Lernen mit digitalen Zeitzeugnissen

28. September 2023

„Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns an der LMU München in einem interdisziplinären Team damit, wie mit Medien im digitalen Zeitalter gelernt werden kann.

Im Team LediZ (Lernen mit digitalen Zeugnissen) sind Didaktiker:innen, Sprach- und Medienwissenschaftler:innen, Informatiker:innen und Ingenieur:innen versammelt. Gemeinsam konnten wir in den vergangenen Jahren vielfältige Erfahrungen sammeln, indem wir die

Zeugnisse von Holocaust-Überlebenden mit innovativer Technologie für zukunftsweisende Lernprozesse aufbereitet haben. Wir haben uns im Jahr 2018 auf eine Reise begeben und wollen nun von unseren Erfahrungen und Erkenntnissen (…) berichten.“

 

So beginnt der Einführungstext zu einer Handreichung, die das Projekt „LediZ“ vorstellt. Rund 20 Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Fachschaften hatten am 20.9.2023 die Gelegenheit, im Rahmen einer nachmittäglichen Fortbildung dieses innovative Projekt eingehender kennen zu lernen.

Unter Anleitung von Dr. Lisa Schwendemann und Ernst Hüttl von der LMU-München konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erproben, wie sich mit einem virtuellen Zeitzeugen – dem Holocaust-Überlebenden Abba Naor – kommunizieren lässt.

Die beiden Referenten konnten Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit mit digitalen Zeugnissen eindrücklich und kenntnisreich vermitteln.

Insofern besteht Grund zu der Annahme, dass auch zukünftige Schüler-Generationen die Möglichkeit haben, Zeitzeuginnen oder Zeitzeugen aus der NS-Zeit zu begegnen. Dass man die Begegnung mit einem virtuellen Zeitzeugen als Lehrerin oder Lehrer zu kommentieren und einzuordnen hat, versteht sich dabei von selbst.

 

Volker Pöhlmann