Englisch

Fachprofil Englisch

Das Fach Englisch wird am Gymnasium Landschulheim Marquartstein im G8 sowie im G9 als erste (E1) bzw. in der 6. Jahrgangsstufe einsetzend als zweite Fremdsprache (E2) und somit in allen Jahr­gangsstufen unterrichtet.

 

Inhalte

Die vermittelten Inhalte richten sich nach dem jeweils gültigen Lehrplan.

 

Kompetenzen/ Anforderungsbereiche

Das Fach gliedert sich lehrplangemäß in fünf Anforderungsbereiche:

  • Kommunikative Kompetenzen
  • interkulturelle Kompetenzen
  • Text- und Medienkompetenzen
  • Methodische Kompetenzen
  • die Behandlung/Auseinandersetzung mit bestimmtenThemengebieten

Vom ersten Lernjahr an werden also neben dem Spracherwerb weitergehende Kompe­tenzen vermittelt und eingeübt. Zentraler Aspekt des Englischunterrichts ist in allen Jahrgangsstufen dennoch die situativ angemessene kommunikative Kompetenz in der Zielsprache.

 

 Methoden

Die über die Jahre progrediente Beherrschung und sichere Verwendung der Zielsprache Eng­lisch – sowohl mündlich wie schriftlich - werden als zentrale Unterrichtselemente in allen Jahr­gangsstufen eingeübt. Voraussetzung hierfür sind sowohl passives Verständnis als auch aktive Anwendung der englischen Sprache und der über die Sprache hinausgehenden vermittelten In­halte (vgl. Anforderungsbereiche und Lehrplan Englisch).

Als Unterrichtsmethoden werden situativ abgewogen ein lehrerdirigiertes Unterrichtsgespräch, kürzere Schülerpräsentationen (in Ausnahmen auch einmal ein kürzerer Lehrervortrag), Paar- sowie Gruppenarbeit, Einzel- bzw. Stillarbeit, Think-Pair-Share, Erarbeitung von Hör- sowie Hör-Seh-Verständnissen, Dolmetschaufgaben, etc eingesetzt. Die vielfältige Methodik wird je­weils dem Unterrichtsinhalt sowie dem Entwicklungs- und Kenntnisstand der Lerngruppe an­gemessen angewandt. Hierbei wird sowohl auf vorranging deduktive als auch induktive Methoden zurückgegriffen, immer unter der Prämisse der Schüleraktivierung.

 

Prinzipien der Unterrichtsgestaltung

Der Englischunterricht verknüpft den mündlichen mit dem schriftlichen Sprachgebrauch und leitet zu einer kontextuell angemessenen Verwendung der Zielsprache an. Sprachliche Phäno­mene werden konsequent in einem kommunikativen und inhaltlichen Kontext vermittelt mit einer durchgängigen Kompetenzorientierung. Theoretisches Wissen und die englische Sprache (z.B. bei der Vermittlung grammatischer Strukturen) hat deswegen immer einen der sprach­lichen und kommunikativen Kompetenz „dienenden“ Charakter.

In allen Jahrgangsstufen steht die Erlangung zielsprachiger kommunikativer Kompetenz im Mittelpunkt.

Zentral ist in diesem Zusammenhang eine größtmögliche Schüleraktivierung. Diese wird jahr­gangsstufen- und altersgemäß anhand ausgewählter Inhalte vermittelt, ausgehend vom persön­lichen Erleben und Erfahren der Schülerinnen und Schüler über die Vermittlung soziokultureller und historischer Gegebenheiten im englischsprachigen Sprachraum sowie zunehmend auch literarischer Kon­ventionen. Hierbei erlangen die SuSen nicht nur passiv Kenntnis, sondern wenden das Erlernte auch beständig aktiv/produktiv und auch kreativ an.

In allen Jahrgangsstufen ist ein kommunikativer Ansatz gestützt durch analoge wie digitale Medien zentral. Hierbei bilden vor allem in der Unter- und Mittelstufe die eingeführten Lehr­werke mit ihren analogen Angeboten (Buch und Workbook ergänzt durch weitere Übungshefte etc.) sowie die buchbegleitenden digitalen Möglichkeiten (Hördateien, Videos…) die Basis und Richtschnur für den Unterricht und die strukturierte, progrediente Vermittlung der englischen Sprache, Landeskunde und Kultur des englischsprachigen Sprachraums. Auch wichtige aktu­elle politische oder sozio-kulturelle Ereignisse finden ggfs. in didaktischer Reduktion mit aktu­ellen Print-, Audio- sowie Video-Materialien im Unterricht Berücksichtigung, wobei in den höheren Jahrgangsstufen i.d.R. häufiger auf lehrbuch-unabhängige Materialien zurückgegriffen wird, um den SuSen gerade bei politischen und/oder sozio-kulturellen Inhalten ein aktuelles Bild zu vermitteln.

Neben der zunehmenden sprachlichen und kommunikativen Kompetenz wird auch eine kultu­relle Kompetenz angestrebt. Vergleichende und kontrastive Betrachtungen der Begebenheiten im englischsprachigen Raum mit denen in der BRD sollen ein multikulturelles, tolerantes Be­wusstsein (cultural awareness) schulen und der Demokratieerziehung dienen.

Je nach Unterrichtsituation kommen alle gängigen Methoden zum Einsatz, so dass die Lernenden im Laufe der Jahre ein breites Repertoire an Methoden und Kompetenzen auch über die englische Sprache und Kultur hinaus erwerben. Sukzessive werden die Schülerinnen und Schüler an ein selbst­ständiges Arbeiten und ein kontinuierliches – zunehmend auch selbstgesteuertes - Lernen und die Einsicht in die Notwendigkeit desselben herangeführt und so auch ihre über den schulischen Kontext hinausweisende, zukunftsorientierte Selbstkompetenz gefördert.

Ein Beispiel für das Trainieren eines selbstgesteuerten Lernens stellen die unterschiedlichen Methoden zum nachhaltigen Erwerb des Wortschatzes dar. Diese werden den SuSen bereits ab dem 1. Lernjahr in den unterschiedlichen Formen (Vokabelheft, Karteikasten, Apps wie Quizlet oder Phase5 etc) erklärt und nahegebracht, so dass die SuSen anschließend die für sie passende Methode auswählen und selbstständig anwenden und ausbauen können. Hierbei können die Lernenden den Erfolg ihres eigenen Handelns und Lernens zeitnah überprüfen und ggfs. ihre Lernstrategien adaptieren.

Digitale Angebote und Verfahren ergänzen den Unterricht selbstverständlich und so gut wie täglich, ja fast „stündlich“. Hör- und Videodateien finden alltäglichen Einsatz – sowohl bei der innerschulischen als auch bei der häuslichen Arbeit. Die Schüler nutzen MS-TEAMS auch für kooperative Aufgaben.

Der Einsatz eigener (BYOD) oder von der Schule zur Verfügung gestellter digitaler Endgeräte ist in vielen Unterrichtsituationen selbstverständlich und dient nicht nur zur eigenständigen, unterrichtsbezogenen Recherche. Der Einsatz digitaler Möglichkeiten ermöglicht dem Englischunterricht insbesondere die erforderliche Individualisierung und Binnendifferenzierung. Dar­über hinaus erleichtert die Nutzung digitaler Möglichkeiten den SuSen die Erarbeitung von Projekten und Präsentationen. Bereits ab dem ersten Lernjahr üben die Schülerinnen und Schüler kleinere – visuell gestützte – Präsentationen ein, deren Umfang und Thematik dem jeweiligen Lern- und Fertig­keitsstand entsprechen. Die Umsetzung des schulinternen fachspezifischen Medienkonzepts für jede einzelne Jahrgangsstufe findet in diesem Zusammenhang Berücksichtigung im Englisch­unterricht.

 

Förderangebote

Über den Englischunterricht hinaus ist die englische Sprache als lingua franca beinahe omni­präsent. Die Lehrkräfte motivieren und ermutigen, das vielfältige, zielsprachige Angebot ge­zielt und bewusst zu nutzen und geben gezielte, oft individuelle, interessenorientierte Hinweise.

Die Schule bietet in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Lehrerstunden für die Jahr­gänge 5-10 Lernzeitplus-Stunden an. Außerdem gibt es schulintern organisiertes Programm, in dessen Rahmen ältere SuSen Jüngeren Unterstützung und Nachhilfe anbieten.

Ab der 10.Jahrgangsstufe steht den Schülerinnen und Schülern zusätzlich zur Schul-Bibliothek ein Raum für eigen­verantwortliches Lernen (EVA-Raum) zur Verfügung, der mit Materialien zur eigenständigen Vertiefung und Ergänzung des Unterrichtsmaterials sowie zwei Computern mit Internetzugang ausgestattet ist.

Abhängig vom Wahlverhalten der Schülerinnen und Schüler wird in der Oberstufe außer P- und W-Seminaren zum Fach Englisch ein Wahlkurs „Konversation Englisch“ angeboten, der allen offen­steht, also auch denen, die Englisch als Unterrichtsfach abgewählt haben.

 

Außerunterrichtliches Fachangebot

Die Fachschaft Englisch nimmt regelmäßig am Fremdsprachenwettbewerb „The Big Challenge“ teil. Die Teilnahme ist für das 1. Lernjahr verpflichtend, anschließend entscheiden sich die Lerngruppen bis zur 9.Jahrgangsstufe selbst, ob sie an dem jährlich stattfindenden Wettbewerb teilnehmen möchten. Das Angebot wird gerne genutzt.

Für die 10.Jahrgnagsstufe und auf einer anderen Niveaustufe für die Qualifikationsphase wird die Teilnahme an „Go4Goal“ angeboten. Insbesondere die SuSen aus der Q12 nutzen dieMög­lichkeit zahlreich, da mit erfolgreicher Teilnahme eine Zertifizierung einhergeht ,die einem TOEFL-Test entspricht.

Auch die Betreuung im Rahmen des Bundeswettbewerbs Moderne Fremdsprachen wird ange­boten.

Weitere außerunterrichtliche Angebote:

  • Teilnahme an Angeboten des Schulclusters (v.a.Vorträge)
  • Fahrten zu Vorträgen und Seminare des Amerika-Hauses München sowie der LMU München
  • Theater- und Kinofahrten nach München, Salzburg, Rosenheim, Burghausen…
  • Projekte/Veranstaltungen zu besonderen (nicht nur) den englischsprachigen Raum betreffenden Ereignissen (Brexit, 4th of July, Halloween…)