Schlechte Karten für Jupiter, gute Karten für Latein

Ein Tag im Zeichen der Antike


Am Gymnasium LSH Marquartstein stand am 5. März 2026 ein besonderer Tag ganz im Zeichen der Antike. Bereits am Vormittag begeisterte der Kabarettist Björn Puscha die Schülerschaft mit seinem Programm „Schlechte Karten für Jupiter“. Für die Jahrgänge 5 bis 8 gab es eine eigene, mit viel Witz gestaltete Vorstellung, anschließend traten die älteren Schülerinnen und Schüler zu einer zweiten Aufführung zusammen. Beide Gruppen hatten sichtlich Spaß an Puschas spielerischem Umgang mit Mythologie und Gegenwart. Die Schulfamilie bedankt sich herzlich bei der Gemeinde Marquartstein, die den Prinzregentensaal für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt hat.

Am Abend wurden Eltern sowie die Schülerinnen und Schüler begrüßt, die sich über das LSH informieren wollten. Die sechs Lateinlehrkräfte stellten sich vor und schilderten sehr persönlich, was sie an Sprache und Antike fasziniert: Christian Zill begeistert sich, so sagte er, für antike Philosophie und Religion, Katharina Wagner hob die sprachliche Ausdrucksfähigkeit hervor, die Lateinschüler im Deutschen gewinnen. Sandra Altmann betonte die Bedeutung des Lateinischen als Kultursprache, die den Blick für Kunstgeschichte und Archäologie öffnet. Astrid Ruß berichtete von jährlich organisierten Exkursionen speziell für Lateinschülerinnen und -schüler, und Referendarin Franziska Schmidt zeigte auf, dass Lateinunterricht auch zur politischen Bildung beiträgt.

Auch die Schülerinnen und Schüler selbst kamen zu Wort. In einem Interview erzählten Annalena Gassenhuber und Janina Köbinger von ihren Erfahrungen mit Latein, der Entscheidung für die jeweilige Ausbildungsrichtung und dem Leben im Internat. Fünf angehende Abiturientinnen und Abiturienten – Evelyn Senkel, Julia Frank, Sophia Apfel, Marius Netzer und Benno Fuchs – schilderten zudem, welche Vorteile ihnen der Lateinunterricht gebracht hat: ein besseres grammatisches Verständnis, ein größeres Fremdwortrepertoire, einen leichteren Einstieg in romanische Sprachen und viele spannende Inhalte.

Zum Abschluss des gelungenen und abwechslungsreichen Antikeabends trat erneut Björn Puscha auf und sorgte mit einer weiteren Runde seines Kabaretts für einen heiteren Ausklang.