferner gab es zwei Kostümtypen:  Die Figuren der realen Welt trugen Alltagskleider, während die Figuren, die Christophers darstellten, mit weißer Kleidung und aufgemalter Maske geradezu unmenschlich wirkten.

Den ersten Höhepunkt des Stückes stellt die Szene dar, in der Christopher erkennt, dass sein Vater ihn belogen hat, als er ihm erzählte, seine Mutter sei tot. Christopher findet nämlich die Briefe, die seine Mutter ihm geschrieben hatte und die der Vater vor ihm versteckt hielt. Den zweiten Höhepunkt stellt Christophers schwierige Suche nach seiner  Mutter und die Irrfahrt durch London dar.

Es wirkt auf den Zuschauer sehr beeindruckend, wenn Christopher Zahlen dupliziert, um sich zu beruhigen. Auch Christophers Angst vor Berührung wurde sehr gut dargestellt.

Das Theaterstück „Supergute Tage“  sollte zum einen zeigen, dass das Asperger-Syndrom für nicht betroffene Personen schwer nachvollziehbar ist. Zum andern veranschaulicht es, wie kompliziert es ist mit einem Menschen zusammenzuleben, der diese Krankheit hat.

 

In der darauf folgenden Woche versuchten sich die Schüler der 7b in die Wahrnehmung eines Menschen einzufinden, der von Asperger betroffen ist. Indem sie etwa zehn Minuten nur durch kleine Papierrollen schauten,  beschränkten sie ihre Perspektive auf winzige  Details und blendeten alles Übrige aus. Dann schrieben sie Ihre Beobachtungen auf. Einige Beispiele sollen hier zitiert werden.

Martin Thoma:  „Glasscherbe liegt auf Koordinate 4, 3. An einer Leiste bildet sich ein Stufenwinkel. Glassplitter auf Koordinate 4,1, grau strukturiert. Vorne viereckige Steine, parallel gegenüber ein Flaschendeckel. Spinnennetz im 90-Grad-Winkel, Koordinaten wahrscheinlich 13, -5. Die Baumwinkel sind rechtwinklige, gleichschenklige Dreiecke.“

Philomena Pfeiffer: „ Ich sehe kleine Soldaten auf Mutter Erde durch grüne Streifen wandern. Die Sonne ist ein großer Scheinwerfer, der leuchtet. Hinter den Häusern und Wäldern sind rechteckige Dreiecke, auch wenn das unmöglich ist. Die blaue Decke über mir hat weiße Streifen bekommen. Manche Menschen bewegen ihren Mund, um sich zu verständigen. Manche berühren sich sogar. Ist das nicht komisch und ekelhaft zugleich? Gebäude sind Bauklötze mit viereckigen, durchsichtigen Löchern, sehr eigenartig.“

Pirmin Schrittenlocher: „Ameise dreht sich im Kreis, Ohrwurm geht über die Straße, Blätter bewegen sich oben, unten nicht. Menschen beobachten mich durch das Küchenfenster sehr genau. Biene bestäubt weißen Klee. Amsel hüft den Hang hinauf und wieder hinunter. Tote Schnecke liegt auf der Fahrbahn, rund um die Schnecke Kot, Innereien, Schneckenblut und Schleim.“

 

 

02 Abitur 2016

„Wägt eure ganz persönlichen Werte ab“

86 Schüler des Staatlichen Landschulheims erhielten ihr Abiturzeugnis

Bei einem fröhlichen Festakt, gemischt mit wehmütigen Gefühlen, fand die Verabschiedung von 86 Abiturienten im Festsaal des Staatlichen Landschulheims statt. Die vier Besten sind heuer Florian Kink aus Übersee mit einem Notendurchschnitt von 1,2, Moritz Kirschner aus Pliening mit 1,3 sowie Elisabeth Borchert aus Hannover und Laura Wefers aus Staudach-Egerndach mit je 1,5. Traditionsgemäß erhielten die Besten auch einen Büchergutschein von der Schule.

Eine Eins  vor dem Komma haben auch Kilian Eckert, Chantal Hiller, Andreas Nißl, Nina Wiedemann, Tatjana Kühnast, Peter Widmer, Julia Leonhardt, Constantin Maier, Veronika Mühlhammer, Elisabeth Weiß, Julia Buchner, Niklas Eisenberger und Maximilian Krull.

Gleichzeitig mit dem Abitur in der Tasche sind nun fünf der Abiturienten auch ausgebildete Schreinergesellen, nämlich Oliver Dragun, Manuel Kaufmann, Michael Malchareck, Noah Noe´ und Philipp Reuter. Sie hatten sich fünf Jahre lang neben dem regulären Schulunterricht in einem großen Teil ihrer Freizeit in der schuleigenen Schreinerei ausbilden lassen.

Dass nun ein sehr sympathischer Jahrgang die Schule verlässt bestätigte Oberstudiendirektor Gerhard Pschorn den Scheidenden in seiner Ansprache. Abschied zu nehmen sei, auch psychologisch gesehen, niemals leicht, aber „Aufhören zu können ist unsere Freiheit“, nur wer etwas hinter sich lasse, habe noch etwas vor. Der Schulleiter ging davon aus, dass die Lebensarbeitszeit der Abiturienten einmal deutlich länger sein werde, als die ihrer Eltern und ebenso das wöchentliche Arbeitspensum. Früher oder später würde ihnen voraussichtlich aufgrund ihrer Qualifikation Führungsaufgaben anvertraut. Dabei sollten sie immer daran denken, dass es nicht nur um Gewinnmaximierung gehe, bei der der Mensch als Kostenfaktor gesehen wird, sondern um die Optimierung der Wertschöpfung, nämlich Werte zu bewahren und zu achten, und schöpferisch als Visionär neugierig-kreativ tätig zu sein. Besonders wichtig sei die in der Schule oft geübte Teamarbeit. Unerlässliche Werte seien dabei Toleranz, Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit, die das Team und den Einzelnen stark machen und den vertrauensvollen Umgang miteinander ermöglichen. Für die ersten Berufsjahre empfahl ihnen Pschorn leistungsbereit, tüchtig und ruhig auch ehrgeizig zu sein, sich aber auf der Jagd nach einem immer besseren Job oder einer angeseheneren Stellung nicht verbiegen zu lassen. „Wägt eure ganz persönlichen Werte ab. Worin seht ihr euer ganz persönliches Glück?... Nur wer sich selbst liebt, kann auch seine Nächsten lieben“, gab der Schulleiter den Scheidenden mit auf den Weg.

Mit herzlichen Worten verabschiedete auch Internatsleiter Gerd Geigenmüller 19 Heimschüler, davon sieben junge Frauen. Für ihn und alle Heimerzieher sei es ein ganz besonderer Jahrgang gewesen, nicht weil es so viele waren, sondern es sei bei fast allen die „besonders nette, feine menschliche Art, die euch so sympathisch macht“, so Geigenmüller. Fünf von ihnen haben nun eine Eins vor dem Komma, was nicht nur mit Intelligenz, sondern auch Fleiß und Ausdauer zu schaffen sei. Auch wenn die meisten aus schulischen Gründen ins Internat kommen, so spielen für die Internatsgemeinschaft ganz andere Eigenschaften eine Rolle, betonte der Heimleiter. Die Ehrennadel des Landschulheims – eine selten verliehene Auszeichnung – erhielt Maximilian Wurch, der sich über viele Jahre zum Beispiel als Sprecher in Internat und Schule außerordentlich für die Gemeinschaft eingesetzt hat. Ohne seine technischen Kenntnisse wären auch viele Veranstaltungen im Festsaal so nicht möglich gewesen.

Alle Wortbeiträge wurden musikalisch abwechslungsreich meist durch die Abiturienten selbst in verschiedenen Gruppen mit Gesang, Klavier, Gitarre und Schlagzeug umrahmt. Ein Höhepunkt war das auf der Bühne von den Abiturienten gemeinsam gesungene Lied „Angels“ von Robbie Williams.

In einer humorvollen Ansprache im Namen der Abiturienten ließen Viktoria Kluth und Max Krull ihre Schulzeit „der letzten 12, 13 oder 14 Jahre“ abwechselnd in chronologischer Reihenfolge Revue passieren. Einer der Höhepunkte war die Berlinfahrt, aber auch die Abifahrten nach Istanbul, Elba oder Rom. Die Schulzeit und der Einsatz von Lehrern und Eltern habe sie „zu den Persönlichkeiten gemacht, die wir jetzt sind und dafür sind wir dankbar“, so die Schülersprecher. Für ihre wertvolle Unterstützung ehrten sie die Oberstufenkoordinatoren Ulrich Jansen und Helmut Liebl mit einem Geschenk und auch ihre Mitschüler Magdalena Wagner und Theresa Lampersberger, die sich bei der Organisation von Abistreich oder Abiturball besonders engagiert hatten.

„Alle, die angetreten sind, haben die große Herausforderung bestanden“, freute sich die stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirats Claudia Pfeiffer bei ihrer Ansprache. Aus Elternsicht seien die Schuljahre der Abiturienten „nicht immer ganz so gechillt“ gewesen, wie sie die Schülersprecher sahen, sondern auch anstrengend. Nach Goethes Worten sollten die Eltern den Kindern erst Wurzeln und dann Flügel geben. Relativ leicht sei es, die Wurzeln zu geben, aber schon sehr viel komplizierter die Flügel. In der Pubertät und den Jahren danach hätten die Eltern zwar beraten dürfen, aber viel wichtiger sei meist die Meinung der Freunde gewesen. Gemeinsam hätten die Kinder ohne die Eltern Lebensstrategien entwickelt, die sich aber letztlich als positiv herausgestellt hätten. Die Vertreterin des Elternbeirats würdigte die Geduld und das Engagement von Lehrern und Erziehern, die auch viele Stunden ihrer Freizeit geopfert hätten.  Sie wünschte  den Scheidenden den Mut, Entscheidungen zu treffen und ihren Weg unbeirrt zu verfolgen.

Der Vorsitzende des Bundes der Altmarquartsteiner (BAM) Dr. Dr. Klaus Ständer (2 mal Dr. stimmt) hieß die Abiturienten im Bund der ehemaligen Schüler und Lehrer am Staatlichen Landschulheim willkommen und forderte sie auf, sich registrieren zu lassen. Der BAM erhebt keine Beiträge. Er organisiert nicht nur Ehemaligentreffen, sondern unterstützt durch Spenden die Schule jedes Jahr mit einem fünfstelligen Betrag. Der Vorsitzende und Sylvia Niedermeier vom BAM überreichten den Autoren der besten Seminararbeiten ein kleines Geldgeschenk , so an Elisabeth Borchert, die im Fach Englisch zum Thema „Society und Satire“ geschrieben hatte, an Magdalena Wagner in Geschichte für „Propaganda im Kinderzimmer im Ersten Weltkrieg“, an Andreas Nißl im Fach Chemie für „Schnapsbrennen – Enzianherstellung in Bayern“ und an Peter Widmer für seine Facharbeit „Spaniens Beitritt zur EG“ im Fach Spanisch. Von der Deutschen physikalischen Gesellschaft wurden heuer die Arbeiten von Florian Kink und Moritz Kirschner besonders ausgezeichnet.

Anschließend an die Festreden erhielten die Abiturienten unter tosendem Applaus ihre Zeugnisse aus den Händen von Gerhard Pschorn. Dazu erklangen bei jedem einzelnen ein paar Takte eines zu ihm passenden Songs, das die Mitabiturienten ausgesucht hatten.

Der Festakt endete mit einem Sektempfang bei Sonnenschein auf der Terrasse, wobei die Lehrerband Stimmungsmusik spielte. Krönender Abschluss war dann abends der traditionelle Abiturball, diesmal im Festsaal in Aschau.                                 Bericht und Foto: Christiane Giesen

02 Viele Bravorufe und großer Applaus beim Sommerkonzert

 

Über 60 Schüler sangen und musizierten am Staatlichen Landschulheim

 

Gerade passend zum ersten heißen Sommertag des Jahres fand das beschwingte Sommerkonzert mit über 60 Schülern aus allen Jahrgangsstufen im Festsaal des Staatlichen Landschulheims statt. Sowohl was die Musik betrifft als auch die wechselnden Gruppen und Solisten wurde ein buntes, abwechslungsreiches Programm mit vielen modernen Stücken geboten, die das Publikum mitrissen. Organisiert und geleitet wurde das Konzert von den Musiklehrern der Schule Dr. Astrid Cieslik, Sabine Weiskirchner und Michael Hiemke.

Mit dem Stück „Rolling in the deep“ von Adele eröffnete das neunköpfige Streichensemble das Konzert stimmungsvoll, gefolgt von dem Song „Skywalk“ der gleichen Sängerin, stimmig dargeboten durch die Chorsänger der Klasse 8a. Mit großem Können interpretierte dann Annabell Vacano auf der Geige den ersten Satz des e–Moll Konzertes opus 64 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Schülerin aus der 9. Klasse hatte heuer den ersten Preis beim Regionalwettbewerb von Jugend musiziert gewonnen und auch folgend einen guten Platz beim Landeswettbewerb. Das Publikum quittierte die konzertreife Leistung mit Bravorufen und langem Applaus. A capella, also ganz ohne instrumentale Begleitung, sang der Chor dann mehrstimmig vier Songs, darunter „Molly Malone“ oder „live is life“, was das Publikum zum Mitklatschen mitriss. Auch angefeuert vom temperamentvollen Dirigat von Michael Hiemke übertrug sich die wachsende Begeisterung der Sänger auf das Publikum. Dazu trug auch der folgende  Beitrag der Bigband unter Leitung von Astrid Cieslik bei. Auf vielen Blasinstrumenten von Tuba über Querflöte und Saxophon bis zur Taschentrompete gab es so bekannte Stücke wie „In the mood“ von Joe Garland zu hören.

Gelungen war auch der zweite Teil des Konzerts, mit mehreren Solisten, darunter Jana Götze am Mikrofon mit dem wohlklingenden „Dad“ von Neele Ternes, gekonnt am Klavier begleitet von Viktor Gruber. Einen souveränen Auftritt mit der Geige legte Anna Maria Steil mit dem „Stück „Master of Tides“ hin, obwohl sie erst seit zwei Jahren Geige lernt. Sangesfreude und Musikalität kamen auch beim Auftritt des Vokalensembles mit über 20 Schülern zur Geltung, das unter der Leitung von Astrid Cieslik unter anderem „For the longest time“ hinreißend intonierte. Bevor Zoe Rucker den Adele-Song „All I ask“ mit großem Stimmvolumen ausdrucksstark sang, gab noch die fünfköpfige Band des Landschulheims eine wohlklingende Einlage mit Leni Guggenbichler als Gesangssolistin. Insgesamt war es ein gelungenes Sommerkonzert, das Zuhörern und Interpreten gleich viel Freude bereitete. „Unverkrampft, fröhlich, stimmig“ brachte Schulleiter Gerhard Pschorn seinen Eindruck auf einen Nenner. Lange anhaltender Applaus und Bravorufe belohnten die Akteure. Die reichlich eingehenden Spenden kommen zur Hälfte dem indischen Patenkind der Schule zu Gute.                                 Bericht und Foto: Christiane Giesen

 

Juni 2016

30 Über Franzosen und andere Mysterien

 

Ein Bericht über den Frankreich-Austausch des Landschulheims Marquartstein von Annabell Vacano

 

 

Elsass, das ist so nah, da ist doch alles gleich wie hier in Bayern. Das wurde uns mehrmals gesagt, derselben Überzeugung waren auch wir. Den Austausch haben wir vor allem aus drei Gründen gemacht: Schulfrei, eine Reise ohne Eltern und um in der nächsten Französisch-Ex ein wenig besser abzuschneiden. Aber wir wurden überrascht: Die Franzosen sind trotz der geringen Entfernung doch grundverschieden.

 

Part 1: Deutschland

Es war Dienstag um 17 Uhr, als der Bus hielt und eine Horde Franzosen ausstieg. Alle deutschen Teilnehmer starrten die Franzosen an wie scheue Hunde, und die Franzosen starrten zurück. Als dann auch Frau Lloyd und Herr Mang endlich ankamen, teilten sie uns unseren Korrespondenten zu. Madame Blanché, die perfekt deutschsprechende beaufsichtigende Lehrerin der Franzosen rief nach  undefinierbarem Schema unsere Namen auf, um uns nach einem ebenso undefinierbaren Schema unseren Austauschpartnern zuzuordnen. Als ich aufgerufen wurde, fragte mich Madame Blanché:

„Du bist sportlich?“ „Ja“, antwortete ich wahrheitsgemäß. Madame Blanché dirigierte ohne lange nachzudenken eine französische Schülerin zu sich und sagte: „Camille ist zwar nicht sportlich, dafür aber nett“ und entließ uns. Etwas verwirrt von dieser Logik gingen wir zum Auto. Camille war wirklich nett, schon nach dem ersten Satz war ich dankbar über meine Korrespondentin.

 

Jeden Vormittag gab es für die Franzosen einen Ausflug: Schloss Herrenchiemsee, München, sogar eine Ausstellung von Andreas Kuhnlein haben sie besichtigt, das muss ein wahrer Kulturschock gewesen sein. Nach den schulischen Veranstaltungen trafen wir uns abends zu sogenannten „Soirées“, das sind „gemeinschaftliche abendliche Zusammenkünfte“. Ergo: 30 Jugendliche setzen sich an die Tiroler Ache und stopfen sich mit gegrillten Marshmallows voll. Diese Soirées waren für mich das Highlight unseres Aufenthaltes in Deutschland – in der Gruppe fand jeder seinen Platz, und wir alle waren abgesichert vor peinlichem Schweigen!

 

 

Part 2: Frankreich

Es war früh, als wir den Bus betraten, der uns nach Mühlhausen bringen sollte. Bei einer siebenstündigen Busfahrt würden die meisten sich erst einmal ausschlafen. Anders Franzosen: begeistert ließen sie französische, arabische und sogar türkische Rapmusik durch eine mitgebrachte Bluetoothbox dröhnen. Schlafen? Unmöglich. Stattdessen schminkten wir die französischen Jungs, und ganz ehrlich, sie wären hübsche Mädchen gewesen. Wir kamen in Mühlhausen an. Was sich wie ein deutsches Kaff in den Bergen anhört, ist in Wirklichkeit eine große Stadt. Pünktlich zu unserer Ankunft wurde ein Starbucks eröffnet – und eine Stadt mit Starbucks kann nur eine gute Stadt sein. In Frankreich wurde ich herzlich von meinen Gasteltern empfangen. In der Familie fühlte ich mich sofort wohl, alle waren freundlich, und vor allem sprachen sie für mich extra langsam. Unsere Korrespondenten begleiteten wir fast jeden Tag in die Schule. In allen Deutschstunden wurden wir vor die Klassen gestellt, die uns dann Fragen über uns und unsere Heimat stellen sollten. Scheinbar waren jedoch allein unsere Namen amüsant genug, um das Fragenspiel zu vergessen und sie stattdessen lachend und mit starkem Dialekt nachzusprechen. Nachmittags machten wir Ausflüge, wir besichtigten das Auto- und das Stoffdruckmuseum, machten eine Stadtrally und fuhren sogar nach Colmar, einer naheliegenden Stadt. Viel mitgenommen haben wir aus dem Museumsbesuch von dort aber nicht: Statt der (teilweise wirklich langweiligen) Führung zuzuhören, steckten wir die Kopfhörer aus den Audioguides in unsere Handys und sangen und tanzten zu unseren Lieblingsliedern. Dass das den Lehrern nicht aufgefallen ist, bezweifle ich. Vielmehr werden auch sie sich darüber gefreut haben, dass wir unsere Zeit in Frankreich so genossen.

 

FAZIT: Am liebsten wäre ich im Elsass geblieben. Wer fragt, was man denn im Elsass will, der war selbst noch nie da. Man konnte auf eigenen Beinen stehen, eigene Erfahrungen sammeln und mit Freunden eine neue Stadt erkunden. Jeden Tag passieren neue Dinge, jeden Tag gibt es neue Insider über die man noch Wochen lachen kann. Ich durfte mich in dieser Woche erwachsen fühlen, ohne Verantwortung übernehmen zu müssen – und das ist das beste Gefühl der Welt.

30 Turbulentes Theater ein voller Erfolg

„Schillers sämtliche Werke, leicht gekürzt“ - auf der Bühne des Staatlichen Landschulheims Marquartstein

Eine starke schauspielerische Leistung in vielen Facetten brachten die Schüler des Staatlichen Landschulheims Marquartstein bei der anspruchsvollen Komödie „Schillers sämtliche Werke – leicht gekürzt“ von Michael Ehnert auf die Bühne. Völlig anders als bei üblichen Theateraufführungen schlüpfen die insgesamt 13 Schüler aus der 11. Jahrgangsstufe immer wieder in neue Rollen und setzen auch sprachlich  auffällige Kontraste: die für uns manchmal antiquiert wirkende Sprechweise von Schillers Figuren wechselt mit der heutigen lockeren, mit Anglizismen durchsetzten Sprache der Jugend.

Ausgangspunkt ist, dass – wie der Durchsage am Anfang des Stückes zu entnehmen ist - eine professionelle Schauspieltruppe Verspätung hat. Kurzerhand stürmen die Platzanweiser die Bühne und beginnen einen turbulenten Kampf um die begehrten Hauptrollen. In einer amüsanten, entlarvenden Videoeinspielung begründen alle, weshalb sie sich selbst für besonders geeignet halten. Hier kommt bereits die Eitelkeit der Laiendarsteller zum Ausdruck, die sich dann wie ein roter Faden durch das Stück zieht. Schillers Tragödien werden nur kurz angespielt und immer wieder durch Einwürfe und Kommentare unterbrochen, wie „Konnte Schiller wirklich gut Deutsch?“, oder verschiedene Interpretationen mit Anspielungen auf die heutige politische Lage. Vor allem im ersten Teil der Komödie wird das Thema Integration immer wieder aufgegriffen. Die Türkinnen Aische und Hilmi, die gekonnt von Hannah Kunac und Luna Duric verkörpert werde, fühlen sich ausgegrenzt und versuchen deshalb den anderen Darstellern klar zu machen, dass die Deutschen keinen Besitzanspruch auf Schiller geltend machen können.

Der Wechsel von ernsten und witzig komödienhaften Szenen ließ auch dank der versierten Regie von Sandra Altmann keinen Moment Langeweile aufkommen. Angefeuert wurde die Spielfreude aller Darsteller bei der sehr gut besuchten Premiere noch durch zahlreiche Lacher und Zwischenapplaus.

Wie ein roter Faden führen drei sehr unterschiedliche Erzählerinnen (Paula Schmitz, Anabel Schwarz und Leoni Faltin) durch das Geschehen, wobei auch sie persönliche Wertungen abgeben und ihre Meinung nicht zurückhalten. Die großen Rollen des Don Carlos und der Maria Stuart werden gekonnt gespielt von Sofie Mauritz, die der Johanna von Orleans von Polina Befa und die des Dichters Friedrich Schiller von Sonja Prasch. Geistreiche Kommentare kommen dazwischen von Schillers Zeitgenossen Goethe und dem Schauspieler Iffland (Anna Baumgartner), die deren schwieriges Verhältnis beleuchten. Locker witzig spielen Hannah Kunac und Albrecht von Bodelschwingh Luise und Ferdinand im berühmten bürgerlichen Trauerspiel „Kabale und Liebe“, in dem der Präsident (Katharina Breuer) die zarte Liebe seines Sohnes zu der Bürgerlichen Luise entzweien möchte. In „Don Carlos“ glänzen Teresa Wiedemann als mutiger Roderich und Lenny Lander als eitle Elisabeth . Alle Schüler hatten gemeinsam das besondere Bühnenbild entworfen, wobei Polina Befa die Hauptarbeit leistete. Die grünen Kartons, in denen die Requisiten zu den unterschiedlichen Stücken verpackt sind, verweisen auf die grünen Tapeten in Schillers Arbeitszimmer, die durch ihren Terpentingehalt zum frühen Tod des Dichters beigetragen haben dürften.  Einige Requisiten und Kostüme wurden von Paula Schmitz eigens angefertigt, so zum Beispiel die Ballettkleidchen, die die Liebesgötter in „Kabale und Liebe“ tragen. Für die gut funktionierende Tontechnik zeichneten Carl-Heribert Heinzelmann und Martin Thoma verantwortlich, für die Lichttechnik Lucca Duile, Justin Bülow und Philipp Craubner.

Wer sich eineinhalb Stunden auf das Stück „Schillers gesammelte Werke“ einlässt, wird nicht nur gut unterhalten, sondern hat am Ende sicherlich einiges über Schillers Leben und Werk gelernt. Das Publikum belohnte die außergewöhnliche Theateraufführung mit lang anhaltendem Applaus. 

Bericht: Christiane Giesen

09 Nur auf Theater konzentriert

Penelope Spannagl nahm an  der Ferienakademie Roggenburg im Bereich Schauspiel teil, in einem Interview berichtet sie von ihren Erlebnissen dort:

Wie hast du dich beworben?

Penelope: Ich habe mich für den Schauspielkurs beworben, dafür habe ich eine ausführliche Bewerbung geschrieben und angegeben, warum ich mich dafür qualifiziert fühle.

Was hast du bei der Ferienakademie Roggenburg erlebt?

Es waren dort etwa 150 Schüler aus Bayern, aufgeteilt auf die Bereiche Kunst, Musik und Schauspiel. Ich war in einem der Schauspielkurse mit dem Titel „Hamlet und Ophelia, nicht Romeo und Julia, ein Shakespeare-Stück“. Wir haben uns nach dem Frühstück vormittags und nachmittags immer dem Kurs gewidmet. Es war toll, so viele kreative Leute kennenzulernen. Am letzten Abend wurden Ausschnitte aus unserem Stück den anderen Schülern vorgespielt.

Was hast du dabei neu gelernt bzw. erfahren?

Es war toll, sich einfach mal eine Woche nur auf das Theater zu konzentrieren. Wir haben uns erst gar nicht auf den Text fokussiert, sondern wir versuchten in der Gruppe eine einzige Figur bzw. kleine Szenen darzustellen. Man muss sich das so vorstellen, dass zwar jeder für sich spielt, doch als großes Ganzes wirkt. Erst standen wir zum Beispiel ca. 30 Sekunden still, dann haben wir zeitlich versetzt begonnen, Ophelias Abschiedsworte  paraphrasierend zu sprechen, dann sind wir gelaufen, plötzlich stehen geblieben und haben versucht einen Erstickungstod darzustellen. Dadurch, dass wir als Gruppe gespielt haben, ergab es eine ziemlich extreme Wirkung.  Ich würde auf alle Fälle in Erwägung ziehen, nochmals dorthin zu fahren. Vielleicht würde ich auch gerne mal an einem Kunstprojekt teilnehmen.

Könntest du dir vorstellen, einen Beruf am Theater zu ergreifen?

Ich möchte auf alle Fälle in die kreative Richtung gehen und mich schauspielerisch betätigen, solange ich die Möglichkeit dazu habe.

Das Interview führte Sandra Altmann

09 Siebzehn Mädchen sagen "Nein"

Den Satz "Ich will das nicht" zu sagen, hört sich einfach an. Aber dabei Selbstsicherheit auszustrahlen und so schon sehr frühzeitig körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden, erfordert Übung.
 
17 Mädchen des LSH und der Realschule Marquartstein trainierten ein ganzes Wochenende unter der Leitung von Stefan Wörnle (3. Dan) und Jörg Stadter (1. Kyu). Nach dem in der Frauen-SV bewährten Ampelprinzip wurde Prävention (grün), Sprechen & Grenzen setzen (gelb) und harte Selbstverteidigung (rot) geübt.
 
Alle schafften nicht nur den Bruchtest auf ein Brett und den Fight gegen den "schwarzen Mann", sondern auch den Übungsparcours in Zivil mit Stationen im Auto, am Treppenaufgang und in einem dunklen Tunnel. Vielen Dank auch an alle Helfer und Angreifer aus dem KSV-Unterwössen.

Bericht: Dr. S. Wörnle


 

Mai 2016

14 Wohnen und Lernen mit Blick in die Berge

Erweiterungsbau des Internatstraktes am LSH Marquartstein

Zu Recht freuen sich die auf dem Foto abgebildeten Oberstufenschülerinnen und Internatsleiter, Gerd Geigenmüller, denn schon im nächsten Schuljahr wird der Internatstrakt für die Mädchen der  11. und 12. Jahrgangsstufe fertiggestellt sein:

Im Herbst 2015 begannen die Bauarbeiten, dabei soll der sogenannte Berghof, ein bereits bestehendes Bauernhaus im oberen Internatsgelände um einen Neubau Richtung Süden erweitert werden, der architektonisch dem Unter- und Oberhaus ähnelt, so dass ein schönes und schlüssiges Ensemble entsteht. Der Berghof und der Neubau werden durch einen Glasgang miteinander verbunden. Während im Neubau die Schlafzimmer der Schülerinnen untergebracht werden, befinden sich im Altbau die Gemeinschaftsräume, so zum Beispiel die Küche oder der Wohnbereich, aber auch die Zimmer der Erzieherinnen.

Einzigartig ist wegen der enormen Hanglage sicherlich der Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Jedes Schlafzimmer im Neubau ist nach Wesen ausgerichtet und mit einer kleinen Terrasse bzw. einem Balkon ausgestattet, der einen unverstellten  Blick zur Hochplatte und zum Geigelstein bietet.

Notwendig wurde der Bau wegen der Zerstörung des Achenhauses durch diverse Hochwasser. Denn ursprünglich waren die Oberstufenschülerinnen direkt am Fluss untergebracht. Da das Erdgeschoss aber immer wieder meterhoch unter Wasser stand, schienen eine Renovierung kaum noch machbar und der Ersatzbau am Hang günstiger.

In der neuen Umgebung macht den Oberstufenschülerinnen das Lernen sicher doppelt Spaß!

Text: S. Altmann, Foto: G. Geigenmüller

14 Partnerzentren des Wintersports

Ein Aushängeschild der Schulen

Ihre besten Winterssportler haben das Staatliche Landschulheim (LSH) und die Achental Realschule in einer Feierstunde im LSH-Festsaal ausgezeichnet. Beide Schulen sind Partnerzentren des Wintersports (PZW) und werden zugleich durch den 1988 gegründeten Förderverein Schule und Skisport unterstützt.

Bernd Gietl war 15 Jahre lang Erster Vorsitzender des Vereins, bis im Herbst letzten Jahres Bürgermeister Andreas Scheck das Amt übernahm. Scheck überreichte nun dem scheidenden Vorsitzenden die Urkunde mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden.

Er trete „in ein großes Paar Schuhe“, sagte Scheck, aber er werde sein Bestes geben, um den Förderverein so erfolgreich weiter zu führen. Der Leiter des Gymnasiums, Gerhard Pschorn, überreichte Bernd Gietl die Ehrennadel des Staatlichen Landschulheims. Carl Artmann, Gründungsmitglied und seit 27 Jahren Geschäftsführer des Vereins, wurde in Abwesenheit zum Ehrenmitglied ernannt.

„Man kann nicht nebenher so ein bisschen Sport machen, um wirklich gute Leistungen zu erzielen“, sagte Günther Miller, Schulleiter der Achental-Realschule. Er betonte, dass viel Ehrgeiz und Organisation notwendig seien, um Schule und Leistungssport zu verbinden. Die Schüler seien nicht nur durch ihre sportlichen Leistungen das Aushängeschild der Schulen, sondern auch durch ihr vorbildliches Verhalten.

Mit dem Förderverein, der die Schüler sowohl finanziell als auch praktisch bei den Wettkämpfen unterstützt, habe immer eine hervorragende Zusammenarbeit bestanden, sagte Miller.

Auch Matthias Ramoser, der zehn Jahre PZW-Koordinator am Landschulheim war, richtete seinen Dank an Bernd Gietl und den Förderverein. Der schulische Erfolg sei genauso wichtig wie der sportliche. Wegen der oft vielen verpassten Unterrichtsstunden finanziere der Förderverein zum Beispiel individuelle Nachführstunden. In den letzten Jahren hätten alle Ski-Leistungssportler mit nur einer Ausnahme ihren Abschluss geschafft. Ohne die Unterstützung durch den Verein sei das nicht möglich gewesen, ebenso wenig wie die Teilnahme an vielen Wettkämpfen.

Besonderer Ehrengast war Biathlet Andi Birnbacher

Besonderer Ehrengast bei der Feierstunde war der erfolgreiche Biathlet Andi Birnbacher. Bernd Gietl hob Birnbacher als „Vorbild in jeder Beziehung“ für die jungen Leitungssportler hervor: Wenn Birnbacher nach großen Erfolgen auch immer wieder mal Rückschläge einstecken musste, so habe er dennoch nie aufgegeben. Gietl, selbst Gründungsmitglied des Vereins, erinnerte an die Gründung des anfänglichen „Skimodells“ mit Altlandrat Leonhard Schmucker, seinem Vorgänger als Vorsitzendem, Altlandrat Jakob Strobl, und Carl Artmann, dem langjährigen Geschäftsführer des Vereins.

Die Ehrung der Schüler der Achental-Realschule nahmen Andi Birnbacher und die PZW-Koordinatoren Hildegard Stephan und Christian Frank vor. Besonders ausgezeichnet wurde die Jungenmannschaft, die im Bundesfinale Langlauf den ersten Platz belegt hatte, nämlich Florian Arsan, Andreas Hobmeier, Paul Kanngießer, Julian Strauß, Stephan Wurbs, Markus Deml und Andreas Mayer.

Auch die Mädchenmannschaft war erfolgreich

Auch die Mädchenmannschaft mit Lena Hartl, Lisa Moser, Lena Scheck, Christina Zenz, Emily Bodenstein und Katharina Hammerl waren mit dem fünften Platz im Bundesfinale außerordentlich erfolgreich.

Zwar nicht als Wintersportler, aber als sehr erfolgreiche Leistungssportler zeichnete die Schule auch die Vizeweltmeisterin im Ju-Jutsu, Sophie Büscher, aus und Johann Plank, der den fünften Platz bei der Weltmeisterschaft belegt hatte, beide vom TSV Bergen.

Andi Birnbacher und PZW-Koordinator Stefan Kühnel überreichten Medaillen an die besten Wintersportler des Staatlichen Landschulheims der Saison. Eine Goldmedaille erhielt als einzige Sophie Lechner, die bei den bayerischen Meisterschaften in der Ski-Langlauf-Staffel den ersten Platz belegt hatte.

Die Silbermedaille bekamen Trine Göpfert, Amelie Szesnat, Silvio Riehl und Samuel Hein, die Bronzemedaille Michael Scheck, Lilly Schrittenlocher und Benjamin Harwalik.

Bild und Text: Giesen

April 2016

27 Ein lebendiges Schulleben vorgeführt

Viele Besucher beim Tag der Offenen Tür am Staatlichen Landschulheim

 

Großer Andrang herrschte beim Tag der offenen Tür am Staatlichen Landschulheims. Hunderte von Besuchern nutzten die Gelegenheit, sich umfassend über Schule, Internat, Tagesheim und die schuleigenen Werkstätten zu informieren. Mit großen Augen folgten die künftigen Schüler der fünften Klassen, begleitet von ihren Eltern dem „Schnupperunterricht“ in verschiedenen Fächern. Neben Schulführungen gab es zahlreiche Infostände von Internat und Tagesheim oder den Aktivitäten des Elternbeirats. Das gesamte Leistungsspektrum der Schule, wie zum Beispiel der rege Frankreich- und USA-Austausch oder Arbeitskreise wurden auch bei diversen Workshops lebendig demonstriert. Die Schüler erklärten zum Beispiel ihr eindrucksvolles, seit vier Jahren bestehendes Projekt im indischen Kinderdorf St. Boniface Anbaham (Foto). Die Schüler haben dort zwei Patenkinder, für die sie letztes Jahr ein Benefizkonzert veranstalteten und bei vielen Gelegenheiten, wie dem Christkindlmarkt in Marquartstein oder schulischen Veranstaltungen Spenden sammeln. Viel Interesse weckte das Kanu im Eingangsbereich (Foto), das demnächst von Schülern im P-Seminar „Bootsbau“ nachgebaut werden soll. Sportshows wie „Jumpstyle“ , eine „Bewegungsbaustelle“ oder eine Minitrampolin-Vorführung gaben einen Eindruck vom Sportunterricht. Im Zeichensaal gab es eine Ausstellung und einen Workshop zum Tetra-Print- Druck, außerdem eine öffentliche Probe von Chor, Orchester und einzelnen Instrumentalisten.  Auf verschiedenste Weise präsentierte sich der Fachunterricht in den verschiedenen Sprachen. Obwohl sie erst im ersten Jahr in Französisch unterrichtet wird, spielte eine sechste Klasse lustige französische Sketche, bei denen vor allem Wortverwechslungen eine Rolle spielten. Dass auch Latein absolut keine „tote Sprache“ ist, wurde bei Workshops gezeigt. Gerne probierten die Mädchen, wie sie im typisch römischen Gewand, der Toga, aussehen (Foto). Eine fünfte Klasse führte eine Szene aus Ottfried Preußlers berühmtem Buch „Krabat“ auf (Foto). Es ist unmöglich nur annähernd alle Attraktionen bei diesem Tag der Offenen Tür zu nennen. Auch die naturwissenschaftlichen Fächer präsentierten sich zum Beispiel bei einer Chemieshow, einer Physikshow und verschiedenen Experimenten zum Mitmachen Auch in den schuleigenen Werkstätten, Schreinerei, Gärtnerei, Elektrowerkstatt und Töpferei konnten sich die Besucher informieren, wie neben dem Weg zum Abitur auch eine handwerkliche Ausbildung nicht zu kurz kommen muss. Mit Frischem vom Grill und selbst gebackenen Kuchen sorgte die SMV (Schülermitverwaltung) dafür, dass der Hunger der Gäste gestillt wurde.                    

Bericht und Foto: Giesen             

                                         

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