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Nachrichten

Juni 2018

07 Motivation für die Mathematik!

 

Wie in 11.000 anderen deutschen Schulen fand am Staatlichen Landschulheim Marquartstein auch in diesem Schuljahr der Känguru-Wettbewerb der Mathematik statt. Dabei handelt es sich um einen  mathematischen Multiple-Choice-Wettbewerb für über 6 Millionen Teilnehmer in mehr als 70 Ländern weltweit (in Russland nahmen 1.331.800 Schüler teil, gleich danach folgte allerdings Deutschland mit 905.900 Mathematikbegeisterten). Traditionell findet der Test am dritten Donnerstag im März gleichzeitig und unter Aufsicht einer Lehrkraft statt. Schummeln ist also weder erlaubt noch möglich. Ziel dieser Veranstaltung ist die mathematische Bildung und das Interesse an diesem Fach zu fördern. Vor allem wird auf das selbstständige Arbeiten der Schüler Wert gelegt. Einen Preis erhält grundsätzlich jeder Teilnehmer, um die Motivation zu stärken. Bei besonders hohen Punktzahlen werden allerdings besondere Auszeichnungen vergeben. Die Schulfamilie des LSH Marquartstein freut sich über  die stattliche Zahl von zehn Gewinnern:

Einen dritten Preis erhielten: Marinus Müller (5a), Naomi von Schroeders (6b), Manuel Hauser (7c), Linus Huber (7d), Kilian Meier (7d), Moritz von Meyerinck (7d)

Den zweiten Preis schafften: Vincent Kolb (6b), Leopold Kellerer (6c), Tobias König (6b)

Den ersten Platz erreichte: Luis Schneider (7a) mit 118 Punkten (nur 105 hätten ihm für den ersten Platz genügt, was seine Leistung doppelt hervorhebt).

Es steht zu hoffen, dass einige Schülerinnen und Schüler durch die Teilnahme am Känguru-Wettbewerb ihre Begeisterung für Mathematik gefunden oder wiedergefunden haben.

Das Bild zeigt die Marquartsteiner Wettbewerbsteilnehmer.

Mai 2018

14 Exkursion nach Colonia Septima Aurelia

 Fünfzig Siebtklässler, die am Landschulheim Marquartstein derzeit Latein als erste oder zweite Fremdsprache lernen, begaben sich im April 2018 gewissermaßen auf Zeitreise:

Das Video zur Fahrt gibt´ s hier zum Anklicken.

Quartier bezog die Gruppe in einer Wiener Jugendherberge, die durch ihre zentrale Lage viele Spaziergänge in die Wiener Altstadt zuließ. Den Schwerpunkt der Studienfahrt bildete aber nicht die schöne Metropole der Habsburger, sondern Carnuntum, eine antik römische Stadt, die etwa fünfzig Kilometer östlich von Wien durch die Kreuzung von Donau und Bernsteinstraße über fünf Jahrhunderte eine dominante Rolle in der Sicherung der Nordgrenze des Römischen Reiches spielte. Die Schüler hielten sich, begleitet von den Lateinlehrkräften René Steinlehner, Astrid Ruß, Christian Zill, Iris Knitl und Sandra Altmann, einen ganzen Tag im Ausgrabungsgelände von Carnuntum auf und mussten am Ende feststellen, dass sie noch immer nicht alles gesehen hatten. Das Imposanteste an Carnuntum wurde allerdings genau inspiziert, denn einige antike Gebäude wurden am Originalstandort wiederaufgebaut und offenbarten einen eindrucksvollen Blick in die römische Gesellschaft. Zu sehen sind nicht nur die bis in das erste Obergeschoss wieder errichteten Häuser, sondern auch sämtliches Mobiliar, Wandmalereien und Gebrauchsgegenstände, die nach schriftlichen und bildlichen Quellen genau rekonstruiert worden sind. Im Haus des Lucius wurde die Küche genauer unter die Lupe genommen, in der Villa urbana das mondäne Speise- und Arbeitszimmer. Immer wieder wies die Führerin darauf hin, dass sämtliche technische Einrichtungen voll funktionsfähig seien. Am eindrucksvollsten wurde dies in den etwa 1500 qm großen Thermen: Der Fußboden, über eine Hypokaust-Heizung erwärmt, war so heiß, dass man sich barfuß verbrannt hätte. Die Schüler durften auch die Wassertemperatur testen und stellten fest, dass das Caldarium (Warmwasserbecken) seinen Namen durchaus verdient. Nur das Frigidarium, in schönem Carraramarmor verziert, verschaffte etwas Abkühlung. Die Lateinschüler besichtigten auch eines der beiden erhaltenen Amphitheater. Einige Jungs wollten auf der Sandfläche natürlich unbedingt ihre Kräfte messen. Einen letzten Programmpunkt zur Kultur der Antike bildete das archäologische Museum in Deutsch-Altenburg, wo Funde der Zivilstadt, aber auch aus dem Militärlager gesammelt und modern ausgestellt sind. Am 14. April ging es wieder zurück nach Marquartstein, die Stimmung hätte nicht besser sein können. Mit Sprechchören und viel Applaus, auch für den Busfahrer, verabschiedeten sich die Schüler. Und ihre Lehrer hoffen, dass diese Euphorie noch lange für den Lateinunterricht anhält.

14 Aufgeben ist keine Option

„Gehen Sie weg“ brüllt ein zierliches Mädchen einem männlichen Angreifer ins Gesicht, der sie am Hals gepackt hat. Eine Sekunde später krümmt sich der Angreifer am Boden, nach dem ihn ein kräftiger Kniestoß getroffen hat. Das Mädchen ergreift die Flucht.

 

Am 5. und 6. Mai 2018 fand am LSH Marquartstein wieder ein Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs für Mädchen ab dreizehn Jahren statt. Fünfzehn Teilnehmerinnen lernten in rund zehn Stunden, wie man sich nach dem Ampelprinzip verteidigen soll.

 

Kursleiter Stefan Wörnle, Ju-Jutsu-Schwarzgurt und zertifizierter Trainer in Gewaltprävention erklärt: „In der grünen Phase geht es darum zu vermeiden, selbst zum Opfer zu werden“. Rollenspiele für die richtige Körpersprache machen den Mädchen bewusst, wie sie auf andere wirken und welche Signale Selbstbewusstsein ausstrahlt.  In der gelben Phase lernen die Teilnehmerinnen in einem Gespräch zu zeigen, dass man sich nichts gefallen lässt. Erst in der roten Phase geht es dann wirklich um den Kampf.

 

Neben den fünf einfachen Verteidigungstechniken, die die Mädchen gelernt haben, ist vor allem die mentale Stärke wichtig. „Aufgeben ist keine Option“, erläutert Wörnle. „Und das üben wir u.a. gegen einen Aggressor im schwarzen, furchteinflößenden Ganzkörper-Schutzanzug“. In einem sog. Bruchtest bewiesen alle 15 Mädchen, dass sie mit dem Knie oder der Faust ein ca. drei cm dickes Brett durchschlagen können.

 

Zum Abschluss des Kurses wurden diverse Stress-Situationen durchlaufen. Mehrere männliche Angreifer vom Kampfsportverein Unterwössen spielten die Angreifer, gegen die sich die Mädchen u.a. in einem dunklen Fußgängertunnel oder im Auto wehren mussten. Auch hier war selbstbewusstes Auftreten und der richtige Einsatz der Stimme gefragt. Nur wenn das nichts half, setzten die mittlerweile gut trainierten Schülerinnen die körperlichen Abwehrtechniken ein.

 

Nach zwei anstrengenden Kurstagen können die Teilnehmerinnen Stolz auf die gezeigten Leistungen sein. Informationen zu weiteren Trainingsmöglichkeiten gibt es im Internet unter
www.ksv-unterwössen.de.

14 Trine Göpfert und Lukas Speicher in der Erfolgsspur

Die beiden PZW-Schüler des Landschulheims Marquartstein (Kooperationsmodell des Landschulheims mit dem Skiverband Chiemgau und dem Förderverein Schule und Skisport) Lukas Speicher (5d) und Trine Göpfert (7a) blicken auf eine sehr erfolgreiche Skisprung Saison zurück.

Lukas Speicher durfte beim Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“  antreten und das LSH Marquartstein dort repräsentieren. Anders als beim Langlaufen oder Skifahren, werden im Skispringen Regionalmannschaften vom Deutschen Skiverband nominiert, für die sich die jeweils sechs besten Skispringer dieser Region qualifizieren. Dass Lukas nicht nur regional zu den Besten gehört, unterstich er mit seiner Leistung beim Finale der besten 65 Skispringer Deutschlands. An beiden Wettkampftagen zeigte er Sprüngen über den K-Punkt und erhielt durchweg gute Haltungsnoten, so dass er maßgeblich zu der tollen Teamleistung beitragen konnte. Die Mannschaft „Bayern Ost“ schrammte nur ganz knapp am Podest vorbei und konnte sich den sehr guten 4. Platz beim Bundesfinale erspringen.

Trine Göpfert wurde Bayerische Schülermeisterin S12/13 im Skispringen und der Nordischen Kombination und lies beim Springen sogar alle gleichaltrigen Burschen hinter sich. Nicht nur am Meisterschaftswochenende lief es für Trine gut. Über die gesamte Saison war sie ganz vorne dabei und holte sich damit auch den Gesamtsieg im Bayerischen Schülercup im Skispringen und der Nordischen Kombination. Lukas ist ebenfalls in beiden Disziplinen stark und kam jeweils auf einen 5. Gesamtrang. Dass dabei noch Luft nach oben ist verrät sein 3. Platz beim Bayerischen Schülercup in Partenkirchen.

Bei der nationalen Wettkampfserie, dem Deutschen Schülercup bekam Trine bereits bei den Herbstwettkämpfen die Gold-Bewertung der DSV-Trainer. Im Winter folgten reihenweise Podestplatzierungen im Skispringen und der Nordischen Kombination. Am letzten Wettkampfwochenende gelang ihr sogar der Sieg in beiden Disziplinen. In der Gesamtwertung belegte sie nach dieser überragenden Saison schließlich jeweils den 2. Platz im Springen und der Kombination hinter der ein Jahr älteren Thüringerin Cindy Haasch.

Dass diese Leistungen auch international etwas wert sind, zeigte sich beim FIS Schüler Grand Prix, bei dem sich junge Skispringer aus acht Nationen messen. Trine konnte im Einzelspringen den 2. Platz erreichen. Wie im Vorjahr ging der Sieg bei den Damen an Slowenien. Als beste deutsche Starterin ihres Jahrgangs, durfte Trine den Deutschen Skiverband beim Mannschaftsspringen vertreten. Hinter Slowenien und Österreich wurde es der 3. Platz für Deutschland.

 

03 Roblox-Gang beim Coding Cup 2018

Programmierteam „Roblox-Gang“ des LSH nimmt am Coding Cup 2018 teil

 

Über mehrere Monate hinweg arbeiteten Marko Kunic, Jonas Rubeck und Leon Toplak aus der 10c an ihrem Projekt EvoSim, um damit am bundesweiten Programmier-Wettbewerb CodingCup2018 teilzunehmen.

Dabei handelt es sich um eine komplexe Simulation evolutiver Prozesse, die von verschiedenen Faktoren wie Landmasse, Anzahl von Lebewesen und Generationen beeinflusst wird. Hierbei kommt auch das Konzept der neuronalen Netze zum Einsatz.

 

Die fertige Version, die auch zum CodingCup eingereicht wurde, umfasst mehr als 2000 Zeilen Code und wurde mit der Software Processing entwickelt. Sie wurde von den drei Schülern komplett in Eigenregie konzipiert und unter Verwendung professioneller kollaborativer Werkzeuge zur Softwareentwicklung wie der Plattform github.com umgesetzt. Diese ermöglicht beispielsweise das Arbeiten an einem Projekt durch mehrere Personen, von verschiedenen Orten aus über das Internet. Betreut wurde das Team von Herrn Schmid, dem Informatiklehrer der 10c.

Um den Juroren des Wettbewerbs die komplexe Thematik zu vermitteln, wurde abschließend noch ein Video gedreht, das auf dem Youtube-Kanal des LSH (zum Anschauen hier anklicken!) zu finden ist.

 

Eine Rückmeldung der Jury für die eingereichten Beiträge gibt es noch nicht, soll aber in Kürze folgen. Wir sind gespannt....

April 2018

28 Stark frequentierter Tag der Offenen Tür a

Bei strahlendem Frühlingswetter nutzten Hunderte von Besuchern die Gelegenheit, sich umfassend über Schule, Internat, Tagesheim und die schuleigenen Werkstätten beim Tag der offenen Tür des Staatlichen Landschulheims Marquartstein zu informieren. Besonders für die künftigen Schüler der fünften Klassen und ihre Eltern dürfte der  „Schnupperunterricht“ in verschiedenen Fächern interessant gewesen sei. Neben Schul- und Internatsführungen gab es zahlreiche Infostände, zum Beispiel von den Aktivitäten des Elternbeirats, den Fördervereinen oder dem „Auspuff“, den Machern der Schülerzeitung. Das gesamte Leistungsspektrum der Schule, Unternehmungen und Arbeitskreise wie Theater, USA- , China- und Frankreich-Austausch, viele Musikgruppen und der Kunstunterricht wurden auch bei diversen Darbietungen lebendig demonstriert. Für alle Fremdsprachen hatten Schüler und Lehrer jeweils einen eigenen Raum dekoriert, wo auf das Fach bezogen zum Beispiel gebastelt und gespielt werden konnte. Eine „Bewegungsbaustelle“ und verschiedene Veranstaltungen in der Sporthalle gaben einen guten Eindruck vom Sportunterricht. Viele Besucher verfolgten begeistert einen „Verhüllungstanz“ der 6. Klasse im Pausenhof (vgl. Foto), szenisch dargestellte Balladen der 7. Klasse oder den Irish Dance von älteren Schülerinnen in der Pausenhalle. Im Fach Physik wurde mit Smartphones gearbeitet und eine Ausstellung in den beiden Kulturräumen der Schule befasste sich mit der Geschichte der Berliner Mauer und zeigte Kunstwerke aus dem Kunstworkshop Tetraprint. Eine unterhaltsame Chemieshow mit Experimenten zum Mitmachen, Molekulare Küche und eine Physikshow lockten gleichermaßen viele Besucher an. Dazu konnten die Interessierten sich in den schuleigenen Werkstätten, Schreinerei, Gärtnerei, Elektrowerkstatt und Töpferei informieren, wie neben dem Weg zum Abitur auch eine handwerkliche Ausbildung nicht zu kurz kommen muss. Mit Frischem vom Grill oder Kaffee und Kuchen sorgte die SMV (Schülermitverantwortung) dafür, dass auch das leibliche Wohl der Gäste nicht zu kurz kam.      

                                   .                                                                          Text und Bild: Christiane Giesen

24 Keine Angst vor fremden Kulturen!

Bericht von Annabell Vacano zum Chinaaustausch des LSH Marquartstein

 

17 Schüler und Schülerinnen des Landschulheim Marquartstein nahmen am ersten China-Austausch ihrer Schule teil. Sie verbrachten zwei Wochen in der Umgebung von Shanghai, lebten davon eine Woche in Gastfamilien und reisten in der zweiten Woche durch die chinesische Provinz Zhejiang.

 

„Welche Unterschiede zwischen China und Deutschland habt ihr kennengelernt?“

Als uns der Diplomat Herr Schmidt am letzten Tag unseres Austausches im Generalkonsulat in Shanghai diese Frage stellte, schnellten unsere Finger in die Höhe. Unsere Gruppe bestehend aus 17 Schülern des LSH hatte in den vergangenen 14 Tagen in die uns zuvor wohl fremdeste Landeskultur der Erde eintauchen dürfen. Wir haben in Gastfamilien gelebt, Städte besucht und sind zur Schule gegangen – wir haben für zwei Wochen den Alltag eines chinesischen Schülers miterlebt und Erfahrungen gesammelt, die uns ein Leben lang begleiten werden. Es gibt viele Unterschiede zwischen Deutschland und China, es ist unmöglich sie alle in einem Zeitungsartikel aufzuzeigen. Ich werde dennoch versuchen, auf die Prägendsten einzugehen.

Das erste was uns allen zu dieser Frage einfiel war: Das Essen. Chinesisches Essen hat kaum Ähnlichkeiten mit dem, was in Deutschland in einem China-Restaurant serviert wird. Zum Frühstück gibt es so genannte Dumplings, die fleischgefüllten, in Fett herausgebratenen Maultaschen vergleichbar sind. Dazu meist eine Kombination aus Obst, Eiern, Trinkjoghurt oder Reissuppe. Mittags aßen wir mit unseren Austauschschülern in der Schulkantine, wo es die Auswahl zwischen acht verschiedenen Gerichten und einem riesigen Kübel voller Reis gab. Abends gingen wir meist mit unseren Gastfamilien aus, in Restaurants wurde eine große Zahl von Gerichten bestellt und auf einem runden Tisch mit Drehplatte serviert. Nun nahm man sich mit seinen Stäbchen immer einen Bissen von einen der Gerichte.

Natürlich sieht so nicht der Alltag unserer Gastfamilien aus, die Reichhaltigkeit des Essens lässt sich auf die Gastfreundschaft zurückführen, die wir so in Deutschland noch nicht erlebt haben. Unsere Gastschüler zogen zu ihren Eltern ins Zimmer, damit wir ein eigenes Zimmer hatten. Mein Gastopa stand täglich 1 Stunde vor meiner Austauschpartnerin und mir auf, um uns ein 5- bis 6-Gänge-Menü servieren zu können. Die ganze Familie tat alles, um mögliche Wünsche ihrer Gäste bereits im Voraus zu erfüllen. Ich wüsste nicht, wie man freundlicher, großzügiger und offener sein könnte als es meine Gastfamilie war, und diese Gastfreundschaft werde ich mit mir nach Hause tragen.

Die freundliche Neugierde der Chinesen fiel überall auf. Egal wo wir waren, wir wurden angesprochen, es wurden Selfies gemacht und Kontaktdaten ausgetauscht. In der Schule passierte dies nochmal in einem höheren Maß: Wo immer wir hingegen wurden wir von chinesischen Schülern umringt, wir wurden nach Unterschriften gefragt und Mitschüler machten uns Geschenke und schrieben uns Karten.

Die Schule ist ein weiteres Feld, welches sich unglaublich von seinem deutschen Gegenbild unterscheidet. In der Mittelstufe dauert der Unterricht von 7:00 Uhr morgens bis 8:00 Uhr abends. Die letzten 3 Stunden des Tages bestehen aus betreuter Hausaufgabenzeit. Der Unterricht ist für unsere Empfindungen autoritär. Diskussionen gibt es nicht, zu jeder Frage existiert nur eine richtige Antwort und wer reden weil muss aufstehen. Ein Englischtest, den wir mitgeschrieben haben, bestand nur aus Multiple-Choice-Aufgaben. Nach dem Miterleben dieser Schulform empfinde ich Respekt vor der Disziplin der Chinesen, wenngleich ich das deutsche Schulprinzip, basierend auf Eigenverantwortung und Persönlichkeitsentwicklung auch im Resultat es besser empfinde. Für Chinesen ist Englisch wohl vergleichbar schwer wie für uns chinesisch, deshalb halte ich es nicht für sinnvoll den Könnensstand zu vergleichen. Was mir jedoch auffiel, war dass chinesische Schüler außerhalb ihrer auswendig gelernten Redewendungen und Floskeln schwer ohne Übersetzer auskamen. Dies zum Beispiel spricht meiner Meinung nach für das deutsche Schulsystem.

Die chinesische Sicht auf Kinder war für uns Deutsche ungewohnt: Jugendliche, die in Deutschland bereits ist junge Erwachsene gesehen werden werden in China , bis sie arbeiten, als Kinder gesehen und dementsprechend von der Familie gehütet und umsorgt. Dies zeigte sich bei mir an dem Ritual meiner Gastmutter, ihrer Tochter jeden Tag aufwändige Frisuren zu flechten, an der Tatsache dass Kinder nicht im Haushalt helfen müssen oder daran, dass meine Gastmutter meine Austauschschülerin wohl auch regulär häufig von der Schule abholt, obwohl diese nur wenige Meter von ihrer Wohnung entfernt liegt.
Was mir sofort aufgefallen war, als ich aus dem Flieger stieg, war dass alles größer war. Gebäude unter fünf Stockwerken gab es eigentlich nicht, auch auf dem Land, welches gespickt von Strommasten ist, sahen wir eigentlich keine richtigen Dörfer, sondern regelmäßige Hochhauskomplexe, welche ohne Vorwarnung einfach in den Himmel ragen. Die „Provinzstadt“ in der wir lebten hatte 2,5 Millionen Einwohner und die Schule die wir besuchten 7000 Schüler und über 400 Lehrer.

Am Anfang mögen mich diese Unterschiede, all das Neue und Unbekannte überrumpelt haben, doch im Laufe des Austausches wuchs sich immer mehr in die Familie, ins Leben hinein und die Barrieren, die anfangs spürbar waren, bröckelten ab. Am letzten Abend sagte meine Gastmutter mir sogar, sie habe jetzt eine deutsche Tochter. Obwohl Chinesen eine andere Geschichte, eine fremde Kultur haben, sind sie im Inneren doch die gleichen Menschen wie du und ich, mit den gleichen Wünschen, den selben Ängsten, den gleichen Hoffnungen, Sorgen und Träumen. Und diese Erkenntnis wird mich hoffentlich mein Leben lang begleiten, denn sie ist nicht nur auf ein spezifisches Land gerichtet. Meine Angst vor fremden Kulturen ist verschwunden, ich habe die Überzeugung gewonnen, mich in jedes Land der Welt einleben zu können. Hierfür danke ich herzlichst unserem großzügigen Sponsor Mister Wang, dank dem wir lediglich unseren Flug bezahlen mussten, sowie dem organisierenden und begleitenden Lehrerteam (Frau Liu, Frau Mader, Herr Wiedemann, Herr Kern). Danke, dass Sie uns diese Reise ermöglicht haben!

 

Annabell Vacano

15 Spannender Besuch im Reich der Mitte

 

Erster Chinaaustausch am Staatlichen Landschulheim mit 17 Schülern

 Zum ersten Mal organisierte das Staatliche Landschulheim heuer einen Schüleraustausch mit einer chinesischen Schule. 17 Schüler von der 8. bis zur 11. Klasse brachen kürzlich zu ihrem 14tägigen Aufenthalt dorthin auf. Begleitet werden sie von der Lehrerin für Chinesisch, Fanny Liu, den Lehrern Rita Mader und Werner Wiedemann sowie Erzieher Eugen Kern. Frau Liu, die mit ihrer Familie in Prien lebt, unterrichtet an zwei Wochenstunden das Wahlfach Chinesisch am Landschulheim, so dass die meisten der Schüler zwischen 14 und 17 Jahren sich schon ein wenig verständigen können. Im Internat leben seit Jahren immer wieder chinesische Schüler, woraus sich die Idee zu dem Austausch ergab.

Nach dem elfeinhalbstündigen Flug nach Shanghai übernachtet die Gruppe im Hotel und wird dann auf die Gastfamilien in der Stadt Kuzhou, etwa 400 Kilometer südwestlich von Shanghai, verteilt. Die Stadt mit ihren vier Millionen Einwohnern gilt als Kleinstadt. Die erste Woche verbringen die Schüler in den Familien und besuchen die Xinhu-Schule, eine Art Gesamt- und Ganztagsschule, in der der Unterricht täglich von 7.30 bis 18 Uhr dauert. Der Unterricht für die Gäste beschränkt sich auf Sport, Musik und den Kunstunterricht, wobei die Schüler zum Beispiel die Paper-Art, chinesischen Tanz oder traditionelle Spiele kennenlernen. „Die Gastgeber haben sich große Mühe gegeben, ein interessantes Programm für uns zusammen zu stellen“, erzählt Werner Wiedemann im Gespräch mit unserer Zeitung. Ziel der Schule sei es, die für uns so fremde Kultur hautnah zu erleben, abseits von dem touristischen Shanghai. China werde in den nächsten Jahrzehnten eine immer größere Rolle spielen, so dass es auch gelte, der Jugend ein wenig die Scheu vor der Großmacht nehmen.

In der zweiten Woche, die in die Osterferien fällt, unternimmt die deutsche Reisegruppe täglich Ausflüge mit dem Bus und ist dabei in verschiedenen Hotels untergebracht. Besichtigt wird zum Beispiel ein Dorf, in dem noch auf die traditionelle Art Porzellan hergestellt wird, die alte Wasserstadt Xitang oder ein historisches Museumsdorf, in dem sich die Einwohner noch mit Trachten wie im 19 Jahrhundert kleiden. Natürlich steht auch ein Besuch der 24-Millionenstadt Shanghai mit dem weltweit größten Containerhafen auf dem Programm. Auch die Chinesen sind offensichtlich sehr interessiert an einem Austausch mit der deutschen staatlichen Internatsschule. Das aufwändige Programm wird weitgehend durch den chinesischen Staat finanziert. Schüler und Lehrer müssen selbst lediglich den Lufthansa-Flug nach Shanghai bezahlen, der mit 550 Euro für die Gruppe sehr günstig war.               .

Ein Gegenbesuch der chinesischen Schüler wird voraussichtlich im kommenden Juni erwartet. Ein genauer Termin steht noch nicht fest. Um den Gästen ein ähnlich großzügiges Programm zu bieten, wie es die deutschen Schüler in China erleben, werden noch Sponsoren gesucht. Wer eventuell Interesse hat, den Chinaaustausch zu unterstützen, kann sich nach den Osterferien direkt an die Schule oder an Werner Wiedemann über die Telefonnummer der Schule (086416240) wenden.      

Text und Bild: Christiane Giesen                                 

 

 

 

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17 Schüler des Staatlichen Landschulheims brachen erstmals zu einem Besuch in China auf, hier vor der Busabfahrt zum Flughafen mit ihrer Chinesischlehrerin Fanny Liu und ihren beiden Kindern.                                                                  Foto: Giesen

01 Turbulentes Theater mit Multikulti-Hintergrund

„Achtung Deutsch“ spielen Schüler der Oberstufe auf der Bühne des Staatlichen Landschulheims

 Unterhaltsames, aber auch hintergründiges Theater zu einem hoch aktuellen Thema bringen 14 Schüler der Q12 mit dem Stück „Achtung Deutsch“ auf die Bühne. Die Komödie des  österreichischen Autors Stefan Vögel, Jahrgang 1969, thematisiert auf höchst vergnügliche Weise das Zusammenleben mehrerer Personen aus verschiedenen Ländern. Gängige Vorurteile und Klischees über die jeweils anderen Nationen reihen sich in schneller Folge aneinander und machen so ihre Lächerlichkeit erst richtig deutlich.

Eine ziemlich chaotische Wohngemeinschaft von Germanistik-Studenten hat sich im mietgünstigen sozialen Wohnungsbau von Leipzig angesiedelt. Wahlspruch der WG ist es: „Deutschland ist nur bsuffn auszuhalten“. Zusammen wohnen nicht nur die drei syrischen Schwestern Zahira (Penelope Spannagl), Aische (Lisa Weizdörfer) und Fatima (Karolina Weiß), die wegen ihres Studiums perfekt deutsch sprechen, sondern sechs Europäerinnen. Mit typisch französischem Akzent stellt Französin Virgine (Julia Damm) gerne ihre Reize zur Schau. Geballtes südländisches Temperament verkörpern die beiden Italienerinnen Camilla (Veronika Schranzhofer) und Giuliana (Verena Kellermann), von den anderen als „Spagettis“ tituliert. Meist mit Flasche in der Hand aufs Sofa geflegelt geben die drei Österreicherinnen Sissy (Robina Böhl), Evi (Maya Stocks) und Anni (Julia Auer) mit breitem Weana (Wiener) Dialekt ihre Kommentare („so ein Schaaß“) ab. Hauptmieter ist Henrik Schlüter (Thomas Lentner) mit Freundin Hanni (Julia Höger). Als typischer Schwabe ist er vor allem an den überhöhten Mietzahlungen der Mitbewohner interessiert. Komische Höhepunkte gibt es, wenn sich Nachbar Bert Schröder (Fabian Watzl) mit seiner Frau Bärbel (Rebecca Pietsch) wegen der nächtlichen Partys über den Lärm beschweren. Mit typischem Zungenschlag der ehemaligen DDR und flotten Sprüchen machen beide keinen Hehl daraus, dass sie im Herzen DDR-Bürger geblieben sind –„vorwärts immer, rückwärts nimmer, sagt Erich“ (Honnecker). Fabian Watzl erweist sich zudem am Klavier als versierter Pianist.

Richtig Bewegung kommt in die WG, als sich die Prüferin vom Sozialamt, die gestrenge Frau Reize (Lena Manzenberger) ankündigt, um „Familie Schlüter“ zu überprüfen. Durch einen bürokratischen Irrtum wurde nämlich die WG als deutsche Familie mit zwei Kindern eingestuft. Panik pur. Denn nun steht das Einbürgerungsverfahren der syrischen Schwestern auf dem Spiel. Alle helfen zusammen und spielen der Kontrolleurin mit Hilfe von Rollenwechsel und Verkleidungen eine perfekte deutsche Familie vor. Als unerwartet der Hauptmieter zu früh aus dem Skiurlaub zurückkehrt und sich die neugierigen Nachbarn nicht abwimmeln lassen, kommt es zu ungeahnten Verwicklungen…

Wie die Premiere im voll besetzten Festsaal des Staatlichen Landschulheims zeigte, brachten die jungen Spieler unter der bewährten Regie von Sandra Altmann starke schauspielerische Leistungen auf die Bühne, so dass die Zuschauer immer wieder herzhaft lachen konnten. Besonders die verschiedenen Dialekte und Akzente ließen das verwirrende Multikulti deutlich werden. Angefeuert wurde die Spielfreude aller Spieler noch durch zahlreiche Lacher und häufigen Zwischenapplaus.

Für die gut funktionierende Licht- und Tontechnik zeichneten Justin Bülow, Daniel König und Martin Thoma verantwortlich. Das Publikum belohnte die witzig spritzige Theateraufführung mit lang anhaltendem Applaus und großzügigen Spenden.                                                          

Text und Bild: Chistiane Giesen

 

 

Foto:

Eine Szene aus „Achtung Deutsch“ am Staatlichen Landschulheim Marquartstein mit (von links) Virgine (Julia Damm), Bärbel und Bert Schröder (Rebecca Pietsch, Fabian Watzl) und der Syrerin Zahira (Penelope Spannagl).

 

März 2018

18 Ankunft in China

17 Schüler, zwei Lehrer und ein Erzieher wagen das große Abenteuer, am Chinaaustausch des LSH MArquartstein teilzunehmen. Den langen Flug haben sie ganz offensichtlich unbeschadet überstanden. Noch am Flughafen wurden sie von ihren chinesischen Gastfamilien begrüßt (siehe Foto).

Die Schulfamilie des LSH MArquartstein wünscht allen Teilnehmern einen tollen Aufenthalt in China!

18 Silvio Riehl „Biathlon Rocks-Athlet“ am LSH

Silvio (8c) ist in der 2.Wintersaison als Biathlet, nun in der Schülerklasse S15 für den WSV Aschau am Start. Trainiert wird weiterhin 4-5 Mal pro Woche zumeist am Stützpunkt in Ruhpolding.

Am Wochenende vom 9-11.03 fand das Deutsche Schülercup (DSC) Finale in Ruhpolding statt, mit einem starken Auftritt von Silvio. Jetzt erst einmal der Reihe nach, am Freitag stand ein Sprint mit Technikelementen, u.a. Schanzen, Slalom und Wellen zu durchlaufen auf dem Programm. Grade mal 5,7s trennten Silvio vom Sieg und erreichte somit einen super 5.Platz. Tags drauf am Samstag stand dann ein Massenstart Rennen, auf der anspruchsvollen World Cup Strecke in der Chiemgau Arena über 8km, mit 4x Schießen (liegend, liegend, stehend, stehend) auf dem Programm. Gleich nach dem Start hat sich Silvio mit in die Spitzengruppe gesetzt. Trotz 6x Schießfehlern (bedeutet 6x Strafrunden à 25s laufen) bei insgesamt 20x abgegebenen Schuss, konnte er seine läuferische Klasse unter Beweis stellen und kam bei 38 Teilnehmern auf einen guten 10.Platz.

Nachdem Rennen, welches sehr viel Energie gekostet hat hieß es dann Auslaufen und die Energiereservoirs wieder auffüllen, denn am nächsten Tag stand noch ein Mixed-Staffel Event auf dem Programm.

So ging es am Sonntag in der BSV2 Staffel (bestehend aus 2xJungs und 2xMädels) für Silvio und seine Teamkollegen auf die Strecke. Insgesamt nahmen hier 30x Staffeln aus ganz Deutschland teil und mussten jeweils 2x in den Schiesstand. Nach top Schießleistungen seiner Teamkollegen, konnte sich Silvio als Schlussläufer zwischenzeitlich auf Position 2 setzen und im Ziel einen hervorragenden 3.Platz erkämpfen!

Im Gesamtklassement der DSC Rennserie, bestehend aus 9x Rennen wurde Silvio 2. Bester Bayerischer Athlet und mit dem 11.Platz in der Gesamtwertung belohnt.

Durch diese sehr guten Leistungen hat er sich nun für den 3-Länder-Vergleichs Wettkampf vom 23-25. März in Obertilliach qualifiziert. Wir bleiben gespannt 

 

Bricht: Ch. Riehl

07 Reizvolle „Valentinsblumen“

Einebesonders reizvolle Ausstellung unter dem Titel „Valentinsblumen“ ist in den beiden Kulturräumen des Staatlichen Landschulheims Marquartstein eröffnet worden. Organisiert von Kunstlehrer Karl-Heinz Hauser sind insgesamt 50 sehr vielfältige Arbeiten von Schülern, Lehrern oder ehemaligen Schülern in der Ausstellung zu sehen. Nicht nur Malerei in den verschiedensten Techniken wie Aquarell, Tusche, Holzschnitt, Tetradruck, Bleistift oder Hinterglas gehören zu den Exponaten sondern auch Fotografien und kleine Skulpturen. Mit dabei ist zum Beispiel ein Bronzeunikat von Carsten Lewerentz, das zwei Katzenköpfe auf einer Blüte darstellt oder eine Arbeit der ehemaligen Schülerin Nadja Henle, die heute die Ausstellungen im Münchner Lenbachhaus organisiert. Insgesamt beteiligten sich Leute aller Altersgruppen von acht bis 75 Jahren, die sich dem Landschulheim verbunden fühlen.

Bei der gut besuchten Vernissage war das Publikum nicht nur von den verschiedenartigen Exponaten begeistert, sondern auch von der schönen musikalischen Umrahmung der Veranstaltung.   Die beiden Musiklehrer der Schule, Verena Thomys und Michael Hiemke dazu Leon Mooser aus der 8.Klasse, sangen und spielten zum Thema passende Songs auf Klavier und Bratsche, darunter zum Beispiel „Für dich soll`s 1000 Rosen regnen“. Schulleiter Christian Czempinski freute sich, dass die hohe Beteiligung an der Ausstellung von ehemaligen Schülern und Lehrern, den besondern Zusammenhalt der Schulfamilie über Jahre zeige. Dies sei ein Charakteristikum der Schule.

Die Ausstellung in den Kulturräumen im Erdgeschoß des Neuen Schlosses ist bis einschließlich Mittwoch, 14. März zu sehen. Geöffnet ist Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und am Freitag von 8 bis 13 Uhr.

Bild und Text: Christiane Giesen

01 Wintersporttag 2018

Wintersporttag 2018

 

Wie es die Tradition verlangt, stand am 17.01.2018 wieder mal der Wintersporttag der Klassen 5-10 auf dem Programm des LSH. Bis in die frühen Morgenstunden hörte man den Regen an die Fenster klopfen und hoffte, dass sich dieser noch in weiße Flocken verwandeln würde. Passend zur Abfahrt der Busse wurde uns allen dieser Wunsch erfüllt. So konnte die Wintersportbegeisterung unserer Schülerinnen und Schüler dann auch restlos ausgelebt werden. Die einen zelebrierten Pirouetten und akrobatische Figuren auf dem Eis in Ruhpolding, andere machten Kössens Pisten mit Ski und Snowboard unsicher, wieder andere glänzten beim Langlaufen oder Skisprung-Schnupperkurs in Reit im Winkl. Auch das Snowtuben in Inzell stand wieder hoch im Kurs. Die Rodelgruppe vergnügte sich im Schneetreiben an der Nattersbergalm. Erstmalig im Programm war dieses Jahr das Eisstockschießen auf einer neuen Bahn in Reit im Winkl, bei der unsere Eisstock-Profis vom Besitzer sogar mit heißen Würstl und Getränken versorgt wurden. Ein weiterer Newcomer war das Winter-Geocaching in Marquartstein. Ein paar Lehrer hatten im Vorfeld schon das Gebiet abgesucht, um die genaue Lage der offiziell gelegten Caches zu ermitteln. So konnten sich dann am Mittwochmorgen fünf mit GPS-Geräten ausgestattete Suchtrupps ihren ersten Rätseln widmen. Erst nach Lösen der Rätsel gab es die Koordinaten für den jeweils ersten Cache. Im Wechsel von Sonne, Schneesturm und sanften Flocken fühlten sich unsere Geocacher teilweise wie unterwegs in geheimer Mission und hatten sehr viel Spaß am Suchen, Finden und Dekodieren von Cäsar-Verschlüsselungen.

Insgesamt war es ein rundum gelungener Tag. Die Fachschaft Sport bedankt sich nochmal bei allen Kolleginnen und Kollegen für die tatkräftige Unterstützung in allen Bereichen. Natürlich gilt ein großer Dank auch unseren Schülerinnen und Schülern, ohne deren gute Laune so ein gemeinsamer Sporttag sicherlich nicht machbar wäre.

 

Für die Fachschaft Sport – Theresa Halbig

01 Zum 75. Todestag von Christoph Probst

75. Todestag von Christoph Probst

(6. November 1919 – 22. Februar 1943)

 

Mitglied der „Weißen Rose“

 

 

Am 22. Februar jährt sich der Todestag von Christoph Probst zum 75. Male. Von 1932 – 1935 besuchte Christoph Probst als Schüler die Internatsschule des Landschulheims Marquartstein, ehe er dann im Jahre 1935 nach München auf das Neue Realgymnasium wechselte, das er zusammen mit Alexander Schmorell besuchte. 1937 machte Probst sein Abitur und studierte dann nach abgeleistetem Arbeits- und Wehrdienst zwei Jahre später Medizin in München. Über seinen Freund Alexander Schmorell lernte Christoph Probst auch Hans Scholl kennen und kam somit auch in Berührung mit den Mitgliedern der „Weißen Rose“.

Neben Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell, Willi Graf und dem Universitätsprofessor Kurt Huber war er eines der prominentesten Mitglieder der Widerstandsgruppe der „Weißen Rose“, die sich mutig und unter Einsatz ihres Lebens mit Flugblättern der nationalsozialistischen Terrorherrschaft entgegenstellten. Die „Weiße Rose“ war eine Gruppe von Studenten an der Universität München unter Führung der Geschwister Scholl. Mit Flugblättern kämpften sie gegen das NS-Regime und nicht zuletzt gegen die Fortsetzung eines sinnlosen, menschenverachtenden Krieges, auch verstanden sie sich als Teil des europäischen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Zunächst richteten sich die Flugblätter an einen kleinen Adressatenkreis von Akademikern aus dem Raum München. Doch schon das 5. Flugblatt hatte eine Auflagenstärke von bis zu 9000 Exemplaren und wurde im süddeutschen Raum und Österreich verteilt. Nach der vernichtenden Niederlage und Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad, die auch als Zeichen der Kriegswende gesehen wird, wurde die Sinnlosigkeit des Krieges immer offenkundiger. Kurz nach der Niederlage von Stalingrad verfasste Christoph Probst einen Flugblattentwurf, in dem er forderte, Hitler und sein Regime müssen fallen, damit Deutschland lebe. Den Flugblattentwurf leitete Probst schließlich an Hans Scholl weiter. Im Zusammenhang mit der Kapitulation von Stalingrad  muss auch das 6. Flugblatt der „Weißen Rose“ gesehen werden, das sich an die Münchener Studenten richtet, mit der Aufforderung, sich vom NS-Regime abzuwenden. Beim Flugblattabwurf im Lichthof der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität am 18. Februar 1943 wurden die Geschwister Scholl vom Hörsaaldiener der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, Jakob Schmid, einem gebürtigen Traunsteiner, beobachtet und letztlich von diesem beim Verlassen der Universität festgehalten. Schmid und der Kanzleisekretär übergaben die Geschwister Scholl dem Syndikus der Universität, der dann die Gestapo benachrichtigte, welche die Geschwister Scholl festnahm. Die Mitglieder der Widerstandsgruppe und ihr Umkreis wurden daraufhin ebenfalls verhaftet (80 Personen in Süddeutschland und 50 in Hamburg).

Christoph Probst gehörte zum engen, inneren Kreis der „Weißen Rose“ und bezahlte letztlich sein politisches Engagement, seine Zivilcourage, den Widerstand gegen den Nationalsozialismus mit seinem Leben. Er wurde vom NS-Volkgerichtshof unter Roland Freisler, wie auch die Geschwister Scholl, wegen „Wehrkraftzersetzung“, „Feindbegünstigung“ und „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt und  noch am selben Tage, am 22. Februar 1943, zusammen mit Hans und Sophie Scholl im Gefängnis in München-Stadelheim durch die Guillotine hingerichtet. In einem anderen Gerichtsverfahren wurden über Graf, Schmorell und Huber am 19. April 1943 ebenfalls Todesurteile verhängt.  Bis hinein in den Herbst 1944 gab es noch weitere Folgeprozesse, in denen Haftstrafen bis zu zwölf Jahren ausgesprochen wurden.

Christoph Probst, der in Innsbruck verhaftet wurde, geriet letztlich zum Verhängnis, dass man bei der Verhaftung von Hans Scholl in München das handschriftliche Manuskript seines Flugblattentwurfs ("Hitler und sein Regime müssen fallen, damit Deutschland lebt!") gefunden hatte. Dieses Schriftstück diente der Gestapo letztlich Christoph Probst als Mitglied der „Weißen Rose“ zu überführen.

Seine letzte Ruhe fand Christoph Probst im Alter von nur 23 Jahren auf dem Münchener Friedhof Perlacher Forst. Er hinterließ eine Ehefrau, Herta Dohrn, und drei Kinder.

Christoph Probst ist am Staatlichen Landschulheim Marquartstein eine Gedenktafel direkt neben dem Haupteingang gewidmet und soll stets neben dem Gedenken an Christoph Probst auch eine Mahnung zu Zivilcourage und ein Appell zum Einsatz für Demokratie und Freiheit gegen autoritäre und radikale Strömungen sein.

 

 

Markus Landsherr

Fachbetreuer für Geschichte

01 Börsenspiel

Mit 24 Spielgruppen aus den 10. aus 11.Klassen war das LSH wieder eine der am stärksten vertretenen Schulen beim „Planspiel Börse“ des Sparkassenverbands.

Die Aufgabe der Teilnehmerteams besteht darin, 50.000,-€ virtuelles Startkapital während eines Zeitraums von 12 Wochen möglichst gewinnbringend anzulegen.

Gut 170 verschiedene Anlagemöglichkeiten (Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Fonds) stehen zur Auswahl. Inhaltlich ergänzt dieses online-basierte Planspiel das Lehrplankapitel „Unternehmen und Haushalte auf dem Markt“ im Fach Wirtschaft und Recht der 10.Klassen.

 

Sehr erfreulich war in diesem Schuljahr, dass es gleich zwei LSH-Teams zu den Preisträgern geschafft haben:

Das Team Hazellot (Jonas Rubeck, Leon Toplak und Kilian Brune, 10c) wurde Sieger in der „Nachhaltigkeitswertung“. Nur Aktiengesellschaften, die sich durch nachhaltiges Wirtschaften auszeichnen, werden hier gewertet.

Mit stolzen 54.394,-€ erwirtschaftete den höchsten Gesamtertrag am LSH das Team „Salf Rapper“ (Joshua Kempfe und Alexander Häusler, 10a) und belegte damit landkreisweit den 4. Rang unter 150 gewerteten Gruppen.

 

 

Bericht der bestplatzierten Börsenspielgruppe am LSH 2017

 

Zunächst haben wir uns verschiedene Möglichkeiten angeschaut, wie wir unser Startkapital von 50.000 Euro am besten investieren können. Aufgrund dessen, dass mein Teampartner Alex Häusler eine Präsentation über Lufthansa halten musste und somit den genauen

Chart Verlauf im Blick hatte, wurde uns bewusst, dass Lufthansa zu diesem Zeitpunkt eine sehr stabile Aktie war, in welche man definitiv investieren musste. Aufgrund dessen, dass die Deutsche Lufthansa im Oktober mehr als die Hälfte der Flugzeuge von Air Berlin übernahm, um damit ihr Tochterunternehmen Eurowings auszubauen, stieg die Aktie allein in diesem Monat um 13 % . Doch nicht nur Lufthansa war zu diesem Zeitpunkt rekordverdächtig, sondern auch Tesla, weshalb wir ebenfalls Tesla-Aktien im Wert von 15.000€ kauften. Doch der Kurs von Tesla begann schon nach kurzer Zeit wieder sehr stark zu sinken, was für uns das Signal zum Verkaufen war. Nach diesem Vorfall wollten wir lieber auf der sicheren Seite sein, weshalb wir uns jeden Tag den Chartverlauf von jeglichen uns zur Verfügung stehenden Aktien durchsucht haben. Auf diese Weise haben wir erkannt, dass unter anderem Amazon und diverse andere Aktien, unser vorhandenes Kapital erstmal nicht ins

Minus stürzen werden, was auch der Fall war. Nachdem Tesla verkauft wurde und wir wieder ins Plus kamen, haben wir ein bisschen herumexperimentiert und unter anderem auch noch eine kleine Summe in Porsche investiert.

Aufgrund verschiedener Zufälle ist es uns beiden nicht mehr möglich gewesen, die Planspielbörsen App zu benutzen, weshalb wir über 3 Wochen lang nicht mehr in unseren Account gekommen sind. Nach mehreren Telefonaten und E-mails ist es uns dann schließlich doch gelungen, sowohl Passwort als auch Depotnummer wieder zu bekommen. Dies geschah allerdings gegen Ende des Spiels, weshalb wir nicht mehr allzu viel an unserer Strategie ändern konnten. Dazwischen haben wir auch Geld in einen Fond investiert zur

Absicherung, jedoch haben wir diesen nach kurzer Zeit wieder aufgelöst, da wir weiterhin in Lufthansa etc. investieren wollten.

Fazit: Unsere Top Aktie war Lufthansa mit meist einem Plus von über 15 Prozent. Unsere schlechteste Aktie war Amazon mit meist einem Plus von „nur“ 2 bis 3 Prozent.

Februar 2018

15 Vize-Lesemeister: Linus Straßer

Linus Straßer (im Foto: Vierter von rechts) berichtet von seinen Erlebnissen bei der Lesemeisterschaft des Landkreises Traunstein Süd, wo er als Schulsieger des LSH Marquartstein teilnehmen durfte.

Es war ein Montagnachmittag und die Sonne schien. Aber es war kein gewöhnlicher Montagnachmittag, denn ich war als Schulsieger zum Vorlesewettbewerb in der Traunsteiner Stadtbücherei eingeladen, wo die Meisterschaft des Landkreises Traunstein Süd entschieden werden sollte.

Als ich die Bücherei betrat, wurde mir angst und bang. Zum Glück waren mein Vater und zwei meiner Freunde bei mir, um mich zu unterstützen. Wir suchten uns schöne Plätze in den vorderen Reihen und setzten uns. Es vergingen gefühlt 30 Minuten (tatsächlich waren es 15!), bis der Wettbewerb endlich anfing und die neun anderen Schüler und ich aus unseren Büchern vorlesen durften. Es ging nach alphabetischer Reihenfolge, was doch sehr unglücklich war, weil mein Name mit S anfängt! Langsam fing mein Herz an zu klopfen und mein Kopf brummte auch schon. Ich kam erst als Vorletzter an die Reihe! Mittlerweile pochte mein Herz wie wild und mein Kopf schmerzte immer mehr.

Endlich wurde mein Name aufgerufen und ich war mit Vorlesen dran. Ich stand auf, ging nach vorne und begann, mein Buch vorzustellen. Hier hatte ich kurzzeitig eine Blockade und mir fiel gar nichts mehr ein, was mich erschrecken ließ. Danach verlief der Rest des Vorlesens aber ohne Probleme. Die Zuschauer lachten sogar ein- oder zweimal. Auch das Lesen des unbekannten Textes nach der Pause brachte ich gut hinter mich, denn mein Lampenfieber hatte sich größtenteils gelegt. Gekrönt wurde mein Vortrag mit dem 2. Platz!

Es war schön, vor Publikum aufzutreten. Für mich war es ein toller und erfolgreicher Nachmittag.

12 Ein Zeitzeuge über die Jugendwerkhöfe der DDR

 

Andreas Freunds Vortrag am 19.01.18 im Landschulheim Marquartstein

 

Am 19.01.2018 durften wir, die zehnten Klassen des Staatlichen Landschulheims Marquartstein, einen Vortrag von Andreas Freund hören, der einen Großteil seiner Kindheit und Jugend in Kinderheimen und in Jugendwerkhöfen der DDR verbracht hat.

 

Andreas Freund ist einundfünfzig Jahre alt und mit Claudia Golz verheiratet, die Englisch und Sozialkunde an unserer Schule unterrichtet.

 

Als erstes wurde uns nach der Begrüßung ein Film gezeigt, der genauer erklärte, was Jugendwerkhöfe eigentlich sind. Später gab es noch einen zweiten Film über Andreas Freund, in dem er zurück zu dem ehemaligen Jugendwerkhof Torgau kehrt, eine Mitinsassin, den ehemaligen Heimleiter und den damals zuständigen Arzt trifft. Wir durften viele Fragen stellen, die uns alle sehr offen beantwortet wurden und Andreas Freund erzählte selbst von seinen Erfahrungen dort.

Jugendwerkhöfe waren Erziehungsanstalten für Kinder, die als verhaltensgestört und schwer erziehbar galten, jedoch wurden die meisten Jugendlichen dort eingewiesen, weil sie nicht ins Gesellschaftsbild des Kollektivs passten und zum Sozialismus umerzogen werden sollten. Die Demütigungen und Gewalt, die die jungen Menschen jedoch dort erfahren mussten, sind unvorstellbar.

 

Andreas Freund selbst versucht im Alter von zwölf Jahren die Grenze der DDR zu überqueren, wird jedoch festgenommen und verbringt die nächsten zwei Jahren in Kinder- und Sonderheimen. Als er selbst im Jugendwerkhof Hummelshain weitere Fluchtversuche wagt, gelangt er letzten Endes nach Torgau.

Torgau war der einzige geschlossene Jugendwerkhof und galt als „Endstation“. Alle, die dort eingewiesen wurden, galten offiziell als „asozial“. Dort gab es strenge Zeitpläne, die Jugendlichen standen unter ständiger Kontrolle, sogar beim Waschen. Es gab extrem harten Zwangssport, und wenn ein Einzelner  auf irgendeine Weise versagte, wurde immer die ganze Gruppe bestraft. Auch unter den Gruppenmitgliedern gab es Gewalt, nachts, wenn die Aufseher wegsahen und die Mitinsassen denjenigen, der versagt hatte, verprügelten und folterten. Es gab teilweise sogar sexuellen Missbrauch. Die Jugendlichen waren jeden Tag der Willkür und den Demütigungen der Aufseher und Erzieher ausgesetzt. Schläge und Einzelarrest über mehrere Tage waren normale Strafen. Dadurch sollten die Menschen, die angeblich nicht in das Gesellschaftsbild passten, gebrochen werden.

 

Ich finde es unvorstellbar, wie viel Gewalt und Schmerz die Jugendlichen dort erfahren mussten und dass die Regierung dies erlaubte und sogar guthieß. Diese Anstalten haben meiner Meinung nach mit Erziehung überhaupt nichts zu tun, was dort geschah, kann man nur als menschenverachtend bezeichnen.

Nach dieser furchtbaren Zeit in Torgau blieb ihm selbst der Aufenthalt im Stasi-Gefängnis nicht erspart.

 

Als ich mich am Freitag auf den Weg zum Festsaal machte, hatte ich überhaupt keine Vorstellung, was mich erwarten würde. Um ehrlich zu sein, ich hatte weder im Geschichtsunterricht noch in Zeitungen etwas über Jugendwerkhöfe gehört. Nach dem ersten Video war ich schlichtweg schockiert. Es ist tief ergreifend, dass Andreas Freund, der all diese schrecklichen Erfahrungen machen musste, den Mut aufgebracht hat, uns seine Geschichte zu erzählen. Uns zu erzählen, wie er von Mitinsassen, Erziehern und Aufsehern geschlagen, gedemütigt und misshandelt wurde. Ich persönlich war sehr getroffen, als er uns von dem Selbstmord eines Freundes in Torgau erzählte. Andreas Freund selbst hat überlebt, woran andere zerbrochen sind. Uns wurde das Gefühl gegeben, jede Frage stellen zu dürfen, und Herr Freund beantwortete alles ausführlich und unglaublich ehrlich und emotional. Es ist schrecklich, dass er dies alles miterleben musste, aber auch,  dass diese Zeit noch immer Auswirkungen auf sein Leben, sein Denken und seine Psyche hat. Er erzählte uns von seinen Ängsten und Gefühlen, denen er sich bis heute jeden Tag stellen muss, die ihm den Schlaf rauben und ihm furchtbare Alpträume bescheren.

Ich finde es sehr gut, dass Zeitzeugen, Menschen wie Andreas Freund, sich trotz ihrer furchtbaren Erfahrungen nicht verstecken, dass sie aufstehen, ihre Geschichte und vor allem die Wahrheit erzählen. Wir brauchen Menschen mit diesem unerschütterlichen Mut, die uns zeigen, was passiert ist und niemals wieder passieren darf.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herr Freund für diesen schockierenden und ergreifenden Vortrag, wir wünschen ihm alles Gute für die Zukunft und hoffen, dass er noch weitere Menschen mit seiner Geschichte berühren kann.

 

Text: Anna Ritzer

04 Abschlussball

Festlicher Tanzabend

Seit Jahren oder sogar Jahrzehnten bietet die Tanzschule Giebel am LSH einen Tanzkurs für die 9. Klassen an.

Dieses Jahr folgten dem Angebot 30 Schüler und erlernten bei Tanzlehrer Michael Nitsche und seiner Partnerin an acht Nachmittagen die klassischen Tänze.

Zum Abschluss des Kurses fand am 26.Januar 2018 ein festlicher Tanzabend im Festsaal statt, zu dem auch die Eltern eingeladen waren.

Nachdem die Schüler mit der ersten Tanzrunde den Abend eröffneten, durften sich die Eltern warm tanzen. Danach kamen die Papa-Tochter oder Mutter-Sohn Paare dran. Aber so genau ging es gar nicht und die Tanzfläche war immer gut gefüllt.

Zum Gelingen des Abends trug auch ein Teil der Schüler der Q11 bei, die leckere Getränke und Snacks an der Bar verkauften. Sie sorgten auch für den Aufbau und die Dekoration. Herzlichen Dank dafür! Zu späterer Stunde sah man auch die Barkeeper fleißig auf der Tanzfläche.

Eine interessante Überraschung war auch das Getränkeangebot des P-Seminars „Molekulare Küche“ von Herrn Ehrl.

Alles in allem ein gelungener Abend in kleinem legeren, aber dennoch festlichem Rahmen.

Januar 2018

21 Bezirksentscheid der Langlaufmannschaften

Bezirksentscheid der Langlaufmannschaften des LSH Marquartstein in Sachrang
Beim diesjährigen Bezirksentscheid für den Jugend-trainiert-für-Olympia-Wettbewerb war des LSH Marquartstein zahlenmäßig stark vertreten. Im Starterfeld von über 200 Schülern aus ganz Oberbayern, sind 21 Schüler des LSH in vier Mannschaften an den Start gegangen. Bei strahlendem Sonnenschein und guten Schneebedingungen absolvierten die Schüler eine 2km lange, technisch anspruchsvolle Strecke. Leider reichte es bei der starken Konkurrenz dieses Jahr nicht zu Stockerlplätzen. Unsere Mannschaften der Wettkampfklasse IV waren mit vielen 5-Klässlern sehr jung besetzt und haben sowohl mit der gemischten Mannschaft, als auch dem Jungenteam den 6. Platz belegt. Die älteren Jahrgänge der Wettkampfklasse III konnten bei Jungen wie Mädchen jeweils den 5. Platz erreichen. Wie jedes Jahr konnten wir wieder auf tatkräftige Unterstützung von Elternseite zählen, die bei der Betreuung der Schüler halfen. Insbesondere das Wachsteam um Joschi Althammer, Caro Göpfert und Roland Netzer haben unseren Schülern wieder schnelle Skier verpasst und gezeigt, wie professionell die Vorbereitung des Materials auch schon im Schülerbereich gehandhabt wird.
Hervorzuheben ist die Einzelleistung von Silvio Riehl (8c), der mit nur 6 Sekunden Rückstand auf die Tagesbestzeit den 5. Einzelrang belegen konnte. Auch Sophia Diesl (8a) konnte mit Rang 8 und einem Rückstand von einer halben Minute auf Platz 1 ein Top-Ten Ergebnis erreichen. 

Bericht: Stefan Kühnel (Betreuer des Langlaufteams)

21 Nox latina

 "Salvete discipuli discipulaeque!

Vos invitamus ad nostrum diem Latinum tertium decimum – hoc anno noctem latinam!

Accurrite, videte, cognoscite, quomodo miles Romanus vixerit. Qui ad id illustrandum secum permultas res portabit. Praetera id studemus, ut cognoscamus, quantis  laboribus artifex Romanus artificia sua perfecerit. Cibis vos delectabimus, qui praeceptis Romanis parati erunt. Quibus de causis vos invitamus ad noctem latinam celebrandam. Gaudebimus, si veneritis!

 

Liebe Schülerinnen und Schüler!

Wir laden euch ein, den 13. Lateintag –in diesem Jahr eine lateinische Nacht- an unserer Schule mit uns zu feiern!

Lernt einen römischen Legionär kennen, fühlt euch wie ein römischer Künstler, wenn ihr ein Mosaik legt oder ein großes Wandbild malt! Außerdem könnt ihr essen, wie ein echter Römer, denn euch erwarten römische Spezialitäten, die nach echt römischen Rezepten zubereitet wurden. Wir freuen uns auf euer Kommen!"

 

Der Einladung von Lateinlehrerin Katharina Wagner zur Nox latina, zur Lateinnacht am Staatlichen Landschulheim Marquartstein, folgten etwa fünfzig Lateinschülerinnen und Lateinschüler der Unterstufe, Raphaela Klein (5. Klasse) und Luka Barakat (6. Klasse) berichten, wie sie diese Veranstaltung, die traditionell von der Fachschaft Latein einmal im Schuljahr veranstaltet wird, erlebt haben:

 

„Zuerst wurden die Kinder in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Hälfte wurde von einem römischen Legionär  und einer in römisches Gewand gekleideten Frau (Martina und Matthias Ziereis aus Seebruck) in die römische Geschichte und Kultur eingewiesen. Er erklärte, wie man überhaupt Legionär wurde. Frau Ziereis veranschaulichte, wie man sich das Leben in einer römischen Familie vorzustellen hatte. Außerdem zeigte der Legionär uns, welche unterschiedlichen Rüstungstypen es damals gab und weshalb man in der heutigen Wissenschaft und Technik so fortgeschritten ist. Vieles ist auf Erfindungen der Römer zurückzuführen. Während die erste Gruppe sich diesen Vortrag anhörte, hatte die andere Gruppe die Möglichkeit, Mosaike herzustellen oder Bilder nach antiker Vorlage zu malen. Außerdem spielten wir Wissensspiele, lasen Comics und lernten viele spannende Dinge über das Leben in der Antike. Nach der Hälfte der Zeit tauschten die beiden Gruppen. Am Ende gab es Essen nach antiken Rezepten, das die Lateinlehrer vorher zubereitet hatten. Wir aßen zum Beispiel Brot mit Oliven, Knoblauchkäse, Datteln und Pilze in Honig. Der Abend hat viel Spaß gemacht und außerdem haben wir viel gelernt!"

21 Kinder und Jugendförderverein unterstützt das P-Seminar Alpencross am LSH mit einer Spende


 
Seit 5 Jahren veranstaltet der „Stoamandl Kinder-und Jugendförderverein Marquartstein“ das Lichterfest am Achendamm. Das Lichterfest war 2017 für den 19.11 geplant. Das P-Seminar der Q11, welches für den Sommer 2018 eine Alpenüberquerung plant, hätte den Verkauf der Waffeln übernommen. Mit Einnahmen wie diesen versuchen die Seminarteilnehmer, die anfallenden Gesamtkosten zu senken.  Die Hälfte der Einnahmen werden außerdem an das World Bicycle Relief gespendet. Dieses Projekt versucht vor allem, Kindern in der Dritten Welt robuste Fahrräder zur Verfügung zu stellen, um damit auch bei großen Entfernungen einen Schulbesuch zu ermöglichen. 
 
Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen konnte das Lichterfest leider nicht stattfinden. Allerdings unterstützt der Kinder-und Jugendförderverein die Seminarteilnehmer trotzdem mit einer großzügigen Spende von 200€.  Dafür möchten wir uns recht herzlich bedanken!  Wer uns sowie das Projekt World Bicycle Relief ebenfalls unterstützen möchte, kann dies gerne tun. Unsere IBAN lautet: DE24711600000107103433
 
Das Alpencross-Team

21 Starbulls Rosenheim präsentieren ihren Sport

 

Eine „etwas andere“ Unterrichtseinheit erlebten die 7.Klassen des LSH Mitte Januar:

4 Profis der Oberligamannschaft aus Rosenheim besuchten uns im Sportunterricht, um ihren Verein und die Sportart Eishockey vorzustellen.

Erster Programmpunkt war die Ausrüstung in diesem körperlich harten Wintersport. Dazu wurde eine „Freiwillige“ Schritt für Schritt mit der kompletten Montur ausgestattet.

Die sehr sympathischen Profispieler beantworteten anschließend geduldig sämtliche Fragen zu Training, Schläger, Technik, Fouls, Schlägereien, fehlenden Zähnen usw.

Nach der Fragerunde durften sich alle Schüler gemeinsam mit den Profis im Hallenhockey messen und zum Abschluss des Unterrichts gab’s schließlich Autogramme und Starbulls-Poster geschenkt…..

bei dem regen Interesse unserer SchülerInnen an den Top-Athleten… kann durchaus sein, dass nicht wenige die Einladung zum Heimspiel gegen Regensburg Ende Januar wahrnehmen und sich mit kräftigen Anfeuern bei den Starbulls fürs Kommen bedanken!

10 Zauberhafte Klänge

 

Eine Konzertkritik von Nilufar Götschl

 

Am 20. 12. 2017 fand im voll besetzen Festsaal des Staatlichen Landschulheims Marquartstein das Weihnachtskonzert statt. Durch die Kombination von verschiedenen Chören, Klassen und Solobeiträgen ist aus dieser Veranstaltung, deren Organisation in den Händen von Michael Hiemke lag, ein beeindruckendes Konzert geworden. Für die Technik zeichnen Justin Bülow und Daniel König verantwortlich. Der Abend begann erst beschaulich mit sakraler Musik, die dann in den Pop-Song „Last Christmas“ überging. Darauf folgte eine spannende und gut einstudierte Darbietung des Unterstufenchores, gefolgt von einem professionellen Auftritt der Big-Band und der bewährten Violinengruppe von Frau Weißkirchner. Ein Highlight des Abend dürfte allerdings auch die Glühweinverkostung auf der Terrasse gewesen sein, auch dabei war der Chor zu hören. Vor allem der Abschluss des Konzertes, eine Chorversion des Liedes „Wonderful dreams“, die von Frau Tomys einstudiert wurde und in der alle Teilnehmer des Konzertes mitwirkten, ließ einen tollen Abend mit zauberhaften Klängen zu Ende gehen.

Dezember 2017

17 Linus Straßer gewinnt den Vorlesewettbewerb

Der Vorlesewettbewerb des deutschen Buchhandels für die 6. Klassen fand heuer am 8. Dezember im Festsaal des LSH statt. Jeweils zwei Klassensieger aus den drei 6. Klassen traten gegeneinander an. Gelesen wurde zunächst ein von den Kindern selbst ausgewählter Textausschnitt mit einer Länge von drei Minuten, dann ein Fremdtext von zwei Minuten Länge.

Aufmerksam hörten alle Schülerinnen und Schüler zu, denn geboten wurde nicht nur gekonntes und routiniertes Vorlesen, sondern auch eine Palette unterschiedlichster Jugendliteratur. Der Schwerpunkt lag aber auch in diesem Jahr bei Phantasy. Zwar entführte „Eine Tüte grüner Wind“ von Gesine Schulz die Zuhörer nach Irland, alle anderen Bücher hatten jedoch einen mystischen oder phantastischen Hintergrund. So war Cornelia Funke mit „Tintenherz“ gleich zweimal vertreten, Christopher Paolini mit  „Eragon“, Percy Jackson mit „Diebe im Olymp“ und Kai Lüftner mit „Die Finstersteins“.

 

Aufregend wurde es dann beim Fremdtext „Der kleine Werwolf“ von Cornelia Funke. Hier machten einigen der sehr guten Vorleserinnen und Vorleser die Nerven einen Strich durch die Rechnung und es schlich sich der eine oder andere Versprecher ein. Während bei den eingeübten Texten das Feld noch recht eng zusammen lag, zeigte der Sieger Linus Straßer (im Bild: zweiter von rechts) hier kühle Leseroutine und trug die Geschichte vom kleinen Motte, der durch einen Wolfsbiss zum Werwolf wird, ruhig und witzig vor. Damit konnte er bei der Jury aus den drei Deutschlehrerinnen der Klassen, Frau Bader, Frau Haffner und Frau Wagner sowie den jeweiligen Klassensprechern einen deutlichen Vorsprung herausholen.

Den zweiten Platz im Wettbewerb belegte Naomi von Schroeders, den dritten Serafina Hammerschmid.

Bericht: Birgit Bader

 

Linus wird das LSH jetzt in der nächsten Runde des Wettbewerbs auf Landkreisebene im Januar vertreten. Wir wünschen ihm ganz viel Glück!

17 Miriam Netzer beim Nordic Opening

PZW-Schülerin Miriam Netzer beim Nordic Opening

Vom 17. bis 19. November fand das Audi Quattro Nordic Opening 2017 in der Olympiaregion Seefeld statt. 24 junge Nachwuchssportler aus ganz Deutschland kamen, um gemeinsam zu trainieren. Unsere PZW-Schülerin Miriam Netzer aus der Klasse 8b war eine davon.

Die ersten 2 Tage wurde auf Kunstschnee und am Sonntag dann auf reichlich Natur-Schnee trainiert. Am Freitagabend war der ehemalige Profilangläufer Tobi Angerer mit im Sportquartier für einen gemütlichen Kennenlern-Abend. Am Samstag hat er dann das Training mit den Nachwuchssportlern geleitet. Tobi Angerer versteht es die jungen Sportler mit seiner legeren, unkomplizierten und kameradschaftlichen Art zu begeistern. Natürlich gab es aber auch jede Menge Technik-Tipps und Wettkampftaktik vom Profi. Die jungen Sportler und Sportlerinnen aus allen Leistungszentren der Republik (Sachsen, Baden-Württemberg und natürlich Bayern) waren alle begeistert von diesem Ausnahme-Athleten. Am Samstagabend gab es dann noch einen Wachs-Workshop, gesponsert von Holmenkolm. Alle haben viel gelernt, aber stets blieb auch der Spaß nicht auf der Strecke.

Am Sonntag um 16:30 Uhr nach dem letzten Training ging es dann geschafft aber Glücklich wieder nach Hause.

Insgesamt ein tolles Erlebnis mit neuen Eindrücken, Kontakten und Freundschaften.

Miriam Netzer im Bild: erste Reiche, zweite von rechts

04 Welche Religion ist die Wahre? - eine Theaterrezension von Jana Götze

“Nathan der Weise” im Volkstheater München

eine Rezension von Jana Götze (Q12)

 

Welche Religion ist die Wahre – Judentum, Christentum oder Islam? Diese zenrale Frage aus Gotthold Ephraim Lessings “Nathan der Weise” über die Suche nach religiöser Wahrheit könnte bei all den Glaubenskriegen in der Welt nicht aktueller sein. Inszeniert von Christian Stückl leistet das Stück seinen Beitrag zu den täglichen Diskussionen um islamistischen Terror und Fremdenfeindlichkeit.

Das Stück spielt im Jerusalem der Kreuzzüge, dass Krieg herrscht, zeigen flackernde Videobilder.   Alles beginnt mit einem Feuer: Im Haus des jüdichen Kaufmanns Nathan hat es gebrannt und ein Tempelritter rettet dessen geliebte Tochter Recha aus den Flammen. Der Kreuzzügler ist eigentlich Gefangener des Sultan Saladin, doch der islamische Herrscher verschont das Leben des Christen. Dieser verliebt sich in Recha. Und dann wird es kompliziert: Beide sind nicht nur Geschwister, die früh getrennt wurden, sondern auch Verwandte Saladins. Der besseren Übersicht halber fasst Lessing die Botschaft von der Verwandtschaft der drei großen Religionen in der berühmten Ring-Parabel zusammen, an der es am Ende nicht mehr um die Frage nach Unterschieden durch Volkszugehörigkeit oder Religion, sondern um Gemeinschaft geht: Wir alle sind Menschen, die sich gegenseitig nicht nur dulden, sondern Freunde werden sollen. Trotz der überaus wort- und bildgewaltigen Inszenierung ist das Bühnenbild sehr schlicht gehalten: Die Szenerie wirkt karg, es gibt kaum Requisiten. Und doch schafft der sanft geschwungene Bühnenboden Weite und lässt Spielraum für zahlreiche Interpretationsmöglichkeiten. Auch die Kostüme sind schlicht und erinnern in ihrem Stil und gedeckten Farben  an die Gegenwart. Ebenso zurückhaltend, aber dennoch passend: Der Einsatz von Musik. Eher im Hintergrund gehalten erzeugt sie an den richtigen Stellen Spannung und zeigt ebenfalls die Verbundenheit der Religionen, wenn sich Muezzin-Gesänge mit Kirchenglocken mischen.  Durch diese schnörkellose Inszenierung, die knapp drei Stunden dauert, gelingt es Stückl, die Botchaft Lessings umso stärker in den Fokus zu rücken. Das multikulturelle Ensemble um Hauptdarsteller August Zirner als Nathan, Pascal Fligg als Sultan und Jakob Geßner als christlicher Tempelherr überzeugt durch eine gelungene Inszenierung mit einer packenden und durchaus amüsanten Aufführung. Und trotzdem ist die Stimmung am Ende des Stücks eher bedrückend und hinterlässt eine Menge nachdenklicher Zuschauer. Saladins Bruder Melek, der gegen Juden und Christen eine härtere Gangart fordert, gehört das letzte Wort: Leise verspottet er Nathan und dessen “Märchen”, dann geht er höhnisch lachend ab. Zurück bleibt Nathan, alleine. Im Hintergrund flackern wieder die Videobilder auf, die schon zu Beginn des Stücks gezeigt wurden: Krieg.

November 2017

23 Der schreiende Ausdruck des inneren Eindrucks

Claudia Golz´ Ausstellung am Staatlichen Landschulheim Marquartstein

In Berlin geboren erlebte Claudia Golz 10 Jahre lang den sozialistischen Alltag der DDR, ehe sie zusammen mit ihrer Familie nach Bayern zog, wo sie seitdem, wie sie selbst sagt, „fast am gleichen Ort geblieben“ ist. Auf die Frage, wie sie ihre Kindheit und Jugend erlebt habe, antwortet sie: „Die Jugendzeit war geprägt von Freiheit und Demokratie, nachdem die Kindheit in der totalitären Diktatur der DDR Spuren hinterlassen hatte. Nach der Unterdrückung und Verfolgung in der DDR erlebte ich in Bayern, wie frei und menschlich man ohne Sozialismus leben kann.“ Gemalt habe sie, seit sie einen Stift habe halten können. Und ohne dass eine bestimmte Person oder ein Ereignis dazu Anlass gegeben hätte, gehört der bildenden Kunst ihre ganze Passion. Tatsächlich stand für sie die Überlegung im Raum, eine Kunstakademie zu besuchen, sie entschied sich letztlich aber für  Anglistik und Sozialkunde und arbeitet seit 2008 am Staatlichen Landschulheim Marquartstein als Lehrerin, teils auch als Internats- bzw. Tagesheimerzieherin. Neben ihrer Lehr- und Erziehungstätigkeit widmet Claudia Golz viel Zeit der bildenden Kunst und kann eigentlich als Allrounder bezeichnet werden, denn sie benutzt Techniken wie Öl, Druck, Aquarell, Pastell oder Tusche und mischt diese auch innerhalb einer Arbeit.
Nun wurde in den Kulturräumen des Staatlichen Landschulheims eine Ausstellung eröffnet, die Claudia Golz´ Arbeiten zeigt. Kunstlehrer Karl-Heinz Hauser bezeichnete Golz bei seinem Vortrag während der Vernissage als eine Expressionistin. Exemplarisch erläuterte er die Biographie Max Beckmanns, der – geprägt von den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges – zum Expressionisten wurde. Auch Golz´ Arbeiten thematisieren teils kryptisch, teils offensichtlich menschliches Leid, ohne dass sie dabei aber als Autobiographie zu verstehen sind. Die  sehr gelungene und gut besuchte Ausstellungseröffnung wurde von Julian Steffl (Q12) mit beeindruckenden Stücken am Xylophon begleitet.

(Text: Sandra Altmann, Bild: Karl-Heinz Hauser)

 

23 Judo zum Schnuppern

Judoclub Achental stellt sich den 5.Klassen vor

 

Neben dem Skisport, vor allem im Rahmen unseres bewährten „Skimodells“, hat sich in den vergangenen Jahren Judo als zweite Möglichkeit für „Sport nach eins“ am LSH etabliert. Besonders bei jüngeren Achentalern erfährt der örtliche Judoclub einen starken Zulauf.

Um den Judosport möglichst vielen Kindern vorzustellen und um interessierten Schülern des LSH die Gelegenheit zu geben, einmal unverbindlich in eine neue Sportart hineinzuschnuppern, gestaltete  Christian Kuttalek, engagierter Cheftrainer, Schwarzgurtträger (und auch Schülerpapa), in der Woche vom 13.-17.11. für alle fünften Klassen je eine Unterrichtseinheit Judo.

Alle, die öfter Judosport betreiben wollen, sind vom Judoclub eingeladen, zunächst beitragsfrei und über die Schülerunfallversicherung abgesichert, das offizielle Judo-Training zu besuchen.

Macht bestimmt genauso viel Saß wie die „Schnupperstunde“!

21 6b hilft bei den Weihnachtsvorbereitungen

Liebe Besucher unserer Homepage!

Wir sind die Klasse 6b und wir behandeln im Deutschunterricht bei Frau Wagner gerade das Thema „Vorgangsbeschreibung“. Wir haben uns vorgenommen, Ihnen in den Wochen bis Weihnachten verschiedene Rezepte vorzustellen, die Ihnen die Weihnachtszeit verschönern und die Vorbereitungen auf das Weihnachtsfest erleichtern sollen.

Sie finden all unsere Rezeptvorschläge auf der Startseite unserer Homepage links unter der Rubrik "Mitteilungen". Natürlich können Sie die Rezepte auch ausdrucken.

Viel Spaß beim Sammeln und Nachbacken wünscht Ihre Klasse 6b

 

In der Vorweihnachtszeit isst man ja z.B. gerne Kuchen und Gebäck. Aus diesem Grund haben wir für Sie ein leckeres Marmorkuchenrezept vorbereitet.

 

Sie benötigen folgende Zutaten:

300 g Mehl

300 g Zucker

2 Pck. Vanillezucker

1 Pkg. Butter, weich

3-4 Eier

1 Becher Sauerrahm

1 El Kakaopulver

1 Pck Backpulver

1 EL Mehrl

etwas Butter und Mehl für die Backform

 

Diese Arbeitsgeräte brauchen Sie:

Gugelhupfform/Kastenform

2 Schüsseln

Mixer

 

Verrühren Sie Butter, Vanillezucker und Zucker mit dem Mixer zu einer schaumigen Masse. Geben Sie unter ständigem Rühren die Eier einzeln dazu. Nun mischen Sie in der zweiten Schüssel Mehl und Backpulver und sieben dies in den Teig. Anschließend wird ein Becher Sauerrahm untergerührt. Vermischen Sie alle Zutaten gut miteinander. Die Hälfte des Teiges wird nun in die eingefettete Kuchenform gefüllt. Färben Sie nun die andere Hälfte des Teiges mit dem Kakaopulver dunkel. Damit der Teig nicht zu dick wird, geben Sie noch einen Esslöffel Milch hinzu. Jetzt können Sie auch den dunklen Teig in die Form füllen. Backen Sie den Teig bei Umluft 170 Grad ca. 45 Minuten lang.

 

Viel Spaß beim Nachbacken und ein gutes Gelingen

 

                                                           wünschen Ihnen