Latein

Fachprofil Latein

Latein lernen – konkret:

An unserem Gymnasium kann Latein als erste und zweite Fremdsprache sowohl im sprachlichen als auch im naturwissenschaftlichen Zweig gewählt werden. Wer Latein in der 10. Jahrgangsstufe mit Erfolg (mindestens der Note vier im Jahreszeugnis) belegt hat, bekommt mit dem Abiturzeugnis das Latinum bescheinigt.  Es kann sowohl als erste und als auch als zweite Fremdsprache ab der 11. Klasse abgelegt werden und ggf. durch Spanisch als spätbeginnende Fremdsprache ersetzt werden. Es wird aber auch gerne in der Oberstufe weitergeführt und im Abitur als drittes schriftliches oder als mündliches Prüfungsfach gewählt. In der Oberstufe werden regelmäßig P- und W-Seminare unter dem Leitfach Latein angeboten und von unseren Schülerinnen und Schülern gewählt.

Latein lebt:

  • Latein lebt weiter in unserer Sprache, v.a. der Wissenschaftssprache und der gehobenen Kommunikation, aber auch in unzähligen Fremd- und Lehnwörtern.
  • Latein lebt als Fundament aller romanischen Sprachen (Französisch und Spanisch werden am Landschulheim unterrichtet; auch das Italienische ist aus dem Lateinischen hervorgegangen), hat aber auch in der heutigen Weltsprache Englisch deutliche Spuren hinterlassen.
  • Latein ist lebendig als prägende und rezeptive Kraft für die europäische Kunst, Literatur und Kultur, darüber hinaus aber auch für die Architektur, Jura und Medizin insgesamt.

 

Latein fördert Kompetenzen:

  • Latein hat eine klare, logische Struktur. Die Beschäftigung mit dieser Sprache schult das analytische Denken und Kombinatorik, den Sinn für sprachliche Ordnung und Genauigkeit.
  • Das Übersetzen lateinischer Texte fördert die muttersprachliche Sprech- und  Grammatikkompetenz.
  • Die Inhalte lateinischer Texte haben einen hohen Bildungswert. Diese befassen sich u.a. mit Geschichte, Mythologie, Philosophie und Staatsrecht. Die Auseinandersetzung mit ihnen fördert interkulturelles Verständnis, Urteilsvermögen und Wertebildung. Manche Texte befassen sich mit grundlegenden politischen und menschlichen Fragen. So können Schülerinnen und Schüler sich ein Fundament schaffen, um sich mit der eigenen Lebenswirklichkeit zu befassen.
  • Lateinkenntnisse können eine gute Ausgangsbasis bilden für das Erlernen der romanischen Sprachen.
  • Latein schult die logische Qualität des Denkens, das Abstraktionsvermögen und das genaue Hinschauen. Es schafft also auch eine geeignete Basis für Mathematik und die Naturwissenschaften.

 

Der Lateinunterricht teilt sich in zwei Phasen:

  1. Die Lehrbuchphase: Sie endet mit der 8. Jahrgangsstufe in der 1. wie in der 2. FS. In dieser Phase geht es um die strukturierte Erarbeitung und Einübung des Wortschatzes und der Grammatik. Die Schülerinnen und Schüler werden zur Satz- und Textanalyse hingeführt. Schon hier spielt die Beschäftigung mit antiker Kultur und Geschichte, der Lebenswelt der Römer und dem Fortleben der lateinischen Sprache eine wichtige Rolle. Der Kulturbereich ist von Anfang an fester Bestandteil jeder Schulaufgabe.
  2. Die Lektürephase: Sie beginnt mit der 9. Klasse. Die Schülerinnen und Schüler gewinnen durch das Lesen lateinischer Originaltexte (u.a. Caesar, Cicero, Ovid, Vergil und Seneca) vertieften Einblick in die Lebens- und Denkwelt der römischen Antike. Ab Jahrgangsstufe 10 darf bei Schulaufgaben und Klausuren ein Lexikon genutzt werden.

 

Zusatzangebote:

  • Besonderer Beliebtheit erfreut sich bei unseren Schülerinnen und Schülern die einmal pro Schuljahr veranstaltete Wochenendfahrt in eine antike bayerische Stadt. Mit dabei sind in der Regel weit über hundert Schüler aus allen Jahrgangsstufen. Besonders reizvoll sind dabei Ziele wie Regensburg, Passau, Augsburg und Ingolstadt
  • Im Rahmen eines Lateintages können die Schüler die römische Antike hautnah erleben und dabei z. B. die erstaunlich schwere (nachgemachte) Rüstung eines römischen Legionärs am eigenen Körper tragen. Wir bieten regelmäßig den „Dies Latinus“ (Lateintag) und die „Nox Latina“ (Lateinnacht) an, dazu laden wir auch Referenten ein, zum Beispiel Archäologen
  • Auch verschiedene Exkursionen zu Ausgrabungen antiker Stätten und Ausstellungen in der näheren oder weiteren Umgebung – z.B. nach Seebruck, dem antiken Bedaium - sollen die Begegnung mit der römischen Kultur herbeiführen.
  • Eine dreitägige Fahrt zum archäologischen Park Carnuntum (bei Wien) mit den Lateinlernenden der 7. Jahrgangsstufe ist seit 2018 fest im Fahrtenprogramm des LSH etabliert. Die Schülerinnen und Schüler gehen dabei durch originalgetreu nachgebaute römische Häuser und Thermen. Sie sehen antike Läden und Tavernen in einer antiken Ausgrabungsstätte.
  • In regelmäßigen Abständen werden für die Oberstufe Studienfahrten nach Rom oder auch in die Toskana (Florenz) angeboten.
  • Immer wieder nehmen Schülerinnen und Schüler der Oberstufe am bayernweiten Lateinwettbewerb teil.