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Mit Liebe und Phantasie gestaltetes Weihnachtstheater:„In 80 Tagen um die Welt“

Ein turbulentes, mit großer Kreativität gestaltetes Weihnachtstheater bringt die Theatergruppe von Eva Geigenmüller mit „In 80 Tagen um die Welt“ auf die Bühne des Staatlichen Landschulheims

Rund 40 Schüler von der fünften bis zur elften Jahrgangsstufe wirken mit, wobei die Hauptrollen doppelt besetzt sind, manche Schüler spielen auch zwei oder gar drei kleine Rollen. Im Mittelpunkt der spannenden Geschichte steht Phileas Fogg (Lisa Hackl, Felix Wiedemann), ein überaus vornehmer Gentleman mit so manchen Schrullen: Ein Diener (Heiko Nöldeke) wird zum Beispiel entlasssen, weil er das Rasierwasser nur auf 84 Grad anstatt auf 86 Grad erwärmt hat! Wegen einer Wette um 20 000 Pfund Sterling unternimmt Fogg das waghalsige Unternehmen, in 80 Tagen die Welt zu umrunden. Einziger Begleiter ist der quirlig gewitzte Diener Passepartout (Fabian Watzl, Christine Schwemmbauer), der seinen Herren aus manchen Schwierigkeiten hilft, wenn die beiden in Indien die schöne Aouda (Laura Knoll, Kathrin Hildebrand) vor dem Tod auf dem Scheiterhaufen bewahren oder einen Indianerüberfall bestehen müssen. Mit aufwändiger Technik, für die Pascal Perret und Lukas Geppert verantwortlich zeichnen, wird anhand von Bildern der jeweilige Schauplatz auf die Bühne projiziert und mit der passenden Musik unterlegt. In schnellen Szenenwechseln mit vielen überraschenden Gags zieht die Welt an den staunenden Zuschauern vorüber, wenn zum Beispiel ein Elefant die Reisenden transportieren muss oder Passepartout in einer Opiumhöhle landet. Durch viele unerwartete Zwischenfälle scheint die Reise immer wieder gefährdet. Besonders der übereifrige Kriminalinspektor Fix, herrlich gespielt von Sonia Prasch und Mona Kricke, erhöht die Spannung, da er Fogg als vermeintlichen Bankräuber rund um die Welt verfolgt. Mit viel Temperament spielt Sofie Lindlacher einmal den Elefantenbesitzer, dann den Cowboy Proctor und besonders lustig die Pfarrhaushälterin. Aber auch die übrigen Rollen waren unter der bewährten Regie von Eva Geigenmüller sehr gut besetzt. Ihr und ihrem Mann, Heimleiter Gerd Geigenmüller, gelang es heuer schon zum 10. Mal, die Schüler für ein Weihnachtstheater so zu begeistern, dass sie trotz Schulstress voll in ihren Rollen aufgehen. So war allen war ihre Freude am Spiel deutlich anzumerken und dank des häufigen Zwischenapplauses spielten sie sich im Laufe des Abends immer freier. Mit viel Liebe, Sorgfalt und Phantasie ist auch das gesamte Drumherum auf der Bühne gestaltet. Durch die gut ausgewählten Kostüme und passenden Perücken wird das Publikum sogleich in die Atmosphäre von 1872 entführt. Die Requisiten stammen aus dem inzwischen großen Fundus des Theaters, von den Spielern selbst oder von Margarete Fette, die seit vielen Jahren für das Theater näht.

Christiane Giesen

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