Mit dem Rad auf den Spuren der Römer
Lateinexkursion der Klasse 8b nach Bedaium/Seebruck
An einem verregneten Wochenende stellten sich die mutigen Lateinschüler der Klasse 8b und ihre Lehrer, Frau Altmann, Herr Straßer und Frau Klause den Gefahren des Zeltens. Am Freitag, den 14. 5. 2010, fuhren wir nach der Schule mit dem Rad los in Richtung Chieming, wo wir nach dreistündiger Fahrt mit Nieselregen und einer Einkehr in der Hirschauer Bucht erschöpft, aber glücklich ankamen. Nachdem wir unsere Tipizelte bezogen hatten, gab es ein Abendessen, das von Frau Klause und ihren fleißigen Helfern zubereitet worden war. Nach einigen Spielen ging es dann auch schon ins Bett beziehungsweise in die Schlafsäcke.
Die erste Nacht war kurz und leider (der kälteste Mai seit hundert Jahren machte es möglich) sehr kalt. Und als wäre das noch nicht genug, wurden wir am Morgen von einem Pfau geweckt, der ebenfalls auf unserem Zeltplatz wohnte und der es ist mit lauten Schreien eindeutig auf uns abgesehen hatte. Gestärkt durch ein Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Römermuseum "Bedaium", wo uns eine Führerin interessante Dinge über die Lebensweise und Kultur der Römer erzählte, die früher am Chiemsee gelebt hatten. Wir konnten sogar verschiedene Ausgrabungen wie zum Beispiel kunstvoll verzierte Schüsseln und handgefertigte Schmuckstücke bestaunen. Später besichtigten wir die römische Fischdarre und ein Gräberfeld in Seebruck sowie ein Keltendorf bei Truchtlaching, dazu hörten wir einige von uns vorbereitete Referate, die beispielsweise die Esskultur der alten Römer thematisierten. Abends wurde gegrillt und wir bekamen Besuch von Herrn Kreidler, der - zur Freude aller - warme Decken für die Nacht mitgebracht hatte. So schlief es sich gleich viel besser, so dass die zweite Nacht eigentlich ganz angenehm war - wenn man davon absieht, dass der Pfau auch am zweiten Morgen etwa um 5:30 Uhr wieder die Funktion eines Weckers übernahm.
Am Sonntag Vormittag brachen wir schließlich wieder nach Marquartstein auf, wo unsere Eltern uns schon erwarteten. Obwohl das Wetter nicht besonders vorteilhaft war und wir auf dem Rückweg noch eine Reifenpanne hatten, sind wir uns alle einig: das war eine Mordsgaudi! Vielen Dank an unsere Betreuer, dass dieser Spaß möglich war.
Bericht: Janine Falarowski und Katharina Vogl

