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Nachrichten

Oktober 2018

17 Studienfahrt in ein Land der Kontraste

Als wir unsere Auswahlbögen für die Studienfahrt 2018 erhielten, hatten wir verschiedene Länder zur Auswahl: Es gab Reisen nach Schottland, in die Gebirge Österreichs sowie in Frankreichs Provence. Wir wussten einiges über diese Länder, sei es durch Austausche in der Vergangenheit, Reisen mit den Eltern oder auch einfach durch Filme und den Schulunterricht. Doch über ein Land auf dieser Liste konnte niemand von uns wirklich etwas sagen: Bulgarien.

 

 

 

Die Entscheidung fiel den meisten von uns sehr leicht: Wir wollten keinen typischen Touristenurlaub, wollten nicht zusammen mit hunderten anderen Reisenden irgendwelche Sehenswürdigkeiten besichtigen, wir wollten nichts, das wir schon kannten. Stattdessen zog uns das Unbekannte dieses Landes an. Das einzige, das wir über Bulgarien wussten, war dass sein BIP in etwa genau so hoch ist wie der Jahresverdienst von Audi und es damit das ärmste Land in der EU war. Wir wussten nicht, wie die Menschen dort waren, wie die Städte aussahen, unter welchen Umständen die Einwohner lebten oder welche kulturellen Erbstücke es in Bulgarien gab. Wir waren neugierig und wollten etwas neues erleben. Deshalb entschieden wir uns für die Studienfahrt nach Sofia.

 

 

 

Als ich meiner Familie eröffnete, statt nach Edinburgh oder Frankreich in die Hauptstadt eines ehemaligen Ostblockstaates fahren zu wollen, hielten sie mich für verrückt. „Da gibt’s doch nichts“, meinte meine Oma kopfschüttelnd zu mir. Sie irrte sich. 

 

 

 

Der Flug von München nach Sofia dauerte weniger als zwei Stunden. Wir kamen um die Mittagszeit an und fuhren vom Flughafen aus direkt zu unseren Unterkünften: Die Jungen waren in einem Haus untergebracht, die Mädchen in einer Wohnung, die ungefähr 15 Gehminuten auseinander lagen. Geschlechtertrennung ist wichtig. 

 

Die Gebäude, welche wir auf unserem Weg sahen, ähnelten denen deutscher Altstädte. Doch ihre Fassaden waren von Graffiti überzogen, an vielen Stellen bröckelte der Putz ab. Die Gärten, wenn sie denn vorhanden waren, waren von hohen Metallstäben eingezäunt. Und hier und da erblickte man ein prunkvolles Botschaftsgebäude.

 

 

 

So abgeschreckt vom äußeren Zustand unserer Unterkunft wir auch gewesen sein mögen, so erstaunt waren wir über das Innere der Wohnung: Ihr Herzstück bildete ein hoher, ovalförmiger Raum, ausgestattet mit einem großen Esstisch und gemütlichen Sofas. Eine hohe Glastür ermöglichte den Zugang auf den malerischen Balkon, von welchem aus man über den Baumschwingen einer alten Eiche hinab in ein kleines Restaurant blicken konnte. Die Küche war eingegrenzt von einer doppelten Schicht von Fenstern, welche bis zur Decke reichten. Auch die Schlafräume waren romantisch und gemütlich eingerichtet. Ein voller Gegensatz zum vierstöckigen Haus der Jungen. Dort gab es kunstvolles Graffiti an den Wänden, eine Gitarre stand im Wohnbereich, in einem kleinen Garten gab es die Möglichkeit sich zu setzen. Ich denke, jede Gruppe war mehr als zufrieden mit ihrer jeweiligen Unterkunft.

 

 

 

Die nächsten Tage besichtigten wir Sofia. Frau Klause hatte eine eigene Stadtführung mit Präsentationen und Informationen zu bestimmten Sehenswürdigkeiten der Stadt geplant. Sofia überraschte uns: Die Stadt war reich an uralten römischen Stätten, die Ausgrabungsstätten waren jedoch nicht touristenüberlaufen oder ausgeschildert. Man stolpert einfach über sie, wenn man durch die Stadt läuft. Wir erfuhren viel über die Geschichte Bulgariens, über seine Einflüsse von Russland, seine Unabhängigkeitserlangung und seine Wirtschaft. 

 

 

 

An einem Tag besuchten wir Plovdiv, die europäische Kulturhaupstadt 2019. Diese Stadt liegt einige Stunden von Sofia entfernt. Der Zug, in welchem wir anreisten, erinnerte uns sehr an den Zug nach Hogwarts: Rustikale Ledersitze, Fenster, die man noch öffnen konnte...

 

Plovdiv ist eine sehr alte Stadt. Sie wurde auf sieben Hügeln erbaut, von denen bis heute jedoch einige aufgrund ihrer Kiesvorkommen abgetragen wurden. Das Highlight der Stadt ist wohl die Ausgrabung eines riesigen römischen Kolosseums, nur 5m kleiner als das in Rom. Da das Kolosseum unter der großen Fußgängerstraße im Herzen der Stadt lag, wurde es einfach unter der Straße ausgegraben, sodass der Komplex nun zweistöckig ist. 

 

 

 

Höhentechnisch war das „Highlight“ unserer Fahrt die Wanderung auf das Rila-Gebirge. Eine Gruppe fuhr mit einem Lift hoch und unternahm von da aus eine zweistündige Wanderung, die andere startete weiter unten und wanderte insgesamt ca. 5 Stunden. Das besondere am Rilagebirge ist nicht nur seine Höhe, sondern auch die sieben Rila-Seen, welche an den Gipfeln des Gebirges liegen. Für uns ergab sich eine einmalige Aussicht, hinab an den verschiedenen Seen bis hin zu den Vororten von Sofia...

 

 

 

Wenn ihr mich fragt, was mir an Bulgarien am besten gefallen hat, dann ist das eindeutig das Essen. Einerseits sind die Preise im allgemeinen weit unter dem deutschen Niveau, andererseits gab es an jeder Ecke kleine Restaurants und Cafés. In dieser Hinsicht erinnert mich Sofia stark an Berlin. Ebenso wie dort schießen in Sofia junge neue Restaurants mit einzigartigen Gerichten aus dem Boden. (Z.B. Basilikumlimonade). Und neben diesen jungen Läden fällt ein weiteres Gebäude fast in sich zusammen.

 

 

 

Sofia ist eine Stadt der Kontraste: Arm und Reich, wie auch Alt und Neu sind untrennbar miteinander verbunden und unmittelbar nebeneinander anzutreffen. Und inmitten dieser Kontraste pulsiert das Leben. Das Herz einer Stadt besteht nicht aus ihren Gebäuden oder ihren kulturellen Erbstücken. Das Herz einer Stadt besteht aus den Menschen, die dort leben, und aus dem Alltag, der dort anzutreffen ist. Ohne Menschen ist eine Stadt tot. Und so war Sofia, trotz all ihrer leerstehenden und baufälligen Gebäude doch eine der lebendigsten Städte, auf die wir je getroffen haben. 

 

 

 

Zuletzt möchte ich noch Frau Klause und Herrn Schmid danken, die uns diese Reise ermöglicht haben. Ohne Sie hätten wir vermutlich nur halb so gute Erinnerungen an unsere Studienfahrt! Und ein herzliches Dankeschön nochmal an Frau Klause, welche sich im Vorhinein unglaublich detailliert über Sofia informiert hatte und uns Einblicke in die lange Geschichte dieses Landes geboten hat. Hoffentlich findet diese Fahrt von nun an regelmäßig statt! 

 

Annabell Vacano
 

09 Gratulation an Eddi Burger

Eddi Burger, Schüler am LSH Marquartstein, ist deutscher Vizemeister im Windsurfen

Als deutscher Vizemeister in der Klasse BIC Techno 293 U13 ist Eddie Burger aus der Klasse 6d vom Wannsee/Berlin zurückgekehrt. An drei Wettkampftagen von 28.-30. Oktober und zehn Läufen bei Windstärke 5-6 oder auch mal nur 1-2 konnte er zwischenzeitlich sogar das Trikot des Führenden tragen. Am Ende hat es für einen sehr guten 2. Platz gereicht!

09 Bis aus Kanada, London, Oslo und Paris angereist

Jubiläumstreffen zum 90jährigen Bestehen des Staatlichen Landschulheims

 

Mit gut 700 Teilnehmern überwiegend aus den Abiturjahrgängen der 70er und 80er Jahre war das Jubiläumstreffen zum 90jährigen Bestehen des Staatlichen Landschulheims Marquartstein ein großer Erfolg. Das Festzelt hinter dem Rathaus war schon am Begrüßungsabend, Freitag, mit fast 300 Besuchern gut besucht, am zweiten Abend  aber „gerappelt“ voll. Unzählige ehemalige Schüler, Lehrer und Mitarbeiter der Schule trafen sich oft nach Jahrzehnten zum ersten Mal wieder, lagen sich in den Armen und kamen aus dem Erzählen kaum heraus. Eine Ehemalige war extra aus Toronto, Kanada, angereist, andere kamen aus London und Cambridge, Oslo und Paris, außerdem natürlich aus ganz Deutschland.

Das gesamte Jubiläumstreffen war von der Vorstandschaft des Bundes der Altmarquartsteiner, allen voran der dritten Vorsitzenden Sylvia Niedermeier, bis ins Einzelne gut geplant und organisiert worden. So war das Festzelt unter anderem mit Fototafeln von Schülerjahrgängen, aber auch vom jüngsten Polenaustausch, dekoriert und Tische für die verschiedenen Schülerjahrgänge markiert worden waren, so dass man sich trotz des großen Andrangs gut zurecht finden konnte. Am ersten Abend eröffnete der erste Vorsitzende des BAM, Dr. Dr. Klaus Ständer, das Festwochenende und freute sich über die große Resonanz an Teilnehmern, da alleine fast 700 Anmeldungen eingegangen waren, regelmäßig aber auch sehr viele weitere,  unangemeldete Ehemalige zu den Abenden kommen. Oberstudiendirektor Christian Czempinski, der seit einem Jahr neuer Schulleiter des Landschulheims ist, sagte bei seiner kurzen Begrüßung, er habe noch nie eine Schule kennen gelernt, an der die Verbindung zwischen den Generationen, derzeitigen und ehemaligen Schülern, Lehreren und Mitarbeitern so stark sei wie an dieser Schule. Er würdigte auch das finanzielle Engagement des BAM, der der Schule allein durch Spenden Vieles ermöglicht, was sonst niemals zu stemmen wäre.

                 Festschrift zu 90 Jahre Landschulheim

Zum Jubiläum erschien zudem eine schöne Festschrift mit Vergleichen von früher und heute, was besonders an den historischen und aktuellen Fotos der Schule deutlich wird. Zusammengestellt und entworfen wurde sie von den beiden Lehrern Susanne Klause und Karl-Heinz Hauser, wobei vor allem das umfangreiche Archiv von Sylvia Niedermeier genutzt wurde. Neben zwei ergreifenden Berichten ehemaliger Schüler zu dem im letzten Jahr verstorbenen, von vielen hoch verehrten Lehrer, Dr. Peter Stolberg,  sind unter anderem auch eine große Anzahl von Zeichnungen und Berichten ehemaliger und heutiger Schüler abgedruckt. Festschriften können nach wie vor bei Sylvia Niedermeier, unter der Telefonnummer 08641/8548 bezogen werden.

Anlässlich des Schuljubiläums hatte die Schule am Samstagvormittag einen Tag der Offenen Tür mit mehreren Führungen durch das ganze Gelände mit Schule, Internat, Schreinerei, Gärtnerei und Sportstätten organisiert. Dazu gab es verschiedene Ausstellungen, so in den beiden Kulturräumen neben dem Lehrerzimmer mit Keramiken der akademischen Bildhauerin Majlis Dobel, im anderen mit Töpferarbeiten ihrer Schüler. Auch eine schöne Ausstellung mit Bildern im Tetratütendruck von Kunsterzieher Karl-Heinz Hauser und seinen Schülern gab es zu bewundern.

Die Abiturienten dieses Jahrgangs sorgten im Erdgeschoß mit Kuchen und Kaffee für die Bewirtung der vielen Gäste.

Am Sonntagvormittag öffnete der Eigentümer der Burg Marquartstein, Konrad Bernheimer, Burghof und Rittersaal für die Abiturjahrgänge, die einstmals hier gelebt hatten. Zum Abschluss gab es diesmal eine feierliche Dankandacht in der Burgkirche St. Veit, zelebriert von Pastoralreferent Peter Jörg, Abiturjahrgang 1979. Schon jetzt machen sich die Verantwortlichen des BAM Gedanken darüber, wie das Jubiläum zum 100. Geburtstag der Schule aussehen wird.                                             (Foto und Text: Christiane Giesen)

 

Foto

Beim Begrüßungsabend im Festzelt zum 90jährigen Bestehen des Staatlichen Landschulheims Marquartstein gaben sich auch (von links) Hans von Mallinckrodt, Ehrenvorsitzender des Bundes der Altmarquartsteiner, Sylvia Niedermeier, seit 30 Jahren Schriftführerin und Kassiererin des BAM, der seit einem Jahr amtierende Schulleiter Christian Czempinski sowie der erste Vorsitzende des BAM Dr. Dr. Klaus Ständer die Ehre.             Foto: Giesen

07 Greetings from Kansas

Das Staatliche Landschulheim Marquartstein bietet mittlerweile eine Fülle an unterschiedlichen Austauschprogrammen: eben erst waren die Gastschüler aus Warschau bei den Neuntklässerln von Marquartstein zu Besuch, da kommen die Oberstufenschüler von ihrem insgesamt dreiwöchigen USA-Austausch nach Hause zurück, sie haben wirklich viel erlebt:

 

Zwei Wochen hielten sich die Gymnasiasten des LSH bei ihren Gastfamilien in Bucklin auf. Nach einer etwas langen Anreise mit fast drei Stunden Verspätung kamen die Kids aus Germany, begleitet von Ralf und Evi Sepper sowie Nicole Haase endlich in Wichita am Flughafen an.

Nach einem herzlichen Willkommen an der Bucklin-High-School nahmen die amerikanischen Gastgeber ihre Gäste gleich am ersten Wochenende auf einen genialen Campingtrip an den Lake Wilson. Hier hatten alle einen Riesenspaß beim Wasserskifahren, Wakeboarden und Tuben.

Viele neue Kontakte wurden geknüpft und die Schüler des Landschulheims präsentierten sich gut während der Spirit-week der Bucklin-High-School, die im Twin Day, in der Homecoming-Parade (mit einem eigenen LSH-Wagen) und dem Homecoming Dance gipfelte.

Schnell konnten sich die Gäste aus Marquartstein in Bucklin integrieren, sei es beim Footballtraining, beim morgendlichen Pledge-of-Allegiance-Sprechen oder beim Cheerleadern.

Nach dem zweiwöchigen Aufenthalt bei den Gastfamilien stand dann noch Roadtrip nach St. Louis und Chicago auf dem Programm.  Der Austausch war für die Schüler sicherlich eine unvergessliche Erfahrung!

September 2018

30 Abschied von den Austauschschülern aus Polen

In den vergangenen Wochen waren die Gastschüler aus Polen bei unseren Neuntklässlern zu Gast. Sie erlebten im Achental ein abwechslungsreiches Programm, das ihnen Einblick bot in bayerische Traditionen und unseren Lebensstil. Nur ein paar Programmpunkte sollen hier erwähnt werden:


- Begrüßung durch Hr. Czempinski
- Bootsfahrt auf dem Königssee
- Wanderung entlang des Obersees zur Fischunkelalm und zum Röthbach-Wasserfall mit herrlichem Ausblick auf Obersee und Watzmann mit hunderten von Kühen als Hauptattraktion

- Volkstanzkurs

Am Donnerstag, 27. September reisten die Schüler mit ihren begleitenden Lehrern nach Polen zurück. Noch am Bahnhof Übersee mussten sich einige der Marquartsteiner Schüler die Abschiedstränen verdrücken. Man freut sich auf ein Wiedersehen.

Herzlicher Dank für die Organisation des Austausches geht an Florian Haigermoser und Heidi Pötscher!

August 2018

22 Das Landschulheim wird 90 Jahre alt

Großes Jubiläumstreffen des Bundes der Altmarquartsteiner

 

Marquartstein. Ein großes Jubiläumstreffen zum 90jährigen Bestehen des Staatlichen Landschulheims Marquartstein findet von Freitag, 5. Oktober, bis Sonntag, 7. Oktober, statt. Gleichzeitig feiert der Bund der Altmarquartsteiner, das sind ehemalige Schüler und Mitarbeiter der Schule, sowie der Verein der Freunde des Landschulheims sein 65jähriges Bestehen. Der Begrüßungsabend findet am Freitag ab 18 Uhr im Festzelt auf der Wiese beim Rathaus statt.

Die Mitgliederversammlung des Bundes der Altmarquartsteiner (BAM)  ist am Samstag um 9.30  Uhr in einem Klassenzimmer der Schule im Parterre. Die Neuwahl des ersten und zweiten Vorstandes sowie des Kassiers stehen auf dem Programm. Am Samstag findet außerdem zwischen 10 und 12.30 Uhr ein Tag der Offenen Tür im Landschulheim und auf dem ganzen Schulgelände statt. Es gibt Führungen durch Schule und Internat mit Vorstellung der neuen Gebäude und Bauvorhaben. Ein detaillierter Plan zum Tag der Offenen Tür liegt am Freitag schon im Festzelt aus.

Ab 18 Uhr ist wieder großes Treffen im Festzelt mit Reden des BAM-Vorsitzenden Dr. Dr. Klaus Ständer, des Leiters der Schule Christian Czempinski und Marquartsteins Bürgermeister Andreas Scheck, der selbst 1988 das Abitur am LSH ablegte. Am Sonntag, 7. Oktober, findet um 10.30 Uhr eine Dankandacht mit Pastoralreferent Peter Förg (Abiturjahrgang 1979) in der Burgkapelle St. Veit statt. Anschließend ist ein kurzer Besuch des Burghofs möglich.  Um Anmeldungen zum Jubiläumstreffen wird bis spätestens 5. September bei der stellvertretenden BAM Vorsitzenden Sylvia Niedermeier gebeten. Die Tourist-Info in Marquartstein hilft überdies bei der Vermittlung von Zimmern.

 

                 Geschichte des LSH im Überblick

Die Schule wurde 1928 als privates Landerziehungsheim von dem Reformpädagogen Hermann Harless gegründet. Nach seinem Konzept sollten die Schüler „fern der verderblichen Einflüsse der Stadt“ in ländlicher Umgebung ein Zusammenleben in familienähnlichen Gruppen zwischen Erziehern und Schülern erleben. Anfangs war die Schule in den Räumen der Burg untergebracht, die aber schnell zu eng wurden, so dass 1933 das Neue Schloss hinzugekauft wurde, das auch heute noch den Mittelpunkt der Schule bildet. Weitere Häuser kamen nach und nach hinzu, wobei das Schöneck, der Berghof oder das Alte Laborhaus noch heute existieren. Seit dem Jahr 1943 ist die Schule staatlich. Neben den ständig notwendigen Renovierungsarbeiten wurden in den 50er und 60er Jahren auch zahlreiche Internatsgebäude auf dem Schulgelände errichtet, wie Oberhaus und Unterhaus, der Trakt für die Naturwissenschaften, das sogenannte Alte Laborhaus sowie das Wirtschaftsgebäude mit Festsaal, Speisesaal und Küche. Vor über 30 Jahren kamen die neue Turnhalle an der Ache und der neue Klassenzimmertrakt beim Neuen Schloss hinzu, und vor zwölf Jahren wurde der alte Musikpavillon durch den Tagesheim-Neubau ersetzt. Im vergangenen Schuljahr zählte die Schule rund 650 Schüler, davon 103 Internatsschüler und fast 90 Lehrer und Erzieher.                                                     

Text: Christiane Giesen

Termine

Oktober 2018

25 Herbstfest des P-Seminars "Literatur auf Leinwand" Schule

 

Am 25. Oktober 2018 findet im Festsaal des LSH Marquartstein die Kulturveranstaltung „Literatur auf Leinwand“ statt.

Um 19.00 Uhr beginnt die Festlichkeit mit einem kostenlosen Sektempfang, im Anschluss daran stellen die insgesamt neun Seminarteilnehmer des P-Seminars Deutsch unter Leitung von Sandra Altmann jeweils ein berühmtes literarisches Werk vor, dessen Inhalt über Fotografien auf einer großen Leinwand veranschaulicht wird, vgl. Foto: zu sehen sind hier Franziska Ehrl und Markus Malaika in einer Szene zu Borcherts „Das Brot“.  Magdalena Hannappel zeigt etwa „Leonce und Lena“, Solvejg Hoch „Schweigeminute“, Kate Westermeier „Homo faber“ oder Sara Westermann „Bahnwärter Thiel“, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Präsentationen werden musikalisch untermalt von Erwin Appenzeller am Klavier, Peter Straßer am Kontrabass und Benjamin Riegel am Schlagzeug.

Nach der etwa einstündigen Darbietung gibt es ein kostenloses Buffet, an das sich ein witziger Kurzfilm anschließt, den die Mitglieder des P-Seminars selbst gedreht haben. Zuletzt gibt es bei offenem Barbetrieb die Möglichkeit bei Cocktails, Bier und alkoholfreien Drinks den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Durchs Programm führen Annabell Vacano und Johanna Dachs. Wer also schon immer einmal Christina Hagl als schnippische Elisabeth I von England erleben wollte und Marie Hauzel als ihre nicht minder streitsüchtige Gegnerin Maria Stuart oder Sonja Steiner als verwirrtes Gretchen aus Goethes „Faust“, der sollte sich diesen Abend nicht entgehen lassen. Eine gute Abiturvorbereitung ist die Veranstaltung allemal! Herzlicher Dank ergeht an die vielen Schüler, Lehrer und Eltern, die unser Projekt unterstützt haben! Der Eintritt ist kostenlos, eine Spendenbox steht bereit.

 

Alle Infos auf einen Blick

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Seminarpräsentation

25.10.2018 19:00

Festsaal

086416240

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November 2018

05 Plakatausstellung „Revolution! Bayern 1918/19“ Schule

Eine Ausstellung des „Haus der Bayerischen Geschichte“ mit Unterstützung des „Freundeskreis Haus der Bayerischen Geschichte“

und des „Museumspädagogischen Zentrums München“

 

Vom 5. November – 29. November 2018 zeigt unsere Schule im Kulturraum (S. 01) in Form von acht thematischen Schauplakaten die Ausstellung „Revolution! Bayern 1918/19“ des „Haus der Bayerischen Geschichte“, die mit Unterstützung des „Freundeskreis Haus der Bayerischen Geschichte“ und dem „Museumspädagogischen Zentrum München“ zustande kam. Hierbei informieren die Plakate mit Texten und Abbildungen über die Grundzüge der Revolution von 1918/19 in Bayern. Die Ausstellungstexte stammen von Judith Bruniecki und für die Redaktion sind verantwortlich Evamaria Brockhoff und Dr. Josef Kirmeier.

Als erstes „Majestät, schaug’n S, dass hoamkumma, sunst is’s g’fehlt aa!“ („Majestät, schauen Sie, dass sie nach Hause kommen, sonst ist alles verloren!“). Diese Worte soll ein Arbeiter zum bayerischen König Ludwig III. gesprochen haben, als er diesem beim Spazierengehen im Englischen Garten am 7. November 1918 begegnete. Schon zwei Tage vor dem Ausbruch der Revolution in Berlin am 9. November 1918 hatte es in München Unruhen gegeben, die sich vor allem gegen die Fortführung des Ersten Weltkriegs und die Not der Bevölkerung richteten. Anhänger der SPD und der USPD unter ihren Anführern Erhard und Eisner versammelten sich auf der Theresienwiese  zu einer politischen Kundgebung. Danach marschierten die Teilnehmer der Kundgebung, nun auch begleitet von Soldaten aus den Kasernen, weiter zum bayerischen Landtag, wo Kurt Eisner die Republik, den Freistaat Bayern, ausrief. Am Ende des Tages, des 7. November 1918, war die Monarchie in Bayern Geschichte und der König gestürzt worden. Eisner wurde von den Arbeiter- und Soldatenräten zum provisorischen Ministerpräsidenten gewählt und der am 12. Januar 1919 gewählte Landtag sollte über eine neue Verfassung für Bayern beraten.

Am Tag der Landtagseröffnung, am 21. Februar 1919, fiel Kurt Eisner jedoch einem politischen Attentat zum Opfer und ein Rätegremium übernahm die Macht. Die politischen Verhältnisse waren nun chaotisch, da der gewählte Landtag sich auf eine Koalition aus SPD und USPD unter Johannes Hoffmann einigte. Dies wiederum bewog die Münchener Revolutionäre dazu, die Koalitionsregierung Hoffmann zu bekämpfen und am 7. April 1919 die sozialistische „Baierische Räterepublik“ auszurufen. Der Landtag und die Regierung Hoffmann wichen nach Bamberg aus, um dem revolutionären Druck Münchens zu entgehen. Bereits nach einer Woche wurde die erste Räterepublik von der kommunistischen Räterepublik abgelöst, die von den Kommunistenführern Max Lewien und Eugen Levine ausgerufen worden war.

Diese verworrene politische Situation mündete in einen regelrechten, blutigen Bürgerkrieg, in dem die Räterepublik schließlich durch Freikorps und Reichswehr niedergeschlagen wurde. Zuvor hatte die Regierung Hoffmann das Reich ganz offiziell um militärische Unterstützung gegen die kommunistischen Revolutionäre gebeten. Dem „roten Terror“ begegneten Militärs und Freikorps mit dem „weißen Terror“, der in willkürlichen Hinrichtungen politischer Gegner und Revolutionäre gipfelte.

Nach der Niederschlagung der Räterepublik im Mai 1919 verabschiedete der bayerische Landtag letztlich am 12. August 1919 die „Bamberger Verfassung“, die am 15. September 1919 in Kraft trat und Bayern somit zu einer parlamentarischen Demokratie und Republik wurde. Bayern erhielt seine erste demokratische Verfassung, die Bayern als „Freistaat und Mitglied des Deutschen Reiches“ bezeichnete. Es kehrte somit auch vorübergehend politische Ruhe ein. Diese Ruhe währte jedoch nicht lange, nachdem SPD-Ministerpräsident Hoffmann 1920 Gustav von Kahr, einem reichsfeindlichen und reaktionären Politiker, weichen musste. Bayern wandelte sich in der Folgezeit zu einer „Ordnungszelle“ des Reichs und einem gefährlichen Sammelbecken für Freikorps und nationalistische Kreise.

In chronologischer Abfolge gehen die einzelnen Ausstellungsplakate auf die verschiedenen revolutionären Phasen sowie Ereignisse in Bayern 1918/19 ein („Revolution“, „Freistaat Bayern“, „Regierung Eisner“, „Bayern am Scheideweg“, Zwei Räterepubliken in einer Woche“, „Weiße Truppen vor München“, „Bürgerkrieg“, „Ende der Revolution“).

 

Die Ausstellung „Revolution! Bayern 1918/19“ ist vom 5. November – 29. November 2018 im Kulturraum (S. 01) des Staatlichen Landschulheims Marquartstein zu sehen. Die Ausstellung ist für alle Interessierten offen zugänglich. Im Namen der Schule würde ich mich sehr auf einen regen Besuch freuen.

 

Öffnungszeiten:

Montag – Donnerstag: 8.00 – 18. 00 Uhr

Freitag: 8.00 – 13.00 Uhr

Buß- und Bettag (Mittwoch, 21. November) sowie Samstag und Sonntag geschlossen

 

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Markus Landsherr, Fachbetreuer für Geschichte  

 

 

Alle Infos auf einen Blick

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Ausstellung

05.11.2018 08:00

Kulturräume der Schule

086416240

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Nachrichten

Juli 2018

23 Nach einem anstrengenden Schuljahr darf gefeiert werden!

 

Sommerfest am Staatlichen Landschulheim Marquartstein

 

Am 20. Juli 2018 fand am Gymnasium Marquartstein ein turbulentes Sommerfest statt, das allen Beteiligten viel Spaß machte. Im Vorfeld hatte ein Festausschuss, bestehend aus Eltern-, Schüler- und Lehrervertretung den genauen Ablauf geplant und so kamen hunderte von Besuchern, die sich bei sommerlichem Wetter im Schulgelände eingefunden hatten, durchaus auf ihre Kosten:

Von 15.00 - 17.00 konnte jeder bei den Präsentationen der witzigen Klassenprojekte Unterhaltung finden, hier können nur einige Beispiele genannt werden: die Fünftklässler veranstalteten beispielsweise ein Dosenwerfen, wobei auf den Dosen die Fotos ihrer Lehrer abgebildet waren. So mancher Schüler wird da ziemlich genau gezielt haben. Die Klasse 8a errichtete eine Rennbahn, auf der beim Bobbycarfahren die Zeit gestoppt wurde. Natürlich gab es dabei einige Hindernisse zu überwinden. Eine besondere Freude machte die Klasse 9b allen kleinen Besuchern, denn an ihrer Station konnte man sich schöne Tiermotive ins Gesicht schminken lassen und am Stand der Klasse 9a durften die Besucher Buttons mit eigenen Motiven entwerfen. Eines der größten Highlights dürfte allerdings die Kinderdisko der Klasse 7b gewesen sein. Regelmäßig wurden den Besuchern Tanzschritte beigebracht oder coole Hip-Hop-Moves. Um die Zeit zum Sommernachtsball zu überbrücken, fand um 18.00h ein Chorkonzert statt, bis dann ab 20.00h der rege Disko- und Tanzbetrieb in der Aula aufgenommen wurde. Bei diesem Sommerfest dürfte wirklich für jeder auf seine Kosten gekommen sein, es gab unterschiedliche Spiele, Tanz und natürlich ein reiches Angebot an ausgefallenem Essen (zum Beispiel am Multikultistand der Klasse 10b) und Getränken. Auf diese Weise macht es Spaß, ein aufregendes Schuljahr mit Schülern, Lehrern, Eltern und Freunden sowie Nachbarn der Schule ausklingen zu lassen.

23 LSH ist Gewinner beim bundesweiten Programmierwettbewerb

Wettbewerb CodingCup 2018.

 

Unter dem Motto „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ reiste die Roblox-Gang, das Programmierteam des LSH, am 24.06.18 mit dem Zug von Übersee aus nach Berlin, um als einer von sechs Finalisten an der Endrunde des CodingCup 2018 teilzunehmen. Sämtliche Spesen wurden hierbei von der veranstaltenden Organisation und von Sponsoren wie Microsoft übernommen. Die Fahrt im ICE auf der neuen Schnellverbindung zwischen München und Berlin verging dank der Reisegeschwindigkeit von teils 300km/h sehr zügig und nach gut fünfeinhalb Stunden konnte die Gruppe, bestehend aus den drei Schülern Marko Kunic, Leon Toplak und Jonas Rubeck gemeinsam mit ihrem Lehrer Christoph Schmid im Hotel einchecken.

Abends gab es ein gemeinsames Abendessen mit den anderen Teilnehmern des Finales auf dem Veranstaltungsgelände Ufafabrik, einem weitläufigen Areal, das früher der Filmproduktion diente. Am 25.06. morgens ging es beim CodingCamp programmiertechnisch dann gleich richtig zur Sache: es sollte eine Art Fußball-Roboter gebaut werden, der mittels verschiedener Bilderkennungsalgorithmen und einer Kamera, die das Spielfeld von oben fillmte, autonom dem Ball folgen sollte. An der Aufgabe hatten die drei Buben ordentlich zu knobeln und selbst in den Pausen konnte gedanklich nicht richtig abgeschaltet werden, da es doch an einigen Stellen ordentlich fuchste und man den Grund dafür nicht immer gleich feststellen konnte.

Montagabend fand dann die große Preisverleihung im Rahmen eines Coding-Sommerfestes statt, bei der neben der Leistung vor Ort vor allem die Qualität des eingereichten Projekts bewertet wurde. Hier hatten sich Softwareentwickler der veranstaltenden Organisation Helliwood/21CenturyCompetenceCenter im Vorfeld ordentlich Mühe gegeben und die über 2000 Zeilen Code der vom LSH eingereichten Evolutionssimulation „EvoSim“ bis ins Detail studiert. Den Auftakt der Abendveranstaltung machte der Geschäftsführer von Microsoft Deutschland Dr. Dirk Bornemann mit seiner Keynote über die Schlüsselkompetenz Programmieren. Danach ergriffen noch die Bundestagsabgeordnete und studierte Informatikerin Saskia Esken und der Geschäftsführer des Internet-Branchenverbandes Eco, Alexander Rabe, das Wort. Als schließlich die Kür der Sieger des CodingCup 2018 angekündigt wurde, war den Finalisten die Angespanntheit ins Gesicht geschrieben. Die Prämierung der Sieger erfolgte in zwei Kategorien.

Zunächst wurden die Sieger der Kategorie „Einsteiger“ bekannt gegeben. Hier konnte die Katholische Grundschule Niederkassel aus Düsseldorf mit einem Smarthome-Projekt den 1. Platz abräumen. Anschließend ging es zur zweiten Kategorie „Fortgeschrittene“. Hier zeichnete sich ein spannendes Duell zwischen dem Projekt „Anti-Stolper-Schuh“ der Jugend forscht AG aus Neustadt an der Weinstraße und dem LSH-Projekt „EvoSim“ ab. Als der zweite Platz vergeben war und das Team des LSH noch nicht genannt wurde, schwankte die Stimmung zwischen Ungläubigkeit und Zweifel. Kurz darauf unbändige Freude und ausgelassenes Gejohle bei der Roblox-Gang: tatsächlich der 1. Platz! EvoSim wurde damit zum bundesweit besten Programmierprojekt beim CodingCup gekürt! Stolz nahmen die drei den gläsernen Pokal von der Microsoft Managerin Astrid Aupperle auf der imposanten Bühne der UfaFabrik entgegen und waren sichtlich überwältigt von der Situation und dem Applaus des Publikums, das zum großen Teil aus Fachleuten, Politikern und anderen Teilnehmern am Wettbewerb und deren Betreuern bestand.

Den Abend ließ man mit interessanten Gesprächen und Vertretern von Jury und beteiligten Unternehmen ausklingen, ehe es ins Hotel nach Kreuzberg zurück ging.

Der Dienstag war voll der weiteren Arbeit am Fußball-Roboter gewidmet, schließlich sollte abends ein Roboter-Fußballturnier stattfinden. Nach großen Plänen, langer Tüftelei und vielfacher Optimierung der Algorithmen kam man kurz vor Turnierbeginn noch zu einer funktionsfähigen aber etwas abgespeckten Lösung und konnte den Roboter ins Turnier schicken. Das anschließende Duell der Fußballroboter zog die Aufmerksamkeit sämtlicher Beteiligter  auf sich und war unterhaltsamer als die zeitgleich ausgetragenen Spiele der Fußball-WM. Am letzten Tag ließ man es etwas entspannter angehen. Nach dem Frühstück stand eine kleine Sightseeing-Tour auf dem Programm einschließlich einer Besichtigung des Reichstagsgebäudes. Anschließend ging es für die LSHler wieder per Bahn zurück in den Chiemgau, wo man noch einige Tage brauchte, um die vielen Eindrücke der tollen Veranstaltung zu verarbeiten und den erzielten Erfolg richtig zu realisieren.

unsere Schüler in orangem Trikot!

 

23 Skispringerin Trine Göpfert weiter auf Erfolgskurs

Trine Göpfert (7a) für F.I.S. Youth Cup qualifiziert

Erlebnisreiche Wochen liegen hinter Trine Göpfert. Die PZW-Schülerin aus der Klasse 7a des LSH Marquartstein durfte beim Mädchencamp des Deutschen Skiverbandes in Oberstdorf teilnehmen. Dort treffen sich die besten Skispringerinnen der Jahrgänge 2006-2002 aus ganz Deutschland um gemeinsam an der Skisprungtechnik und den koordinativen und konditionellen Voraussetzungen zu arbeiten. Den Abschluss des Camps bildete ein Wettbewerb zur Qualifikation für die nächsten größeren Wettkämpfe. Trine gewann das Springen auf der HS60 deutlich. Zur Überraschung der Mädchen nahm  Olympiateilnehmerin Juliane Seyfarth die Siegerehrung vor und hatte sichtlich Spaß beim Fotomachen mit den Nachwuchsportlerinnen.

Mit dieser Leistung qualifizierte sich Trine für den F.I.S. Youth Cup, der Ende Juli zusammen mit dem  Skisprung Sommer Grand Prix der Damen und Herren in Hinterzarten stattfindet. In Hinterzarten wird auf der HS 77 Schanze gesprungen, die größer ist als alle Schanzen, die Trine bisher gesprungen ist. Deshalb ging es für die junge Skispringerin in den letzten Wochen noch zu zwei Vorbereitungslehrgängen des Deutschen und Bayerischen Skiverbandes nach Hinterzarten sowie nach Planica und Villach. Dort konnte Trine auf Schanzen bis HS 80 trainieren, viel Flugerfahrung sammeln und ihre persönliche Bestweite auf 75 m steigern.

Die Schulfamilie des LSH Marquartstein wünscht Trine viel Erfolg für den anstehenden Wettkampf!

21 VR-Bank Marquartstein unterstützt Projektseminare des LSH

 

In jeweils dreisemestrigen P-Seminaren beschäftigen sich die künftigen Abiturienten einerseits mit Fragen zur eigenen Studien- und Berufsorientierung und andererseits mit einem konkreten, im Team zu bewältigenden Projekt.

Die Inhalte dieser Projekte sind zwar an Fächer gekoppelt, jedoch liegt die Umsetzung idealerweise in den Händen der Schülerinnen und Schüler selbst. Meist stellt sich dabei heraus, dass tolle Projektpläne oft auch mit erheblichen Kosten verbunden sind….

So kalkulierten die diesjährigen Seminare „Alpencross – mit dem MtB von Marquartstein nach Venedig“ mit über 3000,-, „Bootsbau“ mit etwa 2000,-, „Kurzfilm“ mit gut 1500,- und „molekulare Küche“ mit etwa 1200,- an Kosten, welche zur Umsetzung aller Pläne aufzubringen sind.

 

Zur Unterstützung aller Projektarbeiten am LSH erklärte sich die VR-Bank zu einer Spende von insgesamt 1000,- bereit. Hierfür mussten sich die Schülergruppen schriftlich durch Vorlage eines Kostenplanes bei Schulleiter Czempinski und der Marquartsteiner VR-Bank-Geschäftsstellenleiterin Julia Kurfer bewerben.

 

Die „Schecküberreichung“ erfolgte schließlich am 16.Juli durch Frau Kurfer an die ausgewählten Seminare.

21 Außen gelb und innen weiß

Autorin Que Du Luu besuchte das LSH Marquartstein

 

„Ich bin eine Banane, außen gelb und innen weiß“ – so begann die Schriftstellerin Que Du Luu die Lesung aus ihrem preisgekrönten Roman „Im Jahr des Affen“ für die 10.Klassen des Staatlichen Landschulheim Marquartstein.

Im chinesischen Kalender steht der Affe für Bewegung und Veränderung. Die 16-jährige Ich-Erzählerin Mini erlebt 1992 dann auch einen ereignisreichen Sommer: Die erste Liebe, eine schwere Erkrankung des Vaters, ein nervender Verwandtenbesuch und die Auseinandersetzung mit den eigenen familiären und kulturellen Wurzeln bilden den Kern der fesselnd erzählten Geschichte. In einigen Szenen stellte die Autorin ihre Figur und sich selber vor und erklärte kulturelle Unterschiede zwischen China und Deutschland, zum Beispiel das „Schniesel“ (Schnitzel) im Café  um neun Uhr morgens oder das Aufwachsen „wie ein Außerirdischer“ in einer deutschen Kleinstadt vor 30 Jahren.

Welche Gemeinsamkeiten gibt es zwischen der Schriftstellerin mit chinesischen Wurzeln und ihrer Figur, deren beider Familien Mitte der 1970er Jahre als Boatpeople über das Meer flüchteten und nur mit viel Glück überlebten?

Warum und wie werde ich mir klar darüber, wer ich bin und was ich vom Leben will?

Wie sieht der Schreibprozess von der „Urknallidee“ zum fertigen Buch aus? Wie kann ich meine Schreibblockade überwinden?

Offen und ausführlich ging Frau Que Du Luu auf die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler ein.

Die Lesung fand im Rahmen des White Ravens Festival statt, welches alle zwei Jahre von der Internationalen Jugendbibliothek in München veranstaltet wird.

Die Internationale Jugendbibliothek in München ist weltweit die größte Spezialbibliothek für internationale Kinder- und Jugendliteratur.

Begleitet wurde die Autorin von Julia Reusch, Bibliothekarin an der Internationalen Jugendbibliothek.

Corinna Gesterding, Schülerin der 10. Klasse, stellte die Biografie der Autorin vor.

 

Sabine Littmann, Friederike Muttray

21 Fabienne und Charlotte auf Erfolgskurs

Fabienne Cathalan auf der Olympiareitanlage in München–Riem erfolgreich

 

 

Fabienne Cathalan, die die 8. Klasse des Landschulheims Marquartstein besucht, belegte am 30.Juni 2018 mit Ihrer erst sechsjährigen Leonharder Stute „Leonhards`Charlotte“ bei dem zum ersten Mal in München–Riem ausgetragenen Süddeutschen Championat des Freizeitpferdes einen grandiosen zweiten Platz.

 

Dieser Zweite Platz ist umso höher zu bewerten, da Fabienne mit großem Abstand die jüngste Reiterin im Feld der 22 Teilnehmerinnen war und zudem auch kein „Vollprofi“ ist.  Ihr Pferd Charlotte war ebenfalls eines der jüngsten Pferde, die vorgestellt wurden.

 

Das vom BZVKS (Bayerische Zuchtverband für Kleinpferde und Spezialrassen e. V.) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ausgerichtete Turnier bestand aus mehreren Teilprüfungen, welche über den Tag verteilt auf der ehrwürdigen Olympiareitanlage in München–Riem stattfanden.

 

Drei Richterinnen begleiteten und beurteilten die einzelnen Prüfungen, welche bereits am frühen Morgen mit der Rittigkeitsaufgabe anfingen. Danach kam die Fremdreiterprüfung, ebenfalls im Dressurviereck, ebenfalls in den Grundgangarten.

Starke Nerven wurden dann von Roß und Reiter in der Gehorsamsaufgabe gefordert, bestehend aus einer Wasserplane, einem Rappelsack, einem Stangenlabyrinth, und einem Wendhammer mit Sonnenschirm und Flatterbändern. Hier machte sich das lange und intensive Agility-Training der beiden bezahlt und es gab eine 9,5 von den Richterinnen.

Davor mussten die Reiterinnen im Gelände in der Gruppe ihre Pferde vorstellen. Erneut wurde das Verhalten der Pferde sehr genau beobachtet. Danach folgte ein Geländeritt, welcher über drei feste Hindernisse mit einem Wasserdurchritt führte.

 

Die Schulfamilie des LSH Marquartstein gratuliert Fabienne herzlich zu diesem herausragenden sportlichen Erfolg.

21 Manumissio im Bewusstsein der Demokratie, der Freiheit und der Menschlichkeit

 

Entlassung der Abiturienten vom Staatlichen Landschulheim Marquartstein

 

Am 29. Juni 2018 fand im Festsaal des Staatlichen Landschulheims Marquartstein im Rahmen eines feierlichen Aktes die Verabschiedung der 53 Abiturienten statt, die ihre Reifeprüfung mit Erfolg abgelegt hatten.

Nach dem Einzug der Abiturienten, die größtenteils in Tracht gekleidet waren, begrüßte Oberstudiendirektor Christian Czempinski, Bezug nehmend auf den Abiturstreich der vergangenen Woche in humorvoller Weise die anwesenden Schüler, Eltern, Lehrer und die geladenen Gäste. Im Anschluss hieß auch Schülersprecher Fabian Watzl alle Anwesenden willkommen und betonte, dass es nun für ihn und seine Klassenkameraden an der Zeit sei, Verantwortung zu übernehmen.

Anschließend sprach Bürgermeister Andreas Scheck, stellvertretend für die alle anderen Bürgermeister der Nachbargemeinden seine Grußworte: auch er betonte, wie wichtig es für die jungen Erwachsenen sei, sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen. Gleichzeitig richtete der Bürgermeister Marquartsteins den Wunsch an die Abiturienten, im Anschluss an ihre Ausbildung bzw. ihr Studium wieder in ihre Heimat zurückzukehren.

Die Elternbeiratsvorsitzende, Dr. Sabine Wörnle, verglich in ihrer Rede die Gymnasialzeit mit einer anstrengenden Mountainbiketour, die sich in verschiedene Stadien unterteile, so etwa die Vorbereitung und Planung, in einen anstrengenden Anstieg und eine umso lohnendere Ankunft am Gipfel.

Dr. Dr. Klaus Ständer, Vorsitzender der Altmarquartsteiner, verlieh – begleitet mit herzlichen Glückwünschen - Preise an die besten Schüler dieser Abituria, nämlich Katharina Hillermeier (1,0), Verena Kellermann (1,1), Karolina Weiß (1,1), Elisabeth Wagner (1,3), Fabian Watzl (1,3), Lena Manzenberger (1,4) und Hannah von Bauer (1,4), siehe Foto. Ständer betonte in seiner Ansprache zudem die Bedeutung des Bundes der Altmarquartsteiner und forderte die nun aus der Schule Scheidenden auf, den Kontakt mit Ehemaligen zu wahren.

Auch Internatsleiter Gerd Geigenmüller richtete sich persönlich an den Abiturjahrgang, den er als überaus freundlich und charismatisch charakterisierte. Dabei verwies er deutlich auf den sehr hohen Anteil an Internatsschülern in diesem Jahr: über ein Drittel aller Abiturienten habe das Internat besucht.

Und dass sie sich sowohl im Internat als auch an der Schule überaus wohl gefühlt hatten, bewies die Rede der Abiturientinnen Julia Auer und Lisa Weizendörfer. Zwar waren die jungen Frauen nicht um Kritik verlegen, so bemängelten sie etwa, dass viele der im Lehrplan vorgegeben Inhalte an der Lebenswelt der Schüler vorbeigingen und viel Wissen in kurzer Zeit angelernt, dann aber auch wieder vergessen würde. Doch beschrieben sie in einem zweiten Teil ihrer sehr emotionalen und berührenden Rede die vergangenen acht Jahre, die sie am Landschulheim Marquartstein verbrachten, als durchaus glückliche und erfüllte Zeit.

In Anknüpfung an den Namenstag von Peter und Paul wünschte der Schulleiter den jungen Erwachsenen in seiner Rede, dass sie zum Paulus bekehrt, felsenfest wie Petrus (bewusst als asyndetischer Chiasmus formuliert) sein mögen.  Im Anschluss an diesen Vergleich vermied der Altphilologe aber bewusst allzu oft bemühte Patentrezepte und pauschale Empfehlungen. Stattdessen stellte er die Abiturienten in das Erbe zweier historischer Ereignisse bzw. Entwicklungen, die als wirkungsmächtige Traditionslinien in das Jahr 2018 ausstrahlten. Und damit verwies Czempinski auf die Geburt der deutschen Demokratie 1918, die auf Volkssouveränität und Freiheit, auf Partizipation und Gleichheit und natürlich auf den Menschenrechten fuße. Dennoch warnte der Schulleiter davor, diese Güter als Selbstverständlichkeit zu betrachten. Er sehe die Abiturienten in der Pflicht, die Errungenschaften von 1918 auch nach hundert Jahren zu verteidigen und zu wahren.

Im Anschluss ging Czempinski auf die 68-Bewegung ein und mit ihr auf eine Entwicklung, die vor 50 Jahren Werte wie eine zunehmende Demokratisierung, Freiheit, antiautoritäre Erziehung und das Aufbrechen verkrusteter Moralvorstellungen in die Köpfe geschrieben und die Mitte der Gesellschaft getragen habe. In humorvoller Weise unterzog er dann die Abiturienten einem 68-er-Test, um dann aber seine Rede damit zu schließen, dass er versichere, ihm sei nicht bange, wenn er daran denke, dass diese, nun aus der Schule scheidenden jungen Leute an den Schaltstellen der Gesellschaft in Politik, Wirtschaft und Kultur sein würden.

In einer feierlichen Zeremonie wurde anschließend jedem Absolventen sein Abiturzeugnis verliehen, Lateinlehrer Czempinksi ließ es sich nicht nehmen, sich des lateinischen Wortschatzes eines Freisprechung zu bedienen: „Ego vos manumitto!“ Der Schulleiter verabschiedete sich vom ersten Abiturjahrgang seit seinem Amtsantritt im September mit der Aufforderung an die Absolventen, sie sollten hinausgehen in die Welt in dem Bewusstsein, diese freiheitlich, demokratisch, friedlich, menschlich und lebenswert zu gestalten.

Einen feierlichen musikalischen Rahmen verliehen der Veranstaltung Julian Steffl, Stefan Knäusl, und Michael Hiemke mit „Song for my father“ und der Schulchor (ebenfalls unter Leitung von Michael Hiemke) mit einem Festjodler, „Va, pensiero“ aus Verdis „Nabucco“ und dem Schlusslied „ For ever young“.

 

Text: Sandra Altmann, Bild: Karl-Heinz Hauser

13 Schüler aus China zu Besuch!

Im Rahmen des Schüleraustausches, der von Internatsleiter Gerd Geigenmüller organisiert, am LSH Marquartstein erstmals stattfand, sind derzeit 16 Schülerinnen und Schüler aus China im Achental zu Besuch. Vor ihnen liegt ein dichtest Programm: 

 

Sonntag, 8.7. - Ankunft in München 7.00 Uhr  - Empfang und Begrüßung unserer Gäste am LSH  durch die Eltern und Organisatoren - gemeinsames Weißwurstfrühstück im Festsaal oder    auf der Unterhausterrasse - danach bleiben die Gastschüler bis Montag Früh bei ihren  Gastfamilien

 

Montag, 9.7. -  Treffen im Festsaal -  Begrüßung durch Herrn Czempinski und  Herrn Geigenmüller  - anschließend Führung durch Schule, Werkstätten und Internat  - den verbleibenden Vormittag besuchen die Schüler den  Unterricht. - Mittagessen im Speisesaal - Nachmittagsprogramm je nach Wetter

 

Dienstag, 10.7. -  Einführung in die deutsche Sprache  ( Fanny Liu ) - Mittagessen im Speisesaal - Nachmittagsprogramm abhängig vom Wetter

 

Mittwoch, 11.7. Kennenlernen der bayerischen Braukunst 

 

Donnerstag, 12.7. Fahrt nach Salzburg

 

Freitag, 13.7. Unterrichtsbesuch, danach bleiben die Gastschüler bis Sonntag in ihren Gastfamilien

 

Montag, 16.7. Besichtigung der BMW-Produktion und Stadtaufenthalt in Landshut

 

 Dienstag, 17.7. Fahrt nach München mit Museumsbesuch 

 

Mittwoch, 18.7. - Unterrichtsbesuch bis mittags - Mittagessen im Speisesaal  - Nachmittags Wanderung, anschließend grillen

 

Donnerstag, 19.7. - vormittags Deutschunterricht mit Fanny Liu - danach bleiben die Gastschüler in den Familien 


 
Freitag, 20.7. - Vormittags sind die Gastschüler in den Familien - Ab 14 Uhr gehen unsere Gastschüler mit in die Schule zum Sommerfest und abends zum Sommernachtsball.  Verabschiedung durch Herrn Czempinski und Herrn Geigenmülle

 

Samstag, 21.7. - Heimreise

08 4. Platz für die Schulfußballmannschaft

 

Bei durchwegs strömenden Regen fand zum zweiten Mal das Schul-Fußballturnier der Grassauer Mittelschule im Sportpark Grassau statt. 8 stark besetzte Jungenmannschaft der umliegenden Schulen kämpften um den Turniersieg.

 

Während sich unsere Jungs in der Vorrundengruppe knapp gegen die Mittelschule Grassau (1:1), MS Traunstein (2:0) und die MS Unterwössen (5:0) den Gruppensieg sicherten, unterlagen sie sowohl im Halbfinale gegen die späteren Turniersieger der MS Traunreut (1:3), als auch im Spiel um Platz 3 (nochmal gegen die MS Grassau).

 

Trotzdem hat sich das Team gut verkauft und wer weiß, hätten wir kein „Fritz-Walter-Wetter“ gehabt…..

 

LSH-Auswahl:
Florian Schwarz, Jakob Warweg, Jonah Landler, Noah Lerchenberger, Betreuer Matthias Ramoser (stehend), Maxi Feigl, Lenny Klippel, Linus Zirngibl, Aron Heigenhauser (kniend)

03 Starkes Trainerteam im Judo-Club

Im selbsternannten „Jahr der Weiterbildung“ verstärkt sich das Trainerteam im Judo-Club noch einmal ganz deutlich, um seinen Mitgliedern weiterhin eine gerecht hohe Qualität bieten zu können. Haupttrainer Christian Kuttalek legt bereits Anfang des Jahres erfolgreich seine Prüfung zur DOSB-Trainer-A-Lizenz „Leistungssport“ bei der Trainerakademie in Köln ab. Mit Erreichen dieser Stufe ist er der am höchsten qualifizierte Judo-Lehrer südlich von München. Mit seinem Wissen steuert er das Training in allen unseren Altersgruppen von den Bambinis bis hin zur U21. Erfolgreich ist er mit unseren Athleten männlich wie weiblich auch auf Turniere unterwegs. Trotz der Tatsache, dass wir im Vergleich zu den großen Stadtvereinen weniger Mitglieder haben, lässt sich die Liste der Erfolge doch sehen: neben Medaillen auf kleinere internationale Turniere sowie mehrere Bayerische Titel, erreichen unsere Sportler auch einen 5. Platz auf der Deutschen Meisterschaft und haben bereits als Landeskaderathleten beim Europa-Cup in Berlin, sowie beim Masters in Bremen gekämpft.

Johannes Hörterer sowie David Kuttalek haben vor wenigen Wochen ihre Prüfung zur DOSB-Trainer-C-Lizenz „Breitensport“ abgelegt. Die beiden sind unterstützend in den Gruppen der U10 bis hin zur U15 unterwegs. Ab sofort bereichern die beiden Sport-Abiturienten mit fundiertem Fachwissen unsere Ausbildungsgestaltung.

Für unseren Nachwuchs nur das Beste! Viel Aufmerksamkeit brauchen unsere Jüngsten in der Gruppe der Bambini jeden Dienstag ab 17.00 Uhr. Mindestens 5 Trainer-Assistenten, u.a. Johanna Wörnle, sowie Lucas und Anetta Kuttalek unterstützen hier die qualifizierten Trainer um Karin Vietze herum. Karin, Mutter von zwei Buben und ehemalige Bundesligakämpferin vom UJKC Potsdam, ist eine nicht zu ersetzende Größe mit ihrer Erfahrung und ihrer liebevollen lustigen Art.

Im Genuss eines besonderen Schmankerl kommen die Teilnehmer unserer U18/21 Gruppe einmal im Monat: Adrian Kulisch, mehrfacher deutscher und internationaler deutscher Meister, sowie Militärweltmeister von 2007 gibt hier den Trainingston an. Der Bundesligist, der aktuell für den KSV Esslingen im Einsatz ist, ist mit seinem Schatz an Erfahrung ein ganz großer Gewinn für unseren JCA und gibt uns Anregungen und Impulse die unsere Athleten stark beeinflussen.

Letztendlich noch wichtig zu erwähnen wäre es, dass unsere Sportler in diesem Jahr 4 Dan-Grade erwerben werden. Die Ausbildung hierzu ist sehr umfangreich und für einen Athleten im Rahmen des normalen Trainings nicht zu bewältigen. Deswegen schließen wir uns in diesem Bereich mit unseren Freunden aus Traunreut zusammen, die uns hier deutlich mehr Erfahrung und Können voraus haben. Stefan Maier, Lehrreferent für Oberbayern, sowie Volker Weberpals sind beide Dan-Prüfer, letzterer zusätzlich Kata-Beauftragter für unseren Bezirk. Liebe Eltern, schickt eure Kinder ins Judo. Sie sind bei uns in besten Händen … und ihre Freunde sind schon da!

Juni 2018

24 Eddi Burger mit Erfolgen beim Windsurfing Alpencup

 

 

Im Winter ist unser PZW-Schüler Eddi Burger (5d) in der Langlaufloipe unterwegs, im Sommer tauscht er die zwei schmalen Bretter, gegen ein großes Brett mit Segel. Sein Talent konnte er hierbei beim

Windsurfing Alpencup unter Beweis stellen. Dabei handelt es sich um eine Regatta-Serie, unter anderem der Klasse BIC Techno U13, die an drei verschiedenen Seen im Alpenraum stattfindet. Beim ersten Start am Kalterer See musste Eddie noch verletzt aufgeben, aber schon beim zweiten Start am heimischen Chiemsee konnte er einen 2. Platz herausfahren. Sein bestes Resultat hat er schließlich am Wochenende vom 16. bis zum 17.06 am Wallersee gezeigt, von dort kam mit einem überragenden 1. Platz nach Hause!

24 CodingCup 2018: Programmierteam des LSH im bundesweiten Finale der TOP 6 in Berlin dabei!

Nach einigen Wochen des gespannten Abwartens, wie unser eingereichtes Projekt „EvoSim“ bei den Juroren wohl ankommen würde, kam Mitte Mai die freudige Nachricht:

Die „Roblox-Gang“, das Programmierteam des LSH, hat es ins bundesweite Finale des CodingCup 2018 geschafft, zusammen mit fünf weiteren Teams aus ganz Deutschland.

Somit hat sich die mühevolle und monatelange Arbeit an dem Projekt für unsere drei Schüler Leon Toplak, Marko Kunic und Jonas Rubeck gelohnt. Die interaktive Simulation "EvoSim" überzeugte auf ganzer Linie und sicherte dem Team einen Platz in der Runde der besten sechs Teams Deutschlands. Die drei sind zusammen mit ihrem betreuenden Lehrer Christoph Schmid auf Kosten der veranstaltenden Organisation „Code your life“ zum großen Finale im Rahmen eines dreitägigen Coding Camp von 25.06.18 bis 27.06.18 nach Berlin in die Ufafabrik eingeladen einschließlich eines Bundestagsbesuchs und der Prämierung der Finalisten unter dem Beisein einiger Prominenz wie z. B. der Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär.

 

https://www.code-your-life.org/CodingCup/Die_Projekte_der_Finalisten/1409_Intelligente_Kreaturen.htm

 

Ein lustiger Zufall: Gleich in der Woche nach dem Coding Camp fahren die Schüler schon wieder nach Berlin, dann im Rahmen der Berlinfahrt der 10. Klassen, natürlich ebenfalls einschließlich eines Bundestagsbesuchs.

07 Motivation für die Mathematik!

 

Wie in 11.000 anderen deutschen Schulen fand am Staatlichen Landschulheim Marquartstein auch in diesem Schuljahr der Känguru-Wettbewerb der Mathematik statt. Dabei handelt es sich um einen  mathematischen Multiple-Choice-Wettbewerb für über 6 Millionen Teilnehmer in mehr als 70 Ländern weltweit (in Russland nahmen 1.331.800 Schüler teil, gleich danach folgte allerdings Deutschland mit 905.900 Mathematikbegeisterten). Traditionell findet der Test am dritten Donnerstag im März gleichzeitig und unter Aufsicht einer Lehrkraft statt. Schummeln ist also weder erlaubt noch möglich. Ziel dieser Veranstaltung ist die mathematische Bildung und das Interesse an diesem Fach zu fördern. Vor allem wird auf das selbstständige Arbeiten der Schüler Wert gelegt. Einen Preis erhält grundsätzlich jeder Teilnehmer, um die Motivation zu stärken. Bei besonders hohen Punktzahlen werden allerdings besondere Auszeichnungen vergeben. Die Schulfamilie des LSH Marquartstein freut sich über  die stattliche Zahl von zehn Gewinnern:

Einen dritten Preis erhielten: Marinus Müller (5a), Naomi von Schroeders (6b), Manuel Hauser (7c), Linus Huber (7d), Kilian Meier (7d), Moritz von Meyerinck (7d)

Den zweiten Preis schafften: Vincent Kolb (6b), Leopold Kellerer (6c), Tobias König (6b)

Den ersten Platz erreichte: Luis Schneider (7a) mit 118 Punkten (nur 105 hätten ihm für den ersten Platz genügt, was seine Leistung doppelt hervorhebt).

Es steht zu hoffen, dass einige Schülerinnen und Schüler durch die Teilnahme am Känguru-Wettbewerb ihre Begeisterung für Mathematik gefunden oder wiedergefunden haben.

Das Bild zeigt die Marquartsteiner Wettbewerbsteilnehmer.

Mai 2018

14 Exkursion nach Colonia Septima Aurelia

 Fünfzig Siebtklässler, die am Landschulheim Marquartstein derzeit Latein als erste oder zweite Fremdsprache lernen, begaben sich im April 2018 gewissermaßen auf Zeitreise:

Das Video zur Fahrt gibt´ s hier zum Anklicken.

Quartier bezog die Gruppe in einer Wiener Jugendherberge, die durch ihre zentrale Lage viele Spaziergänge in die Wiener Altstadt zuließ. Den Schwerpunkt der Studienfahrt bildete aber nicht die schöne Metropole der Habsburger, sondern Carnuntum, eine antik römische Stadt, die etwa fünfzig Kilometer östlich von Wien durch die Kreuzung von Donau und Bernsteinstraße über fünf Jahrhunderte eine dominante Rolle in der Sicherung der Nordgrenze des Römischen Reiches spielte. Die Schüler hielten sich, begleitet von den Lateinlehrkräften René Steinlehner, Astrid Ruß, Christian Zill, Iris Knitl und Sandra Altmann, einen ganzen Tag im Ausgrabungsgelände von Carnuntum auf und mussten am Ende feststellen, dass sie noch immer nicht alles gesehen hatten. Das Imposanteste an Carnuntum wurde allerdings genau inspiziert, denn einige antike Gebäude wurden am Originalstandort wiederaufgebaut und offenbarten einen eindrucksvollen Blick in die römische Gesellschaft. Zu sehen sind nicht nur die bis in das erste Obergeschoss wieder errichteten Häuser, sondern auch sämtliches Mobiliar, Wandmalereien und Gebrauchsgegenstände, die nach schriftlichen und bildlichen Quellen genau rekonstruiert worden sind. Im Haus des Lucius wurde die Küche genauer unter die Lupe genommen, in der Villa urbana das mondäne Speise- und Arbeitszimmer. Immer wieder wies die Führerin darauf hin, dass sämtliche technische Einrichtungen voll funktionsfähig seien. Am eindrucksvollsten wurde dies in den etwa 1500 qm großen Thermen: Der Fußboden, über eine Hypokaust-Heizung erwärmt, war so heiß, dass man sich barfuß verbrannt hätte. Die Schüler durften auch die Wassertemperatur testen und stellten fest, dass das Caldarium (Warmwasserbecken) seinen Namen durchaus verdient. Nur das Frigidarium, in schönem Carraramarmor verziert, verschaffte etwas Abkühlung. Die Lateinschüler besichtigten auch eines der beiden erhaltenen Amphitheater. Einige Jungs wollten auf der Sandfläche natürlich unbedingt ihre Kräfte messen. Einen letzten Programmpunkt zur Kultur der Antike bildete das archäologische Museum in Deutsch-Altenburg, wo Funde der Zivilstadt, aber auch aus dem Militärlager gesammelt und modern ausgestellt sind. Am 14. April ging es wieder zurück nach Marquartstein, die Stimmung hätte nicht besser sein können. Mit Sprechchören und viel Applaus, auch für den Busfahrer, verabschiedeten sich die Schüler. Und ihre Lehrer hoffen, dass diese Euphorie noch lange für den Lateinunterricht anhält.

14 Aufgeben ist keine Option

„Gehen Sie weg“ brüllt ein zierliches Mädchen einem männlichen Angreifer ins Gesicht, der sie am Hals gepackt hat. Eine Sekunde später krümmt sich der Angreifer am Boden, nach dem ihn ein kräftiger Kniestoß getroffen hat. Das Mädchen ergreift die Flucht.

 

Am 5. und 6. Mai 2018 fand am LSH Marquartstein wieder ein Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs für Mädchen ab dreizehn Jahren statt. Fünfzehn Teilnehmerinnen lernten in rund zehn Stunden, wie man sich nach dem Ampelprinzip verteidigen soll.

 

Kursleiter Stefan Wörnle, Ju-Jutsu-Schwarzgurt und zertifizierter Trainer in Gewaltprävention erklärt: „In der grünen Phase geht es darum zu vermeiden, selbst zum Opfer zu werden“. Rollenspiele für die richtige Körpersprache machen den Mädchen bewusst, wie sie auf andere wirken und welche Signale Selbstbewusstsein ausstrahlt.  In der gelben Phase lernen die Teilnehmerinnen in einem Gespräch zu zeigen, dass man sich nichts gefallen lässt. Erst in der roten Phase geht es dann wirklich um den Kampf.

 

Neben den fünf einfachen Verteidigungstechniken, die die Mädchen gelernt haben, ist vor allem die mentale Stärke wichtig. „Aufgeben ist keine Option“, erläutert Wörnle. „Und das üben wir u.a. gegen einen Aggressor im schwarzen, furchteinflößenden Ganzkörper-Schutzanzug“. In einem sog. Bruchtest bewiesen alle 15 Mädchen, dass sie mit dem Knie oder der Faust ein ca. drei cm dickes Brett durchschlagen können.

 

Zum Abschluss des Kurses wurden diverse Stress-Situationen durchlaufen. Mehrere männliche Angreifer vom Kampfsportverein Unterwössen spielten die Angreifer, gegen die sich die Mädchen u.a. in einem dunklen Fußgängertunnel oder im Auto wehren mussten. Auch hier war selbstbewusstes Auftreten und der richtige Einsatz der Stimme gefragt. Nur wenn das nichts half, setzten die mittlerweile gut trainierten Schülerinnen die körperlichen Abwehrtechniken ein.

 

Nach zwei anstrengenden Kurstagen können die Teilnehmerinnen Stolz auf die gezeigten Leistungen sein. Informationen zu weiteren Trainingsmöglichkeiten gibt es im Internet unter
www.ksv-unterwössen.de.

14 Trine Göpfert und Lukas Speicher in der Erfolgsspur

Die beiden PZW-Schüler des Landschulheims Marquartstein (Kooperationsmodell des Landschulheims mit dem Skiverband Chiemgau und dem Förderverein Schule und Skisport) Lukas Speicher (5d) und Trine Göpfert (7a) blicken auf eine sehr erfolgreiche Skisprung Saison zurück.

Lukas Speicher durfte beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“  antreten und das LSH Marquartstein dort repräsentieren. Anders als beim Langlaufen oder Skifahren, werden im Skispringen Regionalmannschaften vom Deutschen Skiverband nominiert, für die sich die jeweils sechs besten Skispringer dieser Region qualifizieren. Dass Lukas nicht nur regional zu den Besten gehört, unterstich er mit seiner Leistung beim Finale der besten 65 Skispringer Deutschlands. An beiden Wettkampftagen zeigte er Sprüngen über den K-Punkt und erhielt durchweg gute Haltungsnoten, so dass er maßgeblich zu der tollen Teamleistung beitragen konnte. Die Mannschaft „Bayern Ost“ schrammte nur ganz knapp am Podest vorbei und konnte sich den sehr guten 4. Platz beim Bundesfinale erspringen.

Trine Göpfert wurde Bayerische Schülermeisterin S12/13 im Skispringen und der Nordischen Kombination und lies beim Springen sogar alle gleichaltrigen Burschen hinter sich. Nicht nur am Meisterschaftswochenende lief es für Trine gut. Über die gesamte Saison war sie ganz vorne dabei und holte sich damit auch den Gesamtsieg im Bayerischen Schülercup im Skispringen und der Nordischen Kombination. Lukas ist ebenfalls in beiden Disziplinen stark und kam jeweils auf einen 5. Gesamtrang. Dass dabei noch Luft nach oben ist verrät sein 3. Platz beim Bayerischen Schülercup in Partenkirchen.

Bei der nationalen Wettkampfserie, dem Deutschen Schülercup bekam Trine bereits bei den Herbstwettkämpfen die Gold-Bewertung der DSV-Trainer. Im Winter folgten reihenweise Podestplatzierungen im Skispringen und der Nordischen Kombination. Am letzten Wettkampfwochenende gelang ihr sogar der Sieg in beiden Disziplinen. In der Gesamtwertung belegte sie nach dieser überragenden Saison schließlich jeweils den 2. Platz im Springen und der Kombination hinter der ein Jahr älteren Thüringerin Cindy Haasch.

Dass diese Leistungen auch international etwas wert sind, zeigte sich beim FIS Schüler Grand Prix, bei dem sich junge Skispringer aus acht Nationen messen. Trine konnte im Einzelspringen den 2. Platz erreichen. Wie im Vorjahr ging der Sieg bei den Damen an Slowenien. Als beste deutsche Starterin ihres Jahrgangs, durfte Trine den Deutschen Skiverband beim Mannschaftsspringen vertreten. Hinter Slowenien und Österreich wurde es der 3. Platz für Deutschland.

 

03 Roblox-Gang beim Coding Cup 2018

Programmierteam „Roblox-Gang“ des LSH nimmt am Coding Cup 2018 teil

 

Über mehrere Monate hinweg arbeiteten Marko Kunic, Jonas Rubeck und Leon Toplak aus der 10c an ihrem Projekt EvoSim, um damit am bundesweiten Programmier-Wettbewerb CodingCup2018 teilzunehmen.

Dabei handelt es sich um eine komplexe Simulation evolutiver Prozesse, die von verschiedenen Faktoren wie Landmasse, Anzahl von Lebewesen und Generationen beeinflusst wird. Hierbei kommt auch das Konzept der neuronalen Netze zum Einsatz.

 

Die fertige Version, die auch zum CodingCup eingereicht wurde, umfasst mehr als 2000 Zeilen Code und wurde mit der Software Processing entwickelt. Sie wurde von den drei Schülern komplett in Eigenregie konzipiert und unter Verwendung professioneller kollaborativer Werkzeuge zur Softwareentwicklung wie der Plattform github.com umgesetzt. Diese ermöglicht beispielsweise das Arbeiten an einem Projekt durch mehrere Personen, von verschiedenen Orten aus über das Internet. Betreut wurde das Team von Herrn Schmid, dem Informatiklehrer der 10c.

Um den Juroren des Wettbewerbs die komplexe Thematik zu vermitteln, wurde abschließend noch ein Video gedreht, das auf dem Youtube-Kanal des LSH (zum Anschauen hier anklicken!) zu finden ist.

 

Eine Rückmeldung der Jury für die eingereichten Beiträge gibt es noch nicht, soll aber in Kürze folgen. Wir sind gespannt....

April 2018

28 Stark frequentierter Tag der Offenen Tür a

Bei strahlendem Frühlingswetter nutzten Hunderte von Besuchern die Gelegenheit, sich umfassend über Schule, Internat, Tagesheim und die schuleigenen Werkstätten beim Tag der offenen Tür des Staatlichen Landschulheims Marquartstein zu informieren. Besonders für die künftigen Schüler der fünften Klassen und ihre Eltern dürfte der  „Schnupperunterricht“ in verschiedenen Fächern interessant gewesen sei. Neben Schul- und Internatsführungen gab es zahlreiche Infostände, zum Beispiel von den Aktivitäten des Elternbeirats, den Fördervereinen oder dem „Auspuff“, den Machern der Schülerzeitung. Das gesamte Leistungsspektrum der Schule, Unternehmungen und Arbeitskreise wie Theater, USA- , China- und Frankreich-Austausch, viele Musikgruppen und der Kunstunterricht wurden auch bei diversen Darbietungen lebendig demonstriert. Für alle Fremdsprachen hatten Schüler und Lehrer jeweils einen eigenen Raum dekoriert, wo auf das Fach bezogen zum Beispiel gebastelt und gespielt werden konnte. Eine „Bewegungsbaustelle“ und verschiedene Veranstaltungen in der Sporthalle gaben einen guten Eindruck vom Sportunterricht. Viele Besucher verfolgten begeistert einen „Verhüllungstanz“ der 6. Klasse im Pausenhof (vgl. Foto), szenisch dargestellte Balladen der 7. Klasse oder den Irish Dance von älteren Schülerinnen in der Pausenhalle. Im Fach Physik wurde mit Smartphones gearbeitet und eine Ausstellung in den beiden Kulturräumen der Schule befasste sich mit der Geschichte der Berliner Mauer und zeigte Kunstwerke aus dem Kunstworkshop Tetraprint. Eine unterhaltsame Chemieshow mit Experimenten zum Mitmachen, Molekulare Küche und eine Physikshow lockten gleichermaßen viele Besucher an. Dazu konnten die Interessierten sich in den schuleigenen Werkstätten, Schreinerei, Gärtnerei, Elektrowerkstatt und Töpferei informieren, wie neben dem Weg zum Abitur auch eine handwerkliche Ausbildung nicht zu kurz kommen muss. Mit Frischem vom Grill oder Kaffee und Kuchen sorgte die SMV (Schülermitverantwortung) dafür, dass auch das leibliche Wohl der Gäste nicht zu kurz kam.      

                                   .                                                                          Text und Bild: Christiane Giesen

24 Keine Angst vor fremden Kulturen!

Bericht von Annabell Vacano zum Chinaaustausch des LSH Marquartstein

 

17 Schüler und Schülerinnen des Landschulheim Marquartstein nahmen am ersten China-Austausch ihrer Schule teil. Sie verbrachten zwei Wochen in der Umgebung von Shanghai, lebten davon eine Woche in Gastfamilien und reisten in der zweiten Woche durch die chinesische Provinz Zhejiang.

 

„Welche Unterschiede zwischen China und Deutschland habt ihr kennengelernt?“

Als uns der Diplomat Herr Schmidt am letzten Tag unseres Austausches im Generalkonsulat in Shanghai diese Frage stellte, schnellten unsere Finger in die Höhe. Unsere Gruppe bestehend aus 17 Schülern des LSH hatte in den vergangenen 14 Tagen in die uns zuvor wohl fremdeste Landeskultur der Erde eintauchen dürfen. Wir haben in Gastfamilien gelebt, Städte besucht und sind zur Schule gegangen – wir haben für zwei Wochen den Alltag eines chinesischen Schülers miterlebt und Erfahrungen gesammelt, die uns ein Leben lang begleiten werden. Es gibt viele Unterschiede zwischen Deutschland und China, es ist unmöglich sie alle in einem Zeitungsartikel aufzuzeigen. Ich werde dennoch versuchen, auf die Prägendsten einzugehen.

Das erste was uns allen zu dieser Frage einfiel war: Das Essen. Chinesisches Essen hat kaum Ähnlichkeiten mit dem, was in Deutschland in einem China-Restaurant serviert wird. Zum Frühstück gibt es so genannte Dumplings, die fleischgefüllten, in Fett herausgebratenen Maultaschen vergleichbar sind. Dazu meist eine Kombination aus Obst, Eiern, Trinkjoghurt oder Reissuppe. Mittags aßen wir mit unseren Austauschschülern in der Schulkantine, wo es die Auswahl zwischen acht verschiedenen Gerichten und einem riesigen Kübel voller Reis gab. Abends gingen wir meist mit unseren Gastfamilien aus, in Restaurants wurde eine große Zahl von Gerichten bestellt und auf einem runden Tisch mit Drehplatte serviert. Nun nahm man sich mit seinen Stäbchen immer einen Bissen von einen der Gerichte.

Natürlich sieht so nicht der Alltag unserer Gastfamilien aus, die Reichhaltigkeit des Essens lässt sich auf die Gastfreundschaft zurückführen, die wir so in Deutschland noch nicht erlebt haben. Unsere Gastschüler zogen zu ihren Eltern ins Zimmer, damit wir ein eigenes Zimmer hatten. Mein Gastopa stand täglich 1 Stunde vor meiner Austauschpartnerin und mir auf, um uns ein 5- bis 6-Gänge-Menü servieren zu können. Die ganze Familie tat alles, um mögliche Wünsche ihrer Gäste bereits im Voraus zu erfüllen. Ich wüsste nicht, wie man freundlicher, großzügiger und offener sein könnte als es meine Gastfamilie war, und diese Gastfreundschaft werde ich mit mir nach Hause tragen.

Die freundliche Neugierde der Chinesen fiel überall auf. Egal wo wir waren, wir wurden angesprochen, es wurden Selfies gemacht und Kontaktdaten ausgetauscht. In der Schule passierte dies nochmal in einem höheren Maß: Wo immer wir hingegen wurden wir von chinesischen Schülern umringt, wir wurden nach Unterschriften gefragt und Mitschüler machten uns Geschenke und schrieben uns Karten.

Die Schule ist ein weiteres Feld, welches sich unglaublich von seinem deutschen Gegenbild unterscheidet. In der Mittelstufe dauert der Unterricht von 7:00 Uhr morgens bis 8:00 Uhr abends. Die letzten 3 Stunden des Tages bestehen aus betreuter Hausaufgabenzeit. Der Unterricht ist für unsere Empfindungen autoritär. Diskussionen gibt es nicht, zu jeder Frage existiert nur eine richtige Antwort und wer reden weil muss aufstehen. Ein Englischtest, den wir mitgeschrieben haben, bestand nur aus Multiple-Choice-Aufgaben. Nach dem Miterleben dieser Schulform empfinde ich Respekt vor der Disziplin der Chinesen, wenngleich ich das deutsche Schulprinzip, basierend auf Eigenverantwortung und Persönlichkeitsentwicklung auch im Resultat es besser empfinde. Für Chinesen ist Englisch wohl vergleichbar schwer wie für uns chinesisch, deshalb halte ich es nicht für sinnvoll den Könnensstand zu vergleichen. Was mir jedoch auffiel, war dass chinesische Schüler außerhalb ihrer auswendig gelernten Redewendungen und Floskeln schwer ohne Übersetzer auskamen. Dies zum Beispiel spricht meiner Meinung nach für das deutsche Schulsystem.

Die chinesische Sicht auf Kinder war für uns Deutsche ungewohnt: Jugendliche, die in Deutschland bereits ist junge Erwachsene gesehen werden werden in China , bis sie arbeiten, als Kinder gesehen und dementsprechend von der Familie gehütet und umsorgt. Dies zeigte sich bei mir an dem Ritual meiner Gastmutter, ihrer Tochter jeden Tag aufwändige Frisuren zu flechten, an der Tatsache dass Kinder nicht im Haushalt helfen müssen oder daran, dass meine Gastmutter meine Austauschschülerin wohl auch regulär häufig von der Schule abholt, obwohl diese nur wenige Meter von ihrer Wohnung entfernt liegt.
Was mir sofort aufgefallen war, als ich aus dem Flieger stieg, war dass alles größer war. Gebäude unter fünf Stockwerken gab es eigentlich nicht, auch auf dem Land, welches gespickt von Strommasten ist, sahen wir eigentlich keine richtigen Dörfer, sondern regelmäßige Hochhauskomplexe, welche ohne Vorwarnung einfach in den Himmel ragen. Die „Provinzstadt“ in der wir lebten hatte 2,5 Millionen Einwohner und die Schule die wir besuchten 7000 Schüler und über 400 Lehrer.

Am Anfang mögen mich diese Unterschiede, all das Neue und Unbekannte überrumpelt haben, doch im Laufe des Austausches wuchs sich immer mehr in die Familie, ins Leben hinein und die Barrieren, die anfangs spürbar waren, bröckelten ab. Am letzten Abend sagte meine Gastmutter mir sogar, sie habe jetzt eine deutsche Tochter. Obwohl Chinesen eine andere Geschichte, eine fremde Kultur haben, sind sie im Inneren doch die gleichen Menschen wie du und ich, mit den gleichen Wünschen, den selben Ängsten, den gleichen Hoffnungen, Sorgen und Träumen. Und diese Erkenntnis wird mich hoffentlich mein Leben lang begleiten, denn sie ist nicht nur auf ein spezifisches Land gerichtet. Meine Angst vor fremden Kulturen ist verschwunden, ich habe die Überzeugung gewonnen, mich in jedes Land der Welt einleben zu können. Hierfür danke ich herzlichst unserem großzügigen Sponsor Mister Wang, dank dem wir lediglich unseren Flug bezahlen mussten, sowie dem organisierenden und begleitenden Lehrerteam (Frau Liu, Frau Mader, Herr Wiedemann, Herr Kern). Danke, dass Sie uns diese Reise ermöglicht haben!

 

Annabell Vacano

15 Spannender Besuch im Reich der Mitte

 

Erster Chinaaustausch am Staatlichen Landschulheim mit 17 Schülern

 Zum ersten Mal organisierte das Staatliche Landschulheim heuer einen Schüleraustausch mit einer chinesischen Schule. 17 Schüler von der 8. bis zur 11. Klasse brachen kürzlich zu ihrem 14tägigen Aufenthalt dorthin auf. Begleitet werden sie von der Lehrerin für Chinesisch, Fanny Liu, den Lehrern Rita Mader und Werner Wiedemann sowie Erzieher Eugen Kern. Frau Liu, die mit ihrer Familie in Prien lebt, unterrichtet an zwei Wochenstunden das Wahlfach Chinesisch am Landschulheim, so dass die meisten der Schüler zwischen 14 und 17 Jahren sich schon ein wenig verständigen können. Im Internat leben seit Jahren immer wieder chinesische Schüler, woraus sich die Idee zu dem Austausch ergab.

Nach dem elfeinhalbstündigen Flug nach Shanghai übernachtet die Gruppe im Hotel und wird dann auf die Gastfamilien in der Stadt Kuzhou, etwa 400 Kilometer südwestlich von Shanghai, verteilt. Die Stadt mit ihren vier Millionen Einwohnern gilt als Kleinstadt. Die erste Woche verbringen die Schüler in den Familien und besuchen die Xinhu-Schule, eine Art Gesamt- und Ganztagsschule, in der der Unterricht täglich von 7.30 bis 18 Uhr dauert. Der Unterricht für die Gäste beschränkt sich auf Sport, Musik und den Kunstunterricht, wobei die Schüler zum Beispiel die Paper-Art, chinesischen Tanz oder traditionelle Spiele kennenlernen. „Die Gastgeber haben sich große Mühe gegeben, ein interessantes Programm für uns zusammen zu stellen“, erzählt Werner Wiedemann im Gespräch mit unserer Zeitung. Ziel der Schule sei es, die für uns so fremde Kultur hautnah zu erleben, abseits von dem touristischen Shanghai. China werde in den nächsten Jahrzehnten eine immer größere Rolle spielen, so dass es auch gelte, der Jugend ein wenig die Scheu vor der Großmacht nehmen.

In der zweiten Woche, die in die Osterferien fällt, unternimmt die deutsche Reisegruppe täglich Ausflüge mit dem Bus und ist dabei in verschiedenen Hotels untergebracht. Besichtigt wird zum Beispiel ein Dorf, in dem noch auf die traditionelle Art Porzellan hergestellt wird, die alte Wasserstadt Xitang oder ein historisches Museumsdorf, in dem sich die Einwohner noch mit Trachten wie im 19 Jahrhundert kleiden. Natürlich steht auch ein Besuch der 24-Millionenstadt Shanghai mit dem weltweit größten Containerhafen auf dem Programm. Auch die Chinesen sind offensichtlich sehr interessiert an einem Austausch mit der deutschen staatlichen Internatsschule. Das aufwändige Programm wird weitgehend durch den chinesischen Staat finanziert. Schüler und Lehrer müssen selbst lediglich den Lufthansa-Flug nach Shanghai bezahlen, der mit 550 Euro für die Gruppe sehr günstig war.               .

Ein Gegenbesuch der chinesischen Schüler wird voraussichtlich im kommenden Juni erwartet. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Um den Gästen ein ähnlich großzügiges Programm zu bieten, wie es die deutschen Schüler in China erleben, werden noch Sponsoren gesucht. Wer eventuell Interesse hat, den Chinaaustausch zu unterstützen, kann sich nach den Osterferien direkt an die Schule oder an Werner Wiedemann über die Telefonnummer der Schule (086416240) wenden.      

Text und Bild: Christiane Giesen                                 

 

 

 

Foto:

17 Schüler des Staatlichen Landschulheims brachen erstmals zu einem Besuch in China auf, hier vor der Busabfahrt zum Flughafen mit ihrer Chinesischlehrerin Fanny Liu und ihren beiden Kindern.                                                                  Foto: Giesen

01 Turbulentes Theater mit Multikulti-Hintergrund

„Achtung Deutsch“ spielen Schüler der Oberstufe auf der Bühne des Staatlichen Landschulheims

 Unterhaltsames, aber auch hintergründiges Theater zu einem hoch aktuellen Thema bringen 14 Schüler der Q12 mit dem Stück „Achtung Deutsch“ auf die Bühne. Die Komödie des  österreichischen Autors Stefan Vögel, Jahrgang 1969, thematisiert auf höchst vergnügliche Weise das Zusammenleben mehrerer Personen aus verschiedenen Ländern. Gängige Vorurteile und Klischees über die jeweils anderen Nationen reihen sich in schneller Folge aneinander und machen so ihre Lächerlichkeit erst richtig deutlich.

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