Internatserziehung
Neben der Hinführung zu effektivem und selbstständigem Lernen ist die Vermittlung von Lebens- und Sozialkompetenz das wichtigste Ziel unserer Erziehungsarbeit im Internat.
Durch die gemeinsame Gestaltung des Alltags lernen die Schüler nicht nur alltagspraktische Fertigkeiten sondern erhalten auch vielfältige Anregungen für ihre soziale und emotionale Persönlichkeitsentwicklung. Dabei stehen die Erzieher den Schülern beratend, begleitend und impulsgebend zur Seite.
Zusätzlich zu vier hauptamtlichen Erziehern - davon eine Sozialpädagogin - sind vor allem Lehrer für die Betreuung der Kinder und Jugendlichen eingesetzt und zwar jeweils zwei Betreuer für eine Gruppe von maximal vierzehn Schülern. So können wir sowohl bei der schulischen Förderung, als auch im Freizeitbereich optimale Bedingungen bieten.
Leitbild für die öffentlichen Internatsschulen Bayerns

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Die öffentlichen Internatsschulen Bayerns ergänzen das schulische Bildungsangebot, indem sie Schülern und Schülerinnen aller Jahrgangsstufen eine optimierte Lernumgebung bieten. Der Einsatz kompetenter Lehrkräfte und Erzieher gewährleistet nicht nur in familiären Notsituationen ein der Begabung entsprechendes Weiterführen der Schullaufbahn, sondern kann ganz allgemein die Erziehungsarbeit der Familien entlasten, ergänzen oder verbessern.
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Die Bildungs- und Erziehungsarbeit der bayerischen Internatsschulen wird bestimmt durch eine demokratische, föderale Grundordnung und das bayerische Schulrecht. Auf der Basis einer christlichen, überkonfessionellen Weltanschauung wird eine Respektierung aller Religionen gewährleistet.
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Hochschulen und Arbeitgeber erwarten überzeugende Sachkompetenz, die sich nicht in kurzfristiger Reproduktionsfähigkeit erschöpft, sondern eine konstruktive Wissensbasis und geschickte Arbeitstechniken sowie eine positive Grundeinstellung erfordert. Hausaufgabenbetreuung, Förderunterricht, spezielle Kurse zu Lern- und Arbeitstechniken und die Arbeit in Lerngruppen unterstützen im Internat den Aufbau von Sachkompetenz. Die Betreuung durch Lehrkräfte orientiert sich am Grundsatz der Hilfe zur
Selbsthilfe, macht Lernprozesse transparenter und ermuntert zu eigener Aktivität; auf vielerlei Arten werden die Internatsschüler dazu angeregt, ihre Mitverantwortung im Lernprozess zu erkennen, aktiv zu bejahen und auszubauen. Die bayerischen Internatsschulen bieten ihren Schülern auch ausreichend Freiraum und vielfältige Freizeitmöglichkeiten im sportlichen und spielerischen Bereich. Durch Begegnung mit Musik, Theater und Kunst werden Anreize geschaffen, auch auf kulturellem Gebiet Interessen zu entwickeln.
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Die moderne Welt ist mehr denn je auf intensive Kommunikation angewiesen und fordert mit Nachdruck eine umfangreiche Sozialkompetenz, die vor allem Teamfähigkeit, Leistungsbereitschaft, Respekt vor anderen und Verantwortungsfreude umfasst. Das Gemeinschaftsleben in den bayerischen Internatsschulen bietet hierzu eine nahezu ideale Vorbereitung: Die Internatsschüler spüren unmittelbar die Wirkungen ihrer Einstellungen und Handlungen auf die Gemeinschaft und erfahren doch Schutz durch die ausgleichenden Maßnahmen der Erzieher; sie werden lernen, dass ein tolerantes, hilfsbereites und solidarisches Verhalten den größten Anklang findet, und werden so ihre Selbstachtung und ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten erweitern können. Das Leben im Internat bietet ein ideales Übungsfeld für die Kommunikationsfähigkeit der Internatsschüler und Gelegenheit zur Übernahme von Verantwortung. Bewusstsein für die eigene Gesundheit und für die Belange des Umweltschutzes sind weitere wichtige Ziele der Internatserziehung.
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Gemeinsam mit den Eltern können die bayerischen Internatsschulen mit ihren Hilfen zum Aufbau von Sach- und Sozialkompetenz einen bedeutenden Beitrag zu einer positiven Persönlichkeitsentwicklung leisten.

